Ulrike Mascher kritisiert Pläne von Bundesgesundheitsminister Rösler
Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, hat angesichts der jüngsten Pläne des Bundesgesundheitsministers Philipp Rösler, eine einkommensunabhängige Kopfpauschale in Höhe von 30 Euro einzuführen, erneut vor weiteren Belastungen im Gesundheitsbereich gewarnt.
“Eine einkommensunabhängige Kopfpauschale überfordert viele Menschen überproportional. Der Kostenanstieg im Gesundheitswesen muss allein von Arbeitnehmern und Rentnern getragen werden. Arbeitgeber sind fein raus”, sagte Mascher. “Arbeitnehmer und Rentner müssen wohl jetzt für die Versäumnisse des Bundesgesundheitsministers zahlen, der lange Zeit nicht entschlossen genug gegen den Anstieg der Ausgaben für Arzneimittel, Ärzte und Krankenhäusern vorgegangen ist”, erklärte die VdK-Präsidentin.
Den im Zusammenhang mit der Kopfpauschale geplanten Sozialausgleich für Geringverdiener, der über gestaffelte Beiträge und Steuermittel erfolgen soll, bezeichnete die VdK-Präsidentin als “überbürokratisch und kompliziert”. Er würde die Mehrkosten der Pauschale nicht ausgleichen.
Mascher betonte, dass der radikale Systemwechsel von der solidarischen Krankenversicherung zur unsozialen Kopfpauschale verhindert werden müsse. “Der Sozialverband VdK wird sich wenn nötig auch mit Protestaktionen dafür einsetzen, dass das solidarische Gesundheitssystem aufrechterhalten bleibt”, betonte die VdK-Präsidentin.
Quelle: Pressemitteilung des Sozialverbandes VdK Deutschland vom 02. Juni 2010 (Cornelia Jurrmann)
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