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  • 05Mrz

    In intensiven Verhandlungen mit allen Beteiligten ist es dem Bundesgesundheitsministerium gelungen, die Weiterführung der Stiftung „Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen“ (Stiftung) zu sichern. Damit erhalten Menschen, die Anfang der 1980er Jahre durch Blutprodukte mit dem Humanen Immunschwäche Virus (HIV) infiziert worden sind, auch nach dem Jahr 2010 finanzielle Hilfen.

    Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler: „Ich bin sehr froh, dass alle Finanzierungsbeteiligten – die pharmazeutischen Unternehmen, das Deutsche Rote Kreuz, die Länder und der Bund – eine Lösung im Sinne der Betroffenen gefunden haben. Im Rahmen einer solidarischen Aktion konnten erneut erhebliche finanzielle Mittel für die Stiftung verfügbar gemacht werden. Damit ist die Leistungsfähigkeit der Stiftung in den nächsten Jahren gesichert. Das ist ein großer Erfolg für die Stiftung und die leistungsberechtigten Personen. Ich danke allen anderen Finanzierungsbeteiligten für ihren guten Willen und ihr Engagement.“

    Den größten Anteil an den nochmaligen Beiträgen hat der Bund mit 25,2 Mio. Euro, die im Jahr 2011 der Stiftung in einer Summe bereit gestellt werden. Das entspricht dem Anteil, wie er in § 2 des HIV-Hilfegesetzes für den Bund vorgesehen ist. Auch die anderen Finanzierungsbeteiligten orientieren sich mit ihren Beiträgen an den Anteilen nach § 2 HIV-Hilfegesetz. Die pharmazeutischen Unternehmen haben in der letzten Verhandlungsrunde mit dem Bundesministerium für Gesundheit ihren Beitrag namhaft erhöht. Sie haben für das Jahr 2011 einen Beitrag in Höhe von 4 Mio. Euro zugesagt. Weitere jährliche Beiträge wurden für die Folgejahre als feste Absicht angekündigt.

    Die Stiftung ist 1995 mit dem HIV-Hilfegesetz errichtet worden und leistet seitdem monatliche finanzielle Hilfen an HIV-Infizierte (rund 767 Euro) und an der Immunschwächekrankheit AIDS erkrankte Personen (rund 1534 Euro) sowie ihre Kinder bis zum 25. Lebensjahr (512 Euro). Auch Ehefrauen von im Zeitpunkt der Errichtung der Stiftung schon an AIDS verstorbenen Personen haben fünf Jahre lang Leistungen erhalten. Insgesamt hat die Stiftung bis heute für 1540 Personen Leistungen in Höhe von rund 200 Mio. Euro erbracht. Heute leben noch ca. 800 Leistungsberechtigte.

    Bundesgesundheitsminister Rösler: „Die Stiftung erfüllt einen wertvollen humanitären Zweck. Sie hilft Personen, die unverschuldet in eine schwierige Lebenssituation geraten sind. Die finanziellen Hilfen tragen dazu bei, die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen. In vielen Fällen werden sie auch dringend benötigt, um das tägliche Leben zu sichern. Auch in Zukunft wird sich das Bundesministerium für Gesundheit mit den anderen Finanzierungsbeteiligten darum bemühen, die Leistungsfähigkeit der Stiftung zu erhalten.“

    Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 05. März 2010

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  • 03Mrz

    Wirksamkeit und Verträglichkeit machen Aspirin zu einem empfehlenswerten Schmerzmittel für die Selbstmedikation

    Leverkusen, 3. März 2010 – Jeder dritte Bundesbürger leidet mindestens einmal in der Woche unter Schmerzen, so das Ergebnis einer aktuellen Forsa Umfrage der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK). Besonders häufig sind dabei auch akute Kopf-, Gelenk- oder Rückenschmerzen. Ein wesentlicher Bestandteil der Akuttherapie ist der frühzeitige Einsatz eines Schmerzmittels. 111 Jahre therapeutische Erfahrung sowie zahlreiche klinische Studien haben belegt, dass der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure wirksam und gut verträglich für die Selbstmedikation ist. Eine aktuelle Metaanalyse untermauert dies erneut.

    Gute Verträglichkeit in der Kurzzeittherapie

    Die wissenschaftliche Analyse umfasst die Daten von neun randomisierten Doppelblindstudien, in denen die Verträglichkeit von 1.000 Milligramm Aspirin zur Behandlung von akuten Migräneattacken, Spannungskopfschmerzen sowie Zahnschmerzen beurteilt wurde. Dazu wurden die individuellen Rohdaten von 2.852 Patienten ausgewertet, wovon 1.581 mit Aspirin und 1.271 mit Placebo behandelt wurden. Eine Metaanalyse dieser Art besitzt das höchste Maß an wissenschaftlicher Aussagekraft. Das Ergebnis: In der Kurzzeittherapie akuter Schmerzen hat Aspirin ein gutes Verträglichkeitsprofil. Die Rate unerwünschter Ereignisse bezogen auf den Magen-Darm-Trakt lag in der Aspirin-Gruppe bei 5,9 Prozent, in der Placebo-Gruppe bei 3,5 Prozent. Die Zahl der tatsächlichen, also auf das Arzneimittel bezogenen, unerwünschten gastrointestinalen Ereignisse lag für Aspirin bei 3,1 Prozent, für Placebo bei 2 Prozent – ein Unterschied von 1,1 Prozent, der statistisch nicht signifikant ist. Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen waren leichter und vorübergehender Natur, am häufigsten Übelkeit. Eine weitere Metaanalyse, bei der 2.088 Patienten eingeschlossen wurden, liefert ein ähnliches Bild hinsichtlich der Verträglichkeit.

    Selbstmedikation ist wichtiger Bestandteil der Therapie

    Wenn die Medikamente in angemessener Weise und innerhalb vernünftiger Grenzen eingesetzt werden, kann die Selbstmedikation einen bedeutenden Beitrag bei der Schmerzbehandlung leisten. Dabei spielt neben der Wirksamkeit auch die Verträglichkeit des Schmerzmittels eine wichtige Rolle. Die aktuelle Metaanalyse belegt die gute Verträglichkeit des Aspirin-Wirkstoffs bei der kurzzeitigen Anwendung zur Therapie akuter leichter bis mäßig starker Schmerzen. Aufgrund seines Wirkspektrums ist Aspirin vielseitig einsetzbar: Es lindert die Schmerzen, aktiviert die Schmerzabwehrmechanismen, hemmt Entzündungen und stoppt die Schmerzbotenstoffe.

    Weitere Informationen unter www.aspirin.de

    Über Bayer Vital

    Die Bayer Vital GmbH vertreibt in Deutschland die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Diabetes Care und Bayer Schering Pharma. Bayer Vital konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will das Unternehmen einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern. Mehr über Bayer Vital steht im Internet: www.bayervital.de

    Quelle: Pressemitteilung von Bayer vom 03. März 2010
    Bildautor: Bayer Vital GmbH

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  • 02Mrz

    Global Health Partnerships Foundation unterstützt das Freiburger Präventionsteam weiterhin mit 500.000 US-Dollar

    Das neuartige Krebspräventionsprogramm mit dem Fokus der Rauchentwöhnung wird durch die renommierte internationale Pfizer Foundation seit März 2009 gefördert. Die auf drei Jahre angelegte Förderung muss jedes Jahr neu bewilligt werden. Für das Jahr 2010 wurden nach erfolgreicher Evaluation des Freiburger Programms die Mittel erneut bereitgestellt.

    Die Global Health Partnerships Foundation (Pfizer Foundation) ist eine gemeinnützige Organisation des Unternehmens Pfizer Inc. „Es gehört zum Selbstverständnis von Pfizer, dass wir uns gesellschaftlich für ausgewählte Gesundheits- und Präventionsprojekte engagieren. Wir möchten damit über die Entwicklung und Herstellung innovativer Medikamente hinaus zu einer besseren Gesundheitsversorgung der Menschen beitragen“, sagte Dr. med. Andreas Penk, Deutschlandchef und Präsident der Oncology Europe von Pfizer, anlässlich der Entscheidung zur Förderung des Projektes für das Jahr 2010. Die erneute positive Bewertung des Freiburger Programms zeige, dass dessen Arbeit besonders unterstützungswürdig sei, so Penk.

    Im Mittelpunkt des Krebspräventionsprogramms steht der Aufbau von Präventionsstrukturen, die eine proaktive Beratung von Patientinnen und Patienten des Universitätsklinikums ermöglichen. Da der Tabakkonsum und das Rauchen auch Krebserkrankungen hervorrufen, ist der Rauchausstieg eine besonders effektive Präventionsmaßnahme. Seit Mai 2009 sucht das Präventionsteam des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer – Comprehensive Cancer Center Freiburg (CCCF) aktiv rauchende Patientinnen und Patienten im Universitätsklinikum Freiburg auf, informiert sie über Tabak und Nikotin, über deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper und über mögliche Raucherausstiegsmethoden.

    In einem zweiten Schritt motiviert das Team die Rauchenden dazu, den Ausstieg zu wagen. Aus einem großen Repertoire an effektiven Entwöhnungsmethoden wird die individuell passende Therapie gewählt. Hierzu wurde ein regionales Netzwerk von qualifizierten Rauchentwöhnungsmaßnahmen aufgebaut; hier wird die eigentliche Entwöhnung durchgeführt. Den Teilnehmenden steht während des gesamten Entwöhnungsprozesses eine Ansprechperson des Präventionsteams unterstützend zur Seite.

    Grundlage des Freiburger Präventionskonzepts ist die wissenschaftliche Erkenntnis, dass die Rauchentwöhnung ein aktiver, mehrstufiger Prozess ist. Der Erfolg der Raucherentwöhnung ist dabei abhängig von der Patientenmotivation, der aktiven Patientenentscheidung für eine qualifizierte Entwöhnungsmethode sowie der permanenten professionellen Unterstützung.

    Der Aufbau der beschriebenen Präventionsstruktur wird durch das Team wissenschaftlich evaluiert, nicht zuletzt um diese auch auf andere Tumorzentren zu übertragen. Der vom Präventionsteam erstellte Report über die Arbeit im Jahr 2009 wurde von der Global Health Partnerships Foundation (Pfizer Foundation) in den USA eingehend geprüft. Aufgrund der positiven Arbeitsergebnisse, die das Präventionsteam nachweisen konnte, wurden die Mittel für das Jahr 2010 bewilligt.

    Das Comprehensive Cancer Center Freiburg

    Das Tumorzentrum Ludwig Heilmeyer – Comprehensive Cancer Center Freiburg ist eine Einrichtung, die integrierte Versorgung von Krebspatienten mit der Krebsforschung kombiniert. Darüber hinaus engagiert sich das CCCF in der Krebsprävention. Es ist verantwortlich für die klinische, wissenschaftliche und strukturelle Koordination der Krebsmedizin am Universitätsklinikum Freiburg. Das CCCF ist eines der fünf deutschen onkologischen Spitzenzentren, die 2007 von der Deutschen Krebshilfe ausgezeichnet wurden.

    Nähere Informationen finden Sie unter: www.tumorzentrum-freiburg.de

    Die Pfizer Foundation

    Seit 2007 fördert die Pfizer Foundation Aktivitäten in den Bereichen Krebsprävention und Tabakentwöhnung und unterstützt innovative, regionale und globale Partnerschaften in der Onkologie und Tabakentwöhnung.

    Weitere Informationen zum weltweiten gesellschaftlichen Engagement von Pfizer unter: http://www.pfizer.com/responsibility

    Quelle: Pressemitteilung des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer, Comprehensive Cancer Center Freiburg, vom 02. März 2010

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  • 02Mrz

    Aufgrund des sogenannten Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG), das am 01. Mai 2006 in Kraft trat, sollen den Versicherten anstelle von teuren Originalmedikamenten gleichwertige, preiswertere Medikamente verordnet werden. Für diese preisgünstigeren Medikamente entfallen dann die Zuzahlungen für gesetzlich Versicherte, unabhängig davon, bei welcher Krankenkasse sie versichert sind.

    Der GKV Spitzenverband (Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen) veröffentlicht hierzu alle zwei Wochen eine aktuallisierte Auflistung aller zuzahlungsbefreiten Arzneimittel.

    Diese Auflistung könnt Ihr als PDF-Dokument beim GKV Spitzenverband über den folgenden Link aufrufen:

    http://www.gkv-spitzenverband.de/Befreiungsliste_Arzneimittel_Versicherte.gkvnet

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  • 02Mrz

    Kleine Moleküle mit großer Wirkung

    Wirkstoffverstärker in Impfstoffen haben einen schlechten Ruf. Sie scheinen unnütze Chemie im Medikament zu sein. Ein Missverständnis, denn diese sogenannten Adjuvantien verbessern den Erfolg einer Impfung wesentlich – im besten Fall reicht dann bereits eine Impf-Spritze für einen lebenslangen Schutz. Forscher der Abteilung “Vakzinologie und Angewandte Mikrobiologie” am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) haben jetzt eine neue Verbindung entdeckt, die Impfstoffe wesentlich verbessern könnte. Das künstlich hergestellte Molekül heißt c-di-IMP und könnte in Zukunft noch mehr sein als ein potenter Wirkstoffverstärker. Die Wissenschaftler versprechen sich von c-di-IMP ganz neue Ansätze für neue Impfstrategien. Die Ergebnisse veröffentlichte jetzt das Wissenschaftsmagazin “Vaccine” in seiner aktuellen Ausgabe.

    Impfstoffe sind eines der mächtigsten Werkzeuge gegen Infektionskrankheiten. Sie schützen uns vor einer Infektion mit einem Krankheitserreger, indem sie die Infektion gar nicht erst ausbrechen lassen. Bei einer Impfung  wird ein abgeschwächter oder abgetöteter Krankheitserreger oder auch nur Bestandteile des  Erregers in den Körper gespritzt. Das Immunsystem erkennt diese Bestandteile als fremd, startet eine Immunantwort dagegen, bildet Antikörper und am Ende der Impfreaktion Gedächtniszellen. Diese Zellen erinnern sich an den Eindringling, wenn er tatsächlich einmal versucht, uns zu infizieren. Sie reagieren dann sehr schnell und verhindern so, dass die Krankheit erneut ausbricht.

    Häufig reagiert das Immunsystem jedoch nur schwach auf die getöteten Krankheiterreger oder ihre Bestandteile im Impfstoff. Dadurch bildet sich nur ein kurzfristiger und schwacher Schutz. Abhilfe schaffen dann die Wirkstoffverstärker. Die Adjuvantien lösen allein keine Impfreaktion aus, aber gemeinsam mit einem Impfstoff verabreicht, verstärken sie die Immunantwort um ein Vielfaches und verbessern damit den Erfolg der Impfung. Der Wirkstoffverstärker löst eine Immunantwort sehr viel schneller aus und vermittelt so einen frühen, lang anhaltenden Schutz. Bei ihrer Suche nach neuen, wirksamen Adjuvantien entdeckten die Impfstoff-Forscher vom HZI jetzt das Molekül c-di-IMP.

    “Dieses Molekül liefert eine starke Immunantwort und ist wesentlich wirksamer als bekannte Adjuvantien”, sagt Rimma Libanova, die das Molekül während ihrer Doktorarbeit untersucht. Um die Wirkung zu erforschen, impfte sie Mäuse mit einem harmlosen Eiweiß. Das Eiweiß ist kein Krankheitserreger, aber dennoch ein Fremdkörper für das Mäuseimmunsystem. Also läuft die Immunreaktion wie bei einer Impfung gegen ein Virus oder Bakterium ab – nur ohne die Gefahr einer echten Infektion. Dabei erhielten einige Tiere den Impfstoff mit Verstärker, andere ohne den Zusatz.  Nach 42 Tagen untersuchte sie die Immunantwort der Mäuse auf das fremde Eiweiß. “Wir konnten bei den Tieren, die den verstärkten Impfstoff erhielten, eine starke Immunantwort sehen. Zusätzlich konnten wir wichtige Moleküle nachweisen, die den Erfolg der Impfung zeigten”, sagt Thomas Ebensen, der zusammen mit Rimma Libanova das neue Molekül untersucht. Bislang konnten die Wissenschaftler die Wirkung nur in Mäusen nachweisen – aber beide denken weiter: “Wir wollen mit dem Molekül bereits vorhandene Impfungen wie gegen Influenza oder Hepatitis verbessern. Vielleicht hilft es auch dabei, neue Impfstoffe zu entwickeln, die mit den bisherigen schwächeren Adjuvantien noch keine ausreichende Impfantwort erzeugen.”

    “Das Molekül könnte uns helfen, neue Impfstrategien zu entwickeln”, sagt Professor Carlos A. Guzmán, Leiter der Abteilung  „Vakzinologie und Angewandte Mikrobiologie“ am HZI. Seine Abteilung arbeitet an der Alternative zur Impf-Spritze: der Schnupfimpfung. Dabei kann der Impfstoff mit einem Nasenspray dorthin gebracht, wo uns die meisten Krankheitserreger infizieren: an den Schleimhäuten. “c-di-IMP stärkt die Immunantwort und ist damit ein aussichtsreicher Verstärkerkandidat für Impfstoffe.”

    Originalartikel: Libanova R, Ebensen T, Schulze K, Bruhn D, Norder M, Yevsa T, Morr M, Guzman CA. The member of the cyclic di-nucleotide family bis-(3′, 5′)-cyclic dimeric inosine monophosphate exerts potent activity as mucosal adjuvant. Vaccine, Volume 28, Issue 10, 2 March 2010, Pages 2249-2258, ISSN 0264-410X, DOI: 10.1016/j.vaccine.2009.12.045.

    Zu diesem Bericht hat das Helmholtz Zentrum auch einen Podcast zur Verfügung gestellt. Diesen Podcast erreicht Ihr über den folgenden Link: Turbo für die Impfung – neue Hilfsstoffe ermöglichen neue Impfmethoden

    Quelle: Pressemitteilung des Helmholtz Zentrums für Infektionsforschung vom 02. März 2010

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  • 24Feb

    Die Suche nach neuen Medikamenten ist zeitaufwändig und teuer. Oft müssen hunderte von Substanzen auf ihre Bindungs-Affinität zu krankheitsrelevanten Molekülen getestet werden, um einen Wirkstoff zu identifizieren. Biophysiker aus der Gruppe von Professor Dieter Braun, Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und Excellenzcluster „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM), sowie von der LMU Spin-Off-Firma  NanoTemper haben nun mit der „Microscale Thermophoresis“ ein weltweit einmaliges Verfahren entwickelt, das potentielle Wirkstoffe deutlich schneller und zuverlässiger findet.  Die Methode beruht auf dem Phänomen, dass Moleküle in Flüssigkeit entlang eines Temperaturgefälles wandern, meist von warm zu kalt. Bindet das Molekül an eine andere Substanz, ändert sich seine Bewegung. So können nun erstmals unter natürlichen Bedingungen etwa krankheitsrelevante Moleküle im Blut getestet werden –. Bindet der Wirkstoff, so lässt sich dies über die molekulare Bewegung nachweisen. „Dies ist der erste Schritt hin zu einem neuen Medikament“, so Braun. „Das neue Verfahren kann aber auch in der medizinischen Diagnostik, der Lebensmittelüberwachung und im Umweltschutz eingesetzt werden.“ (Angewandte Chemie online, 23. Februar 2010)

    Die herkömmlichen Testverfahren zur Identifizierung potentieller Wirkstoffe funktionieren nur in künstlichen Pufferlösungen und erlauben so fast keine Aussage über die Bindungs-Affinität der Substanzen im Blut. Anders das neue Verfahren: Hiermit können derartige Analysen nun erstmals unter aussagekräftigen natürlichen Bedingungen erfolgen. Dazu wird Blut mit dem potentiellen Wirkstoff gemischt und ein winziger Tropfen der Flüssigkeit mit einer Glaskapillare aufgezogen. Der feine Strahl eines Infrarot-Lasers erwärmt die Blutprobe anschließend punktuell in der Mitte des Röhrchens, so dass nach außen abfallend ein Temperaturgradient entsteht. Weil die krankheitsrelevanten Moleküle mit einer fluoreszierenden Markierung versehen sind, lässt sich ihre Bewegung verfolgen.

    Unmittelbar nach dem Erwärmen der Probe lässt sich anhand der Fluoreszenzänderung erkennen, ob sich die Moleküle in der Blutprobe mit Wirkstoff anders bewegen als in einem Kontrollversuch ohne Wirkstoff. Ist dies der Fall, dann hat die Testsubstanz  an das Zielmolekül  gebunden. Der Nachweis dieser Bindung ist der erste Schritt zu einem neuen Medikament. „Unsere Methode bringt aber nicht nur die Wirkstoffforschung voran“, sagt Braun. „Sie kann genauso in der medizinischen Diagnostik,  der Lebensmittelüberwachung und im Umweltschutz eingesetzt werden. Denkbar ist zum einen der direkte Nachweis von Immunerkrankungen und Infektionen aber auch der schnelle Nachweis von Antibiotika in Milch oder aber von Giftstoffen im Wasser.“ (NIM/suwe)

    Publikation:

    „Quantifizierung der Puffer-Abhängigkeit von Aptamer-Bindungsreaktionen mit optischer Thermophorese”
    Philipp Baaske, Christoph J. Wienken, Philipp Reineck, Stefan Duhr und Dieter Braun
    Angewandte Chemie online, 23. Februar 2010

    Quelle: Presseinformation der Ludwig-Maximilians-Universität München vom 23. Februar 2010

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  • 22Feb

    In Nordrhein-Westfalen (Städteregion Aachen) starb ein 42-jähriger Mann am 13.12.2009 an den Folgen von Milzbrand. Er hatte sich vermutlich Heroin intravenös injiziert. In einem Wundabstrich wurden aerobe Sporenbildner diagnostiziert. Die Verdachtsdiagnose Milzbrand wurde am 18.12.2009 mittels PCR bestätigt.

    Den schottischen Gesundheitsbehörden sind aktuell 23 Milzbrandfälle unter Heroinkonsumenten gemeldet, davon endeten 9 tödlich (Stand: 19.2.2010, http://www.hps.scot.nhs.uk/anthrax/). Auch in England gibt es zwei bestätigte Fälle von Milzbrand bei Heroinkonsumenten, von denen einer verstorben ist (Stand 19.2.2010, http://www.hpa.org.uk/HPA/Topics/InfectiousDiseases/InfectionsAZ/1191942145749/).

    Aufgrund vergleichender Untersuchungen von Proben des Aachener Verstorbenen und von Proben von Fällen aus Schottland ist nicht auszuschließen, dass es sich um identische Stämme des Milzbranderregers bei allen untersuchten Fällen handelt. Dies ist ein Hinweis darauf, dass das Heroin eine gemeinsame Quelle der Verunreinigung haben könnte.

    Kontaminiertes Heroin könnte somit auch in anderen Bundesländern und europäischen Staaten vertrieben worden sein. Bei entsprechender Anamnese sollten Ärzte Milzbrand differentialdiagnostisch frühzeitig in Erwägung ziehen und schon bei Verdacht nach erfolgter Probenentnahme eine Therapie einleiten.

    Man kann sich mit Milzbrand infizieren, wenn z. B. mit Milzbrandsporen verunreinigtes Heroin inhaliert wird, mit verletzter Haut oder Schleimhaut in Kontakt kommt oder in die Haut/den Muskel injiziert wird. Es gibt praktisch keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Für die Allgemeinbevölkerung besteht kein Infektionsrisiko.

    Die Prognose der Infektion kann durch eine frühzeitige gezielte Antibiotikatherapie deutlich verbessert werden. Ein Merkblatt mit Kurzinformationen zu Anthrax ist unter folgendem Link bereitgestellt:
    www.rki.de > Infektionskrankheiten A – Z > Anthrax > Milzbrand (Anthrax) – Kurzinformation

    Weitere Informationen finden Sie im RKI-Ratgeber für Ärzte unter folgendem Link:
    www.rki.de > Infektionsschutz > Biologische Sicherheit > Erreger > Anthrax > Ratgeber Infektionskrankheiten – Merkblätter für Ärzte

    Aufgrund der möglicherweise überregionalen und internationalen Tragweite dieses Geschehens bitten wir um Benachrichtigung, wenn Sie von aktuellen Fällen oder Fällen aus der Vergangenheit erfahren, die mit diesem Geschehen in Zusammenhang stehen könnten. Wenden Sie sich hierfür bitten an das zuständige Gesundheitsamt vor Ort.

    Quelle: Information des Robert Koch Instituts vom 22. Februar 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch meine folgenden Artikel:

    08. Februar 2010 – Anthrax-Warnung für Heroinkonsumenten in London

    19. Januar 2010 – Information für Drogenkonsumenten – Milzbrand (Anthrax) bei Drogenkonsumenten in Deutschland

    15. Januar 2010 – Milzbrand-Todesfall bei einem i.v. Drogenkonsumenten in Nordrhein-Westfalen

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  • 21Feb

    Ahead of the UN High-level Meeting on Millennium Development Goals, UNAIDS calls on all countries to review progress and barriers for achieving national targets for universal access.

    Gaborone/Geneva, 18 February 2010 – UNAIDS is calling for an international effort to renew commitment for countries to achieve universal access to HIV prevention, treatment, care and support. Countries are urged to undertake an open and inclusive consultation process—bringing together governments, development partners, civil society organizations, networks of people living with HIV and community groups to review the progress made in reaching country targets for universal access. UNAIDS will support countries and regional bodies in convening these reviews.

    The call to action was made by UNAIDS Executive Director Mr Michel Sidibé while on an official visit to Botswana.

    “Universal access to HIV prevention, treatment, care and support is about achieving equity. This is a groundbreaking global movement that is saving millions of lives,” said Mr Sidibé. “However progress has been uneven so now we need to take stock of what’s working and what is not and to link future national progress in AIDS to the Millennium Development Goals.”

    UNAIDS has lauded Botswana in its progress towards achieving its universal access targets. Despite having one of the highest HIV prevalence rates in the world, the country has been able to provide antiretroviral treatment to more than 80% of people in need. It has also made significant strides in preventing mother to child transmission of HIV, achieving over 93% coverage in 2009. Botswana was one of the first countries in Africa to adopt universal access targets. 

    “Our success has been possible due to strong commitment on part of the government, development partners and civil society to collectively set ambitious targets and overcome bottlenecks,” said Lesego Motsumi, Botswana’s Minister for Presidential Affairs and Public Administration. “In this regard we welcome the UNAIDS call to review our progress made in achieving universal access to guide us in meeting the Millennium Development Goals.”

    The universal access movement was launched in 2006 when UN member states signed a political declaration to achieve universal access to HIV prevention, treatment, care and support. Its aim is to ensure that people everywhere have access to HIV prevention, treatment, care and support by 2010. Countries affirmed their commitments by setting ambitious national targets. However progress towards these targets has varied—with some countries exceeding some of their targets but not reaching others.

    “It is now time for people living with HIV, community groups and our governments to sit down together and talk honestly about where we are and where we need to go to change the course of the epidemic,” said David Ngele, a representative of the Botswana Network of People living with HIV.

    The country and regional level reviews, which will take place in all regions of the world, will utilize the data collected for the 2010 country progress reports as the basis to identify barriers and strategies to meet their targets in 2010 and beyond. UNAIDS will convene an international advisory team to analyze the review reports and make recommendations on how to redouble progress towards universal access.

    UNAIDS is committed to ensure that regional bodies for political, social and economic cooperation are engaged in supporting this process, which will take place over the course of 2010. “In Africa, this process will enable countries across the continent to measure their progress against the commitments made at the African Union in Brazzaville in 1996 to reach universal access by 2010,” said Mr Sidibé.

    The 2010 reviews will provide a forum to hold partners accountable as well as celebrate achievements. In addition, implementers and policy makers can jointly chart out new strategies to remove programme implementation barriers. These consultations will provide an opportunity to analyze existing approaches to HIV prevention, identifying gaps and priorities. The process should catalyze a prevention revolution that aims for zero new HIV infections including the elimination of mother-to-child HIV transmission.  It will also help countries re-adjust their plans on access to HIV treatment based on the new treatment guidelines and begin thinking about treatment 2.0 ─ a new generation of treatment options that are sustainable.

    The ongoing economic crisis and the ensuing cuts in national budgets and international aid investments have exposed the vulnerabilities of national AIDS programmes. The reviews will include an assessment of current AIDS spending patterns and propose new investment options that are aligned to local epidemic trends, and increase efficiencies. Outcomes of the review are expected to result in the revision of national strategic frameworks, rejuvenating national AIDS responses. These reviews will provide countries with an impetus to accelerate progress towards achieving national universal access targets as a means to realizing the Millennium Development Goals.

    UNAIDS Press release from 18. February 2010

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  • 21Feb

    South Africa makes the biggest domestic investment on AIDS by a developing country

    PRETORIA, South Africa, 19 February 2010 – UNAIDS welcomes the increased investments by South Africa to the AIDS response. In his 2010 budget speech, Finance Minister Pravin Gordhan has proposed an allocation of US$ 1.1 billion, a 33% increase from 2009 levels. This is the biggest domestic investment made by any developing country on AIDS to date.

    “South Africa can directly change the trajectory of the AIDS epidemic with such bold investments,” said Mr Michel Sidibé, UNAIDS Executive Director. “This budget is pro-people and must serve as a model for increasing investments in health, education and social welfare even in times of economic crisis.”

    South Africa has the largest number of people living with HIV worldwide. This budget proposal aims to more than double the number of people on HIV treatment to 2.1 million. Separately, the budget also provides increased social support to women and children. 

    “South Africa’s AIDS response has come of age under the leadership of President Zuma. UNAIDS pledges its full support to South Africa in reversing the course of the AIDS epidemic,” said Mr Sidibé.

    The overall allocations for the Health and Education sectors have been increased. The budget provides for nearly US$ 14 billion on health issues and US$ 21 billion on education. This will put South Africa on course to meet its universal access targets and Millennium Development Goals.

    UNADIS Press release from 19. February 2010

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  • 19Feb

    Bei einer Neuordnung des Arzneimittelbereichs setzen die forschenden Pharma-Unternehmen auf Direktverträge zwischen Herstellern und Kassen für alle patentgeschützten Arzneimittel. Dies gab der Vorsitzende des vfa, Dr. Wolfgang Plischke, heute in Berlin bekannt. Er widersprach gleichzeitig Bundesgesundheitsminister Rösler, der die Arzneimittelpreise in Deutschland als besonders hoch kritisiert hatte.

    “Unsere Preise sind nicht hoch”, so Plischke wörtlich. “Sie sind stabil und liegen auf dem Niveau von 2007. Nichtsdestotrotz wollen wir aber alles tun, dass die Arzneimittelversorgung noch effizienter wird.”

    Der vfa-Vorsitzende erläutert das Konzept des vfa: “Wir setzen auf Direktverträge. Wenn durch Direktverträge für ein Medikament binnen 2 Jahren mindestens 50 % des Marktes abgedeckt werden, entfällt die Kosten-Nutzen-Bewertung. Dies soll für alle patentgeschützten Medikamente gelten. Die direkten Verträge zwischen Herstellern und Kassen müssen auf die Verbesserung der Versorgungsqualität und des Behandlungserfolges abzielen. Sie ermöglichen den qualitätsgesicherten Einsatz von innovativen Arzneimitteln und dadurch eine Effizienzsteigerung. Hier werden unterschiedliche Vertragsformen zum Einsatz kommen: z. B. Vereinbarungen zur Durchführung von Versorgungsforschung oder Cost- bzw. Risk-Sharing.”

    Laut Plischke heißt der Weg für diejenigen, die nicht (ver)handeln, Kosten-Nutzen-Bewertung: “Wer nicht handelt, muss sich der Kosten-Nutzen-Bewertung mit Festsetzung eines Höchstbetrages stellen.

    Die Kosten-Nutzen-Bewertung muss endlich durch international anerkannten Standards gängig gemacht werden.”

    Der vfa-Vorsitzende weiter: “Verlässliche Rahmenbedingungen müssen jetzt Verträge befördern. Für uns ist die volle Anwendbarkeit des Kartell- und Wettbewerbsrechts auch für die Krankenkassen Voraussetzung. Aber auch Ärzte und Kassen brauchen Anreize. Deshalb schlagen wir vor, dass Ärzte von der Wirtschaftlichkeitsprüfung befreit werden, wenn sie vertragsgebundene Medikamente verschreiben. Krankenkassen soll die Erstattung einer vertragsgeregelten Innovation im Zuge des Risikostrukturausgleichs ausgeglichen werden.”

    Plischke abschließend: “Vertragswettbewerb braucht Deregulierung. Als erste wichtige Schritte sind die Parallelimportförderklausel, die Festbetragsjumbogruppen und das Zweitmeinungsverfahren abzuschaffen.”

    Das vfa-Positionspapier “Weiterentwicklung des Ordnungsrahmens für den Arzneimittelsektor” kann unter nachfolgendem Link heruntergeladen werden: http://www.vfa.de/de/presse/pressemitteilungen/att-pm-100219/

    Quelle: Pressemitteilung des vfa. Die forschenden Pharma-Unternehmen vom 19. Februar 2010

    Ich empfehle Euch hierzu auch meine folgenden Artikel:

    19. Februar 2010 – AOK-Rabattverträge fördern Wettbewerb und stützen mittelständische Unternehmen

    18. Februar 2010 – Bundesgesundheitsminister Rösler: Gute Arzneimittelversorgung und effizienter Einsatz der Versichertengelder

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