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  • 13Mrz

    Berlin (vfa). Zu einem Beitrag des “heute journal” am 10. März, in dem die gesamte Pharmaindustrie pauschal als kriminelle Vereinigung dargestellt wird, hat der vfa heute mit nachfolgendem Schreiben an den Intendanten des ZDF und dem Fernsehrat des ZDF Beschwerde eingelegt.

    Der Beitrag “Ein Pharma-Referent packt aus” im “heute journal” am 10. März 2010

    Sehr geehrter Herr Professor Schächter,

    im “heute journal” am 10. März wurde im Anschluss an die aktuelle gesundheitspolitische Berichterstattung ein Beitrag unter der Überschrift “Ein Pharmareferent packt aus” gesendet. Der Autor Rainer Fromm hat es darin geschafft, die gesamte Pharmaindustrie pauschal als kriminelle Vereinigung darzustellen. Die angeblichen Praktiken von Pharmareferenten im Auftrag von Pharmaunternehmen wurden generell als Bestechung bezeichnet, die Arbeit der Industrie als “korrupte Machenschaften der Branche” bezeichnet und Pharmafirmen in die Nähe der Mafia gerückt, die ihre Kritiker bedrohen und Gewalt gegen sie anwenden.

    An keiner Stelle wurde ein einziger Beleg für diese Behauptungen angeführt. Stattdessen kamen ein Staatsanwalt und ein Polizeibeamter zu Wort, die weitere vage Anschuldigungen für das angeblich kriminelle Verhalten unserer Branche geben durften.

    Sehr geehrter Herr Schächter, wir sind empört über diese Art von unseriöser und verunglimpfender Berichterstattung und wir wenden uns mit aller Entschiedenheit dagegen. Dass eine solche pauschale Verunglimpfung in einer Flaggschiffsendung der deutschen Fernsehnachrichten ausgestrahlt werden kann, ist hochgradig infam und lässt jegliche journalistische Sorgfaltspflicht vermissen.

    Unsere Branche hat durch strikte und sanktionsbewehrte Selbstkontrolle viel getan, um auch Fehlverhalten im Einzelfall zu unterbinden. Das blieb in dem Beitrag selbstverständlich unerwähnt. Seit 2004 gibt es die vom vfa und seinen Mitgliedern initiierte “Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V. (FSA)”, die hohe Anerkennung für ihre Arbeit findet. Den Kodizes des FSA haben sich alle Mitgliedsunternehmen des vfa unterworfen. Dies entspricht immerhin rund 70 Prozent des deutschen Pharmamarktes. Sollte es also – wider erwarten – Belege für Handlungen geben, die strafrechtlich relevant sind oder nicht dem Kodex der Freiwilligen Selbstkontrolle entsprechen, so ist jeder aufgerufen, diese anzuzeigen. Dies kann bei der FSA übrigens auf der Homepage sogar anonym geschehen (http://www.fs-arzneimittelindustrie.de/). Ich verweise hierzu auch auf mein Schreiben an Sie vom 16. Dezember 2008.

    Wir erwarten im Namen der rund 120.000 Mitarbeiter der pharmazeutischen Industrie in Deutschland eine Entschuldigung für diese pauschale Verunglimpfung. Wir erwarten des Weiteren, dass sich das ZDF zukünftig wieder um die einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt würdigen journalistischen Qualität bemüht und Sie darauf hinwirken, dass das ZDF solche Pauschalverurteilungen künftig unterlässt. Und wir erwarten, dass man uns, wie es journalistisch seriös gewesen wäre, die Chance zur Stellungnahme gibt. Insbesondere bei derart massiven Behauptungen gegen uns wäre dies ein Gebot der Sorgfaltspflicht eines jeden Journalisten gewesen.

    Wir bieten dem Autoren Rainer Fromm und jedem weiteren Journalisten, der zu pharmaspezifischen Inhalten recherchiert, jederzeit gerne ein Gespräch an. Und wir sind sicher, dass auch die Geschäftsführung der Freiwilligen Selbstkontrolle gern über ihre Arbeit berichten würde, wenn man sie denn ließe.

    Sie werden Verständnis dafür haben, dass wir über diesen unerhörten Bericht auch den Fernsehrat des ZDF informieren und dieses Schreiben auch veröffentlichen werden.

    In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich

    mit freundlichen Grüßen

    Cornelia Yzer

    Kopie: Fernsehrat des ZDF

    Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 90.000 Mitarbeiter. Mehr als 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Die Pressekonferenzen des vfa – auch im Internet. Mehr dazu unter: http://www.vfa.de/de/presse/online-pks/

    Quelle: Pressemitteilung Nr. 013 des vfa. Die forschenden Pharma-Unternehmen vom 12. März 2010

    Der vfa. hat das o. a. Beschwerdeschreiben  aufgrund eines Berichts im ZDF Heute Journal vom 10. März 2010 veröffentlicht. Diesen Bericht könnt Ihr unter dem nachfolgenden Link in der ZDF Mediathek noch einmal ansehen:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/993350/ZDF-heute-journal-vom-10.-Maerz-2010?bc=svp;sv3&flash=off

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  • 13Mrz

    Berlin (vfa). Zu den heute per Agenturmeldung verbreiteten Äußerungen von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen, es gebe dringenden Handlungsbedarf die Arzneimittelausgaben zu senken, da diese von 2008 auf 2009 um 5 Milliarden Euro gestiegen sein, erklärt Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des vfa:

    “Bevor sich Politiker gehorsam in Parteidisziplin üben, sollten sie sich mit den Fakten vertraut machen: Die Arzneimittelausgaben sind von 2008 auf 2009 nicht um 5 Milliarden sondern um 5 % gestiegen. Was unterm Strich 1,5 Mrd. € bedeutet. Der Grund dafür liegt übrigens im erhöhten medizinischen Bedarf einer älter werdenden Gesellschaft und nicht in angeblich zu hohen Preisen. Etwas mehr Fakten und etwas weniger Wahlkampf-Polemik würde manchem Politiker in der Diskussion um medizinisch notwendige Leistungen für kranke Menschen gut zu Gesicht stehen! Hier populistisch Stimmung gegen eine Innovationsindustrie wie die pharmazeutische zu machen, steht gerade einem Innovationsminister schlecht zu Gesicht. “

    Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 90.000 Mitarbeiter. Mehr als 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Die Pressekonferenzen des vfa – auch im Internet. Mehr dazu unter: http://www.vfa.de/de/presse/online-pks/

    Quelle: Pressemitteilung Nr. 011 des vfa. Die forschenden Pharma-Unternehmen vom 12. März 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch die folgenden Artikel:

    13. März 2010 – vfa. Die forschenden Pharma-Unternehmen: “Der Himmel auf Erden sieht anders aus!”

    13. März 2010 - Marktwirtschaft durch Planwirtschaft geht nicht!

    13. März 2010 - Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung im Krisenjahr 2009 besser als erwartet

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  • 13Mrz

    Berlin (vfa). Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der Union, hat am Rande der Klausurtagung der Gesundheitspolitiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erläutert, die Pharmaindustrie habe in Deutschland den Himmel auf Erden.

    Dem widerspricht vfa-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer für die forschenden Pharma-Unternehmen: “Mehr als 20 Regulierungen, die sich teilweise widersprechen, teils gegenseitig aufheben oder ungewollt verstärken, lasten auf den Arzneimitteln in Deutschland. Der Himmel auf Erden sieht definitiv anders aus!”

    “Wir bekennen uns zu unser Verantwortung für ein funktionierendes und finanzierbares Arzneimittelsystem. Damit auch künftig jeder Patient vom medizinischen Fortschritt profitieren kann, haben wir forschenden Pharma-Unternehmen einen Vorschlag unterbreitet, der innerhalb von zwei Jahren das Vertragsgeschehen zwischen Firmen und Kassen deutlich in Gang bringen wird. Anderenfalls erfolgt eine zentrale Kosten-Nutzen-Bewertung mit anschließenden Höchstbeträgen für Arzneimittel. Dieser Vorschlag liegt auf dem Tisch. Wir freuen uns, dass die Union unsere Bereitschaft, aktiv an einem zukunftsfähigen Gesundheitssystem mitzuwirken, nun registriert und würdigt.

    Jetzt muss die Politik aber auch den Mut haben, dem Wettbewerb eine Chance zu geben. Staatliche Eingriffe aus der Mottenkiste der Gesundheitspolitik, wie Zwangsrabatte und Preismoratorien, passen da nicht in die Landschaft,” so Yzer abschließend.

    Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 90.000 Mitarbeiter. Mehr als 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Die Pressekonferenzen des vfa – auch im Internet. Mehr dazu unter: http://www.vfa.de/de/presse/online-pks/

    Quelle: Pressemitteilung Nr. 010 des vfa. Die forschenden Pharma-Unternehmen vom 12. März 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch den folgenden Artikel:

    13. März 2010 - Marktwirtschaft durch Planwirtschaft geht nicht!

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  • 13Mrz

    Berlin (vfa). Das Nachrichtenmagazin “Focus” berichtet heute über Pläne des Bundesgesundheitsministeriums, ein neues Preissystem für patentgeschützte Medikamente einzuführen.

    Dazu erklärt für die forschenden Pharma-Unternehmen Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des vfa: “Entschieden widerspreche ich Aussagen, unsere Preise seien zu hoch. Die stärksten Ausgabenschübe bei den Kassen kommen gegenwärtig aus anderen Bereichen des Gesundheitssystems, nämlich von der ärztlichen Behandlung und aus den Krankenhäusern, jedenfalls nicht von den Arzneimitteln.”

    “Trotzdem ist es richtig, sich mit der Zukunft des Gesundheitssystems zu befassen. Es wird auch künftig noch für jedermann eine qualitative Versorgung mit Arzneimitteln geben, wenn die Politik jetzt richtig handelt und nicht neue Fehlanreize setzt. 20 Jahre Regulierung zeigen uns, nirgendwo kann man so viel Geld versenken wie in einem planwirtschaftlichen Gesundheitssystem. Wenn die Politik die Finger von solchem Unsinn lässt, können wir uns auch künftig Innovationen leisten. Die Gesundheitspolitik steht jetzt an einer Wegscheide! Sie muss sich entscheiden, ob sie dem Wettbewerb eine Chance gibt, für mehr Effizienz zu sorgen oder ob sie auf die alten Modelle der Regulierung und Intervention setzen will. Für uns ist jedenfalls klar: Marktwirtschaft durch Planwirtschaft geht nicht, ” so Yzer weiter.

    Ihre Vorstellungen erläutert die Hauptgeschäftsführerin des vfa folgendermaßen: “Wir glauben an Effizienz durch Wettbewerb. Wir wollen, dass Kassen und Firmen viel stärker durch Verträge Versorgung und Erstattung regeln können und die staatliche Kosten-Nutzen-Bewertung nur dann zum Tragen kommt, wenn solche Einigungen nicht innerhalb von 2 Jahren gelingen.”

    Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 90.000 Mitarbeiter. Mehr als 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Die Pressekonferenzen des vfa – auch im Internet.

    Mehr dazu unter: http://www.vfa.de/de/presse/online-pks/

    Quelle: Pressemitteilung der vfa. Die forschenden Pharma-Unternehmen vom 08. März 2010

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  • 13Mrz

    VIENNA, 10 March (UN Information Service) – The rapidly growing HIV/AIDS epidemics in Eastern Europe fuelled primarily by unsafe injecting drug use are topics under the spotlight at the XVIII International AIDS Conference, AIDS 2010, to be held in Vienna in July. The United Nations, through the Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS) and the United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) is supporting the conference from 18-23 July 2010 which is organized by the non-governmental organization the International AIDS Society.

    The conference will also examine worldwide progress towards the 2010 deadline set by world leaders in the Millennium Development Goals for universal access to treatment for HIV/AIDS and HIV prevention.

    Around 25,000 people working in the field of HIV, including policy makers, legislators, researchers, people living with HIV and others committed to ending the pandemic will come to Vienna for AIDS 2010 which has the theme Rights Here, Right Now, emphasizing the central importance of human rights in responding to HIV.

    HIV and injecting drug users

    By holding the conference in Vienna the organizers will highlight the situation in Eastern Europe and Central Asia, regions experiencing fast growing epidemics largely through unsafe injecting drug use. An estimated 1.5 million people are living with HIV in these regions. Sharing needles and injection equipment is thought to be three times more likely to transmit HIV than sexual intercourse.

    “To break the trajectory of the HIV epidemic in Eastern Europe, we must stop new infections among injecting drug users and their partners,” said UNAIDS Executive Director Michel Sidibé. “People using drugs have a right to access the best possible options for prevention, care and treatment.”

    Yet, as the results published in The Lancet last week show, injecting drug users often have little or no access to evidence-informed comprehensive HIV services. Globally, only 2 needles and syringes per injecting drug user are distributed per month, only 8 per cent of injecting drug users receive opioid substitution therapy, and only 4 per cent of HIV positive injecting drug users receive antiretroviral therapy (Mathers et al, 2010).

    The United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) is the lead agency within the Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS) for HIV prevention, treatment, care and support for injecting drug users and in prison settings. It works in 55 priority countries in Africa, Eastern Europe and Central Asia, South and South East Asia, Latin America and the Caribbean, helping countries to provide drug users, prisoners and people vulnerable to human trafficking with comprehensive evidence-informed HIV services.

    “We can and must reverse the HIV epidemic, first of all by preventing the spread of drug use, and then by providing treatment to addicts. In this comprehensive programme, HIV-targeted measures include providing clean injecting equipment, opioid substitution, and antiretroviral therapy,” said UNODC Executive Director Antonio Maria Costa.

    HIV/AIDS and the Millennium Development Goals (MDGs)

    Tackling HIV/AIDS, part of the sixth Millennium Development Goal, sets the specific target of 2010 to achieve universal access to treatment for HIV/AIDS for all those who need it and HIV prevention and by 2015 to have halted and begun to reverse the spread of HIV/AIDS.

    Statistics from 2008 show that an estimated 33.4 million people were living with HIV around the world but the number of people newly infected with HIV, after peaking in 1996, had declined to 2.7 million by 2008. However infection rates are continuing to rise in some parts of the world, especially Eastern Europe and Central Asia. Here, HIV prevalence has almost doubled since 2001.

    As the coverage of antiretroviral treatment in poorer countries has increased so there has been a decline in the number of AIDS deaths, to 2 million in 2008. So while 4 million people in developing countries were receiving antiretroviral drugs by December 2008, that is still only 42 per cent of those who needed it. And for every two people who start antiretroviral treatment, five new people become infected with HIV. Globally women have equal or greater access to antiretroviral drugs than men, partly through prevention of mother-to-child HIV transmission.

    Pushing forward to achieve the Millennium Development Goals is one of the priorities for the United Nations Secretary-General, Ban Ki-moon this year. “The MDGs are too big to fail,” the Secretary-General said. “We are ready to act, ready to deliver, and ready to make 2010 a year of results for people.” A summit will be held in New York in September to mobilize global action on the MDGs.

    The AIDS 2010 conference will also bring benefits to people and organizations in Austria working in the field of HIV/AIDS according to AIDS 2010 Local Co-Chair, Dr. Brigitte Schmied, President of the Austrian AIDS Society: “Whether it be through the identification of priority needs and the way to meet them; understanding and tackling current limitations to universal access to HIV prevention, treatment, care and support; or a renewed sense of purpose and consolidation of efforts to apply interventions based on evidence rather than ideology.”

    Pressrelease United Nations Information Service 10 March 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch meine folgenden Artikel:

    27. November 2009 – Regionale Ausbreitung der HIV-Epidemie ist dramatisch – Weltweit sinkende Neuinfektionszahlen bedeuten keine Entwarnung

    10. November 2009 – Trotz internationaler Appelle kein Methadon in Russland

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  • 13Mrz

    Sozialverband VdK fordert Sofortmaßnahmen zur Entlastung der Patienten

    Der Sozialverband VdK fordert als Sofortmaßnahme zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent.

    VdK-Präsidentin Ulrike Mascher: “Das ist eine Maßnahme, die schnell wirken würde. Krankenkassen und Patienten könnten so um 2 bis 3 Milliarden Euro im Jahr entlastet werden. Dazu bedarf es keiner langwierigen Verhandlungen zwischen Pharmaindustrie und Krankenkassen.” Allerdings müssten die Pharmaunternehmen gesetzlich dazu verpflichtet werden, die Steuerermäßigung zu 100 Prozent an die Patienten weiterzugeben und nicht durch Preiserhöhungen zu unterlaufen, betonte Mascher.

    Ulrike Mascher ergänzte: “So lange die Pharmaindustrie mehr Geld für Marketing und Werbung als für Forschung ausgibt und Gewinne erzielt von denen andere Branchen nur träumen können, gibt es bei den Arzneimittelpreisen noch deutlich Spielraum nach unten.” In Deutschland, so Mascher, sind die Arzneimittelpreise so hoch wie in kaum einem anderen Land. Von den 27 EU-Staaten verlangen nur zwei einen höheren Mehrwertsteuersatz auf Medikamente als in Deutschland, und zwar Bulgarien und Dänemark. 23 von 27 EU-Staaten erheben keine oder eine ermäßigte Mehrwertsteuer auf Arzneimittel.

    Quelle: Pressemitteilung des Sozialverbands VdK Deutschland (Michael Pausder) vom 11. März 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch meine folgenden Artikel:

    07. Februar 2010 – Beim Fiskus klingelt die Kasse: 4,35 Milliarden Euro Mehrwertsteuer auf Arzneimittel

    17. Dezember 2009 – Sozialverband VdK fordert eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel

    11. Dezember 2009 - Deutschland liegt bei Arzneimittelpreisen im europäischen Durchschnitt!

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  • 13Mrz

    WIESBADEN – Ende 2008 waren insgesamt 4,6 Millionen Menschen oder etwa jeder neunte Beschäftigte in Deutschland im Gesundheitswesen tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das rund 76 000 Menschen oder 1,7% mehr als ein Jahr zuvor. Seit dem Jahr 2000 ist das Personal im Gesundheitswesen um insgesamt 500 000 Beschäftigte beziehungsweise 12,2% gestiegen.

    Zusätzliche Arbeitsplätze gab es zwischen 2000 und 2008 vor allem in den Gesundheitsdienstberufen und den sozialen Berufen: Die Zahl der Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten stieg um 74,9% (+ 49 000 Personen), die Zahl der medizinischen und zahnmedizinischen Fachangestellten um 12,3% (+ 68 000 Personen) und die der Altenpflegerinnen und Altenpfleger erhöhte sich um 50,3% (+ 122 000 Personen).

    Der Beschäftigungsanstieg zwischen den Jahren 2000 und 2008 vollzog sich vor allem in Einrichtungen der ambulanten Gesundheitsversorgung, und zwar insbesondere in Praxen nichtärztlicher medizinischer Berufe (+ 115 000 Personen oder + 51,0%), in ambulanten Pflegeeinrichtungen (+ 62 000 Personen oder + 33,1%) und in Arztpraxen (+ 73 000 Personen oder 12,1%). Im stationären und teilstationären Sektor erhöhte sich zwischen den Jahren 2000 und 2008 das Personal vor allem in den Pflegeeinrichtungen (+ 114 000 Personen oder + 24,3%). Das Krankenhauspersonal entwickelte sich im betrachteten Zeitraum recht unterschiedlich, insgesamt ging die Beschäftigtenzahl zwischen 2000 und 2008 um insgesamt 23 000 Personen oder 2,1% zurück.

    Von den 4,6 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen Ende 2008 waren 57,9% vollzeit- und 42,1% teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten im Gesundheitswesen, die so genannten Vollkräfte, lag im Jahr 2008 bei 3,5 Millionen und erhöhte sich, verglichen mit dem Vorjahr, um 57 000 beziehungsweise 1,6%. Zwischen den Jahren 2000 und 2008 wuchs die Zahl der Vollkräfte insgesamt um 217 000 beziehungsweise 6,6%.

    Diese und viele weitere gesundheitsbezogene Daten finden sich im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes.

    Quelle: Pressemitteilung Nr. 094 des Statistischen Bundesamtes Deutschland vom 11. März 2010

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  • 13Mrz

    Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach den jetzt vorliegenden vorläufigen Finanzergebnissen des Jahres 2009 einen Überschuss von rd. 1,1 Mrd. Euro zu verzeichnen. Den Einnahmen in Höhe von 171,9 Mrd. Euro standen Ausgaben in Höhe von 170,8 Mrd. Euro gegenüber.

    Die Überschüsse helfen insbesondere den Krankenkassen, die ihren Entschuldungsprozess erst Ende 2007 bzw. Ende 2008 abgeschlossen hatten und nunmehr erstmalig wieder zur Sicherstellung ihrer Zahlungsfähigkeit notwendige Rücklagen aufbauen konnten.

    Insgesamt gesehen hat sich die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen somit weiter stabilisiert. Allerdings ist sowohl die Überschussentwicklung in 2009 als auch die Höhe der Finanzreserven bei den einzelnen Krankenkassen sehr unterschiedlich verteilt.

    Für den Gesundheitsfonds ergibt sich – insbesondere aufgrund der konjunkturbedingten Einnahmenausfälle – ein Defizit in Höhe von 2,48 Mrd. Euro. Dies resultiert aus den auf das Jahr 2009 entfallenden Einnahmen von rd. 164,51 Mrd. Euro und den ebenfalls dem Jahr 2009 zuzuordnenden Ausgaben von 166,99 Mrd. Euro.

    Der Gesundheitsfonds zahlte für das Jahr 2009 monatliche Zuweisungen in Höhe von insgesamt rd. 166,2 Mrd. Euro an die Krankenkassen aus. Diese Auszahlungen wurden durch entsprechende Einnahmen des Gesundheitsfonds aus Beiträgen und dem Bundeszuschuss gedeckt. Ein im November vom Gesundheitsfonds aufgenommenes Liquiditätsdarlehen des Bundes konnte bereits bis Mitte Dezember unter Berücksichtigung der zusätzlichen Beitragseinnahmen aus Weihnachtsgeldzahlungen wieder vollständig zurück gezahlt werden. Der Gesundheitsfonds konnte somit im Jahr 2009 jederzeit seiner Verpflichtung zur Auszahlung der monatlichen Zuweisungen an die Krankenkassen nachkommen. Der Gesundheitsfonds musste damit zum Jahresende kein Bundesdarlehen in Anspruch nehmen.

    In der Summe der Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen und des Defizits des Gesundheitsfonds verbleibt somit für die GKV insgesamt ein Defizit von 1,4 Mrd. Euro, das insbesondere als Folge der konjunkturellen Entwicklung zu sehen ist. Eine endgültige finanzielle Bilanz der GKV für das Startjahr des Gesundheitsfonds kann erst Ende Juni 2010 nach Vorliegen der Jahresrechnungsergebnisse der Krankenkassen und des Gesundheitsfonds gezogen werden.

    Perspektive 2010

    Mit der voraussichtlichen Finanzentwicklung 2010 wird sich der Schätzerkreis auf Basis der Finanzdaten 2009 im Frühjahr unter Berücksichtigung der bis dahin aktualisierten gesamtwirtschaftlichen Eckdaten erneut befassen. In der letzten Sitzung im vergangenen Jahr waren die Experten aufgrund der ungünstigen Entwicklung der Beitragseinnahmen bei sich fortsetzender Ausgabendynamik von einem Defizit in Höhe von rd. 7,9 Mrd. Euro für das Jahr 2010 ausgegangen. Vor dieser Ausgangsperspektive stand die gesetzliche Krankenversicherung zu Beginn der neuen Legislaturperiode.

    Daraus hat die neue Bundesregierung schnell die notwendigen Konsequenzen gezogen. Durch das „Sozialversicherungsstabilisierungsgesetz“, das der Deutsche Bundestag in der vergangenen Woche abschließend beraten hat, erhält die gesetzliche Krankenversicherung im schwierigen Jahr 2010 einen zusätzlichen Bundeszuschuss von 3,9 Mrd. Euro zum Ausgleich von krisenbedingten Einnahmeausfällen. Dieser Zuschuss ergänzt den bereits bisher vom Gesetzgeber vorgesehenen Bundeszuschuss für gesamtgesellschaftliche Aufgaben der Krankenkassen, der von 2009 bis 2010 von 7,2 Mrd. Euro auf 11,8 Mrd. Euro ansteigen wird. Im Jahr 2010 stehen den Krankenkassen mit der zusätzlichen Übernahme der krisenbedingten Einnahmeausfälle damit Steuermittel in Höhe von insgesamt 15,7 Mrd. Euro zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund dürfte sich das bislang erwartete Defizit im Jahr 2010 in etwa halbieren.

    Viele Krankenkassen haben nach der Entscheidung der Bundesregierung über den höheren Bundeszuschuss bereits angekündigt, auch in diesem Jahr keine Zusatzbeiträge erheben zu wollen. Häufig können auch die Finanzreserven der Kassen, dort wo sie über die gesetzliche Mindestreserve hinausgehen, zur Vermeidung von Zusatzbeiträgen eingesetzt werden. Auch durch geeignete Fusionen können wirtschaftlichere Leistungseinheiten entstehen. Gab es Ende 2008 noch 215 Kassen, so ist die Zahl bis heute auf 169 Kassen gesunken. Weitere Fusionen sind bereits beschlossen bzw. angekündigt, in vielen Fällen laufen Fusionsverhandlungen.

    Einige Kassen haben in den letzten Wochen Zusatzbeiträge beschlossen und damit ein Finanzierungsinstrument genutzt, das von der großen Koalition unter Beteiligung der SPD ausdrücklich vorgesehen war. Durch den höheren Bundeszuschuss können allerdings Zusatzbeiträge oberhalb des gesetzlich vorgesehenen Schwellenwerts von monatlich 8 Euro in aller Regel vermieden werden. Dabei sind die Kassen gefordert, vorhandene Wirtschaftlichkeitsreserven im gesamten Ausgabenbereich auszuschöpfen, um unnötige Ausgaben zu vermeiden.

    Ausgabenzuwächse bislang unterhalb der Prognose für das Gesamtjahr 2009

    Die über die vorläufigen Finanzergebnisse ausgewiesenen zuweisungsrelevanten Ausgaben der Kassen liegen mit einem Gesamtvolumen von 166,5 Mrd. Euro um rd. 0,3 Mrd. Euro unterhalb der den Kassen zur Deckung ihrer voraussichtlichen Ausgaben zugesagten Zuweisungen. Auch wenn hier noch die endgültigen Jahresrechnungsergebnisse abzuwarten sind, kann festgehalten werden, dass nach gegenwärtigem Stand die für das Startjahr des Gesundheitsfonds aufgegebene 100%-ige Deckungsquote realisiert worden ist.

    Der Ausgabenzuwachs ist insgesamt geprägt von den Veränderungsraten in den großen Leistungsbereichen, die aus den notwendigen Verbesserungen der finanziellen Situation von Ärzten und Krankenhäusern sowie weiterhin deutlichen Zuwächsen bei den Arzneimittelausgaben resultieren.

    Entwicklung in einzelnen Ausgabenbereichen

    In den großen Ausgabenbereichen zeichnet sich folgende Entwicklung ab:

    Der Zuwachs von 7,4 v.H. je Versicherten bei den Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlung zeigt, dass sich die Honorarsituation für die Ärzte im Jahr 2009 mit der Honorarreform erheblich verbessert hat. Die Ausgaben für ärztliche Früherkennungsuntersuchungen, die einen auch mit Leistungsverbesserungen verbundenen und damit gesundheitspolitisch gewollten Anstieg von 21,3 v. H. ausweisen, steigern die ärztlichen Honorare zusätzlich.

    Der Anstieg bei den Ausgaben für die stationäre Versorgung lag in 2009 je Versicherten bei 6,6 v.H. und spiegelt bereits die zusätzlichen Mittel von ca. 3,5 Mrd. Euro wieder, die den Krankenhäusern zur Verbesserung der Finanz- und Arbeitssituation zur Verfügung gestellt werden sollten.

    Der Anstieg der Arzneimittelausgaben (ohne Impfkosten) betrug 5,3 v.H. je Versicherten. Dies entspricht einem Zuwachs von rd. 1,5 Mrd. Euro. Dieser Anstieg wird maßgeblich durch Ausgabenanstiege im Bereich der patentgeschützten Arzneimittel verursacht. Die hohen Ausgabenzuwächse der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass im Jahr 2009 einschließlich der Zuzahlungen der Versicherten mehr als 32 Mrd. Euro für Arzneimittel ausgegeben wurden. Vor diesem Hintergrund wird das BMG in Kürze konkrete Vorschläge für eine wirksame Begrenzung der Arzneimittelausgaben vorlegen.

    Bei den normalen Schutzimpfungen sind die Ausgaben nach den hohen Zuwächsen der Jahre 2007 und 2008 um rd. 10 v.H. zurückgegangen. Ausgaben der Kassen für die Impfungen gegen die Neue Influenza sind im vierten Quartal in Höhe von rd. 390 Mio. Euro von den Kassen an die jeweiligen Länderfonds gezahlt worden, somit rd. 200 Mio. Euro weniger als noch im Herbst erwartet wurde. Hier ist auf Basis der niedrigen Impfquoten und bei einer in der Regel nur einmalig erforderlichen Impfung im Jahr 2010 noch mit erheblichen Rückzahlungen an die Krankenkassen zu rechnen.

    Die Krankengeldausgaben liegen mit einem Zuwachs von 10,5 v.H. – im Vergleich zu früheren konjunkturellen Krisenzeiten völlig untypisch – erheblich über den Ausgaben des Vorjahres. Hier werden die Krankenkassen, aber auch der Medizinische Dienst der Krankenkassen, zu dessen Aufgaben auch die Überprüfung der Anspruchsberechtigung auf Krankengeld zählt, erklären müssen, welche konkreten Ursachen zu diesem Anstieg geführt haben.

    Die Netto-Verwaltungskosten der Krankenkassen sind nach längerer Stabilität in den Vorjahren mit 8,1 v.H. je Versicherten gestiegen, wenn auch mit unterschiedlichen Entwicklungen bei den einzelnen Kassenarten. Hier spielen neben gestiegenen Personalkosten auch rückläufige Erstattungen eine Rolle. So wurden etwa die DMP-Programmkosten für die Disease-Management-Programme mit Einführung des Gesundheitsfonds aus dem Erstattungsvolumen für Verwaltungskosten herausgenommen. Die Krankenkassen erhalten hierfür seit Anfang 2009 gesonderte Zuweisungen. Allein aus dieser buchungssystematischen Umstellung, die mit einem Reduzierungsvolumen von rd. 400 Mio. Euro einhergeht und somit automatisch zu höheren Netto-Verwaltungskosten führt, resultieren rd. 5 Prozentpunkte des Ausgabenanstiegs.

    Bei den Zuzahlungen der Versicherten einschließlich der Praxisgebühr zeichnet sich mit einem Gesamtvolumen von rund 4,8 Mrd. Euro über alle Leistungsbereiche ein ähnliches Niveau wie im Vorjahreszeitraum ab.

    Weiterführende Informationen stehen für Euch unter den folgenden Links als PFD-Datei zur Verfügung:

    KV45-Finanzentwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung

    KV45-Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung

    Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 10. März 2010

    Hierzu empfehle ich Euch auch meinen folgenden Artikel:

    12. März 2010 – GKV-Spitzenverband: Vorläufige Finanzergebnisse für 2009 liegen vor

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  • 12Mrz

    Die vorläufigen Finanzergebnisse der Krankenkassen weisen für das vergangene Jahr einen Überschuss in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro aus. Diesen, allerdings noch vorläufigen, Zahlen ist es zu verdanken, dass heute erst weniger als zehn Prozent aller Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben müssen. An der prekären Finanzlage für das laufende Jahr ändert dies jedoch nichts, denn die Einnahmen der Krankenkassen aus dem Gesundheitsfonds werden in diesem Jahr rund 4 Milliarden Euro unter den erwarteten Ausgaben liegen. Zusatzbeiträge sind die logische Konsequenz aus der Konstruktion des Gesundheitsfonds und kein Hinweis darauf, ob eine einzelne Krankenkasse gut oder schlecht gewirtschaftet hat.

    Endgültige Finanzergebnisse erst im Sommer

    Die vorgelegte vorläufige Jahresrechnung enthält noch viele Unsicherheiten. So liegen beispielsweise bisher von den niedergelassenen Ärzten nur die Abrechnungen für das erste Halbjahr 2009 vor. Die endgültigen Finanzergebnisse gibt es erst im Sommer 2010. In der Vergangenheit betrugen die Abweichungen zwischen den Anfang März vorgelegten vorläufigen Ergebnissen („KV 45“) und den im Sommer erscheinenden Ergebnissen („KJ 1“) bis zu 680 Millionen Euro. Eine Differenz zwischen der jetzt veröffentlichten vorläufigen Statistik „KV45“ und der „KJ1“ könnte sich auch aus der Frage eventueller Rückzahlungen von bestimmten Krankenkassen an den Gesundheitsfonds ergeben, die mit der sogenannten „Konvergenzklausel“ zusammenhängen. Diese Rückzahlungen würden dann erst in die endgültigen Finanzergebnissen im Sommer eingerechnet werden und den Überschuss entsprechend verringern.

    Gesundheitsfonds schleppt Zukunftslast aus dem Krisenjahr 2009 mit

    Im vergangenen Jahr hatte der Gesundheitsfonds, bedingt durch die Wirtschaftskrise, 2,5 Mrd. Euro weniger eingenommen, als er ausgezahlt hat. Durch das Vorziehen der Bundeszuschüsse und der teilweisen Finanzierung von Auszahlungen für das Jahr 2009 mit Einnahmen aus dem Jahr 2010 konnte diese Lücke vorläufig aufgefangen werden. Die 2,5 Mrd. Euro sind aber als Zukunftslast im Gesundheitsfonds vorhanden. Die aktuellen Bilanzen der Krankenkassen werden dadurch jedoch nicht belastet.

    Quelle: Pressemitteilung des GKV-Spitzenverbands vom 10. März 2010

    Der GKV-Spitzenverband ist der Verband aller 169 gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen. Als solcher gestaltet er den Rahmen für die gesundheitliche Versorgung in Deutschland; er vertritt die Kranken- und Pflegekassen und damit auch die Interessen der 70 Millionen Versicherten und Beitragszahler auf Bundesebene gegenüber der Politik, gegenüber Leistungserbringern wie Ärzten, Apothekern oder Krankenhäusern. Der GKV-Spitzenverband übernimmt alle nicht wettbewerblichen Aufgaben in der Kranken- und Pflegeversicherung auf Bundesebene. Der GKV-Spitzenverband ist der Spitzenverband Bund der Krankenkassen gemäß § 217a SGB V.

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch meinen folgenden Artikel:

    13. März 2010 – Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung im Krisenjahr 2009 besser als erwartet

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  • 12Mrz

    Der Paritätische Wohlfahrtsverband empfiehlt allen, die privat krankenversichert sind, bei den Jobcentern sofort einen Antrag auf die volle Übernahme der Beiträge zu stellen. “Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil vom 09. Februar 2010 den unwürdigen Zank, wer für die Kosten aufzukommen hat, endlich beendet”, erklärt Hauptgeschäftsführer Dr. Ulrich Schneider anlässlich eines Beitrages in der ZDF-Sendung “Frontal 21″ am heutigen Abend.

    Da der Basistarif zur privaten Krankenversicherung deutlich höher liege, als bei der gesetzlichen, ergibt sich nach Ansicht des Verbandes unzweifelhaft ein “unabweisbarer, laufender und besonderer Bedarf”, der nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ab sofort zu decken sei.

    “Wir empfehlen allen Betroffenen dringend, schnellstmöglich einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen. Sollten dieser abgelehnt werden, empfehlen wir, Widerspruch einzulegen und ggf. auch den Klageweg zu prüfen”, so Schneider.

    Der Gesetzgeber hatte ab 01.01.2009 für Privatversicherte im Hartz IV-Bezug den Rückweg in die gesetzliche Krankenversicherung ausgeschlossen. Der Basistarif für die Betroffenen beträgt derzeit rund 290 Euro. Hiervon werden durch die Jobcenter nur rund 130 Euro ersetzt. Die Differenz mußte bisher aus dem Regelsatz von 359 Euro, der für den laufenden Bedarf gezahlt wird, mitfinanziert werden. Der Paritätische hatte bereits in der Vergangenheit diese Regelungslücke als “unsoziale Ordnungspolitik auf dem Rücken der Betroffenen” heftig kritisiert.

    Quelle: Pressemitteilung des Paritätischen Gesamtverbands vom 09. März 2010

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