Da in den Medien immer häufiger die Rede von dem sogenannten EKAF-Papier ist, möchte ich den Inhalt dieses Papieres hier noch einmal vorstellen. Nähere Informationen sowie die Studienergebnisse, die zu den Aussagen in diesem Papier geführt haben, können Sie dem HIV-Report 02/2008 vom 01.02.2008 der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. entnehmen. Diesen Report habe ich Ihnen hier als PDF-Datei bereitgestellt: 2008_02_HIVReport
Am 30. Januar 2008 hat die Eidgenössische Kommission für AIDS-Fragen (EKAF) ihre Stellungnahme zur Ansteckungswahrscheinlichkeit bei ungeschütztem Sexualverkehr mit einer/einem Partner/in, deren/dessen Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt, in der Schweizerischen Ärztezeitung veröffentlicht.
Kurz zusammengefasst kommt die EKAF zu dem Ergebnis, dass HIV-Infizierte das Virus über Sexualkontakte nicht weitergeben können, solange folgende Bedingungen erfüllt sind:
die antiretrovirale Therapie wird durch den HIV-infizierten Menschen eingehalten und durch den behandelnden Arzt kontrolliert;
die Viruslast liegt seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze;
es bestehen keine Infektionen mit anderen sexuell übertragbaren Erregern (STD).
Die Schweizer verweisen darauf, dass die Strategie, bei erfolgreicher ART mit stabiler Viruslast unter der Nachweisgrenze auf das Kondom zu verzichten, in eine feste Beziehung gehöre, dass beide Partner über die Bedingungen informiert sein müssen, dass es v.a. mit Blick auf die STDs Regeln für den Umgang mit sexuellen Kontakten außerhalb der Beziehung geben müsse und dass die Entscheidung über den kondomlosen Sex beim HIV-negativen Partner liegen müsse.
Für "anonyme und Gelegenheitskontakte" dagegen empfiehlt die EKAF weiterhin den Kondomgebrauch und verweist insbesondere auf die Eigenverantwortung für die Gesundheit.
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