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  • 30Nov

    Androulla VassiliouIm Vorfeld des Welt-Aids-Tages 2009 (1. Dezember) kann die Europäische Kommission mitteilen, dass sie über eine Milliarde Euro für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria aufgebracht hat. Als Gründungsmitglied des Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria hat die Europäische Kommission für den Zeitraum 2002-2010 bislang Mittel in Höhe von 1,0725 Mrd. EUR zugesagt. In jüngster Zeit ist sie weitere politische Verpflichtungen eingegangen, das gemeinsame Engagement noch zu verstärken und zu verbessern. Den jüngsten Angaben zufolge ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen in den vergangenen acht Jahren um 17 % zurückgegangen, wobei die größten Fortschritte in den Ländern südlich der Sahara zu verzeichnen sind. Nichtsdestoweniger leben weltweit 33 Millionen HIV-Infizierte. Am schnellsten breitet sich die Epidemie in den osteuropäischen Nachbarländern der Europäischen Union aus.

    Karel de Gucht, EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, erklärte: "Ungeachtet der jüngsten positiven Trends sterben Jahr für Jahr 2 Millionen Menschen an Aids, wobei 70 % dieser Todesfälle auf die afrikanischen Länder südlich der Sahara entfallen. Aids bleibt das tödlichste Virus der heutigen Zeit. Als größter Geber weltweit engagiert sich die EU für eine noch umfangreichere Bekämpfung der Immunschwäche. "

    Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Gesundheit, erklärte: "Wir müssen unsere Maßnahmen fortsetzen und sie auf die Gebiete konzentrieren, in denen sie am dringlichsten sind. In Europa nimmt die Zahl der Neuinfektionen bei bestimmten Gruppen und in bestimmten Regionen zu. Es gibt keinen Grund für Selbstzufriedenheit. Prävention und Frühdiagnose sind weiterhin die besten Waffen im Kampf gegen HIV/Aids."

    Maßnahmen der Europäischen Kommission 

    • Als weltweit größter Geber hat die EU insgesamt in den vergangenen Jahren am meisten zu der erheblichen Aufstockung der für HIV/Aids bereitgestellten internationalen Finanzmittel beigetragen.
    • Die EU-Beiträge zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria haben sich nahezu vervierfacht: von 403 Mio. USD im Jahr 2003 auf 1,546 Mrd. USD; dies sind rund 55 % der weltweiten Beiträge in den Jahren 2004-2008.
    • Die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission besitzen ein gemeinsames Aktionsprogramm und haben beschlossen, für den Zeitraum 2007 – 2011 zu intensiveren, effizienteren und besser abgestimmten Anstrengungen durch Außenmaßnahmen aufzurufen.
    • Die Kommission stellt die verfügbaren Mittel zunehmend in Form von Budgethilfe bereit, um so die Gesundheitssysteme, die bei der Bekämpfung von Aids eine besonders wichtige Rolle spielen, zu stärken. Dieses neue Instrument dürfte sich auf die Gesundheitssysteme ausgesprochen positiv auswirken, da es eine langfristige und vorhersehbare Finanzierung gewährleistet.
    • Die Budgethilfe ist von 1,425 Mrd. EUR im Zeitraum 2002-2006 auf 2,571 Mrd. EUR im Zeitraum 2007-2011 gestiegen.
    • Ferner hat die Kommission am 26. Oktober 2009 eine neue Mitteilung über die Bekämpfung von HIV/Aids in der Europäischen Union und den Nachbarländern (2009-2013) angenommen, um gegen den negativen Trend zunehmender Neuansteckungen in Europa anzugehen . Die Mitteilung konzentriert sich insbesondere auf die Förderung der Prävention und auf die Durchführung von Maßnahmen, die vor allem auf die Risikogruppen und die besonders stark von HIV/Aids betroffenen geografischen Bereiche ausgerichtet sind.

    Hintergrund:

    Seit Beginn der Epidemie haben sich nahezu 60 Millionen Menschen mit HIV infiziert. 25 Millionen Menschen sind an den Folgen von Aids gestorben.

    Wenngleich erhebliche Fortschritte bei der Verhinderung neuer HIV-Infektionen und bei der Senkung der jährlichen Zahl der aidsbedingten Todesfälle erzielt wurden, stellt Aids weiterhin eine wichtige weltgesundheitliche Priorität dar. Die Zahl der HIV-Infizierten ist im Jahr 2008 weltweit auf insgesamt 33,4 Millionen gestiegen. 2008 gab es 2,7 Millionen Neuinfektionen, und 2 Millionen Menschen sind an den Folgen von Aids gestorben .

    Die Epidemie scheint sich in den meisten Regionen stabilisiert zu haben, wenngleich ihre Verbreitung in Osteuropa sowie in Zentralasien und anderen Teilen Asiens infolge der hohen Neuinfektionsrate weiter steigt.  Die Länder südlich der Sahara sind nach wie vor am stärksten betroffen. Auf sie entfielen im Jahr 2008 71 % aller HIV-Neuinfektionen . 14,1 Millionen Kinder in den Ländern südlich der Sahara haben durch Aids einen oder beide Elternteile verloren. Aids ist weiterhin die Haupttodesursache in der Region.

    Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr unter den folgenden Links:

    http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

    http://ec.europa.eu/development/pdf/AIDS_day_info.pdf

    http://ec.europa.eu/development/index_en.cfm

    Quelle: Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 30. November 2009

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