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  • 21Jan

    Festakt anlässlich der neuen Stiftungsprofessur “Gerontologische Pflege” der Josef und Luise-Kraft-Stiftung und des neuen Studiengangs “Pflege dual”.

    Die Katholische Stiftungsfachhochschule München (KSFH) hat am 20. Januar 2010 die neue Stiftungsprofessur “Gerontologische Pflege” und den neuen Studiengang “Pflege dual” mit mehr als 120 Gästen gefeiert. Grußworte sprachen Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer, Prälat Karl-Heinz Zerrle, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung “Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern” und Dr. Harald Mosler, Stiftungsvorstand der Josef und Luise Kraft-Stiftung.

    Die neue Stiftungsprofessur wurde bereits zum 1. Oktober 2009 auf Initiative des Bayerischen Sozialministeriums an der KSFH ins Leben gerufen und von der Josef und Luise Kraft-Stiftung mit insgesamt 500 000 Euro und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit 50 000 Euro finanziert. Auf die Professur wurde Prof. Dr. Bernd Reuschenbach berufen.

    Mit dem neuen ausbildungsintegrierenden Bacholerstudiengang “Pflege dual” haben Studentinnen und Studenten nun die Möglichkeit, ein akademisches Studium mit einer beruflichen Ausbildung in einem Pflegeberuf zu verknüpfen. Seit dem Wintersemester 2009/2010 bietet die KSFH im Bereich Sozial- und Gesundheitswesen zusammen mit Kooperationspartnern aus der Praxis den Studiengang “Pflege dual” erstmals an.

    “Bei diesem Studiengang mit dem für Deutschland einzigartigen Profil ‘Gerontologische Pflege’ in einem ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengang wird besonders der alte und alternde Mensch in den Mittelpunkt gestellt”, sagte Prof. Dr. Bernd Reuschenbach, der selbst eine Ausbildung zum Krankenpfleger abgeschlossen hat, auf dem Festakt. Der Studiengang “Plege dual” ermögliche eine den gestiegenen Ansprüchen angemessene Ausbildung und solle sogleich das Berufsfeld der Altenpflege attraktiver machen. “Wir wollen eine Akademisierung ans Bett”, bekräftige Reuschenbach.

    Laut dem Präsidenten der KSFH, Prof. Dr. Egon Endres, wird der Studiengang von den Studierenden bereits sehr gut aufgenommen. Mit 57 Plätzen seien bei weitem mehr Studienplätze vergeben worden als vorgesehen war. Die Nachfrage ist weiterhin sehr groß.

    Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer sagte in Ihrem Grußwort: “Angesichts der demographischen Entwicklung und der immer komplexer werdenden Aufgaben und Anforderungen in der Pflege benötigen wir nicht nur mehr Pflegekräfte, sondern wir müssen sie auch in die Lage versetzen, diesen hoch anspruchsvollen Beruf souverän zu meistern. Wir brauchen allerdings keine abgehobenen Theoretiker am Pflegebett, sondern erfahrene Pflegeexperten, die Theorie und Praxis auf einen Nenner bringen.” Im Vordergrund stehen immer der Mensch und das optimale Eingehen auf seine individuelle Situation als Pflegebedürftiger. Dass sich der Studiengang “Pflege dual” der KSFH genau daran orientiere, zeigten die Studienschwerpunkte “Gerontologische Pflege”, “Palliativpflege” und die “Begleitung Sterbender”. Haderthauer betonte: “Angesichts dieser Ausrichtung bin ich mir sicher, dass die Absolventinnen und Absolventen wesentlich dazu beitragen werden, eine würdevolle, wertschätzende und fachlich fundierte Pflege sicherzustellen und damit die Qualität der Pflege und vor allem auch die Attraktivität der Pflegeberufe zu verbessern.”

    Hintergrund:

    Nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes wird die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit knapp 2 Millionen auf 3 Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Noch werden etwa zwei Drittel der Pflegebedürftigen in der häuslichen Umgebung unter der Mithilfe von Angehörigen versorgt. Aber der Anteil an Senioren, die Kinder oder Enkel haben, wird sinken. Daher werden viele der Pflegebedürftigen zukünftig in Pflegeheimen versorgt werden. Altenpfleger und Gesundheits- und Krankenpfleger stellen schon heute die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen dar. Im Bereich der Altenpflege sind derzeit knapp 800 000 Menschen beschäftigt. Für das Jahr 2050 wird ein Mehrbedarf von knapp 500 000 Pflegefachkräften erwartet. Die Einrichtung von pflegewissenschaftlichen Studiengängen an Fachhochschulen und Universitäten trägt wesentlich dazu bei, dass die Pflege den veränderten Anforderungen besser gerecht wird und die Professionalität des Berufsfeldes weiter steigt. Zugleich verbessert sich auch das Image der Pflege. (Quelle: Prof. Dr. Bernd Reuschenbach)

    Die Katholische Stiftungsfachhochschule München ist eine national und international hoch angesehene Hochschule für Sozial-, Pflege- und pädagogische Berufe in konfessioneller Trägerschaft.Sie bietet ihren etwa 1900 Studentinnen und Studenten an den beiden Standorten Benediktbeuern und München eine intensive und professionelle Betreuung. Neben den Bachelorstudiengängen Soziale Arbeit, Pflegemanagement, Pflegepädagogik, Pflege dual und Bildung & Erziehung im Kindesalter bietet die Katholische Stiftungsfachhochschule München auch Masterstudiengänge und vielfältige Fortbildungsveranstaltungen an. Ein wissenschaftliches und zugleich praxisorientiertes Studium sowie das christliche Menschenbild begründen den besonderen Auftrag der Hochschule.

    Weitere Informationen:

    http://www.ksfh.de/presse/pressemitteilungen/anzid/683/
    http://www.ksfh.de - Informationen über die Hochschule

    Quelle: Pressemitteilung der Katholischen Stiftungsfachhochschule München vom 21. Januar 2010

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  • 30Nov

    rki_rkilogo_neuIm Epidemiologischen Bulletin 48/2009 vom 30.11.2009 hat das Robert-Koch-Institut eine kurze Situationseinschätzung zur Verbreitung des Schweinegrippevirus A/H1N1 für die 47. Kalenderwoche 2009 gegeben.

    Nachfolgend der entsprechende Wortlaut:

    Deutschland

    Die Aktivität der Schweinegrippe ist in der 47. Kalenderwoche 2009, mit Ausnahme von Bayern, woe der Gipfel bereits überschritten scheint, in allen Regionen weiter angestiegen und liegt bundesweit im stark erhöhrten Bereich.

    Aktuelle Strategie und Maßnahmen:

    Die aktuelle Strategie dient der Folgenminderung in der derzeitigen pandemischen Erkrankungswelle. Neben der Impfung der von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Personengruppen steht die rechtzeitige antivirale Therapie von Erkrankten mit grippetypischen Symptomen, bei denen das Krankheitsbild oder das Vorliegen von Risikofaktoren die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf erhöhen, im Vordergrund. Angesichts der hohen klinischen Aussagekraft ist eine labordiagnostische Absicherung nur noch in Ausnahmefällen notwendig.

    Weitere Informationen unter: http://influenza.rki.de

    International, Ergebnisse der europäischen Influenzasurveillance durch EISN

    In Europa berichten noch etwa zwei Drittel der Länder für die 46. Kalenderwoche über eine steigende Influenza-Aktivität, während sie u. a. im Vereinigten Königreich und Irland wieder abfiel. Europaweit dominiert das pandemische Influenzavirus A/H1N1.

    Weitere Informationen unter: http://ecdc.europa.eu

    Daten aus den USA

    Die US-CDC berichten für die 45. Kalenderwoch über eine zurückgehende Influenza-Aktivität in den meisten US-Bundesstaaten. Auffällig ist die hohe Zahl der Todesfälle bei Kindern durch die Neue Influenza, die deutlich über den Zahlen der vergangenen saisonalen Grippewelle liegt.

    Weitere Informationen unter: http://www.cdc.gov/flu/weekly/

    Weitere Informationen zur weltweiten Situation auf den Internetseiten der WHO unter:

    http://www.who.int/csr/disease/swineflu/en/index.html

    Quelle: Influenza-Wochenbericht für die 47. Kalenderwoche 2009 aus dem RKI in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) und dem NRZ für Influenza am RKI.

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  • 20Aug

    Die EATG (European Aids Treatment Group) und die DAH (Deutsche AIDS-Hilfe e.V.) haben in einem gemeinsamen Brief an das Center of Disease Control (Gesundheitsbehörde der USA in Atlanta) die freie Einreise in die USA trotz einer HIV-Infektion gefordert. Das entsprechende Anschreiben kann über die Homepage der EATG im englischen Origrinaltext aufgerufen werden. Nachfolgend einmal der Link zu diesem Schreiben: http://www.eatg.org/eatg/Position-statements/Statements/Centers-for-Disease-Control-and-Prevention

    Ich finde es schlimm, dass man aufgrund seiner HIV-Infektion so ausgegrenzt wird, dass man sich auf der Welt nicht mehr frei bewegen darf. Hier ist aber nicht allein die USA an den Pranger zu stellen. Wir müssen unseren Blick gar nicht so weit schweifen lassen. Selbst in unserem eigenen Land gibt es Bundesländer, die eine HIV-Infektion ebenfalls als Hinderungsgrund für die freie Einreise sehen.

    Aufgrund des förderalen Systems in der Bundesrepublik Deutschland bedarf es für die Visumserteilung zum Zwecke eines Aufenthaltes von mehr als drei Monaten der vorherigen Zustimmung des jeweiligen Bundeslandes bzw. der örtlich zuständigen Ausländerbehörden. Aus dem Bayerischen Staatsministerium des Inneren heißt es hierzu, dass es im Ermessen der Ausländerbehörden liegt, in begründeten Einzelfällen von Ausländern, eine ärztliche Bescheinigung über den Ausschluss einer aktiven Tuberkulose der Atmungsorgane bzw. eine ärztliche Bescheinigung, dass sie frei von ansteckungsfähiger Lues und einer HIV-Infektion sind, zu verlangen. Neben Bayern, haben auch die Bundesländer Brandenburg und Sachsen entsprechende Sonderregelungen. Auf der anderen Seite haben die übrigen Bundesländer und das sind zum Glück ja doch die meisten, keine entsprechenden, diskriminierenden Regelungen.

    Zu dem Thema Einreisebeschränkungen aufgrund einer HIV-Infektion stellt die DAH eine regelmäßig überarbeitete Länderübersicht zur Verfügung, aus der man zu jedem Land der Welt eine möglich Einreisebeschränkung und den Umfang dieser Beschränkung entnehmen kann. Diese Übersicht kann bei der DAH über folgenden Link als PDF-Dokument erreicht werden: http://www.aidshilfe.de/media/de/Schnellfinder%20Deutsch%202009.pdf

    Aus der USA sind immer mehr Stimmen zu hören, dass die Einreisebeschränkungen kurzfristig wegfallen könnten. Auch der neue Präsident scheint sich für dieses Thema einzusetzen. So hat der US-Kongress bereits am 24. Juli 2008 das strikte, durch den U.S. Immigration and Nationality Act eingesetzte Einreiseverbot für Menschen mit HIV und Aids aufgehoben. Damit ist das Einreisverbot aber noch nicht abgeschafft sondern muss nun durch das Department of Health and Human Services überprüft werden. Sollte hier die Entscheidung getroffen werden, HIV und Aids aus der Liste der Erkrankungen zu streichen, die eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen, wäre das Einreiseverbot damit aufgehoben. Hoffen wir einmal für alle, die in die USA möchten, dass u. a. auch das Schreiben der DAH und der ETAG die US-Behörden zu einer schnelleren Entscheidung bewegen.

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