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    PRESSE-INFORMATION der AIDS-Hilfe NRW e.V. vom 22. Oktober 2009

    Erfolgreich in der HIV-Prävention bei Drogen gebrauchenden Menschen

    spritzensetDüsseldorf – 1989 startete die AIDS-Hilfe NRW in Zusammenarbeit mit dem Land Nordrhein-Westfalen das landesweite Spritzenautomatenprojekt. Der Landesverband leistet damit nun seit 20 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von HIV- und Hepatitis-C-Neuinfektionen bei Drogen gebrauchenden Menschen.

    Im Rahmen des heutigen Jubiläumsempfangs in den Räumen der AIDS-Hilfe Düsseldorf betonten Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung und der Aidshilfe gemeinsam den Erfolg dieses in der Flächenwirkung bundesweit einmaligen Projekts, bei dem sich Drogengebraucherinnen und Drogengebraucher rund um die Uhr mit Einmalspritzen, aber auch mit Pflegesets und Kondomen versorgen und zugleich ihr gebrauchtes Spritzenbesteck sicher entsorgen können.

    “Das Aufstellen der ersten Automaten vor zwanzig Jahren geschah vor dem Hintergrund einer Zunahme von HIV-Infektionen, der ansteigenden sozialen und gesundheitlichen Verelendung und steigender Todesfälle bei intravenös Drogenabhängigen”, sagte Elke Slawski-Haun vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen auf der Veranstaltung. Das Spritzenautomatenprojekt als Maßnahme zur Verbesserung der Gesundheits- und Überlebenshilfe Drogen gebrauchender Menschen hat sich bewährt. Es ist bis heute eine wichtige Ergänzung des Beratungsangebots und Spritzenaustauschprogramms von Drogenberatungsstellen, Suchthilfen und Aidshilfen.

    “Seit Beginn des Projekts 1989 ist der Anteil an den HIV-Neudiagnosen von Drogen gebrauchenden Menschen in Nordrhein-Westfalen von fast 20 Prozent auf 13 Prozent gesunken, mit aktuell weiter sinkender Tendenz; bundesweit liegt der Anteil bei 8 Prozent”, erläuterte Klaus-Peter Schäfer, stellvertretender Landesvorsitzender der AIDS-Hilfe NRW. Mit den über 100 Automaten in ganz NRW werden pro Jahr über 270.000 Einmalspritzen abgesetzt. “Angesichts dieses Erfolgs arbeiten wir an der konsequenten Weiterentwicklung des Projekts, was nicht immer einfach ist. Wir werben daher bei den zuständigen Behörden, der Anwohnerschaft und der Bevölkerung um Unterstützung, damit zukünftig weitere Standorte für Automaten realisiert werden können”, sagte Schäfer.

    Zur Jubiläumsveranstaltung konnte die AIDS-Hilfe NRW zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen, die einen Spritzenautomaten betreiben, aus Politik, Verwaltung und Gesundheitsselbsthilfe sowie den regionalen Aidshilfen im Land begrüßen.

    Weitere Informationen findet ihr auf der Projektseite der AIDS-Hilfe NRW e.V. unter www.saferuse-nrw.de

    Auf der folgenden Projektseite der AIDS-Hilfe NRW e.V. könnt ihr unter Eingabe der entsprechenden Stadt sämtliche dort vorhandenen Standorte der Spritzenautomaten aufrufen: Standorte der Spritzenautomaten in NRW

    Gesendet von admin 15:29

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