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  • 30Sep

    Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen AIDS vom heutigen Tage: www.aids-kampagne.de

    An die neue Bundesregierung: Es gibt noch viel zu tun!

    Als wichtigen Erfolg auf dem Weg zum universellen Zugang zu HIV-Behandlung, Prävention, Pflege und Unterstützung wertet das Aktionsbündnis gegen AIDS die heute von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), UNAIDS und Unicef in einem Bericht veröffentlichten Zahlen. Ging die internationale Gemeinschaft von bisher 3 Millionen Menschen aus, die einen Zugang zu den lebensrettenden antiretroviralen Medikamenten haben, ist diese Zahl auf mehr als 4 Millionen bis zum Jahresende 2008 gestiegen.

    „Dagegen muss man jedoch feststellen, dass in Subsahara-Afrika immer noch 58 % der HIV-infizierten Menschen der nötige Zugang verwehrt bleibt“, dämpft Karl-Heinz Hein-Rothenbücher, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen AIDS und Geschäftsführer des Missionsärztlichen Instituts in Würzburg, die auf den ersten Blick positiven Zahlen.

    Denn ernüchternd sei, dass nach wie vor mindestens 5 Millionen Menschen für ihr Weiterleben die Behandlung mit antiretroviralen Medkamenten noch nicht erhalten haben und mehr als die Hälfte aller behandlungsbedürftigen Menschen von der Versorgung abgeschnitten seien.

    Hein-Rothenbücher betont, dass alle Regierungen ihre Anstrengungen steigern müssen, um möglichst bis zum Jahresende 2010 den universellen Zugang zu erreichen. Besonders bedrückend sei, dass nach wie vor die lebenswichtigen Medikamente der so genannten zweiten Therapielinie sehr überteuert seien. Diese Medikamente werden von der zunehmenden Zahl von Patienten benötigt, die Resistenzen entwickelt haben. Sowohl die Erhöhung des Beitrags der Bundesregierung als auch die Übernahme von Verantwortung durch die Pharmafirmen ist nach wie vor eine der zentralen Forderungen des Aktionsbündnisses gegen AIDS.

    Das Aktionsbündnis gegen AIDS fordert CDU und FDP dazu auf, in den Koalitionsverhandlungen das Ziel des universellen Zugangs aufzunehmen, was nur mit einem stärkeren Beitrag der Bundesrepublik erreichbar ist. Entsprechend der Wirtschaftskraft Deutschlands muss es seinen Beitrag für die Erreichung des universellen Zugangs steigern, mit dem Ziel, mindestens zehn Prozent der dafür erforderlichen Kooperationen abzudecken.

    Hierzu empfehle ich euch auch meinen Bericht:

    Mehr als 4 Millionen HIV-positive Menschen in den Schwellen- und Entwicklungsländern erhalten jetzt lebensrettende Behandlung

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  • 30Sep

    Pressemitteilung der WHO (World Health Organization) vom 30.09.2009

    Ende des Jahres 2008 haben in den Schwellen- und Entwcklungsländern mehr als 4 Millionen Menschen eine antiretrovirale Therapie (ART) erhalten. Nach einem heute veröffentlichten neuen Bericht der World Health Organization (WHO), des United Nations Children’s Fund (UNICEF) und der Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS) entspricht das einem Ansteig von 36 Prozent in einem Jahr und einer Verzehnfachung innerhalb der letzten fünf Jahre.

    “Dieser Bericht zeigt große Fortschritte in der globalen HIV- und Aids-Bekämpfung,” sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. “Aber wir müssen mehr tun. Mindestens 5 Millionen HIV-positive Menschen haben noch immer keinen Zugang zu lebensverlängernden Behandlung und Versorgung. Präventionmassnahmen reichen hier nicht aus. Regierungen und internationale Partner müssen ihre Bemühungen um einen universellen Zugang zur Therapie beschleunigen.”

    Behandlung und Versorgung

    Von den schätzungsweise 9,5 Millionen Menschen die 2008 in den Schwellen- und Entwicklungsländern eine Behandlung benötigten, hatten 42 % Zugang zu der Behandlung. 2007 waren es noch 33 %. Der größte Fortschritt war hier in der Subsahara-Afrika zu sehen, wo zwei Drittel aller HIV-Infektionen weltweit existieren.

    In den letzten Jahren sind die Preise für die am häufigsten eingesetzten antiretroviralen Medikamente signifikant zurückgegangen, was zu einer breiteren Verfügbarkeit der Medikamente geführt hat. Die Kosten für die Medikamente der ersten Therapielinie sind zwischen 2006 und 2008 um 10 bis 40 % gesunken. Allerdings sind die Medikamente der zweiten Therapielinie unverändert teuer.

    Trotz der jüngsten Fortschritte muss weiter dafür gesorgt werden, dass noch mehr Menschen Zugang zu den Behandlungsmöglichkeiten erhalten. Bei vielen Patienten wird HIV erst in einem späten Stadium der Krankheit diagnostiziert und aufgrund des verzögerten Beginns der ART besteht eine hohe Sterblichkeit im ersten Jahr der Behandlung.

    Tests und Beratung

    Aktuelle Daten deuten auf eine zunehmende Verfügbarkeit von HIV-Tests und Beratungsdiensten hin. In 66 Ländern hat sich die Anzahl der medizinischen Einrichtungen, die diese Dienstleistungen bereitstellen, zwischen 2007 und 2008 um rund 35 % erhöht.

    Die Test- und Beratungsangebote wurden durch eine wachsende Zahl von Personen genutzt. In 39 Ländern hat sich die Gesamtzahl der gemeldeten HIV-Tests zwischen 2007 und 2008 mehr als verdoppelt. In 93 % aller Länder wurden 2008 über die öffentlichen Gesundheitseinrichtungen kostenlose HIV-Tests angeboten. Trotzdem bleibt eine Mehrheit, die über ihren positiven HIV-Status nicht Bescheid weiß. Die geringe Kenntnis des individuellen Risikos und die Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung führen zu einer geringen Inanspruchnahme der Testangebote.

    Frauen und Kinder

    Im Jahre 2008 verbesserte sich der Zugang zu HIV-Beratungsangeboten für Frauen und Kinder. Etwa 45 % der HIV-positiven Schwangeren erhielten 2008 antiretrovirale Medikamente um die Übertragung der HIV-Infektion auf ihre Kinder zu verhindern. Im Jahre 2007 waren es noch 35 %. Bei rund 21 % der schwangeren Frauen in Schwellen- und Entwicklungsländern wird ein HIV-Test durchgeführt. 2007 waren es 15 %.

    Mehr Kinder als zuvor profitieren von pädiatrischen, antiretroviralen Therapie-Programmen. Die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die antiretrovirale Medikamente erhalten, stieg von rund 198.000 im Jahre 2007 auf 275.700 im Jahre 2008 und erreichte damit 38 % aller Kinder, die eine antiretrovirale Behandlung nötig hätten.

    Weltweit bleibt Aids die häufigste Todesursache bei Frauen im gebährfähigen Alter.

    “Obwohl der Schwerpunkt in der globalen HIV- und Aids-Bekämpfung bei Frauen und Kinder liegt, bleibt es weiter bei den verheerenden Auswirkungen der Erkrankung für Gesundheit, Existenz und Überleben von Frauen und Kinder”, sagte Ann M. Veneman (Unicef-Direktorin).

    Bevölkerung mit hohem Risiko

    Im Jahre 2008 wurden mehr Daten über die Zugangsmöglichkeiten der Bevölkerungsgruppen mit einem hohen HIV-Infektionsrisiko (darunter Prostituierte, Männer die Sex mit Männern haben und Drogenkonsumenten) zu HIV-Beratungsmöglichkeiten gesammelt.

    Während das Verständnis für HIV-Positive in einigen Bereichen gestiegen ist, sind Bevölkerungsgruppen mit einem hohen HIV-Risiko weiter mit technischen, rechtlichen und soziokulturellen Barrieren im Zusammenhang mit dem Zugang zu Gesundheitsdiensten konfrontiert.

    “Alle Hinweise deuten darauf hin, dass die Anzahl der behandlungsbedürftigen Menschen in den nächsten Jahren dramatisch steigen wird”, sagte Michel Sidibé (UNAIDS-Direktorin). “Die Gewährleistung eines gerechten Zugangs zu den Behandlungsmöglichkeiten wird eine unserer wichtigsten Anliegen und UNAIDS wird weiterhin die Stimme derer sein, die keine Stimme haben und dafür sorgen, dass die Hilfsbedürftigen und die Menschen mit einem hohen HIV-Infektionsrisiko Zugang zu den notwendigen Diensten erhalten.”

    Die Originalpressemitteilung in englischer Sprache erreicht ihr über den folgenden Link auf der Homepage der WHO:

    http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2009/universal_coverage_hiv_20090930/en/index.html

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  • 29Sep

    Die University Of Oxford veröffentlichte am 18.09.2009 den nachfolgenden Bericht, in dem ihre Wissenschaftler von der Entdeckung 100 Millionen Jahre alter Relikte komplexer Retroviren in Säugetier-Genomen berichten. Der Originalartikel in englischer Sprache ist über den folgenden Link auf der Homepage der University Of Oxford einsehbar:

    http://www.ox.ac.uk/media/news_stories/2009/090918.html

    Der Kampf zwischen den Vorfahren des Aids-Virus und dem Immunsystem von Säugetieren ist schon seit 100 Millionen Jahren im Gange. Das zeigt die Entdeckung eines HIV-ähnlichen Retrovirus in der DNA des Zweizehenfaultiers. Damit existiert diese spezielle Art des Virus bereits 85 Millionen Jahre länger als bisher angenommen, wie britische Forscher in „Science“ berichten.

    Retroviren sind Meister darin, sich in die DNA ihrer Wirte „einzunisten“. Dies führt sogar so weit, dass sie als Genbestandteile an die Nachkommen vererbt werden und so im Laufe der Evolution Teil des Säugetiergenoms geworden sind. Das menschliche Genom besteht zu acht Prozent aus solchen endogenen retroviralen Sequenzen. Doch bisher waren nur Sequenzen von sehr einfachen Retroviren gefunden worden.

    Komplexer Retrovirus in Faultier-DNA

    Jetzt aber sind Wissenschaftler der Universität Oxford erstmals auf einen deutlich komplexeren Virentyp im Genom des Zweizehenfaultiers Choloepus hoffmanni gestoßen. Sie entdeckten die Relikte eines 100 Millionen Jahre alten „Foamy Virus“, eines Virentyps, der komplexen Lentiviren wie HIV und dem SIV der Affen sehr ähnelt. Damit sind Säugetiere offenbar schon mindestens 85 Millionen Jahre früher in engem Kontakt mit diesem fortgeschritteneren Virentyp gewesen als bisher angenommen.

    Infektionsgeschichte länger als gedacht

    „Die fossilen Relikte eines solchen Virus in diesem Faultier zu entdecken war ein wirklicher Glücksfall”, erklärt Aris Katzourakis, Forscher am Institut für neue Infektionen der Universität Oxford. „In vorherigen Arbeiten haben wir bereits Belege für ähnliche Viren in den Genomen von Kaninchen und Lemuren gefunden, aber die neuen Forschungen deuten darauf hin, dass die Vorfahren der komplexen Retroviren wie HIV uns schon seit Beginn der Säugetier-Evolution begleiten. Weil dieses Faultier so geografisch und genetisch isoliert ist, eröffnet uns sein Genom ein Fenster in die Vergangenheit der Säugetiere, ihrer Immunsysteme und den Virentypen, mit denen sie konfrontiert waren.“

    Hilfe auch für heutige Infektionen

    Das Verständnis des historischen Konflikts zwischen komplexen Viren und dem Immunsystem der Säugetiere könnte auch zu neuen Ansätzen in der Bekämpfung von Infektionen durch gegenwärtige Retroviren wie HIV führen. So verhilft es Wissenschaftlern beispielsweise zu mehr Einblick darin, welche die Artschranke durchbrechende Viren wahrscheinlichere Kandidaten für eine Pandemie sind, wie H1N1, und welche zwar die Artbarriere überwinden, aber keine Pandemie auslösen, wie die Vogelgrippe oder die erst 1971 entdeckten Humanen Foamy Viren (HFV).

    (Quelle der deutschen Übersetzung: Artikel auf www.scinexx.de (Das Wissensmagazin) vom 29.09.2009)

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  • 29Sep

    Im Epidemiologischen Bulletin 39/2009 vom 28.09.2009 hat das Robert-Koch-Insitut eine kurze Situationseinschätzung zur Verbreitung des Schweinegrippevirus A/H1N1 für die 38. Kalenderwoche gegeben.

    Nachfolgend der entsprechende Wortlaut:

    Deutschland

     

    Die Aktivität der ARE ist im Vergleich zur Vorwoche erneut leicht angestiegen, lag aber bundesweit im Bereich der jahreszeitlich zu erwartenden Werte. Die in Deutschland auftretenden Fälle an Neuer Influenza A/H1N1 sind somit weiterhin nicht auf Bevölkerungsebene als zusätzliche Krankheitslast messbar.

    Bisher wurden im NRZ insgesamt 278 neue Influenzaviren (A/H1N1) hinsichtlich ihrer Sensitivität gegenüber den Neuraminidaseinhibitoren Oseltamivir und Zanamivir untersucht. Bekannte Resistenzmutationen waren nicht nachweisbar. Alle untersuchten Virusisolate wiesen ebenfalls einen sensitiven Phänotyp auf. Weiterhin zeigten alle der 47 untersuchten Viren eine Resistenz gegenüber Amantadin.

    Weitere Informationen zur aktuellen Situation Neue Influenza A/H1N1 unter http://www.rki.de/influenza bzw. täglich aktualisierte Informationen, Hinweise und Empfehlungen unter http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/IPV__Node.html.

    International, Ergebnisse der europäischen Influenza-Surveillance durch EISN

     

    In der 37. KW 2009 zeigt sich eine sporadische oder lokale Aktivität in einer Reihe von europäischen Ländern aufgrund von Influenza A/H1N1. Schweden, Irland und Teile des Vereinigten Königreichs (Nordirland) melden mittlere Influenza-Aktivität.

    Weitere Informationen zur europäischen Situation erhalten Sie auf den Internetseiten des ECDC (European Centre for Disease Control and Prevention) unter http://ecdc.europa.eu.

    Informationen zur weltweiten Situation können auf den Internetseiten der WHO aufgerufen werden unter http://www.who.int/csr/disease/swineflu/en/index.html.

    Seht auch den Bericht für die 37. Kalenderwoche 2009:

    Aktueller Situationsstand bei ARE/Influenza (Schweinegrippevirus) für die 37. Kalenderwoche 2009

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  • 29Sep

    Das Kompetenznetz HIV/AIDS erfoscht momentan den Zusammenhang zwischen dem Einkommen und der Gesundheit von HIV-positiven Patient(inn)en. Den ausführlichen Bericht hierzu könnt ihr dem Newsletter KompL@t Ausgabe 3/2009 der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. zum Kompetenznetz HIV/AIDS entnehmen, den ich im nachfolgenden Link als PDF-Dokument bereitgestellt habe.

    KompL@t Ausgabe 3/2009 – Newsletter der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. zum Kompetenznetz HIV/AIDS

    “Wer arm ist, muss früher sterben”, besagt ein Sprichwort. In diesem Sinne hat die WHO in verschiedenen Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen Armut bzw. niedrigem Einkommen und schlechterem Gesundheitszustand nachgewiesen.

    Das Kompetenznetz HIV/AIDS untersuchte an Hand seiner Kohortedaten, wie sich dieser Zusammenhang für Menschen mit HIV in Deutschland darstellt. Die Studie zeigte: HIV-Positive haben bei fortgeschrittener Erkrankung ein deutliches höheres Risiko für ein geringeres Einkommen als Patienten in einem früheren Stadium der HIV-Infektion.

    Bei HIV/AIDS lässt sich aus unterschiedlichen Gründen ein besonders enger Zusammenhang zwischen Einkommen und gesundheitlicher Lage vermuten. So kann eine HIV-Infektion in späteren Stadien durch körperliche oder psychische Veränderungen zu einer Minderung bzw. zum Verlust der Erwerbsfähigkeit und des Einkommens führen. Hinzu kommen möglicherweise Kosten für nicht erstattungsfähige Begleitmedikamente. Bei Migranten führt zudem ein unsicherer Aufenthaltsstatus meist zu einem sehr eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung.

    Zu dem Thema Migranten und Gesundheitsversorgung empfehle ich euch auch meinen Bericht “Abschiebung von HIV-positiven Migranten gefährdet Menschenleben und weltweite Entwicklungsziele”.

    Um den Zusammenhang zwischen Einkommen und gesundheitlicher Lage HIV-positiver Patient(inn)en detaillierter analysieren zu können, planen die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und das Kompetenznetz HIV/AIDS eine gemeinsame Studie zu diesem Thema. Der Gesundheitszustand HIV-positiver Patient(inn)en mit geringem Einkommen soll auf Grundlage einer anonymisierten Zusammenführung von Daten der beiden Einrichtungen analysiert werden. In diesem Zusammenhang steht auch der Vergleich der Einkommensverhältnisse zwischen HIV-Positiven und der Durchschnittsbevölkerung.

    Bei der Studie sollen dann die Daten der DAS zu Einkommensarten und Notlagen von Antragstellern gemeinsam mit Daten des Kompetenznetzes HIV/AIDS zur sozialen Situation; Ausbildung und klinisch-medizinischen Situation von Kohorteteilnehmern ausgewertet werden.

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  • 28Sep

    Hier noch einmal das Wahlergebnis (vorläufiges amtliches Wahlergebnis) der Bundestagswahl vom 28.09.2009:

    1. CDU/CSU   33,80 %    – 239 Sitze im Bundestag
    2. SPD           23,04 %    - 146 Sitze im Bundestag
    3. FDP            14,56 %    -    93 Sitze im Bundestag
    4. Die Linke    11,89 %    -    76 Sitze im Bundestag
    5. Grüne         10,70 %    -    68 Sitze im Bundestag

    Damit haben CDU/CSU und FDP insgesamt 332 der 622 Sitze im Bundestag und somit ist ein Koalition zwischen CDU/CSU und FDP so gut wie sicher. Stellt sich für mich die Frage, wie geht es zum Beispiel mit unserem Gesundheitssystem weiter. Hierzu hat FDP-Chef Guido Westerwelle bereits gestern Abend den Druck auf die CDU erhöht. So sagte er am Abend  in der “Berliner Runde” der ARD, dass es unbedingt Korrekturen in der Gesundheitspolitik geben müsse. Stellt sich die Frage, wie soll diese Korrektur nach Meinung der FDP aussehen?

    Dazu berichtet www.apotheke-adhoc.de am heutigen Tage:

    FDP-Chef Guido Westerwelle hat in Sachen Gesundheitspolitik bereits am Wahlabend den Druck auf die Union erhöht: In der „Berliner Runde“ der ARD sagte Westerwelle, es müsse „unbedingt Korrekturen in der Gesundheitspolitik“ geben.

    Dabei geht es vor allem um die Frage der Finanzierung des Gesundheitssystems: Im Wahlkampf hatte die FDP damit geworben, den Gesundheitsfonds wieder abzuschaffen. Die Krankenkassen sollen nach dem Willen der Liberalen weitgehend privatisiert werden. Doch die Union hat den Gesundheitsfonds mit beschlossen und vor der Wahl daran festgehalten. Ende August hatte FDP-Gesundheitsexperte Daniel Bahr öffentlich und sehr scharf das Festhalten der Bundeskanzlerin am Gesundheitsfonds kritisiert.

    Im Koalitionsvertrag müssen sich die Parteien jetzt auf ein gemeinsames Modell einigen. Ebenfalls noch offen ist, welche Partei – CDU, CSU oder FDP – das Gesundheitsressort besetzen wird. Zu den Kandidaten für den Posten zählt seitens der Union auch der bisherige Verwalter des Gesundheitsfonds und Chef des Bundesversicherungsamts, Josef Hecken (CDU).

    Da sollten wir doch ein wachsames Auge auf den Koalitionsvertrag richten und sehen, was für Korrekturen wir zu erwarten haben. Korrekturen in die richtige Richtung wären nicht schlecht, aber eine Privatisierung der Krankenkassen kann m. E. nicht der Weg in Zukunft sein, um unser Gesundheitssystem für alle zugänglich und finanzierbar zu halten. Hier habe ich Angst, dass wir auf Dauer amerikanische Verhältnisse zu erwarten haben, wo es sich nur wenige leisten können, einen Krankenversicherungsschutz zu haben.

    Aber warten wir erst einmal ab, was uns der Koalitionsvertrag und die Koalition hierzu sagen wird. Vorab werde ich mich einmal im Wahlprogramm der FDP darüber informieren, was genau unter der Privatisierung des Gesundheitssystems zu verstehen ist. Darüber werde ich euch dann in den nächsten Tagen informieren.

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  • 28Sep

    Presseinformation von Human Rights Watch vom 24.09.2009

    Eine kontinuierliche Behandlung und Versorgung muss auch über Grenzen hinweg sichergestellt sein

    Regierungen sollen in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Geberländer ihre Abschiebepraxis von Menschen mit HIV/AIDS überprüfen, so Human Rights Watch und vier weitere HIV/AIDS- und Menschenrechtsgruppen in einem heute veröffentlichten Bericht.

    Der 27-seitige Bericht „Returned to Risk: Deportation of HIV-Positive Migrants“ wurde von Human Rights Watch, der Deutschen AIDS-Hilfe, der European AIDS Treatment Group und dem Afrikanischen HIV Policy Network ausgearbeitet. Er untersucht die Abschiebung von HIV-positiven Migranten in Südkorea, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Südafrika und den Vereinigten Staaten. Der Bericht betont, dass es notwendig ist, Maßnahmen zu entwickeln, die eine ununterbrochene Behandlung für diese Bevölkerungsgruppe sicherstellen.

    „Migranten mit HIV werden häufig ganz bewusst von Behandlungen ausgeschlossen“, sagte Katherine Todrys, Researcherin für die Abteilung Gesundheit und Menschenrechte von Human Rights Watch. „Wenn sie inhaftiert werden, wird ihnen häufig die Versorgung mit antiretroviralen Medikamenten verweigert. Bei einer Abschiebung, fehlt ihnen dann vollständig der Zugang zu einer angemessenen Behandlung.“

    Die Gruppen fordern Regierungen und Geberländer auf, HIV-positive Migranten auch in Abschiebehaft den Zugang zu lebensrettenden antiretroviralen Behandlungen zu ermöglichen, bzw. sicherzustellen, dass die betroffenen Personen auch nach einer Abschiebung Zugang zu Behandlung und medikamentöser Versorgung haben.

    Internationale Menschenrechts- und Flüchtlingsgesetze verbieten seit langem die Abschiebung in einen Staat, in dem für die abgeschobene Person die Gefahr besteht, Opfer von Folter oder anderen grausamen, unmenschlichen und erniedrigenden Behandlungen oder Bestrafungen zu werden. Nationale Abschieberegelungen sind häufig nur unzureichend entwickelt, um die Rechte von Menschen mit HIV zu schützen, die in ein solches Lebensumfeld zurückkehren müssen, so die Autoren des Berichts. Gleichzeitig fehlt es in den Abschiebegefängnissen vieler Länder an einer angemessenen Behandlung für Migranten mit HIV. Das Fehlen einer kontinuierlichen Behandlung kann zu Krankheit, vorzeitigem Tod oder der Entwicklung von Resistenz gegen die eingesetzten Medikamente führen.

    „Anstatt HIV-positive Migranten vor der Rückkehr in Länder ohne Behandlungsmöglichkeiten zu schützen, schieben manche Länder tatsächlich Migranten gerade auf Grund ihrer HIV-Infektion ab“, so Peter Wiessner von der Deutschen AIDS-Hilfe. „Migranten werden in Situationen zurückgeschickt, in denen Behandlung und Unterstützung vollständig fehlen.“

    Der Bericht dokumentiert:

    · In Saudi-Arabien: Obligatorische HIV-Tests; Inhaftierungen von bis zu einem Jahr ohne Zugang zu Medikamenten; Abschiebung von HIV-positiven Migranten.

    · In den Vereinigten Arabischen Emiraten: Abschiebung von insgesamt 1.518 Ausländer mit HIV, Tuberkulose oder Hepatitis B oder C im Jahr 2008.

    · In Südafrika: Abschiebung von Migranten mit HIV nach Zimbabwe und dadurch – mit einem Todesurteil vergleichbar – Abbruch der Behandlung.

    · In den Vereinigten Staaten: Schlechter Zugang zu Behandlungen in Gefängnissen. Keine oder nur mangelhafte medikamentöse Versorgung für einige HIV-positive Menschen in Abschiebehaft.

    · In Südkorea: Obligatorische HIV-Tests von Migranten und Abschiebung derjenigen, die HIV-positiv befunden werden, trotz der internationalen rechtlichen Verpflichtungen Südkoreas und einem kürzlich erlassenen Gerichtsentscheid des Obersten Gerichtshofs in Seoul, nach dem solche Abschiebungen nicht der effektivste Weg sind, die öffentliche Gesundheit zu schützen.

    „Die Regierungen haben sich verpflichtet, bis 2010 für alle HIV-Infizierten einen uneingeschränkten Zugang zu einer Behandlung sicherzustellen“, sagte Titise Kode vom Afrikanischen HIV Policy Network. „Aber wenn 192 Millionen Menschen – oder 3 Prozent der Weltbevölkerung – außerhalb ihres Geburtslandes leben, ist die Gewährleistung einer HIV-Behandlung für Migranten und Flüchtlinge ein wesentlicher Teil, um dieses Ziel zu erreichen.“

    Die Verfasser des Berichts fordern die Regierungen auf, dafür zu sorgen, dass HIV-positive Personen, die kurz davor sind abgeschoben zu werden, auch in der Untersuchungshaft Zugang zu einer Behandlung haben. Darüber hinaus sollte die Praxis korrigiert werden, HIV-positive Menschen in Länder abzuschieben, in denen es an Behandlungsmöglichkeiten und sozialer Unterstützung fehlt.

    „Migranten gehen enorme Risiken ein, wenn sie Grenzen überschreiten“, sagte David Hans-Ulrich Haerry, von der European AIDS Treatment Group. „Aber sie sollten nicht mit einem Todesurteil für eine HIV-Infektion leben, wenn uns wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und sich Regierungen weltweit dazu verpflichtet haben, sowohl einen allgemeinen Zugang zu antiretroviralen Medikamenten sicherzustellen, als auch die Rechte von Migranten zu schützen.

    Der Bericht ist auch in englischer und in spanischer Sprache verfügbar.

    Bericht in englischer Sprache

    Bericht in spanischer Sprache

    Interessant zu diesem Thema ist auch mein Bericht vom 23.09.2009 – Tödliche Grenzen für HIV-positive Migranten

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  • 25Sep

    Mitteilung des Paul-Ehrlich-Institutes vom 25.09.2009 - www.pei.de

    Die bisher zugelassenen oder sich noch im Zulassungsverfahren befindlichen Impfstoffe gegen das H1N1-Virus bestehen hauptsächlich aus zwei aktiven Komponenten: zum einen dem eigentlichen Impfantigen, Komponenten der Virusoberfläche, und zum anderen dem Wirkverstärker (Adjuvanz). Diese Wirkverstärker enthalten Polysorbat, hergestellt aus pflanzlichen Ausgangsstoffen, und andere in der Natur vorkommende Stoffe wie Vitamin E und Squalen. Letzteres kommt in vielen Nahrungsmitteln, zum Beispiel in pflanzlichen Ölen, vor, nach einer entsprechenden Mahlzeit auch im Blut. Bei allen Stoffen handelt es sich um Substanzen oder Substanzklassen, die zum Teil schon seit Jahrzehnten in der Arzneimittelherstellung verwendet werden und die biologisch abbaubar sind.

    Auch wenn einige dieser Komponenten in einem Größenbereich angesiedelt sind, der im Bereich von Nanometern liegt, handelt es sich dabei nicht um technologisch gezielt hergestellte Nanopartikel, insbesondere nicht um Nanopartikel aus Metallen oder Kunststoffen.

    Das Paul-Ehrlich-Institut geht davon aus, dass die zurzeit starke Nachfrage nach Nanopartikeln auf eine Veröffentlichung von Reddy et al. (Reddy S. et al.; Nature Biotechnology; Volume 25 (10); 1159-1164; 2007) zurückgeht, in der über neue, nanotechnologisch hergestellte Kunststoffpartikel und deren möglichem Einsatz als Wirkverstärker (Adjuvanzien) in Impfstoffen diskutiert wird. Dies könnte zu der Schlussfolgerung geführt haben, dass auch die pandemischen Impfstoffe Nanopartikel enthalten würden. Dies ist jedoch nicht der Fall. Während die in den pandemischen Impfstoffen verwendeten Adjuvanzien gut charakterisiert sind und zum Teil schon seit Jahren in Impfstoffen angewendet werden, befinden sich die in dem Artikel beschriebenen Nanopartikel aus Polypropylensulfid noch in einer frühen Entwicklungsphase.

    Die Annahme, dass Nanopartikel ein Gefährdungspotential haben, könnte auf eine Publikation im European Respiratory Journal von Song et al (Song Y. et al.; Eur Respir J; Volume 34 (3); 559-567; 2009) zurückgehen. In diesem Fallbericht über sieben junge Frauen, die aufgrund klinischer Symptome wie Kurzatmigkeit hospitalisiert wurden – zwei davon verstarben – wird angeführt, dass in deren Lungengewebe Nanopartikel gefunden wurden. Alle Frauen hatten Platten mittels Luftbesprühung mit Polyacrylester, in dem wahrscheinlich verschiedene chemisch-synthetisierte Nanopartikel gelöst waren, beschichtet. Die Autoren schlussfolgern, dass die Nanopartikel die Erkrankungen verursacht haben könnten. Von den Autoren wird jedoch auch auf die vollkommen unzureichenden Arbeitsbedingungen (keine aktive oder passive Belüftung oder sonstigen Schutzmaßnahmen) und die langen Expositionszeiten (mehr als acht Stunden täglich über einen Zeitraum von 5 bis 13 Monaten) hingewiesen. Dieses Szenario unterscheidet sich also grundlegend von einer ein- oder zweimaligen Applikation geringer Mengen biologisch abbaubarer Adjuvanzien im Verlauf einer Grippeimpfung. Eine Übertragung der Ergebnisse dieser Veröffentlichung auf die Impfsituation ist nicht möglich.

    Aus den Ausführungen wird deutlich, dass kein Zusammenhang zwischen den in den Publikationen genannten Nanopartikeln und den Adjuvanzien oder anderen Bestandteilen in den pandemischen Impfstoffen besteht.

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  • 25Sep

    Pressemitteilung der Medizinischen Hochschule Hannover vom 25.09.2009

    Kompetenznetz Hepatitis und Hannover Clinical Trial Center der MHH mit weltweit größter Hepatitis D-Studie gestartet/ Erste europäische Studie nach dem neuen, vereinfachten VHP-Zulassungsverfahren

     Für eine bessere Therapie der Hepatitis D, der schwerwiegendsten aller viralen Lebererkrankungen, haben das Kompetenznetz Hepatitis (Hep-Net), ein Projekt der Deutschen Leberstiftung, und das Hannover Clinical Trial Center (HCTC), eine Ausgründung der Medizinschen Hochschule Hannover (MHH), jetzt eine neue internationale Studie gestartet. Die HIDIT II-Studie ist die weltweit größte randomisierte Studie zu Hepatitis D und zugleich die erste Studie in Europa, die nach der neuen EU-weiten “freiwilligen Harmonisierungsprozedur” (Voluntary Harmonisation Procedure, VHP) für klinische Prüfungen zugelassen wurde. An der von PD Dr. Heiner Wedemeyer und Professor Dr. Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung und Direktor der MHH-Klinik für Gastronenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, initiierten Studie nehmen Hepatologie-Zentren aus Deutschland, Rumänien, Griechenland und später auch aus der Türkei mit insgesamt 120 Patienten teil.

    Die “freiwillige Harmonisierungsprozedur” (VHP) für klinische Prüfungen ist ein neues Verfahren innerhalb der EU, das die Zulassung europaweiter medizinische Studien stark vereinfacht und beschleunigt. Die von den 25 nationalen Medizinbehörden der EU eingesetzte “Clinical Trial Facilitation Group” ermöglicht jetzt mit der VHP eine gemeinsame koordinierte wissenschaftliche Bewertung einer eingereichten Studie. Bislang hatte jede angefragte nationale Genehmigungsbehörde einzeln die Bewertung vorgenommen, was für den Antragsteller einen erheblichen bürokratischen und zeitlichen Aufwand bedeutete. Aufgrund des neuen Prüfverfahrens wurde die HIDIT II-Studie in den beteiligten Ländern in nur drei Monaten bewilligt. Das Paul-Ehrlich Institut in Langen koordiniert die VHP europaweit. (Weitere Informationen unter http://www.pei.de/ct-vhp)

    Professor Dr. Heiko von der Leyen, Geschäftsführer des Hannover Clinical Trial Center, bewertet die neue freiwillige Harmonisierungsprozedur (VHP) denn auch als einen “Meilenstein, um den Menschen in Europa schneller mit neuen innovativen Therapien helfen zu können.” Das neue Verfahren trage außerdem wesentlich dazu bei, einen Wettbewerbsnachteil Europas im Bereich der Zulassung medizinischer Studien gegenüber den USA abzubauen.

    HIDIT II

    Die HIDIT II-Studie baut auf die 2004 bis 2006 durchgeführte HIDIT I-Studie auf, die das Hep-Net mit griechischen und türkischen Hepatologie-Zentren durchführte. HIDIT I zeigte, dass rund ein Viertel aller Hepatitis D-Patienten mit Interferon geheilt werden kann. Das Ziel der neuen HIDIT-Studie ist es zu klären, ob Interferon in Kombination mit dem 2008 für die Therapie der Hepatitis B zugelassenen Medikament Tenofovir zu höheren Heilungsraten führt. “Hepatitis D wird von Medizinern oft unterschätzt, u.a. weil die Krankheit in Deutschland zu über 80 Prozent Migranten betrifft”, sagt PD Dr. Heiner Wedemeyer, Oberarzt der MHH-Klinik für Gastronenterologie, Hepatologie und Endokrinologie und Koordinator der Studie. “Ich bin sehr froh, dass wir durch diese europäische Studie ein wenig beachtetes, aber für die betroffenen Menschen sehr gravierendes medizinisches Problem in Zukunft hoffentlich besser behandeln können.”

    Hepatitis D 

    Mit dem Hepatitis D-Virus sind weltweit zehn bis 20 Millionen Menschen infiziert. Relativ weit verbreitet ist HDV unter anderem in Teilen Afrikas, Südamerikas und Ost- und Südosteuropas. Eine Hepatitis D-Virusinfektion geht immer mit einer Hepatitis B-Virusinfektion einher, weil das Hepatitis D-Virus das Hepatitis B-Virus zur Vermehrung benötigt. Die Entwicklung zur Leberzirrhose verläuft bei der Hepatitis D sehr schnell. Viele Hepatitis D- Patienten entwickeln außerdem einen Leberkrebs.

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  • 25Sep

     

    HI-VirusZu der Pressemitteilung aus Bangkog (siehe meinen Bericht “Wissenschaftler melden Durchbruch bei der Entwicklung einer HIV-Schutzimpfung (Teil 1)” hier einmal ein paar offizielle Stellungnahmen:

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    Weltgesundheitsorganisation WHO und UN-Aidsprogramm UNAIDS

     

    Trotz der «mäßigen» Wirksamkeit von rund 30 Prozent wecke das Präparat Hoffnungen für die Impfstoffforschung, schreiben WHO und UNAIDS. Ein sicherer und hocheffektiver HIV-Impfstoff könne Wirklichkeit werden. Allerdings sei noch viel Arbeit zu tun, um die Daten zu analysieren und den Schutz-Mechanismus des Impfstoffes besser zu begreifen. Derzeit sei eine Zulassung des Impfstoffes noch nicht möglich. Die Untersuchung ist eine Phase-III-Studie, die die Wirksamkeit des Impfstoffes an vielen Menschen prüft.

    Die ausführliche Pressemitteilung in englischer Sprache erreicht ihr über den folgenden Link:

    Largest ever HIV vaccine trial results very encouraging

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    Deutsche Aids-Stiftung

     

    Die deutsche Aids-Stiftung begrüßte die erstmals nachgewiesene Wirkung eines HIV-Impfstoffs als «bemerkenswert». Dies werde die weitere AIDS-Impfstoffforschung beflügeln, sagte der Geschäftsführende Vorstand Ulrich Heide. «Die Stimmen, die an der Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes zweifeln, werden künftig nicht mehr dominieren.»

    Den ausführlichen Kommentar der Deutschen Aids-Stiftung erreicht ihr über den folgenden Link:

    Schutzwirkung von HIV-Impfstoff-Kombination erstmals bei Menschen belegt

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    Prof. Jürgen Rockstroh von der Universitätsklinik Bonn (Präsident der deutschen Aids-Gesellschaft)

     

    Im 3sat-Wissenschaftsmagazin vom 24.09.2009 18:30 Uhr warnte Prof. Rockstroh davor, das Ergebnis der Studie zu überschätzen. Er sagte: ” Die Studie ist ein positives Signal, aber bis wir einen Schutz für alle haben – was man ja von einer Impfung erwartet – werden noch viele Jahre vergehen, falls es überhaupt je gelingt.”

    Das komplette Interview mit Prof. Rockstroh so wie weitere Informationen aus der Sendung findet ihr über folgenden Link auf der Homepage von 3sat.online:

    HIV-Impfstoff wirkt bei einigen Testpersonen

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    Regensburger Mikrobiologe und Aids-Forscher Ralf Wagner

     

    In einem Interview beim Deutschlandradio Kultur nahm der Regensburger Mirkobiologe und Aids-Forscher Ralf Wagner wie folgt Stellung zu dem Thema:

    Wagner weiter: Zwar veränderten sich die HI-Viren fortwährend. Doch könne man diesem Problem begegnen, indem man – ähnlich wie bei der Grippe – “saisonale Impfstoffe” entwickle. Er rechne jedoch damit, dass bis zu einem großflächigen Einsatz eines HIV-Impfstoffes “noch mindesten fünf bis zehn Jahre ins Land gehen werden.” “Ein Schutz von nahezu 30 Prozent – das kann man als Durchbruch bezeichnen. Auch wenn wir damit sicherlich noch nicht den Impfstoff in der Hand haben, der in der Breite und in der Vielfalt schützt.” Historisch betrachtet, sei es dennoch ein großer Erfolg. Einen Impfstoff zu entwickeln, der 80 bis 90 Prozent der Geimpften schütze, halte er allerdings für ein “sehr ehrgeiziges Ziel”. Er gehe davon aus, so Wagner, dass der in Thailand auf die dortigen HIV-Typen B und E abgestimmte Impfstoff auch die Menschen in Deutschland vor einer Infektion schützen könne . Für den in Afrika vorkommenden Typus C dagegen könne sich der entwickelte Stoff möglicherweise als wenig erfolgreich erweisen.

    Den gesamten Bericht zur Sendung erreicht über den folgenden Link zum Deutschlandradio Kultur:

    Aidsforscher: Durchbruch bei HIV-Impfstoff

    Zusätzlich habe ich das komplette Interview mit Ralf Wagner nachfolgend einmal als MP3-Datei zur Verfügung gestellt:

    Interview mit Ralf Wagner beim Deutschlandradio Kultur am 24.09.2009

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    Und hier einmal eine kleine Linksammlung zu online veröffentlichten Pressemitteilungen zum Thema:

     

    The New York Times – 24.09.09 – For First Time, AIDS Vaccine Shows Some Success

    FOCUS online Gesundheit – 24.09.09 – 09:37 Uhr – Neue Hoffnung auf Impfstoff

    Tagesschau.de – 24.09.09 – 17:56 Uhr – Neuer AIDS-Impfstoff weckt Hoffnung

    MSN-Nachrichten – dpa-Nachricht – 24.09.09 – 18:27 Uhr – Erster Erfolg bei Aids-Impfstoffen
     
    Frankfurter Allgemeine FAZ.NET – 25.09.09 – Meilenstein auf dem Weg zum Aids-Impfstoff
     
    Welt Online – 25.09.09 – 04:00 Uhr – Großer Erfolg bei Suche nach dem Aids-Impfstoff 
     
    Hamburger Abendblatt – 25.09.09 – 06:00 Uhr – Der erste Erfolg: Forscher finden Wirkstoff gegen Aids
     

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