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  • 09Sep

    Nachfolgend habe ich einmal die offizielle Pressemitteilung des Vereins Regenbogen e.V. und der Werbeagentur Das Comitee Agentur für Kommunikation vom 07.09.2009 zur Anti-Aids-Kampagne "Aids ist ein Massenmörder" abgedruckt:

    AIDS ist ein Massenmörder

     

    Regenbogen e.V. startet neue, bundesweite AIDS-Kampagne.

    Hamburg, 07.09.2009 - Bereits vor erscheinen dieser Pressemitteilung sorgt die neue Kampagne von Regenbogen e.V. international für Aufsehen: Unter dem Motto "AIDS ist ein Massenmörder" startet der Verein anlässlich des Weltaidstags 2009 Plakate, Anzeigen, einen TV- und Kinospot und einen Funkspot. Der Verein knüpft damit an seine Arbeit aus den Jahren 2008 und 2009 an. Die Aktion "Vergiss AIDS nicht", an der sich viele Prominente beteiligten, machte den Verein bundesweit bekannt.

    Die aktuelle Kampagne spricht eine deutlichere Sprache: "AIDS ist ein Massenmörder", so lautet der neue Slogan. Auf der Internetplattform YouTube ist der Spot bereits abrufbar, der einen der größten Massenmörder der jüngsten Geschichte beim ungeschützten Sex zeigt: Adolf Hitler. In den Anzeigen und Plakaten sind außerdem Josef Stalin und Saddam Hussein zu sehen. Die Kampagne soll AIDS-Infizierte nicht ausgrenzen, sondern vielmehr dem Virus als solches ein Gesicht geben, das ihm angesichts von 28 Millionen Toten weltweit gerecht wird.

    Der Verein Regenbogen ruft dazu auf, einen Beitrag zur Aufklärung und Bekämpfung zu leisten und die Kampagne aktiv mitzugestalten. Nachgestellte Filme und Print-Motive der Kampagne werden auf der Webseite www.aids-ist-ein-massenmoerder.de veröffentlicht. "Die neuen TV- und Kinospots, Plakate und interaktiven Tools auf unseren Webseiten allen Bürgern ins Gedächtnis rufen: AIDS tötet immer noch und es ist keine Hilfe in Sicht, seid Euch dessen bewusst und handelt dementsprechend verantwortungsvoll. Wenn die Menschen die Gefahr von AIDS verstanden hätten und die Zahlen in Deutschland nicht immer weiter steigen würden, wären wir nicht gezwungen zu solchen Maßnahmen greifen zu müssen", sagt Jan Schwertner, Initiator der Kampagne.

    In den letzten Jahren ist das öffentliche Interesse an AIDS massiv zurückgegangen. Die Zahl der Opfer dagegen steigt ungebrochen. Bis jetzt starben weltweit über 28 Millionen Menschen. Und jeden Tag kommen über 5.000 neue Todesfälle hinzu. Allein in Deutschland leben rund 60.000 HIV-Infizierte oder AIDS-Kranke. "Die aktuellsten Zahlen der Neuinfektionen belegen immer wieder, dass die Strategie der bisherigen AIDSPräventionskampagnen überdacht und völlig überarbeitet werden musste", so Jan Schwertner, 1. Vorsitzender von Regenbogen e.V.

    Das Konzept für "AIDS ist ein Massenmörder" entwickelte die Hamburger Werbeagentur das comitee. An der Umsetzung beteiligten sich ehrenamtlich verschiedene Akteure: Die Print-Motive fotografierte Uwe Düttmann, der Film entstand unter der Regie von Ivo Wejgaard und ist eine Produktion von Doppelgänger-Film. Hastings Audio Network realisierte den Radiospot. Das Musikvideo wurde von das comitee in Zusammenarbeit mit der Regisseurin Janette Wölwer und dem Rapper BIG Danny umgesetzt, der den Song komponierte. Weitere Informationen unter http://www.aids-ist-ein-massenmoerder.de

    Der Verein 

    Der Regenbogen e.V. nahm am 05.02.1999 in Saarbrücken als gemeinnütziger und eigenständiger Verein seine Arbeit auf. Neben dem Vorstand sind heute zehn Personen ehrenamtlich für den "Regenbogen e.V." tätig. Der Verein kooperiert seit seiner Gründung mit Selbsthilfegruppen, Ärzten und Gesundheitsämtern. Die Schwerpunkte des Vereinsengagements liegen insbesondere im Bereich Verhinderung von HIVNeuinfektionen durch Prävention und Aufklärung sowie in der Bereitstellung von Hilfeleistungen für HIVInfizierte und AIDS-erkrankte Menschen.

    Meine persönliche Meinung zu dieser Pressemitteilung:

     

    Spricht die Kampagne wirklich eine deutliche Sprache? In ihrer Geschmacklosigkeit spricht diese Kampagne tatsächlich keine deutliche Sprache. Vielmehr ist und bleibt diese Kampagne ein Schlag gegen alle HIV-Positiven und AIDS-erkrankten Menschen. Da reicht es auch nicht wenn der Verein mitteilt, dass die im Verein tätigen HIV-Positiven diese Kampagne hervorragend finden.

    Auch der Hinweis in der Pressemitteilung, man wolle dem Virus ein Gesicht geben und nicht den HIV-Positiven ist geschmacklos.  Ich sehe die Kampagne so, dass die Öffentlichkeit nicht das Virus sieht, sondern den HIV-Infizierten oder den AIDS-Erkrankten. Und damit wird dem Vereinsengagement, Hilfeleistungen für HIV-Infizierte und AIDS-erkrankte Menschen bereitzustellen, sicher nicht Rechnung getragen. Im Gegenteil. Diese Kampagne wirkt sich Kontraproduktiv für diese Menschen aus.

    Ohne weiter auf die Pressemitteilung eingehen zu wollen kann ich als selbst HIV-positiver Mensch sagen, dass es unglaublich ist aus Gründen der Effekthascherei oder nach dem Motto "Besser eine negative Publicity als gar keine Publicity" HIV und AIDS in Verbindung mit dem Nationalsozialismus, Stalinismus oder dem Diktator Hussein zu bringen. Und trotz allem vielleicht einmal mit einem Augenzwinkern: Nicht Hitler hat die im Audio-Spot angedeutete Rede geführt sondern Goebbels. Aber das nur mal am Rande.

    Gesendet von admin (online) 14:29

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2 Kommentare

WP_Cloudy
  • Katrin sagt:

    DU hast die Botschaft nicht verstanden oder willst du etwa Leugnen das AIDS ein Massenmörder ist! Und wo bitte wird gesagt DAS AIDS KRANKE MASSENMÖRDER SIND. SCHULE BESUCHT ich glaube nicht

  • Dominik sagt:

    Das AIDS ein Massenmörder ist, kann sicherlich nicht geleugnet werden. Aber dass in Anti-AIDS-Kampagnen auf solche Mittel wie in diesem Spot zurück gegriffen wird, ist meines Erachtens ein negatives Zeichen unserer Zeit. Bestimmte Dinge scheinen alle Mittel zu heiligen. Auch Mittel, die unter die Gürtellinie gehen. Und als selbst HIV-Positiver sieht man das vermutlich anders als die übrige Menschheit.

    Wenn man den Vergleich mit Nazideutschland (Hitler im Werbespot) dann mal weiterspinnt, wurde in diesen Zeiten das Böse auf Bilder gedruckt und jeder interpretierte mit diesen Bildern die Juden. Und dass das Böse schlecht ist willst du doch wohl nicht bestreiten aber das mit den Juden in Verbindung zu bringen?

    Du siehst (Katrin), da du ja offenbar die Schule besucht hast, oft kommen die Dinge bei den Menschen anders an, als sie gedacht waren. Oder kommen so an, wie sie in Wirklichkeit gedacht waren.

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