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  • 06Mrz

    Berlin. Anlässlich des Internationalen Frauentages (International Women’s Day) am 8. März ruft die die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) zur Solidarität mit HIV-positiven und an Aids erkrankten Frauen in der Bundesrepublik auf. Der Fall der Sängerin Nadja Benaissa verdeutlichte im letzten Jahr einmal mehr, dass der Umgang mit HIV-positiven Menschen in Deutschland, insbesondere mit infizierten Frauen, noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.

    Anlässlich des Internationalen Frauentags erklärt Sylvia Urban, Mitglied im Vorstand der DAH:

    “Von den mit HIV und Aids lebenden Menschen sind weltweit fast die Hälfte Frauen – in Deutschland sind es gut 20 Prozent. Um weitere Neuinfektionen wirksam zu bekämpfen, engagiert sich die DAH zielgruppenspezifisch für einen besseren Schutz für Frauen vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Erregern. Zu den Hauptursachen vieler Gesundheitsprobleme gehören der schlechtere Zugang zu Informationen und dem Hilfesystem, sexuelle Gewalt gegen Frauen sowie eine prekäre wirtschaftliche und soziale Situation, unter der gerade auch alleinerziehende Mütter häufig zu leiden haben. Daher setzt sich die DAH für einen verbesserten Zugang von Frauen zur HIV-Prävention und gegen Gewalt gegenüber Frauen ein.”

    Die Situation von Frauen, die mit der HIV-Infektion leben, weist zudem weitere Besonderheiten auf: Frauen fühlen sich nach wie vor entscheidend verantwortlich für das Wohl von Partnern bzw. Partnerinnen sowie von Familienangehörigen. Dementsprechend sind sie häufig bestrebt ihre HIV-Infektion aus Angst vor Diskriminierung und Stigmatisierung geheim zu halten. Dieses “Versteckspiel mit dem Virus” hat großen Einfluss auf das Lebensumfeld sowie die sozialen Kontakte und ist auf die Dauer psychisch sehr belastend.

    Die Deutsche AIDS-Hilfe fordert deshalb Politik, Medien und Gesellschaft auf, das Thema “Frauen und HIV/Aids” zu enttabuisieren und die Solidarität mit Menschen, die mit HIV bzw. dem Vollbild Aids leben, zu verstärken.

    Veranstaltungskalender zum Frauentag 2010

    Die “Bundesweite Arbeitsgruppe Frauenarbeit in Aidshilfe” wendet sich anlässlich des Internationalen Frauentages wieder mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen gezielt an Frauen: Ziel der Veranstaltungen ist vor allem die Förderung der Solidarität mit den von HIV und Aids betroffenen Frauen. Der Veranstaltungskalender der regionalen Aidshilfen kann im Internet auf www.aidshilfe.de herunter geladen werden. Bitte unterstützen Sie die Selbsthilfe- und Präventionsarbeit der DAH – Spendenkonto: Deutsche AIDS-Hilfe e.V., Kto.-Nr. 220 220 220, BLZ 100 500 00 (Berliner Sparkasse).

    Weitere Informationen: www.aidshilfe-beratung.de http://blog.aidshilfe.de

    Quelle: Pressemitteilung der Deutschen AIDS-Hilfe e. V.

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch folgenden Artikel:

    03. März 2010 – UNAIDS takes action to empower women and girls to protect themselves from HIV

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  • 05Mrz

    Die im Informationssystem “Gesundheitsberichtserstattung des Bundes” eingespeicherten gestaltbaren Tabellen aus der Statistik des Rentenzugangs der Deutschen Rentenversicherung Bund wurden um das Jahr 2008 ergänzt. Dies hat mich veranlasst, einmal aus dieser Statistik die entsprechenden durchschnittlichen Zugangsalter und die Anzahl der Rentenzugänge bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in der Gesetzlichen Rentenversicherung bei einer Virushepatitis und bei HIV herauszufiltern.

    Im Jahre 2008 lag hierbei das durchschnittliche Berentungsalter bei einer chronischen Virushepatitis für Männder bei 48,75 Jahren und für Frauen bei 49,26 Jahren. Bei einer HIV-Infektion lag das durchschnittliche Berentungsalter für Männer bei 45,40 Jahren und für Frauen bei 44,57 Jahren.

    Weitere statistische Informationen könnt Ihr der von mir erstellten Übersicht unter dem folgenden Link entnehmen:

    Übersicht zum durchschnittlichen Zugangsalter und Anzahl der Rentenzugänge bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in der Gesetzlichen Rentenversicherung bei Viurshepatitis und HIV

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  • 05Mrz

    In intensiven Verhandlungen mit allen Beteiligten ist es dem Bundesgesundheitsministerium gelungen, die Weiterführung der Stiftung „Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen“ (Stiftung) zu sichern. Damit erhalten Menschen, die Anfang der 1980er Jahre durch Blutprodukte mit dem Humanen Immunschwäche Virus (HIV) infiziert worden sind, auch nach dem Jahr 2010 finanzielle Hilfen.

    Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler: „Ich bin sehr froh, dass alle Finanzierungsbeteiligten – die pharmazeutischen Unternehmen, das Deutsche Rote Kreuz, die Länder und der Bund – eine Lösung im Sinne der Betroffenen gefunden haben. Im Rahmen einer solidarischen Aktion konnten erneut erhebliche finanzielle Mittel für die Stiftung verfügbar gemacht werden. Damit ist die Leistungsfähigkeit der Stiftung in den nächsten Jahren gesichert. Das ist ein großer Erfolg für die Stiftung und die leistungsberechtigten Personen. Ich danke allen anderen Finanzierungsbeteiligten für ihren guten Willen und ihr Engagement.“

    Den größten Anteil an den nochmaligen Beiträgen hat der Bund mit 25,2 Mio. Euro, die im Jahr 2011 der Stiftung in einer Summe bereit gestellt werden. Das entspricht dem Anteil, wie er in § 2 des HIV-Hilfegesetzes für den Bund vorgesehen ist. Auch die anderen Finanzierungsbeteiligten orientieren sich mit ihren Beiträgen an den Anteilen nach § 2 HIV-Hilfegesetz. Die pharmazeutischen Unternehmen haben in der letzten Verhandlungsrunde mit dem Bundesministerium für Gesundheit ihren Beitrag namhaft erhöht. Sie haben für das Jahr 2011 einen Beitrag in Höhe von 4 Mio. Euro zugesagt. Weitere jährliche Beiträge wurden für die Folgejahre als feste Absicht angekündigt.

    Die Stiftung ist 1995 mit dem HIV-Hilfegesetz errichtet worden und leistet seitdem monatliche finanzielle Hilfen an HIV-Infizierte (rund 767 Euro) und an der Immunschwächekrankheit AIDS erkrankte Personen (rund 1534 Euro) sowie ihre Kinder bis zum 25. Lebensjahr (512 Euro). Auch Ehefrauen von im Zeitpunkt der Errichtung der Stiftung schon an AIDS verstorbenen Personen haben fünf Jahre lang Leistungen erhalten. Insgesamt hat die Stiftung bis heute für 1540 Personen Leistungen in Höhe von rund 200 Mio. Euro erbracht. Heute leben noch ca. 800 Leistungsberechtigte.

    Bundesgesundheitsminister Rösler: „Die Stiftung erfüllt einen wertvollen humanitären Zweck. Sie hilft Personen, die unverschuldet in eine schwierige Lebenssituation geraten sind. Die finanziellen Hilfen tragen dazu bei, die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen. In vielen Fällen werden sie auch dringend benötigt, um das tägliche Leben zu sichern. Auch in Zukunft wird sich das Bundesministerium für Gesundheit mit den anderen Finanzierungsbeteiligten darum bemühen, die Leistungsfähigkeit der Stiftung zu erhalten.“

    Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 05. März 2010

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  • 04Mrz

    Der Band präsentiert die Ergebnisse der im Sommer 2007 durchgeführten achten Befragung von Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), zu ihrem Sexualverhalten vor dem Hintergrund von HIV und AIDS. Auftraggeber war die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), durchgeführt wurde die Studie von der Forschungsgruppe Public Health am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.

    Die Ergebnisse belegen zum einen den Erfolg der HIV-Prävention bei MSM in Deutschland: Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, im Jahr vor der Erhebung überhaupt keine Risikokontakte gehabt zu haben (hier: ungeschützter Analverkehr bei unbekanntem oder abweichendem Serostatus des Partners), neun Zehntel gaben keine oder nur sporadischer Risikokontakte an. Diese Anteile sind, entgegen allen anders lautenden Annahmen und Aussagen, seit 1991 relativ zeitstabil. Aufklärung tut aber nach wie vor Not, zum Beispiel über Risikominderungsstrategien, deren Wirksamkeit geringer ist oder die sich sogar kontraproduktiv auswirken können (etwa wenn der Serostatus des Partners “erraten” wird, statt darüber zu sprechen).

    Auch sollten die Präventionsbotschaften stärker ausdifferenziert werden, so die Autoren – dies gilt besonders für Männer in Paarbeziehungen und für positiv Getestete. Und nicht zuletzt müssen die Aidshilfen angesichts der Verschiebungen im Informations- und Sozialverhalten ihre Internetangebote ausbauen, intensiv bewerben und regelmäßig durch die Nutzer evaluieren lassen.

    Über den nachfolgenden Link könnt Ihr die Broschüre bei der Deutschen AIDS-Hilfe e. V.  bestellen:

    Titel: Schwule Männer und HIV/Aids – Lebensstile, Szene, Sex 2007 – Band 55

    Quelle: Pressemitteilung der Deutschen AIDS-Hilfe e. V. vom 03. März 2010

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  • 03Mrz

    UN to support civil society and governments to address gender inequalities and human rights violations that continue to put women and girls at risk of HIV infection

    New York/Geneva, 2 March 2010 – UNAIDS, together with celebrated artist and activist for women and HIV, Annie Lennox, has launched an Agenda for Accelerated Country Action for Women, Girls, Gender Equality and HIV (2010–2014), which has been developed to address gender inequalities and human rights violations that continue to put women and girls at risk of HIV infection.

    The five-year action plan was launched at a high-level panel during the 54th meeting on the Commission on the Status of Women, being held in New York until 12 March. It calls on the UN system to support governments, civil society and development partners in reinforcing country actions to put women and girls at the centre of the AIDS response, ensuring that their rights are protected.

    “Violence against women is unacceptable and must not be tolerated,” said Michel Sidibé, UNAIDS Executive Director. “By robbing them of their dignity, we are losing the opportunity to tap half the potential of mankind to achieve the Millennium Development Goals. Women And girls are not victims, they are the driving force that brings about social transformation.”

    UNAIDS and partners will support the country roll-out of the Agenda for Action in pathfinder countries, including Liberia.

    Annie Lennox underlined her unshakable commitment to the cause of women and girls affected by HIV.

    “I believe we need a broad movement for change,” she said. “The bottom-line for me is that, in essence, we are all the same. All human beings, wherever we are, have the basic right to be happy and healthy. I see this Agenda for Action as a great opportunity to bring the realities faced by many women and girls to the forefront and to call attention to the injustices faced by many women and girls, placing them at a bigger risk of HIV.”

    • HIV is the leading cause of death and disease among women of reproductive age (15-49 years) worldwide.
    • In Southern Africa, HIV prevalence among young women aged 15–24 years is on average about three times higher than among men of the same age.
    • Up to 70 percent of women worldwide encounter violence. Experiencing violence hampers women’s ability to negotiate safe sex.

    As of December 2008, 33.4 million people were living with HIV worldwide, of which 15.7 million ─ almost half ─ were women. The proportion of women infected with HIV has risen in many regions over of the world over the past 10 years. In sub-Saharan Africa, 60% of people living with HIV are women. Nearly 30 years into the HIV epidemic, HIV services do not sufficiently address the specific realities and needs of women and girls.

    “The information on sexual and reproductive health for HIV-positive women and girls is still limited,” said Suksma Ratri, a member of Indonesia’s Positive Women’s Network, who participated in today’s launch. “Being sexually active and HIV-positive at the same time is very difficult. Women and girls living with HIV often have restricted options when it comes to their sexuality. They need an adequate and friendly support system that enables them to make free decisions about their sexuality without being discriminated and stigmatised. I think the Agenda for Action will be a good platform for countries to strengthen services for women and girls.”

    The Agenda for Action provides clear action points on how the UN can work together with governments, civil society and development partners to:

    • produce better information on the specific needs of women and girls in the context of HIV;
    • turn political commitments into increased resources and actions so HIV programmes can better respond to the needs of women and girls; and
    • support leaders to build safer environments in which women’s and girl’s human rights are protected.

    The actions include:

    • Improving data collection and analysis to better understand how the epidemic affects women and girls.
    • Reinforcing the UN Secretary-General’s UNiTE to End Violence against Women campaign through the AIDS response.
    • Ensuring that violence against women is integrated into HIV prevention, treatment, care and support programmes.
    • Analyzing the impact of socio-cultural and economic factors that prevent women and girls from protecting themselves against HIV.
    • Supporting women’s groups and networks of women living with HIV to map commitments made by governments on women and HIV.
    • Scaling up engagement of men’s and boys’ organizations to support the rights of women and girls.

    The launch of the Agenda for Action involved many prominent leaders from the United Nations system, governments and civil society. Speakers included Asha Rose Migiro, United Nations Deputy Secretary-General; Melanne Verveer, US Ambassador at Large for Women’s Global Issues; Helen Clark, UNDP Administrator; and Vabah Gayflor, Liberia’s Minister of Gender and Development.

    UNADIS Press Release from 2 March 2010

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  • 02Mrz

    Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung:

    Heute ist ein herausragender Tag für die Grundrechte und den Datenschutz. Dem einseitigen Stakkato an Sicherheitsgesetzen der vergangenen Jahre wurde mit dem heutigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts erneut eine Absage erteilt. Das Urteil reiht sich nahtlos in eine Reihe Aufsehen erregender Verfassungsgerichtsentscheidungen ein, die seit dem Urteil zum Großen Lauschangriff 2004 ergangen sind. In dieser Tradition stehen die Entscheidungen zur Telefonüberwachung, zur Rasterfahndung, zur Pressefreiheit und zur Online-Durchsuchung. Diese Rechtsprechung ist zugleich Auftrag für eine grundrechtsschonende Innenpolitik.

    Die heutige Entscheidung strahlt auch auf Europa aus. Das Bundesverfassungsgericht macht mit seiner Entscheidung deutlich, dass sich Deutschland für die Freiheitsrechte seiner Bürgerinnen und Bürger auch in europäischen und internationalen Zusammenhängen einsetzen muss.

    Das Datenschutzbewusstsein in der Europäischen Union hat sich erkennbar gewandelt, nicht zuletzt im neuen Europäischen Parlament. Nach den jüngsten Äußerungen der neuen EU-Justizkommissarin Viviane Reding bin ich optimistisch, dass auf europäischer Ebene zügig an einer Überarbeitung der Richtlinie gearbeitet werden wird. Daran werde ich konstruktiv und nachdrücklich mitwirken.

    Nach der heutigen Entscheidung kann und wird es keinen nationalen Schnellschuss geben. Das weitere Vorgehen muss europäisch eingebettet sein. Der Gesetzgeber kann es sich nicht erlauben, erneut in Karlsruhe zu scheitern.

    Politisch stärkt die heutige Entscheidung der Koalition den Rücken bei datenschutzrechtlichen Vorhaben, wie wir sie im Koalitionsvertrag verabredet haben.

    Das Urteil ist Maßstab und Richtlinie für zukünftige Gesetzgebungsvorhaben im Bereich der Innen- und Rechtspolitik. Es ist uns Auftrag und Verpflichtung zugleich.

    Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Justiz vom 02. März 2010
    Foto: FDP-Fraktion/Zelck

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch meine folgenden Artikel:

    02. März 2010 – Bundesverfassungsgericht: Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgemäß

    02. März 2010 – Bundesverfassungsgericht stellt Vertraulichkeit der Aidsberatung wieder her

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  • 02Mrz

    Die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) begrüßt das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur sogenannten Vorratsdatenspeicherung. Das Gericht sieht in der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung einen Verstoß gegen das Telekommunikationsgeheimnis und erklärte diese Praxis für verfassungswidrig. Bisher gespeicherte Verbindungs-Daten müssen gelöscht werden.

    Dazu erklärt Winfried Holz, Mitglied im Vorstand der DAH:

    “Die Deutsche AIDS-Hilfe kämpft seit Jahren gegen die anlasslose Speicherung der Telefon- und Internetdaten, da sie dadurch die Vertraulichkeit der HIV- und Aids-Beratung gefährdet sah. Der Erste Senat des Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass diese Regelung mit Art. 10 Abs. 1 GG nicht vereinbar ist, da sie das Grundrecht auf den Schutz des Telekommunikationsgeheimnisses verletzt.”

    Das Bundesverfassungsgericht greift in der Begründung seines heutigen Urteils die Argumente auf, die die Deutsche AIDS-Hilfe von Anbeginn an gegen die Vorratsdatenspeicherung angeführt hat: “Auch wenn sich die Speicherung nicht auf die Kommunikationsinhalte erstreckt, lassen sich aus den Daten bis in die Intimsphäre hineinreichende inhaltliche Rückschlüsse ziehen. Adressaten, Daten, Uhrzeit und Ort von Telefongesprächen erlauben, wenn sie über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, in ihrer Kombination detaillierte Aussagen zu gesellschaftlichen oder politischen Zugehörigkeiten sowie persönlichen Vorlieben, Neigungen und Schwächen.” (Urteil vom 2. März 2010 – 1BvR 256/08, 1 BvR 263/08, 1BvR 586/08).”

    Die Aidshilfen in Deutschland sind als monothematische Beratungsstellen besonders auf einen Schutz der persönlichen Kontaktdaten der Ratsuchenden angewiesen: Mit der bisherigen Speicherung der von bis sechs Monaten wurde de facto der Anlass “festgehalten”.

    Weitere Informationen:

    www.aidshilfe.de - www.aidshilfe-beratung.de - http://blog.aidshilfe.de

    Quelle: Pressemitteilung der Deutschen AIDS-Hilfe vom 02. März 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch die folgenden Artikel:

    02. März 2010 – Bundesverfassungsgericht: Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgemäß

    02. März 2010 – Herausragender Tag für Grundrechte und Datenschutz

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  • 26Feb

    New UNAIDS report calls for coordinated approach to support Haiti, the country most affected by HIV in the Caribbean

    GENEVA, 26 February 2010 – UNAIDS calls for a coordinated approach in supporting Haiti, the country most affected by HIV in the Caribbean, to rebuild its AIDS response in the wake of the 12 January earthquake. Following an initial rapid assessment of the situation with the Ministry of Public Health and Population, UNAIDS has released the concept note Helping Haiti rebuild its AIDS response. The report explains the current situation in Haiti and what may be required to meet the immediate and intermediate AIDS response needs. UNAIDS will continue to revise and update this assessment as new information becomes available.

    “It is unprecedented to have such a huge natural disaster in a country with a high HIV prevalence,” said Mr Michel Sidibé, Executive Director of UNAIDS.

    There were an estimated 120 000 people living with HIV in Haiti before the earthquake. Haiti’s epidemic is mostly driven by heterosexual sex and an estimated 53% percent of people living with HIV are women.

    Most of the structural damage happened in the three departments (Ouest, Sud-Est and les Nippes) that accounted for nearly 60% of the population of people living with HIV.

    “Now, more than 1 million people are living in temporary shelters, putting them at greater risk of violence that includes sexual and gender based violence,” added Mr Sidibé. “Programmes are urgently needed to reduce vulnerabilities to HIV and ensure protection.”

    The three most affected areas also had more than half of all the antiretroviral treatment sites. Assessment teams have noted make-shift clinics under tents popping up to help increase treatment access, however, the Ministry of Health estimates that less than 40% of the 24 000 people living with HIV who were on treatment before the earthquake have accessed them.

    Civil society networks of people living with HIV as well as many of the organizations providing HIV services have been affected by the earthquake and will need to be strengthened.

    Currently Haiti is experiencing a critical interruption of HIV services and programmes and will need comprehensive and sustained support for the country to regain momentum towards universal access targets to HIV prevention, treatment, care, and support.

    Seven priority actions have been identified:

    1. Rebuild health systems (including antiretroviral and PMTCT services);

    2. Protect displaced people from HIV;

    3. Rebuild the national and local network of people living with HIV;

    4. Support social protection measures;

    5. Revitalize HIV prevention programmes;

    6. Re-establish comprehensive coordination mechanisms for the AIDS response; and

    7. Develop a comprehensive monitoring and evaluation mechanism.

    UNAIDS is currently working with its partners to integrate HIV into the Post-Disaster Needs Assessment process and ensure the HIV-related needs identified will be part of the ongoing humanitarian assistance efforts and upcoming recovery plans. The rebuilding of Haiti’s national AIDS programme will need to link the current humanitarian HIV needs and actions with the longer term strategic goal of building back an even better AIDS response.

    The annual national AIDS budget of Haiti was US$ 132 million prior to the earthquake. UNAIDS estimates that an additional US$ 70 million will be needed for the next six months to meet Haiti’s immediate AIDS response needs.

    Press release from UNAIDS – 26. February 2010

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  • 25Feb

     

    Insgesamt 50.000 Euro Preisgeld für den Bundeswettbewerb “Neue Wege sehen – neue Wege gehen!”

    Köln/Berlin, 25. Februar 2010. Zum zweiten Mal lobt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den Bundeswettbewerb Aidsprävention aus. Unter dem Motto “Neue Wege sehen – neue Wege gehen!” zeichnet der Wettbewerb Projekte aus, die mit innovativen Ansätzen die Prävention von HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten stärken.

    Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler erklärt hierzu: „Seit 2007 sind die HIV-Neuinfektionszahlen in Deutschland nicht mehr gestiegen – ein Erfolg unserer nationalen Präventionsstrategie. Um diesen Weg weiterzugehen, brauchen wir immer wieder neue, Erfolg versprechende Kommunikationsansätze, die Menschen über soziale und gesellschaftliche Grenzen hinweg über HIV und Aids aufklären und das Schutzverhalten in allen Teilen der Bevölkerung stärken. Deshalb hoffe ich, dass sich viele Projekte am Bundeswettbewerb Aidsprävention 2010 beteiligen.“   

    Einen Schwerpunkt sollen in diesem Jahr Ansätze bilden, die besonders schwer erreichbare Zielgruppen ansprechen. Menschen, die infiziert sind, haben dann die besten Aussichten auf optimale Behandlung, wenn die Infektion früh entdeckt wird. Deshalb haben zum Beispiel Projekte gute Chancen auf einen Preis, die die Hemmschwelle senken, sich auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten testen zu lassen. Dazu gehört die kontinuierliche  Beratung vor und nach dem Test.  

    „Die Aidsprävention in Deutschland hat sich von Anfang an neuen Herausforderungen gestellt“,  sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Die Herausforderung heute liegt in der überzeugenden Motivation zum Schutzverhalten, auch wenn Aids zu einer behandelbaren, allerdings nicht heilbaren Krankheit geworden ist. Neue Herausforderungen brauchen auch neue Akteure und Partner. Deshalb freuen wir uns besonders über Wettbewerbsbeiträge von Fachkräften und Einrichtungen, die sich erst seit kurzem in der Aidsprävention engagieren.“ Dr. Volker Leienbach, Direktor des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. ergänzt: „Der große Zuspruch und die Qualität der im Jahr 2008 prämierten Projekte haben uns ermutigt, den Bundeswettbewerb Aidsprävention in diesem Jahr wieder auszuschreiben. Durch den Wettbewerb erhält die Präventionsarbeit neue Impulse, die besonders wichtig sind, um auch zukünftig besonders gefährdete und schwer erreichbare Zielgruppen wirksam anzusprechen und so langfristig die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland zu senken.“

    Insgesamt werden beim diesjährigen Wettbewerb Preisgelder in Höhe von 50.000 Euro ausgelobt. Die Gewinner-Projekte können jeweils bis zu 5.000 Euro erhalten. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Jury aus praxiserfahrenen Expertinnen und Experten der Aids-Prävention.

    Am Wettbewerb teilnehmen können Initiativen, Vereine, Institutionen, Beratungsstellen, Jugendgruppen und Schulen mit Sitz in Deutschland, deren Projekte in Deutschland durchgeführt werden. Die Wettbewerbsbeiträge können Projektideen im Planungsstadium,  bereits begonnene oder vor kurzem abgeschlossene Projekte sein. Besonders erwünscht sind fachübergreifende Projekte (wie Gesundheit, Migration und Jugend) sowie solche, die die Kooperation unterschiedlicher Institutionen erfordern. Die Wettbewerbsbeiträge können vom 1. März 2010 bis 15. Juni 2010 online unter www.wettbewerb-aids.de  eingereicht werden.  

    Weitere Informationen zum Wettbewerb, der Jury und  zu den Teilnahmebedingungen erhaltet Ihr unter www.wettbewerb-aids.de.

    Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 25. Februar 2010

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  • 21Feb

    Ahead of the UN High-level Meeting on Millennium Development Goals, UNAIDS calls on all countries to review progress and barriers for achieving national targets for universal access.

    Gaborone/Geneva, 18 February 2010 – UNAIDS is calling for an international effort to renew commitment for countries to achieve universal access to HIV prevention, treatment, care and support. Countries are urged to undertake an open and inclusive consultation process—bringing together governments, development partners, civil society organizations, networks of people living with HIV and community groups to review the progress made in reaching country targets for universal access. UNAIDS will support countries and regional bodies in convening these reviews.

    The call to action was made by UNAIDS Executive Director Mr Michel Sidibé while on an official visit to Botswana.

    “Universal access to HIV prevention, treatment, care and support is about achieving equity. This is a groundbreaking global movement that is saving millions of lives,” said Mr Sidibé. “However progress has been uneven so now we need to take stock of what’s working and what is not and to link future national progress in AIDS to the Millennium Development Goals.”

    UNAIDS has lauded Botswana in its progress towards achieving its universal access targets. Despite having one of the highest HIV prevalence rates in the world, the country has been able to provide antiretroviral treatment to more than 80% of people in need. It has also made significant strides in preventing mother to child transmission of HIV, achieving over 93% coverage in 2009. Botswana was one of the first countries in Africa to adopt universal access targets. 

    “Our success has been possible due to strong commitment on part of the government, development partners and civil society to collectively set ambitious targets and overcome bottlenecks,” said Lesego Motsumi, Botswana’s Minister for Presidential Affairs and Public Administration. “In this regard we welcome the UNAIDS call to review our progress made in achieving universal access to guide us in meeting the Millennium Development Goals.”

    The universal access movement was launched in 2006 when UN member states signed a political declaration to achieve universal access to HIV prevention, treatment, care and support. Its aim is to ensure that people everywhere have access to HIV prevention, treatment, care and support by 2010. Countries affirmed their commitments by setting ambitious national targets. However progress towards these targets has varied—with some countries exceeding some of their targets but not reaching others.

    “It is now time for people living with HIV, community groups and our governments to sit down together and talk honestly about where we are and where we need to go to change the course of the epidemic,” said David Ngele, a representative of the Botswana Network of People living with HIV.

    The country and regional level reviews, which will take place in all regions of the world, will utilize the data collected for the 2010 country progress reports as the basis to identify barriers and strategies to meet their targets in 2010 and beyond. UNAIDS will convene an international advisory team to analyze the review reports and make recommendations on how to redouble progress towards universal access.

    UNAIDS is committed to ensure that regional bodies for political, social and economic cooperation are engaged in supporting this process, which will take place over the course of 2010. “In Africa, this process will enable countries across the continent to measure their progress against the commitments made at the African Union in Brazzaville in 1996 to reach universal access by 2010,” said Mr Sidibé.

    The 2010 reviews will provide a forum to hold partners accountable as well as celebrate achievements. In addition, implementers and policy makers can jointly chart out new strategies to remove programme implementation barriers. These consultations will provide an opportunity to analyze existing approaches to HIV prevention, identifying gaps and priorities. The process should catalyze a prevention revolution that aims for zero new HIV infections including the elimination of mother-to-child HIV transmission.  It will also help countries re-adjust their plans on access to HIV treatment based on the new treatment guidelines and begin thinking about treatment 2.0 ─ a new generation of treatment options that are sustainable.

    The ongoing economic crisis and the ensuing cuts in national budgets and international aid investments have exposed the vulnerabilities of national AIDS programmes. The reviews will include an assessment of current AIDS spending patterns and propose new investment options that are aligned to local epidemic trends, and increase efficiencies. Outcomes of the review are expected to result in the revision of national strategic frameworks, rejuvenating national AIDS responses. These reviews will provide countries with an impetus to accelerate progress towards achieving national universal access targets as a means to realizing the Millennium Development Goals.

    UNAIDS Press release from 18. February 2010

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