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  • 16Mrz

    Wie entsteht Alzheimer? Diese Frage kann die Wissenschaft bis heute nicht beantworten. Eine aktuelle Studie unter Leitung des Neurowissenschaftlers Professor Dr. Michael Heneka von der Universität Bonn liefert jetzt aber einen wichtigen Baustein zur Frage, wie die Krankheit voranschreitet. Die Forscher haben herausgefunden, dass der Botenstoff Noradrenalin den Verlauf der Alzheimer-Krankheit maßgeblich beeinflusst. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (doi/10.1073/pnas.0909586107) zeigen die Forscher, dass der Neurotransmitter Entzündungsreaktionen im Gehirn verringert. So könnte es bald möglich sein, den Krankheitsverlauf zu verzögern.

    Bei der Alzheimer-Krankheit kommt es im Gehirn zur Ablagerung fehlgefalteter Proteine in sogenannten beta-Amyloid-Plaques, einer hierdurch ausgelösten chronischen Entzündung und im weiteren Verlauf zu einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen.

    Professor Heneka und weitere Forscher der Neurologischen Klinik der Universität Bonn und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben jetzt einen Mechanismus entdeckt, der zum Fortschreiten der Krankheit beiträgt. Dabei spielt der Botenstoff Noradrenalin eine entscheidende Rolle. Er wird im Gehirn überwiegend im Locus coeruleus produziert, einem kleinen Kerngebiet von Nervenzellen im Hirnstamm. Bereits in der Vor- und Frühphase der Alzheimer-Krankheit ist dieses Kerngebiet nahezu vollkommen zerstört.

    Beschleunigter Krankheitsverlauf

    Die Bonner Forscher haben jetzt herausgefunden, dass der Verlust des Locus coeruleus den Verlauf der Krankheit beschleunigt. Durch die Abnahme des Noradrenalins werden die Mikroglia-Zellen im Alzheimer-geschädigten Gehirn funktionell beeinträchtigt. „Sie sind quasi die Müllabfuhr des Gehirns. Ihre Aufgabe besteht darin, schädigende Stoffe wie Zell-Trümmer und fehlgefaltete beta-Amyloid-Proteine aufzunehmen und aus dem Gehirn zu entfernen“, erklärt Michael Heneka. Durch den frühen Ausfall des Locus coeruleus und die nachfolgende Minderversorgung betroffener Hirnregionen mit Noradrenalin fällt diese Funktion bei der Alzheimer Krankheit aus. Im Gegenteil, die Mikroglia-Zellen verstärken in der Abwesenheit von Noradrenalin die Entzündungsreaktion im Gehirn, die sich dann auch gegen die Nervenzellen und deren Verbindungen selbst richtet. Für den Neurowissenschaftler ist dieser Mechanismus ein wichtiger Motor des Krankheitsprozesses.

    Im Labor ist es den Forschern gelungen, durch Noradrenalin-Zugabe die positive Funktionen von Mikroglia-Zellen wiederherzustellen. Sie zeigten weniger Entzündungsreaktionen und eine gesteigerte Fähigkeit, fehlgefaltetes Amyloid abzubauen. Bei Versuchen mit Mäusen haben Michael Heneka und seine Mitarbeiter gezielt den Locus coeruleus zerstört und im Anschluss festgestellt, dass sich die Mikroglia-Zellen von den Amyloid-Plaques zurückziehen und den Abbau der schädigenden Proteine einstellen. Die Forscher wiesen im gleichen Versuch nach, dass die Zugabe eines Medikaments, welches Noradrenalin in betroffenen Hirnregionen substituiert, die „Aufräumfunktion“ der Mikrogia-Zellen wiederherstellt.

    Heneka hofft, dass seine Forschung neue Therapieformen ermöglicht. „Wenn das Noradrenalin beim Menschen genauso wirkt wie im Gehirn unserer Alzheimer-Mäuse, können wir den Verlauf der Krankheit möglicherweise verlangsamen, vielleicht sogar deutlich verzögern. Man muss aber mit solchen Prognosen sehr zurückhaltend sein. Hoffnung gibt es erst, wenn klinische Studien an Patienten erfolgreich sind – bis dahin bleiben unsere Ergebnisse nicht mehr als eine interessante Beobachtung“, erklärt Professor Heneka.

    Quelle: Pressemitteilung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn vom 15. März 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch meinen Artikel:

    16. März 2010 – Noradrenalin kann Fortschreiten der Alzheimer-Erkrankung regulieren

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  • 16Mrz

    Bonn, 15.03.2010. Noradrenalin wirkt im Nervensystem entzündungshemmend und reguliert den Abbau von beta-Amyloid in Mikrogliazellen, das zeigen Prof. Michael Heneka und Kollegen des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen und der Universität Bonn. Damit zeigen die Wissenschaftler einen neuen Therapieansatz, um den Ausbruch der Alzheimer-Erkrankung zu verzögern. Denn Entzündungsreaktionen und die Verklumpung von beta-Amyloid stehen in Verdacht, Ursachen der Erkrankung zu sein. Ihre Ergebnisse beschreiben die Forscher in der Zeitschrift “Proceedings of the National Academy of Sciences” (online Publikation ab 15.03.2010).

    Die Ursachen vieler neurodegenerativer Erkrankungen wie die der Alzheimer-Erkrankung sind bisher nur wenig bekannt. Die Anhäufung von veränderten Proteinen wie dem beta-Amyloid scheint bei der Zerstörung von Nervenzellen eine wichtige Rolle zu spielen. Dabei scheint das beta-Amyloid die Entzündungen zum Teil selbst hervorzurufen. In der Therapie der Erkrankung suchen Wissenschaftler deshalb nach Möglichkeiten, Entzündungen im Gehirn und die Anhäufung von beta-Amyloid zu verhindern. Dabei setzten die Forscher um Michael Heneka auf zwei wesentliche Erkenntnisse, die schon länger bekannt sind: Zum einen, dass im Gehirn so genannte Mikrogliazellen Entzündungen verhindern und auch die bei der Alzheimer-Erkrankung beschriebenen Amyloid-Verklumpungen abbauen. Zum anderen, dass der neuronale Botenstoff Noradrenalin im Gehirn eine entzündungshemmende Funktion besitzt.

    Noradrenalin ist bekannt als Hormon und Neurotransmitter und wird bereits jetzt bei anderen Erkrankungen als Arzneimittel eingesetzt. Im Gehirn wirkt es nicht nur als Überträgerstoff zwischen den Nervenzellen, sondern wird auch in die Umgebung von Nervenzellen abgegeben und wirkt so auf die Mikrogliazellen. Die Wissenschaftler um Michael Heneka konnten nun zeigen, dass die Mikrogliazellen für ihre entzündungshemmende Wirkung Noradrenalin brauchen. Dazu untersuchten sie die Zellen in Zellkultur vor und nach Zugabe von Noradrenalin. Die Zugabe führte in den Zellen zu einer geringeren Ausschüttung von Entzündungsstoffen und zu einem gesteigerten Abbau von beta- Amyloid.

    Um die Erkenntnisse im lebenden Organismus zu testen, zerstörten die Wissenschaftler in Mäusen, die als Modell für die Alzheimer-Erkrankung dienen, ein Kerngebiet des Hirnstamms, den Locus coeruleus. Dieses Kerngebiet produziert Noradrenalin und versorgt fast alle Bereiche des Gehirns mit diesem Stoff und ist bereits in der Frühphase der Alzheimer-Erkrankung zerstört. Ohne Locus coeruleus wiesen die Mäuse mehr Entzündungsstoffe und mehr Amyloid-Plaques im Gehirn auf. Auch die beta-Amyloid abbauende Wirkung der Mikrogliazellen war nicht mehr zu beobachten.

    Diesen Effekt konnten die Wissenschaftler rückgängig machen, indem sie den Mäusen einen Noradrenalin-Vorläufer verabreichten, der bereits als Arzneimittel verwendet wird. Die Behandlung mit diesem Arzneimittel führte dazu, dass die Mikrogliazellen ihre entzündungshemmende Wirkung wiedererlangten und wieder mehr beta-Amyloid abbauten. “Es ist davon auszugehen, dass ähnliche molekulare Effekte auch in der Frühphase der Alzheimer-Erkrankung im menschlichen Gehirn auftreten. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Behandlung mit dem Noradrenalin-Vorläufer den Ausbruch der Alzheimer-Erkrankung verzögern kann”, so Michael Heneka. Diese Ergebnisse wollen die Wissenschaftler jetzt in der Klinik überprüfen. Prof. Pierluigi Nicotera, der wissenschaftliche Direktor des DZNE sagt dazu: “Dies sind wichtige Ergebnisse, die fundamentale und klinische Relevanz haben und wieder bestärken, dass wir noch mehr die Interaktion verschiedener Gehirnzelltypen und Neurotransmitter untersuchen müssen. Die Gruppe um Prof. Heneka hat eine Reihe sehr wichtiger Beiträge gemacht, die relevante neue pathogene Mechanismen der Alzheimer-Erkrankung aufzeigen.”

    Locus ceruleus controls Alzheimer disease pathology by modulating microglial functions through norepinephrine. Michael T. Heneka, Fabian Nadrigny, Tommy Regen, Ana Martinez, Lucia Dumitrescu-Ozimek, Dick Terwel, Daniel Jardanhazi-Kurutz, Jochen Walter, Frank Kirchhoff, Uwe-Karsten Hanisch and Markus P. Kummer. PNAS, doi/10.1073/pnas.0909586107.

    Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) vom 15. März 2010, veröffentlicht beim Informationsdienst Wissenschaft – www.idw-online.de

    Zu dem Thema empfehle ich Euch meinen folgenden Artikel:

    16. März 2010 - Bonner Forscher: Weg zu neuer Alzheimer-Therapie – Klinische Studien müssen Ergebnisse beweisen

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  • 15Mrz

    Das elektronische Arzneimittel-Informationssystem „AiDKlinik“ reduziert die Zahl der unerwünschten Wechselwirkungen von Medikamenten

    Um lebensbedrohliche Erkrankungen in den Griff zu bekommen, erhalten Patienten auf der Intensivstation meist zahlreiche Medikamente gleichzeitig verabreicht. Selbst für Experten ist die Vielzahl möglicher Neben- und Wechselwirkungen kaum noch überschaubar. Die Arbeitsgruppe von Dr. Thilo Bertsche, Leiter der Kooperationseinheit Klinische Pharmazie an der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, hat nun zeigen können, dass Ärzte mit Hilfe des Arzneimittelinformationssystems „AiDKlinik“ schwerwiegende Ereignisse, die infolge von Wechselwirkungen auftreten, um etwa die Hälfte senken. Die Studienergebnisse wurden in dem renommierten Journal „Intensive Care Medicine“ veröffentlicht.

    Eines der wenigen effektiven Arzneimittelinformationssysteme weltweit

    „Bisher hatten wir mit unserem Tool „AiDKlinik“ die ärztlichen Verordnungen nachweislich verbessert und gezeigt, dass keine neuen Fehler dadurch entstehen. Jetzt jedoch haben wir nachgewiesen, dass sich auch Laborwerte und klinische Befunde dadurch ändern. Nicht viele Systeme weltweit können von sich behaupten, klinisch relevante Ereignisse aufgrund von Arzneimittelinteraktionen um nahezu die Hälfte verringern zu können“, sagt Professor Dr. Walter E. Haefeli, Ärztlicher Direktor der Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie am Universitätsklinikum Heidelberg.

    Fehlerhafte Verschreibungen, unberücksichtigte Wechselwirkungen, Gegenanzeigen oder Anwendungsbeschränkungen sind immer wieder Ursache für unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die vermeidbar wären. Das am Klinikum entwickelte Arzneimittelinformationssystem „AiDKlinik“ hilft, solche unerwünschten Ereignisse zu reduzieren. Zwar erfordert es der Zustand von Intensivpatienten häufig, dass trotz bekannter Interaktionen bestimmte Medikamente verabreicht werden, das Ziel ist jedoch, klinisch relevante Ereignisse, die den Patienten gefährden können, zu verhindern.

    Halb so viele Risikosituationen für Intensivpatienten

    Für die Studie auf einer Intensivstation am Universitätsklinikum Heidelberg wurden die Daten von 265 Patienten untersucht. Berücksichtigt wurden nur Patienten, die acht oder mehr Medikamente gleichzeitig erhielten. Am zweiten Tag nach der Aufnahme wurden die verordneten Medikamente mit Hilfe des Arzneimittelinformationssystems überprüft. Zur nächsten Visite erhielten die zuständigen Ärzte ein Protokoll über mögliche Arzneimittelinteraktionen und, falls erforderlich, auch konkrete Handlungsempfehlungen, um klinische Auswirkungen zu vermeiden.

    Durch dieses Vorgehen wurden die unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit Wechselwirkungen um 43 Prozent verringert. Einige der kritischsten Ereignisse wie EKG-Veränderungen und Elektrolytstörungen, die schwere Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen können, wurden um 64 Prozent, beziehungsweise 80 Prozent, gesenkt. Auch erhielten weniger Patienten zusätzliche Medikamente, um Nebenwirkungen zu therapieren.

    „AiDKlinik“ – eine Entwicklung aus dem Klinikum

    Das Arzneimittelinformationssystem „AiDKlinik“ wurde von der Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie, des Universitätsklinikums Heidelberg gemeinsam mit der Klinikums-Apotheke und der Medizinische Medien Informations GmbH (MMI, Neu-Isenburg) in den vergangenen Jahren entwickelt und kontinuierlich erweitert. Es handelt sich um einen elektronischen Berater auf Internet Basis, der von Kliniken und Praxen genutzt werden kann. Zahlreiche relevante Patientendaten, wie Alter, Nierenfunktion, Schwangerschaft etc., werden in die Informationsverarbeitung mit einbezogen. Das Informationssystem berücksichtigt derzeit etwa 64.000 Arzneimittel und wird im Universitätsklinikum flächendeckend eingesetzt. Informationsgrundlage ist die Datenbank Pharmindex, die vom Medizinverlag Medizinische Medien Informations GmbH herausgegeben und 14-tägig aktualisiert wird.

    Literatur

    T Bertsche, J Pfaff, P Schiller, J Kaltschmidt, MG Pruszydlo, W Stremmel, I Walter-Sack, WE Haefeli, J Encke. Prevention of adverse drug reactions in intensive care patients by a personal intervention based on an electronic clinical decision support system. Intensive Care Medicine, 2010. E-pub ahead of print.

    Weitere Informationen im Internet:

    www.aidklinik.de

    www.klinikum.uni-heidelberg.de/Innere-Medizin-VI-Klinische-Pharmakologie-und-Pharmakoepidemiologie-.106657.0.html

    www.klinischepharmazie.de

    Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg vom 10. März 2010

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  • 15Mrz

    EU fördert mit 3 Mio. Euro ein Forschungsprojekt in acht Ländern, damit Gesundheitsforscher herausfinden, wie Demenzpatienten möglichst lang zu Hause gepflegt werden können

    Pflegewissenschaftler und Gesundheitsökonomen der Universität Witten/Herdecke mit Kollegen aus Universitäten und Forschungseinrichtungen sieben weiterer Länder untersuchen, wo in Europa gute Ansätze für die Betreuung und Pflege von Patienten mit Demenzerkrankungen zu finden sind. Die EU fördert das Projekt, das über dreieinhalb Jahre läuft, mit drei Millionen Euro. Die Studie wird in Deutschland, Spanien, Frankreich, England, Schweden, Finnland, Estland und den Niederlanden durchgeführt. Die Koordination der Studie liegt in Witten. “Jedes Land in Europa hat ein eigenes Gesundheitssystem und darin auch eigene Verfahren entwickelt, wie man möglichst gut mit Demenzpatienten umgeht. Aber alle haben eigentlich das gleiche Problem: Die Menschen werden älter und damit steigt überall die Zahl der von Demenz Betroffenen”, erklärt die Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Gabriele Meyer, wissenschaftliche Koordinatorin des Projekts, das grundsätzliche Problem. Daher fördert die EU die Forschung in diesem Gebiet: Wenn alle Länder das gleiche Problem haben und es in unterschiedlichen Systemen zu lösen versuchen, dann kann man voneinander möglicherweise viel lernen.

    Um zu möglichst konkreten Ergebnissen zu kommen, haben die Wissenschaftler ein einzelnes Problem auf den Prüfstand gehoben: Wann ist der beste Zeitpunkt, von der häuslichen Pflege in eine stationäre Pflege überzugehen? “Das hat viel mit den Angehörigen zu tun, denn diese tragen zu Hause die Pflege, meist sind es die Frauen”, führt Meyer aus. In allen Ländern werden Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und professionell Pflegende befragt z.B. zu Fragen wie: Wie ist der Übergang organisiert? Wie zufrieden sind die Personen damit? Was wirkt belastend, was erleichtert die Betreuung?

    Die eingehenden Daten analysieren die Wittener Biometriker und Gesundheitsökonomen. Prof. Dr. Dirk Sauerland: “Für uns steht natürlich der Nutzen, den die verschiedenen Pflegeformen für die Betroffen haben, im Vordergrund. Aber wir dürfen auch nicht die Kosten vergessen, die damit verbunden sind. Sowohl für das Gesundheitssystem als Ganzes als auch für die betroffenen Angehörigen.”

    Das Forschungsprojekt arbeitet auch mit der größten europäischen Betroffenen-Organisation, Alzheimer Europe, zusammen. Für die Universität Witten/Herdecke bedeutet das Projekt eine weitere Stärkung des Schwerpunktes Demenzforschung: Auf nationaler Ebene sind die Wittener Pflegewissenschaftler Mitglied im Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). “Wir können nun unser Wissen und unsere Kompetenz auch in die Forschung auf europäischer Ebene einbringen und von den Kollegen lernen”, freut sich Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik. Die Vergabe des Projektes nach Witten hat sicher auch etwas damit zu tun, dass hier die Kooperation über die Fächergrenzen von Medizin und Wirtschaftswissenschaft hinweg seit jeher gepflegt wird.

    Quelle: Pressemitteilung der Universität Witten/Herdecke vom 15. März 2010

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  • 13Mrz

    Heinz-Peter Schlemmer, der neue Leiter der Abteilung Radiologie im Deutschen Krebsforschungszentrum, konzentriert sich bei seiner zukünftigen Arbeit auf die Früherkennung von Prostata-, Dickdarm- und Lungenkrebs sowie auf die Weiterentwicklung biologischer Bildgebungsverfahren. Dabei setzt er auf einen neuen ultraschnellen Computertomographen und auf die Hochfeld-Magnetresonanz-Tomographie.

    Die radiologische Bildgebung ist ein zentrales Element für die Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen. Ging es früher allein darum, Metastasen aufzuspüren und präzise zu erfassen, wie der Tumor sich ausdehnt, so steht heute vermehrt die funktionelle und biologische Charakterisierung von Tumoren im Zentrum der radiologischen Forschung. Dazu erfassen Ärzte Blutversorgung, Stoffwechsel, Sauerstoffgehalt oder Bewegungen eines Tumors, um die Therapie optimal zu planen und den individuellen Therapieverlauf zu dokumentieren. Bei der Tumornachsorge soll zudem möglichst frühzeitig entdeckt werden, ob der Krebs erneut wächst.

    Professor Dr. Heinz-Peter Schlemmer leitet seit Anfang dieses Jahres die Abteilung Radiologie des Deutschen Krebsforschungszentrums. Der Arzt und Physiker war zuletzt in der Abteilung Diagnostische Radiologie des Universitätsklinikums Tübingen tätig und als Leitender Oberarzt für den Bereich Magnetresonanztomographie verantwortlich. „Das DKFZ ist Deutschlands führende Einrichtung in der Krebsforschung. Daher ist es unsere Aufgabe, den Patienten fortlaufend verbesserte radiologische Verfahren anzubieten und die neuen Techniken möglichst schnell in präklinischen und klinischen Studien zu bewerten. Das DKFZ bietet uns ein ideales Umfeld, um die komplexe Bildgebungstechnologie weiterzuentwickeln“, erklärt Schlemmer die Ziele seiner Abteilung.

    Bei seiner Arbeit im Deutschen Krebsforschungszentrum setzt Heinz-Peter Schlemmer unter anderem zwei Schwerpunkte: Für den ausgewiesenen Spezialisten für Magnetresonanztomographie (MRT) ist unter anderem die Diagnostik von Prostatakrebs durch dieses strahlungsfreie Verfahren eine große Herausforderung. Prostatakrebs ist der variabelste aller Tumoren und das Ziel des Radiologen ist es, per MRT Hinweise auf die Aggressivität des individuellen Tumors zu entdecken. Halten die Ärzte eine Therapie für zunächst nicht zwingend, so schlagen sie dem Patienten möglicherweise vor, den Krebs „aktiv zu beobachten“. Die MRT könnte bei der Verlaufsbeurteilung entscheidende Informationen über die Entwicklung der Bösartigkeit liefern und helfen, gezielt Gewebeproben aus verdächtigen Arealen in der Vorsteherdrüse zu entnehmen. „Wir wollen langfristig erreichen, dass die Patienten zum richtigen Zeitpunkt die richtige Therapie erhalten,“ beschreibt der Radiologe eines der Ziele seiner Arbeit im Deutschen Krebsforschungszentrum.

    Für die Krebsdiagnostik ist die Computertomographie ein unverzichtbares Instrument. Das DKFZ hat kürzlich einen hochmodernen Computertomographen installiert, der in Deutschland bisher erst wenige Male verfügbar ist. Das System erlaubt eine so schnelle Bildgebung, dass sogar bewegliche Strukturen wie die Lunge oder das schlagende Herz in Bruchteilen einer Sekunde scharf darzustellen sind. Gleichzeitig kommt das CT bei jeder Untersuchung mit einem Bruchteil der bisher üblichen Strahlendosis aus. „Das kommt insbesondere den Patienten zugute, die wir mehrfach untersuchen müssen, um etwa den Erfolg einer Chemotherapie mitzuverfolgen“ erklärt Schlemmer. Anhaltspunkte hierfür erhalten die Forscher z.B. von Änderungen des Blutflusses innerhalb des Tumors im Verlaufe der Therapie, die mit dem neuen Gerät dreidimensional dargestellt werden können.

    Heinz-Peter Schlemmer wurde 1961 im österreichischen Linz geboren. Er studierte Physik und Medizin an der Universität Heidelberg, wo er auch im Fach Medizin promovierte. Seine Ausbildung zum Facharzt für Diagnostische Radiologie absolvierte er am Deutschen Krebsforschungszentrum, am Universitätsklinikum Heidelberg sowie am Städtischen Klinikum Mannheim. Als Visiting Professor forschte er im Bereich der Magnetresonanz an der Yale University in den USA, dem Prince of Wales Hospital der Chinese University of Hong Kong, dem Hamad Medical Center in Doha, Katar, sowie in einem Entwicklungslabor der Firma Siemens im Geschäftsbereich Molekulare Bildgebung in Knoxville, USA. Er ist Mitglied mehrere nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften. Heinz-Peter Schlemmer ist Vater von vier Kindern.

    Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland und Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. Über 2.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 850 Wissenschaftler, erforschen die Mechanismen der Krebsentstehung und arbeiten an der Erfassung von Krebsrisikofaktoren. Sie liefern die Grundlagen für die Entwicklung neuer Ansätze in der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Daneben klären die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krebsinformationsdienstes (KID) Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert.

    Quelle: Pressemitteilung Nr. 11 des Deutschen Krebsforschungszentrums dkfz. in der Helmholtz-Gemeinschaft vom 11. März 2010
    Foto: Fotografin Jutta Jung

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  • 13Mrz

    Dr. Andreas Korn-Müller informiert über das HI-Virus

    Das menschliche Immunsystem und das HI-Virus – diesen Zusammenhang untersucht Dr. Andreas Korn-Müller in seiner spannenden Biochemie-Show im Bayer-Kommunikationszentrum (BayKomm) in Leverkusen. Am Mittwoch, 17. März 2010, 19:00 Uhr geht der freiberufliche Chemiker, Entertainer, Autor und „Wissenschafts-Vermittler“ dabei Fragen zum Funktionieren des Immunsystems oder dem Aufbau des HI-Virus nach und analysiert Unterschiede zwischen Fresszellen und Killerzellen. Außerdem stellt er Antikörpertests und Möglichkeiten der antiviralen Therapie für HIV vor. Dr. Andreas Korn-Müller wurde für seine fulminanten Wissenschafts- und Experimentalshows, in denen er Chemie nicht selten als Happening inszeniert und so auch Laien für Naturwissenschaften begeistert, bereits mehrfach ausgezeichnet.

    Der Eintritt zu der Biochemie-Show „Kampf des Immunsystems“, die sich an Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene richtet, ist frei. Tickets gibt es online unter www.baykomm.bayer.de oder telefonisch unter 0214/ 30 50 100.

    Das BayKomm ist montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr und sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet und bietet in dieser Zeit kostenlose Führungen durch die Themenräume an, sonntags auf Wunsch auch Führungen für Kinder im Grundschulalter.

    Mehr Informationen finden Sie unter www.bayer.de

    Quelle: Presseinformation der Bayer AG vom 10. März 2010

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  • 05Mrz

    Spielt das Immunsystem eine Rolle bei der Entstehung der Herzschwäche? Eine Studie soll darüber Klarheit bringen. Koordiniert wird sie am Klinikum der Uni Würzburg, das Bundesforschungsministerium fördert sie mit über zwei Millionen Euro.

    In Deutschland haben etwa 1,5 Millionen Menschen eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Diese Fehlfunktion kann unter anderem nach einem Herzinfarkt oder nach einer Entzündung des Herzmuskels entstehen. Die Patienten leiden bei Anstrengung schnell an Luftnot. Außerdem sammelt sich in ihrem Körper Wasser an, etwa in den Beinen oder der Lunge, was die Atemnot weiter verschlimmert. Heilbar ist die Herzschwäche bislang nicht, die Symptome lassen sich aber mit Medikamenten lindern.

    “Wir vermuten, dass im Verlauf der Erkrankung herzschädigende Autoantikörper im Blut gebildet werden. Es gibt auch deutliche Anzeichen dafür, dass diese Autoantikörper bei vielen Patienten die Herzschwäche verursachen”, sagt Professor Roland Jahns von der Medizinischen Klinik I der Universität Würzburg. Autoantikörper sind Bestandteile des Immunsystems, die fälschlicherweise den eigenen Organismus angreifen, in diesem Fall den Herzmuskel.

    Studienstart an 13 Standorten – Studiendauer drei Jahre

    Mit einer Studie wollen die Wissenschaftler nun feststellen, wie häufig solche Autoantikörper nach einem Herzinfarkt oder einer Herzmuskelentzündung entstehen. Außerdem wollen sie herausfinden, wie die Konzentration der Autoantikörper im Blut mit dem Verlauf der Herzinsuffizienz zusammenhängt.

    Professor Jahns koordiniert die Studie, die im Januar an elf Universitätsklinika in Deutschland angelaufen ist und drei Jahre dauern wird. Außerdem hat er die Universitäten Göteborg und Padua mit ins Boot geholt – laut Jahns sind sie neben Würzburg, Greifswald und Marburg die in Europa führenden Zentren in Sachen immunbedingter Herzschwäche.

    Was die Studienteilnehmer erwartet

    200 Patienten mit einem ersten Herzinfarkt und 200 Patienten mit einer ersten akuten Herzmuskelentzündung werden für die Studie insgesamt benötigt. Die Teilnehmer werden bei der stationären Aufnahme untersucht und dann wieder nach drei, sechs und zwölf Monaten.

    Die Patienten bekommen Blut abgenommen, damit die Mediziner den Autoantikörperspiegel und weitere immunologische Parameter feststellen können. Sie erheben außerdem Daten zur Herzfunktion, unter anderem mit einer Untersuchung im Kernspintomographen.

    Zusätzlich analysieren die Wissenschaftler Blutproben von 900 Patienten, die bereits an immunbedingter Herzschwäche leiden. Diese Proben bekommen sie vom Deutschen Kompetenznetz Herzinsuffizienz (Berlin) zur Verfügung gestellt. Zum Vergleich wird noch das Blut von 300 gesunden Menschen untersucht.

    Was die Studie bewirken kann

    Mit ersten Ergebnissen rechnen die Wissenschaftler in etwa zwei Jahren. Falls die Autoantikörper beim Entstehen der Herzschwäche eine ursächliche Rolle spielen, sollte ihr Nachweis im Blut schon bald in die klinische Routinediagnostik einfließen.

    Mit einem entsprechenden Test könnten die Ärzte das Risiko für die Entwicklung einer Herzschwäche besser abschätzen. Sind Autoantikörper nachweisbar, ließe sich frühzeitig eine Therapie einleiten oder eine bereits begonnene Behandlung intensivieren.

    Die Betroffenen könnten darüber hinaus von einer neuartigen Therapie profitieren, bei der die schädlichen Autoantikörper durch ringförmige Proteine neutralisiert werden. “Die vorklinische Entwicklung dieses neuen Medikaments und erste Tests an Menschen sind erfolgreich abgeschlossen”, so Jahns. “Der Wirkstoff zeigt bisher keine ernsten Nebenwirkungen und könnte bei rechtzeitiger Gabe die Entstehung der Herzschwäche vermutlich verhindern.”

    Warum Biomarker immer wichtiger werden

    “Der Nachweis von Autoantikörpern und andere molekulare Analysen werden künftig immer präzisere Informationen über Krankheiten liefern und dadurch die Therapien weiter verbessern”, sagt Roland Jahns. Schon jetzt seien viele so genannte Biomarker bekannt, mit denen sich zum Beispiel akute Herzinfarkte oder Prostata- und Darmkrebsleiden frühzeitig diagnostizieren lassen.

    Biomarker helfen den Ärzten auch dabei, den Verlauf einer Erkrankung vorherzusagen und exakt zu verfolgen, wie gut eine Therapie anschlägt. Sie können sogar dazu beitragen, neue Therapieansätze zu finden und weiterzuentwickeln.

    Wenige Tests sind reif für den klinischen Alltag

    Oft sind Biomarker im Blut nachzuweisen, und so reicht eine einfache Blutabnahme aus, um sie zu bestimmen. “Jedoch sind bisher nur wenige Tests so weit entwickelt, dass sie im klinischen Alltag genutzt werden können”, sagt Jahns. Das liege daran, dass die meisten Tests noch zu langwierig oder zu kompliziert sind.

    Diese Lücke zwischen Grundlagenforschung und Patientenversorgung will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) schließen. Es fördert deshalb seit 2007 mit rund 20 Millionen Euro insgesamt 19 Projekte zur Molekularen Diagnostik. Die Studie über immunbedingte Herzschwäche ist eines davon.

    Quelle: Pressemitteilung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg vom 05. März 2010, veröffentlicht beim Informationsdienst Wissenschaft – www.idw-online.de
    Grafik: Roland Jahns

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  • 03Mrz

    Wirksamkeit und Verträglichkeit machen Aspirin zu einem empfehlenswerten Schmerzmittel für die Selbstmedikation

    Leverkusen, 3. März 2010 – Jeder dritte Bundesbürger leidet mindestens einmal in der Woche unter Schmerzen, so das Ergebnis einer aktuellen Forsa Umfrage der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK). Besonders häufig sind dabei auch akute Kopf-, Gelenk- oder Rückenschmerzen. Ein wesentlicher Bestandteil der Akuttherapie ist der frühzeitige Einsatz eines Schmerzmittels. 111 Jahre therapeutische Erfahrung sowie zahlreiche klinische Studien haben belegt, dass der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure wirksam und gut verträglich für die Selbstmedikation ist. Eine aktuelle Metaanalyse untermauert dies erneut.

    Gute Verträglichkeit in der Kurzzeittherapie

    Die wissenschaftliche Analyse umfasst die Daten von neun randomisierten Doppelblindstudien, in denen die Verträglichkeit von 1.000 Milligramm Aspirin zur Behandlung von akuten Migräneattacken, Spannungskopfschmerzen sowie Zahnschmerzen beurteilt wurde. Dazu wurden die individuellen Rohdaten von 2.852 Patienten ausgewertet, wovon 1.581 mit Aspirin und 1.271 mit Placebo behandelt wurden. Eine Metaanalyse dieser Art besitzt das höchste Maß an wissenschaftlicher Aussagekraft. Das Ergebnis: In der Kurzzeittherapie akuter Schmerzen hat Aspirin ein gutes Verträglichkeitsprofil. Die Rate unerwünschter Ereignisse bezogen auf den Magen-Darm-Trakt lag in der Aspirin-Gruppe bei 5,9 Prozent, in der Placebo-Gruppe bei 3,5 Prozent. Die Zahl der tatsächlichen, also auf das Arzneimittel bezogenen, unerwünschten gastrointestinalen Ereignisse lag für Aspirin bei 3,1 Prozent, für Placebo bei 2 Prozent – ein Unterschied von 1,1 Prozent, der statistisch nicht signifikant ist. Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen waren leichter und vorübergehender Natur, am häufigsten Übelkeit. Eine weitere Metaanalyse, bei der 2.088 Patienten eingeschlossen wurden, liefert ein ähnliches Bild hinsichtlich der Verträglichkeit.

    Selbstmedikation ist wichtiger Bestandteil der Therapie

    Wenn die Medikamente in angemessener Weise und innerhalb vernünftiger Grenzen eingesetzt werden, kann die Selbstmedikation einen bedeutenden Beitrag bei der Schmerzbehandlung leisten. Dabei spielt neben der Wirksamkeit auch die Verträglichkeit des Schmerzmittels eine wichtige Rolle. Die aktuelle Metaanalyse belegt die gute Verträglichkeit des Aspirin-Wirkstoffs bei der kurzzeitigen Anwendung zur Therapie akuter leichter bis mäßig starker Schmerzen. Aufgrund seines Wirkspektrums ist Aspirin vielseitig einsetzbar: Es lindert die Schmerzen, aktiviert die Schmerzabwehrmechanismen, hemmt Entzündungen und stoppt die Schmerzbotenstoffe.

    Weitere Informationen unter www.aspirin.de

    Über Bayer Vital

    Die Bayer Vital GmbH vertreibt in Deutschland die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Diabetes Care und Bayer Schering Pharma. Bayer Vital konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will das Unternehmen einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern. Mehr über Bayer Vital steht im Internet: www.bayervital.de

    Quelle: Pressemitteilung von Bayer vom 03. März 2010
    Bildautor: Bayer Vital GmbH

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  • 02Mrz

    Global Health Partnerships Foundation unterstützt das Freiburger Präventionsteam weiterhin mit 500.000 US-Dollar

    Das neuartige Krebspräventionsprogramm mit dem Fokus der Rauchentwöhnung wird durch die renommierte internationale Pfizer Foundation seit März 2009 gefördert. Die auf drei Jahre angelegte Förderung muss jedes Jahr neu bewilligt werden. Für das Jahr 2010 wurden nach erfolgreicher Evaluation des Freiburger Programms die Mittel erneut bereitgestellt.

    Die Global Health Partnerships Foundation (Pfizer Foundation) ist eine gemeinnützige Organisation des Unternehmens Pfizer Inc. „Es gehört zum Selbstverständnis von Pfizer, dass wir uns gesellschaftlich für ausgewählte Gesundheits- und Präventionsprojekte engagieren. Wir möchten damit über die Entwicklung und Herstellung innovativer Medikamente hinaus zu einer besseren Gesundheitsversorgung der Menschen beitragen“, sagte Dr. med. Andreas Penk, Deutschlandchef und Präsident der Oncology Europe von Pfizer, anlässlich der Entscheidung zur Förderung des Projektes für das Jahr 2010. Die erneute positive Bewertung des Freiburger Programms zeige, dass dessen Arbeit besonders unterstützungswürdig sei, so Penk.

    Im Mittelpunkt des Krebspräventionsprogramms steht der Aufbau von Präventionsstrukturen, die eine proaktive Beratung von Patientinnen und Patienten des Universitätsklinikums ermöglichen. Da der Tabakkonsum und das Rauchen auch Krebserkrankungen hervorrufen, ist der Rauchausstieg eine besonders effektive Präventionsmaßnahme. Seit Mai 2009 sucht das Präventionsteam des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer – Comprehensive Cancer Center Freiburg (CCCF) aktiv rauchende Patientinnen und Patienten im Universitätsklinikum Freiburg auf, informiert sie über Tabak und Nikotin, über deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper und über mögliche Raucherausstiegsmethoden.

    In einem zweiten Schritt motiviert das Team die Rauchenden dazu, den Ausstieg zu wagen. Aus einem großen Repertoire an effektiven Entwöhnungsmethoden wird die individuell passende Therapie gewählt. Hierzu wurde ein regionales Netzwerk von qualifizierten Rauchentwöhnungsmaßnahmen aufgebaut; hier wird die eigentliche Entwöhnung durchgeführt. Den Teilnehmenden steht während des gesamten Entwöhnungsprozesses eine Ansprechperson des Präventionsteams unterstützend zur Seite.

    Grundlage des Freiburger Präventionskonzepts ist die wissenschaftliche Erkenntnis, dass die Rauchentwöhnung ein aktiver, mehrstufiger Prozess ist. Der Erfolg der Raucherentwöhnung ist dabei abhängig von der Patientenmotivation, der aktiven Patientenentscheidung für eine qualifizierte Entwöhnungsmethode sowie der permanenten professionellen Unterstützung.

    Der Aufbau der beschriebenen Präventionsstruktur wird durch das Team wissenschaftlich evaluiert, nicht zuletzt um diese auch auf andere Tumorzentren zu übertragen. Der vom Präventionsteam erstellte Report über die Arbeit im Jahr 2009 wurde von der Global Health Partnerships Foundation (Pfizer Foundation) in den USA eingehend geprüft. Aufgrund der positiven Arbeitsergebnisse, die das Präventionsteam nachweisen konnte, wurden die Mittel für das Jahr 2010 bewilligt.

    Das Comprehensive Cancer Center Freiburg

    Das Tumorzentrum Ludwig Heilmeyer – Comprehensive Cancer Center Freiburg ist eine Einrichtung, die integrierte Versorgung von Krebspatienten mit der Krebsforschung kombiniert. Darüber hinaus engagiert sich das CCCF in der Krebsprävention. Es ist verantwortlich für die klinische, wissenschaftliche und strukturelle Koordination der Krebsmedizin am Universitätsklinikum Freiburg. Das CCCF ist eines der fünf deutschen onkologischen Spitzenzentren, die 2007 von der Deutschen Krebshilfe ausgezeichnet wurden.

    Nähere Informationen finden Sie unter: www.tumorzentrum-freiburg.de

    Die Pfizer Foundation

    Seit 2007 fördert die Pfizer Foundation Aktivitäten in den Bereichen Krebsprävention und Tabakentwöhnung und unterstützt innovative, regionale und globale Partnerschaften in der Onkologie und Tabakentwöhnung.

    Weitere Informationen zum weltweiten gesellschaftlichen Engagement von Pfizer unter: http://www.pfizer.com/responsibility

    Quelle: Pressemitteilung des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer, Comprehensive Cancer Center Freiburg, vom 02. März 2010

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  • 02Mrz

    Das Projekt OPTIMI ist unter Leitung des Freiburger Psychologen Professor Dieter Riemann gestartet

    An der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg startete Anfang Januar 2010 das Projekt OPTIMI unter der Leitung von Professor Dr. Dieter Riemann. OPTIMI steht für Online Predictive Tools for Mental Illness. Das Projekt wird mit einer Gesamtsumme von mehr als 3,5 Millionen Euro für drei Jahre aus EU-Mitteln gefördert. Ziel des Projektes ist es, stressbedingte körperliche und psychologische Veränderungen sowie psychische Erkrankungen früher erkennen zu können.

    Es werden neue Messgeräte, so genannte Sensoren, zur Erfassung von körperlichen Variablen unter Alltagsbedingungen entwickelt. In einem weiteren Schritt sollen computer- und internetgestütze Psychotherapieprogramme bei Menschen mit einem hohen Risiko, depressiv zu erkranken, eingesetzt werden.

    Schwerpunkt der Projektarbeit des Teams von Professor Riemann ist das Thema gestörter Schlaf, zu dem die Arbeitsgruppe seit zwei Jahrzehnten intensiv forscht. Die Messung und Erfassung des Schlafs spielt im Projekt OPTIMI eine große Rolle, da einerseits bei depressiven Erkrankungen fast immer Schlafstörungen auftreten, Schlafstörungen andererseits können zu einem Risikofaktor für Depressionen werden. Für OPTIMI sollen Probanden ihr Schlafverhalten beurteilen. Die neu entwickelten Sensoren werden in Bezug zu diesen Selbstbeurteilungen gesetzt. Im Erfolgsfall sollte es möglich sein, Schlafstörungen frühzeitig zu erkennen, mit Hilfe verhaltensorientierter Maßnahmen gegenzusteuern und dadurch depressive Erkrankungen zu vermeiden.

    Neben der Abteilung für Psychiatrie und Psychiatrie des Universitätsklinikums Freiburg sind die Universitäten Zürich, Bristol, Valencia, und Lanzhou an OPTIMI beteiligt. Dabei sind auch Partner der europäischen Industrie aus dem Gebiet der Sensorenentwicklung und der
    Entwicklung internet-basierter Psychotherapien.

    Psychische Erkrankungen, insbesondere depressive Störungen, nehmen weltweit zu. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation ist die Lebensqualität für die Betroffenen massiv eingeschränkt. Außerdem entstehen hohe Kosten für die Gesellschaft durch krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit und frühzeitige Berentungen. Ein wesentliches Problem im Umgang mit depressiven Erkrankungen ist immer noch die mangelnde Früherkennung und damit auch die fehlende angemessene Behandlung in frühen Stadien der Erkrankung, bevor es zur Chronifzierung kommt.

    Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Freiburg vom 26. Februar 2010
    Foto: Universitätsklinikum Freiburg

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