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  • 13Mrz

    WIESBADEN – Ende 2008 waren insgesamt 4,6 Millionen Menschen oder etwa jeder neunte Beschäftigte in Deutschland im Gesundheitswesen tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das rund 76 000 Menschen oder 1,7% mehr als ein Jahr zuvor. Seit dem Jahr 2000 ist das Personal im Gesundheitswesen um insgesamt 500 000 Beschäftigte beziehungsweise 12,2% gestiegen.

    Zusätzliche Arbeitsplätze gab es zwischen 2000 und 2008 vor allem in den Gesundheitsdienstberufen und den sozialen Berufen: Die Zahl der Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten stieg um 74,9% (+ 49 000 Personen), die Zahl der medizinischen und zahnmedizinischen Fachangestellten um 12,3% (+ 68 000 Personen) und die der Altenpflegerinnen und Altenpfleger erhöhte sich um 50,3% (+ 122 000 Personen).

    Der Beschäftigungsanstieg zwischen den Jahren 2000 und 2008 vollzog sich vor allem in Einrichtungen der ambulanten Gesundheitsversorgung, und zwar insbesondere in Praxen nichtärztlicher medizinischer Berufe (+ 115 000 Personen oder + 51,0%), in ambulanten Pflegeeinrichtungen (+ 62 000 Personen oder + 33,1%) und in Arztpraxen (+ 73 000 Personen oder 12,1%). Im stationären und teilstationären Sektor erhöhte sich zwischen den Jahren 2000 und 2008 das Personal vor allem in den Pflegeeinrichtungen (+ 114 000 Personen oder + 24,3%). Das Krankenhauspersonal entwickelte sich im betrachteten Zeitraum recht unterschiedlich, insgesamt ging die Beschäftigtenzahl zwischen 2000 und 2008 um insgesamt 23 000 Personen oder 2,1% zurück.

    Von den 4,6 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen Ende 2008 waren 57,9% vollzeit- und 42,1% teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten im Gesundheitswesen, die so genannten Vollkräfte, lag im Jahr 2008 bei 3,5 Millionen und erhöhte sich, verglichen mit dem Vorjahr, um 57 000 beziehungsweise 1,6%. Zwischen den Jahren 2000 und 2008 wuchs die Zahl der Vollkräfte insgesamt um 217 000 beziehungsweise 6,6%.

    Diese und viele weitere gesundheitsbezogene Daten finden sich im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes.

    Quelle: Pressemitteilung Nr. 094 des Statistischen Bundesamtes Deutschland vom 11. März 2010

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  • 13Mrz

    Heinz-Peter Schlemmer, der neue Leiter der Abteilung Radiologie im Deutschen Krebsforschungszentrum, konzentriert sich bei seiner zukünftigen Arbeit auf die Früherkennung von Prostata-, Dickdarm- und Lungenkrebs sowie auf die Weiterentwicklung biologischer Bildgebungsverfahren. Dabei setzt er auf einen neuen ultraschnellen Computertomographen und auf die Hochfeld-Magnetresonanz-Tomographie.

    Die radiologische Bildgebung ist ein zentrales Element für die Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen. Ging es früher allein darum, Metastasen aufzuspüren und präzise zu erfassen, wie der Tumor sich ausdehnt, so steht heute vermehrt die funktionelle und biologische Charakterisierung von Tumoren im Zentrum der radiologischen Forschung. Dazu erfassen Ärzte Blutversorgung, Stoffwechsel, Sauerstoffgehalt oder Bewegungen eines Tumors, um die Therapie optimal zu planen und den individuellen Therapieverlauf zu dokumentieren. Bei der Tumornachsorge soll zudem möglichst frühzeitig entdeckt werden, ob der Krebs erneut wächst.

    Professor Dr. Heinz-Peter Schlemmer leitet seit Anfang dieses Jahres die Abteilung Radiologie des Deutschen Krebsforschungszentrums. Der Arzt und Physiker war zuletzt in der Abteilung Diagnostische Radiologie des Universitätsklinikums Tübingen tätig und als Leitender Oberarzt für den Bereich Magnetresonanztomographie verantwortlich. „Das DKFZ ist Deutschlands führende Einrichtung in der Krebsforschung. Daher ist es unsere Aufgabe, den Patienten fortlaufend verbesserte radiologische Verfahren anzubieten und die neuen Techniken möglichst schnell in präklinischen und klinischen Studien zu bewerten. Das DKFZ bietet uns ein ideales Umfeld, um die komplexe Bildgebungstechnologie weiterzuentwickeln“, erklärt Schlemmer die Ziele seiner Abteilung.

    Bei seiner Arbeit im Deutschen Krebsforschungszentrum setzt Heinz-Peter Schlemmer unter anderem zwei Schwerpunkte: Für den ausgewiesenen Spezialisten für Magnetresonanztomographie (MRT) ist unter anderem die Diagnostik von Prostatakrebs durch dieses strahlungsfreie Verfahren eine große Herausforderung. Prostatakrebs ist der variabelste aller Tumoren und das Ziel des Radiologen ist es, per MRT Hinweise auf die Aggressivität des individuellen Tumors zu entdecken. Halten die Ärzte eine Therapie für zunächst nicht zwingend, so schlagen sie dem Patienten möglicherweise vor, den Krebs „aktiv zu beobachten“. Die MRT könnte bei der Verlaufsbeurteilung entscheidende Informationen über die Entwicklung der Bösartigkeit liefern und helfen, gezielt Gewebeproben aus verdächtigen Arealen in der Vorsteherdrüse zu entnehmen. „Wir wollen langfristig erreichen, dass die Patienten zum richtigen Zeitpunkt die richtige Therapie erhalten,“ beschreibt der Radiologe eines der Ziele seiner Arbeit im Deutschen Krebsforschungszentrum.

    Für die Krebsdiagnostik ist die Computertomographie ein unverzichtbares Instrument. Das DKFZ hat kürzlich einen hochmodernen Computertomographen installiert, der in Deutschland bisher erst wenige Male verfügbar ist. Das System erlaubt eine so schnelle Bildgebung, dass sogar bewegliche Strukturen wie die Lunge oder das schlagende Herz in Bruchteilen einer Sekunde scharf darzustellen sind. Gleichzeitig kommt das CT bei jeder Untersuchung mit einem Bruchteil der bisher üblichen Strahlendosis aus. „Das kommt insbesondere den Patienten zugute, die wir mehrfach untersuchen müssen, um etwa den Erfolg einer Chemotherapie mitzuverfolgen“ erklärt Schlemmer. Anhaltspunkte hierfür erhalten die Forscher z.B. von Änderungen des Blutflusses innerhalb des Tumors im Verlaufe der Therapie, die mit dem neuen Gerät dreidimensional dargestellt werden können.

    Heinz-Peter Schlemmer wurde 1961 im österreichischen Linz geboren. Er studierte Physik und Medizin an der Universität Heidelberg, wo er auch im Fach Medizin promovierte. Seine Ausbildung zum Facharzt für Diagnostische Radiologie absolvierte er am Deutschen Krebsforschungszentrum, am Universitätsklinikum Heidelberg sowie am Städtischen Klinikum Mannheim. Als Visiting Professor forschte er im Bereich der Magnetresonanz an der Yale University in den USA, dem Prince of Wales Hospital der Chinese University of Hong Kong, dem Hamad Medical Center in Doha, Katar, sowie in einem Entwicklungslabor der Firma Siemens im Geschäftsbereich Molekulare Bildgebung in Knoxville, USA. Er ist Mitglied mehrere nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften. Heinz-Peter Schlemmer ist Vater von vier Kindern.

    Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland und Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. Über 2.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 850 Wissenschaftler, erforschen die Mechanismen der Krebsentstehung und arbeiten an der Erfassung von Krebsrisikofaktoren. Sie liefern die Grundlagen für die Entwicklung neuer Ansätze in der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Daneben klären die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krebsinformationsdienstes (KID) Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert.

    Quelle: Pressemitteilung Nr. 11 des Deutschen Krebsforschungszentrums dkfz. in der Helmholtz-Gemeinschaft vom 11. März 2010
    Foto: Fotografin Jutta Jung

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  • 12Mrz

    Der Paritätische Wohlfahrtsverband empfiehlt allen, die privat krankenversichert sind, bei den Jobcentern sofort einen Antrag auf die volle Übernahme der Beiträge zu stellen. “Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil vom 09. Februar 2010 den unwürdigen Zank, wer für die Kosten aufzukommen hat, endlich beendet”, erklärt Hauptgeschäftsführer Dr. Ulrich Schneider anlässlich eines Beitrages in der ZDF-Sendung “Frontal 21″ am heutigen Abend.

    Da der Basistarif zur privaten Krankenversicherung deutlich höher liege, als bei der gesetzlichen, ergibt sich nach Ansicht des Verbandes unzweifelhaft ein “unabweisbarer, laufender und besonderer Bedarf”, der nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ab sofort zu decken sei.

    “Wir empfehlen allen Betroffenen dringend, schnellstmöglich einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen. Sollten dieser abgelehnt werden, empfehlen wir, Widerspruch einzulegen und ggf. auch den Klageweg zu prüfen”, so Schneider.

    Der Gesetzgeber hatte ab 01.01.2009 für Privatversicherte im Hartz IV-Bezug den Rückweg in die gesetzliche Krankenversicherung ausgeschlossen. Der Basistarif für die Betroffenen beträgt derzeit rund 290 Euro. Hiervon werden durch die Jobcenter nur rund 130 Euro ersetzt. Die Differenz mußte bisher aus dem Regelsatz von 359 Euro, der für den laufenden Bedarf gezahlt wird, mitfinanziert werden. Der Paritätische hatte bereits in der Vergangenheit diese Regelungslücke als “unsoziale Ordnungspolitik auf dem Rücken der Betroffenen” heftig kritisiert.

    Quelle: Pressemitteilung des Paritätischen Gesamtverbands vom 09. März 2010

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  • 06Mrz

    Berlin. Anlässlich des Internationalen Frauentages (International Women’s Day) am 8. März ruft die die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) zur Solidarität mit HIV-positiven und an Aids erkrankten Frauen in der Bundesrepublik auf. Der Fall der Sängerin Nadja Benaissa verdeutlichte im letzten Jahr einmal mehr, dass der Umgang mit HIV-positiven Menschen in Deutschland, insbesondere mit infizierten Frauen, noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.

    Anlässlich des Internationalen Frauentags erklärt Sylvia Urban, Mitglied im Vorstand der DAH:

    “Von den mit HIV und Aids lebenden Menschen sind weltweit fast die Hälfte Frauen – in Deutschland sind es gut 20 Prozent. Um weitere Neuinfektionen wirksam zu bekämpfen, engagiert sich die DAH zielgruppenspezifisch für einen besseren Schutz für Frauen vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Erregern. Zu den Hauptursachen vieler Gesundheitsprobleme gehören der schlechtere Zugang zu Informationen und dem Hilfesystem, sexuelle Gewalt gegen Frauen sowie eine prekäre wirtschaftliche und soziale Situation, unter der gerade auch alleinerziehende Mütter häufig zu leiden haben. Daher setzt sich die DAH für einen verbesserten Zugang von Frauen zur HIV-Prävention und gegen Gewalt gegenüber Frauen ein.”

    Die Situation von Frauen, die mit der HIV-Infektion leben, weist zudem weitere Besonderheiten auf: Frauen fühlen sich nach wie vor entscheidend verantwortlich für das Wohl von Partnern bzw. Partnerinnen sowie von Familienangehörigen. Dementsprechend sind sie häufig bestrebt ihre HIV-Infektion aus Angst vor Diskriminierung und Stigmatisierung geheim zu halten. Dieses “Versteckspiel mit dem Virus” hat großen Einfluss auf das Lebensumfeld sowie die sozialen Kontakte und ist auf die Dauer psychisch sehr belastend.

    Die Deutsche AIDS-Hilfe fordert deshalb Politik, Medien und Gesellschaft auf, das Thema “Frauen und HIV/Aids” zu enttabuisieren und die Solidarität mit Menschen, die mit HIV bzw. dem Vollbild Aids leben, zu verstärken.

    Veranstaltungskalender zum Frauentag 2010

    Die “Bundesweite Arbeitsgruppe Frauenarbeit in Aidshilfe” wendet sich anlässlich des Internationalen Frauentages wieder mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen gezielt an Frauen: Ziel der Veranstaltungen ist vor allem die Förderung der Solidarität mit den von HIV und Aids betroffenen Frauen. Der Veranstaltungskalender der regionalen Aidshilfen kann im Internet auf www.aidshilfe.de herunter geladen werden. Bitte unterstützen Sie die Selbsthilfe- und Präventionsarbeit der DAH – Spendenkonto: Deutsche AIDS-Hilfe e.V., Kto.-Nr. 220 220 220, BLZ 100 500 00 (Berliner Sparkasse).

    Weitere Informationen: www.aidshilfe-beratung.de http://blog.aidshilfe.de

    Quelle: Pressemitteilung der Deutschen AIDS-Hilfe e. V.

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch folgenden Artikel:

    03. März 2010 – UNAIDS takes action to empower women and girls to protect themselves from HIV

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  • 05Mrz

    Die im Informationssystem “Gesundheitsberichtserstattung des Bundes” eingespeicherten gestaltbaren Tabellen aus der Statistik des Rentenzugangs der Deutschen Rentenversicherung Bund wurden um das Jahr 2008 ergänzt. Dies hat mich veranlasst, einmal aus dieser Statistik die entsprechenden durchschnittlichen Zugangsalter und die Anzahl der Rentenzugänge bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in der Gesetzlichen Rentenversicherung bei einer Virushepatitis und bei HIV herauszufiltern.

    Im Jahre 2008 lag hierbei das durchschnittliche Berentungsalter bei einer chronischen Virushepatitis für Männder bei 48,75 Jahren und für Frauen bei 49,26 Jahren. Bei einer HIV-Infektion lag das durchschnittliche Berentungsalter für Männer bei 45,40 Jahren und für Frauen bei 44,57 Jahren.

    Weitere statistische Informationen könnt Ihr der von mir erstellten Übersicht unter dem folgenden Link entnehmen:

    Übersicht zum durchschnittlichen Zugangsalter und Anzahl der Rentenzugänge bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in der Gesetzlichen Rentenversicherung bei Viurshepatitis und HIV

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  • 02Mrz

    Global Health Partnerships Foundation unterstützt das Freiburger Präventionsteam weiterhin mit 500.000 US-Dollar

    Das neuartige Krebspräventionsprogramm mit dem Fokus der Rauchentwöhnung wird durch die renommierte internationale Pfizer Foundation seit März 2009 gefördert. Die auf drei Jahre angelegte Förderung muss jedes Jahr neu bewilligt werden. Für das Jahr 2010 wurden nach erfolgreicher Evaluation des Freiburger Programms die Mittel erneut bereitgestellt.

    Die Global Health Partnerships Foundation (Pfizer Foundation) ist eine gemeinnützige Organisation des Unternehmens Pfizer Inc. „Es gehört zum Selbstverständnis von Pfizer, dass wir uns gesellschaftlich für ausgewählte Gesundheits- und Präventionsprojekte engagieren. Wir möchten damit über die Entwicklung und Herstellung innovativer Medikamente hinaus zu einer besseren Gesundheitsversorgung der Menschen beitragen“, sagte Dr. med. Andreas Penk, Deutschlandchef und Präsident der Oncology Europe von Pfizer, anlässlich der Entscheidung zur Förderung des Projektes für das Jahr 2010. Die erneute positive Bewertung des Freiburger Programms zeige, dass dessen Arbeit besonders unterstützungswürdig sei, so Penk.

    Im Mittelpunkt des Krebspräventionsprogramms steht der Aufbau von Präventionsstrukturen, die eine proaktive Beratung von Patientinnen und Patienten des Universitätsklinikums ermöglichen. Da der Tabakkonsum und das Rauchen auch Krebserkrankungen hervorrufen, ist der Rauchausstieg eine besonders effektive Präventionsmaßnahme. Seit Mai 2009 sucht das Präventionsteam des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer – Comprehensive Cancer Center Freiburg (CCCF) aktiv rauchende Patientinnen und Patienten im Universitätsklinikum Freiburg auf, informiert sie über Tabak und Nikotin, über deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper und über mögliche Raucherausstiegsmethoden.

    In einem zweiten Schritt motiviert das Team die Rauchenden dazu, den Ausstieg zu wagen. Aus einem großen Repertoire an effektiven Entwöhnungsmethoden wird die individuell passende Therapie gewählt. Hierzu wurde ein regionales Netzwerk von qualifizierten Rauchentwöhnungsmaßnahmen aufgebaut; hier wird die eigentliche Entwöhnung durchgeführt. Den Teilnehmenden steht während des gesamten Entwöhnungsprozesses eine Ansprechperson des Präventionsteams unterstützend zur Seite.

    Grundlage des Freiburger Präventionskonzepts ist die wissenschaftliche Erkenntnis, dass die Rauchentwöhnung ein aktiver, mehrstufiger Prozess ist. Der Erfolg der Raucherentwöhnung ist dabei abhängig von der Patientenmotivation, der aktiven Patientenentscheidung für eine qualifizierte Entwöhnungsmethode sowie der permanenten professionellen Unterstützung.

    Der Aufbau der beschriebenen Präventionsstruktur wird durch das Team wissenschaftlich evaluiert, nicht zuletzt um diese auch auf andere Tumorzentren zu übertragen. Der vom Präventionsteam erstellte Report über die Arbeit im Jahr 2009 wurde von der Global Health Partnerships Foundation (Pfizer Foundation) in den USA eingehend geprüft. Aufgrund der positiven Arbeitsergebnisse, die das Präventionsteam nachweisen konnte, wurden die Mittel für das Jahr 2010 bewilligt.

    Das Comprehensive Cancer Center Freiburg

    Das Tumorzentrum Ludwig Heilmeyer – Comprehensive Cancer Center Freiburg ist eine Einrichtung, die integrierte Versorgung von Krebspatienten mit der Krebsforschung kombiniert. Darüber hinaus engagiert sich das CCCF in der Krebsprävention. Es ist verantwortlich für die klinische, wissenschaftliche und strukturelle Koordination der Krebsmedizin am Universitätsklinikum Freiburg. Das CCCF ist eines der fünf deutschen onkologischen Spitzenzentren, die 2007 von der Deutschen Krebshilfe ausgezeichnet wurden.

    Nähere Informationen finden Sie unter: www.tumorzentrum-freiburg.de

    Die Pfizer Foundation

    Seit 2007 fördert die Pfizer Foundation Aktivitäten in den Bereichen Krebsprävention und Tabakentwöhnung und unterstützt innovative, regionale und globale Partnerschaften in der Onkologie und Tabakentwöhnung.

    Weitere Informationen zum weltweiten gesellschaftlichen Engagement von Pfizer unter: http://www.pfizer.com/responsibility

    Quelle: Pressemitteilung des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer, Comprehensive Cancer Center Freiburg, vom 02. März 2010

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  • 02Mrz

    Das Projekt OPTIMI ist unter Leitung des Freiburger Psychologen Professor Dieter Riemann gestartet

    An der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg startete Anfang Januar 2010 das Projekt OPTIMI unter der Leitung von Professor Dr. Dieter Riemann. OPTIMI steht für Online Predictive Tools for Mental Illness. Das Projekt wird mit einer Gesamtsumme von mehr als 3,5 Millionen Euro für drei Jahre aus EU-Mitteln gefördert. Ziel des Projektes ist es, stressbedingte körperliche und psychologische Veränderungen sowie psychische Erkrankungen früher erkennen zu können.

    Es werden neue Messgeräte, so genannte Sensoren, zur Erfassung von körperlichen Variablen unter Alltagsbedingungen entwickelt. In einem weiteren Schritt sollen computer- und internetgestütze Psychotherapieprogramme bei Menschen mit einem hohen Risiko, depressiv zu erkranken, eingesetzt werden.

    Schwerpunkt der Projektarbeit des Teams von Professor Riemann ist das Thema gestörter Schlaf, zu dem die Arbeitsgruppe seit zwei Jahrzehnten intensiv forscht. Die Messung und Erfassung des Schlafs spielt im Projekt OPTIMI eine große Rolle, da einerseits bei depressiven Erkrankungen fast immer Schlafstörungen auftreten, Schlafstörungen andererseits können zu einem Risikofaktor für Depressionen werden. Für OPTIMI sollen Probanden ihr Schlafverhalten beurteilen. Die neu entwickelten Sensoren werden in Bezug zu diesen Selbstbeurteilungen gesetzt. Im Erfolgsfall sollte es möglich sein, Schlafstörungen frühzeitig zu erkennen, mit Hilfe verhaltensorientierter Maßnahmen gegenzusteuern und dadurch depressive Erkrankungen zu vermeiden.

    Neben der Abteilung für Psychiatrie und Psychiatrie des Universitätsklinikums Freiburg sind die Universitäten Zürich, Bristol, Valencia, und Lanzhou an OPTIMI beteiligt. Dabei sind auch Partner der europäischen Industrie aus dem Gebiet der Sensorenentwicklung und der
    Entwicklung internet-basierter Psychotherapien.

    Psychische Erkrankungen, insbesondere depressive Störungen, nehmen weltweit zu. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation ist die Lebensqualität für die Betroffenen massiv eingeschränkt. Außerdem entstehen hohe Kosten für die Gesellschaft durch krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit und frühzeitige Berentungen. Ein wesentliches Problem im Umgang mit depressiven Erkrankungen ist immer noch die mangelnde Früherkennung und damit auch die fehlende angemessene Behandlung in frühen Stadien der Erkrankung, bevor es zur Chronifzierung kommt.

    Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Freiburg vom 26. Februar 2010
    Foto: Universitätsklinikum Freiburg

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  • 02Mrz

    Aufgrund des sogenannten Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG), das am 01. Mai 2006 in Kraft trat, sollen den Versicherten anstelle von teuren Originalmedikamenten gleichwertige, preiswertere Medikamente verordnet werden. Für diese preisgünstigeren Medikamente entfallen dann die Zuzahlungen für gesetzlich Versicherte, unabhängig davon, bei welcher Krankenkasse sie versichert sind.

    Der GKV Spitzenverband (Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen) veröffentlicht hierzu alle zwei Wochen eine aktuallisierte Auflistung aller zuzahlungsbefreiten Arzneimittel.

    Diese Auflistung könnt Ihr als PDF-Dokument beim GKV Spitzenverband über den folgenden Link aufrufen:

    http://www.gkv-spitzenverband.de/Befreiungsliste_Arzneimittel_Versicherte.gkvnet

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  • 02Mrz

    Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erweitert ihr Internetangebot um zwei neue Datenbanken im Bereich der Gesundheitsförderung. Mit den Portalen „Wegweiser Gesundheitsförderung“ (www.wegweiser.bzga.de) und „Leitbegriffe der Gesundheitsförderung“ (www.leitbegriffe.bzga.de) werden zwei bisher nur als Drucksachen verfügbare Publikationen ab sofort im Internet bereitgestellt.

    Die beiden Datenbanken helfen Lehrenden, Studierenden und in der Prävention tätigen Fachkräften in Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Gesundheitsberufen etc., innerhalb kurzer Zeit einen Überblick über wichtige Träger und Akteure sowie Fachbegriffe der Gesundheitsförderung zu erhalten.

    Das Portal Wegweiser Gesundheitsförderung stellt mehr als 200 überregional tätige Fachinstitutionen vor, die bundesweit Medien, Fortbildungen und Beratungen zur Gesundheitsvorsorge anbieten. Es versteht sich als „Kompass“ in der unübersichtlichen Institutionen-Landschaft der Gesundheitsförderung und erleichtert die Suche nach geeigneten Angeboten, Trägern, Kooperationspartnern und Veranstaltungen.

    Das Portal Leitbegriffe der Gesundheitsförderung ist ein Glossar, in dem die 92 wichtigsten Begriffe, Konzepte und Erklärungsmodelle im Bereich Gesundheitsförderung definiert und ausführlich erläutert werden. Damit leistet das Glossar einen Beitrag, um Begrifflichkeiten aus der Gesundheitsförderung im deutschsprachigen Raum zu systematisieren und übersichtlicher zu gestalten. Beide Datenbanken werden fortlaufend aktualisiert und erweitert.

    Die Online Angebote sind ab sofort unter www.leitbegriffe.bzga.de und www.wegweiser.bzga.de erreichbar.

    Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 02. März 2010

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  • 26Feb

    New UNAIDS report calls for coordinated approach to support Haiti, the country most affected by HIV in the Caribbean

    GENEVA, 26 February 2010 – UNAIDS calls for a coordinated approach in supporting Haiti, the country most affected by HIV in the Caribbean, to rebuild its AIDS response in the wake of the 12 January earthquake. Following an initial rapid assessment of the situation with the Ministry of Public Health and Population, UNAIDS has released the concept note Helping Haiti rebuild its AIDS response. The report explains the current situation in Haiti and what may be required to meet the immediate and intermediate AIDS response needs. UNAIDS will continue to revise and update this assessment as new information becomes available.

    “It is unprecedented to have such a huge natural disaster in a country with a high HIV prevalence,” said Mr Michel Sidibé, Executive Director of UNAIDS.

    There were an estimated 120 000 people living with HIV in Haiti before the earthquake. Haiti’s epidemic is mostly driven by heterosexual sex and an estimated 53% percent of people living with HIV are women.

    Most of the structural damage happened in the three departments (Ouest, Sud-Est and les Nippes) that accounted for nearly 60% of the population of people living with HIV.

    “Now, more than 1 million people are living in temporary shelters, putting them at greater risk of violence that includes sexual and gender based violence,” added Mr Sidibé. “Programmes are urgently needed to reduce vulnerabilities to HIV and ensure protection.”

    The three most affected areas also had more than half of all the antiretroviral treatment sites. Assessment teams have noted make-shift clinics under tents popping up to help increase treatment access, however, the Ministry of Health estimates that less than 40% of the 24 000 people living with HIV who were on treatment before the earthquake have accessed them.

    Civil society networks of people living with HIV as well as many of the organizations providing HIV services have been affected by the earthquake and will need to be strengthened.

    Currently Haiti is experiencing a critical interruption of HIV services and programmes and will need comprehensive and sustained support for the country to regain momentum towards universal access targets to HIV prevention, treatment, care, and support.

    Seven priority actions have been identified:

    1. Rebuild health systems (including antiretroviral and PMTCT services);

    2. Protect displaced people from HIV;

    3. Rebuild the national and local network of people living with HIV;

    4. Support social protection measures;

    5. Revitalize HIV prevention programmes;

    6. Re-establish comprehensive coordination mechanisms for the AIDS response; and

    7. Develop a comprehensive monitoring and evaluation mechanism.

    UNAIDS is currently working with its partners to integrate HIV into the Post-Disaster Needs Assessment process and ensure the HIV-related needs identified will be part of the ongoing humanitarian assistance efforts and upcoming recovery plans. The rebuilding of Haiti’s national AIDS programme will need to link the current humanitarian HIV needs and actions with the longer term strategic goal of building back an even better AIDS response.

    The annual national AIDS budget of Haiti was US$ 132 million prior to the earthquake. UNAIDS estimates that an additional US$ 70 million will be needed for the next six months to meet Haiti’s immediate AIDS response needs.

    Press release from UNAIDS – 26. February 2010

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