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  • 28Aug

    Noch nie lebten in Nordrhein-Westfalen so viele Menschen mit dem HI-Virus wie zurzeit. Darauf wies heute die AIDS-Hilfe NRW anlässlich ihrer Jahrespressekonferenz in Düsseldorf hin. Die lebensverlängernden Medikamente für HIV-Positive und die konstante Zahl an Neuinfektionen bedingten, dass die Zahl von 14.000 Menschen mit HIV in NRW kontinuierlich wachse, so Klaus-Peter Schäfer, stellvertretender Landesvorsitzender der AIDS-Hilfe NRW. Dem begegne die Aidshilfe mit innovativen Ideen und Projekten.

    Der chronische Krankheitsverlauf und die soziale Situation stellten die Aidshilfen vor immer neue Herausforderungen. “Hierauf reagieren unsere Mitgliedsorganisationen beispielsweise mit Wohnprojekten für wohnungslose HIV-Positive oder Erkrankte, die nicht mehr allein wohnen können”, erläutert Landesgeschäftsführer Dirk Meyer. Neue Arbeitsprojekte ermöglichten HIV-Positiven, die sich vor dem Hintergrund der verlängerten Lebensperspektive einen Wiedereinstieg ins Berufsleben wünschten, Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote. 42 Aidshilfen und Selbsthilfevereine in ganz NRW böten Menschen mit HIV eine gute Infrastruktur.

    Auch in der Primärprävention trage man der Tatsache, dass die Lebensqualität der Menschen mit HIV stetig verbessert werde, Rechnung. Das im vergangenen Jahr gestartete Projekt “Beratung und Test (BuT)” leiste Hilfestellung, das Risiko der am meisten von HIV betroffenen Gruppe der Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), besser einschätzen zu können, sich über HIV und andere Krankheiten umfassend zu informieren und ggf. durch einen HIV-Schnelltest frühzeitig von einer möglichen HIV-Infektion zu erfahren.

    Die Mitgliedsorganisationen der AIDS-Hilfe NRW hatten im Jahr 2008 insgesamt rund 330.000 primärpräventive Kontakte. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 10%. Insgesamt erreichten sie mit ihren Angeboten der Prävention, Beratung und Betreuung etwa 343.000 Menschen.

    In Nordrhein-Westfalen leben zur Zeit etwa 14.000 HIV-positive Menschen; bundesweit sind es etwa 63.500. 2008 wurden 735 neue HIV-Diagnosen gemeldet, der Anteil der MSM liegt hier bei 69%. Etwa 1.700 Menschen in NRW sind an Aids erkrankt, 130 Menschen mit HIV und Aids sind 2008 in NRW gestorben.

    Weitere Informationen hierzu könnt ihr über folgenden Link auf der Homepage der AIDS-Hilfe NRW e. V. erhalten:

    AIDS-Hilfe NRW e. V.

     

    Gesendet von admin 02:45

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