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  • 17Feb

    Im Epidemiologischen Bulletin 06/2010 vom 15. Februar 2010 hat das Robert-Koch-Institut eine kurze Situationseinschätzung zur Verbreitung des Schweinegrippevirus A/H1N1 für die 5. Kalenderwoche 2010 ausgegeben:

    Nachfolgend der entsprechende Wortlaut:

    Deutschland

    Die Aktivität der ARE ist bundesweit in der 5. Kalenderwoche 2010 leicht angestiegen und liegt wie in der Vorwoche im geringfügig erhöhten Bereich. Die erhöhte ARE-Aktivität kann zurzeit nicht durch einen erneuten Anstieg der Infuenza-Aktivität erklärt werden, sondern scheint eher durch andere Erreger akuter respiratorischer Erkrankungen verursacht zu sein.

    Aktualisierte Antworten auf häufig gestellte Fragen zur “Neuen Grippe” unter:

    http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/FAQ__schweineinfluenza__tab__ges.html

    International, Ergebnisse der europäischen Influenzasurveillance durch EISN

    Die pandemische Erkrankungswelle hat ihren Höhepunkt in Europa überschritten, lediglich in Ost- und Südosteuropa wird für die 4. Kalenderwoche 2010 noch von fünf Ländern über eine mittlere klinische Aktivität berichtet (Bulgarien, Griechenland, Malta, Rumänien und die Slowakische Republik). Griechenland, Malta und die Slowakei medeten einen ansteigenden, Bulgarien und Rumänien einen sinkenden Trend in der Aktivität.

    Weitere Informationen unter:

    http://ecdc.europa.eu/en/Activities/Surveillance/EISN/Pages/home.aspx

    Bericht der WHO

    Weltweit hat die Influenza-Aktivität auf der Nordhalbkugel ihren Höhepunkt überschritten, in vielen Ländern liegen die Werte wieder im Bereich der Hintergrundaktivität. In China liegt die Positivenrate noch bei etwa 30 %, mit in den letzten Wochen abnehmender Aktivität von Influenza A/H1N1 und ansteigender Zahl von Influenza-B-Nachweisen. Aus den gemäßigten Regionen der Südhalbkugel wird lediglich über sporadische Influenzanachweise ohne Anzeichen fortgesetzter Übertragung berichtet.

    Weitere Informationen unter:

    http://www.who.int/csr/don/2010_02_5/en/index.html

    Quelle: Influenza-Wochenbericht für die 5. Kalenderwoche 2010 aus dem RKI in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) und dem NRZ für Influenza am RKI

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  • 16Nov

    Metropolit Seraphim von PiräusAm 19.11.2009 wird vor Gericht über die Klage des Metropoliten von Piräus Serafim gegen den schwulen Aktivisten Leo Kalovyrnas und des Vereins "Synthesis – Aufklärung, Sensibilisierung zu HIV/AIDS" entschieden. Herr Kalovyrnas wird angeklagt, weil er die Äußerungen des Metropoliten zur Ermordung des Schauspielers Nikos Sergianopoulos und seine generelle Haltung zur Homosexualität tadelte. Der Metropolit verlangt eine Million Euro Entschädigung.

    Wie kam es dazu?

    Im Juni 2008 wurde der in Griechenland sehr populäre Schauspieler Nikos Sergianopoulos ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Die spätere Obduktion ergab, dass er mit 21 Messerstichen umgebracht wurde. Der Täter wurde u.a. im Stricher Milieu gesucht, da Sergianopulos vermutlich schwul war. Der später verhaftete Täter gab an, dass er und Sergianopoulos sich kennengelernt hätten und anschließend in dessen Wohnung einige Getränke zu sich genommen haben. Im späteren Verlauf des Abends hätte sich Sergianopoulos ihm unsittlich genähert, daraufhin habe er diesen erstochen.

    Der Metropolit Serafim hatte darauf hingewiesen, dass die Merkmale von Schwulen "moralisch abgestumpft mit psychopathologischen Abweichungen und psychisch krank." seien. "Sie haben einen zwanghaften Drang, ihre psychopathologische Abart zu befriedigen und ihr Rohr, welches zur Beseitigung der Ausscheidungen dient, wird zum Lebensmittelpunkt erhoben". Eine Feststellung des Metropoliten war: "Nikos Sergianopoulos ist selbst Schuld an seiner Ermordung, denn alles spricht dafür, dass er seinen Mörder zum Sex mit ihm gezwungen hat und weil dieser ja nicht "so einer" ist, regte sich dieser "wehrlose" Mörder so sehr auf, dass er sich daraufhin mit mehr als zwanzig Messerstiche zu Wehr setzte.

    Lesben, Schwule und Transgender in Griechenland sind Rechtlose Opfer. Die vorurteilsmotivierte verbale Hassgewalt, die sich gegen die LGBT-Community richtet, geht straffrei aus. Eine ganze Reihe von führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, aus den Bereichen der Politik, der Kirche aber auch der Medien beleidigt und verunglimpft wiederholt Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trangender ohne dafür rechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen.

    Der griechische Lesben- und SchwulenVerband (OLKE) bekundet seine solidarische Unterstützung gegenüber dem Aktivisten Leo Kalovyrnas und der Nichtregierungsorganisation Synthesis – Aufklärung, Sensibilisierung zu HIV/AIDS und wiederholt seine Grundsatzforderung: Die Schließung der vorhandenen Gesetzeslüke mit der Erweiterung des Gesetzes 927/1979. Dadurch werden u.a. Lesben, Schwule Bisexuelle und Transgender vor Hasspredigten, Propaganda, Ausgrenzungen, Beleidigungen, direkte und indirekte Gewaltanwendungen geschützt.

    Wir sind davon überzeugt, dass mit der Minderung der Hasspredigten eine Abnahme der vorurteilsmotivierten, verbalen Hassgewalttaten erreicht wird.

    Pressemitteilung des griechischen Lesben- und Schwulenverbandes (OLKE) vom 14. November 2009

    Die Internetseiten des griechischen Lesben- und Schwulenverbandes (OLKE) erreicht ihr unter: www.olke.org

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  • 25Sep

    Pressemitteilung der Medizinischen Hochschule Hannover vom 25.09.2009

    Kompetenznetz Hepatitis und Hannover Clinical Trial Center der MHH mit weltweit größter Hepatitis D-Studie gestartet/ Erste europäische Studie nach dem neuen, vereinfachten VHP-Zulassungsverfahren

     Für eine bessere Therapie der Hepatitis D, der schwerwiegendsten aller viralen Lebererkrankungen, haben das Kompetenznetz Hepatitis (Hep-Net), ein Projekt der Deutschen Leberstiftung, und das Hannover Clinical Trial Center (HCTC), eine Ausgründung der Medizinschen Hochschule Hannover (MHH), jetzt eine neue internationale Studie gestartet. Die HIDIT II-Studie ist die weltweit größte randomisierte Studie zu Hepatitis D und zugleich die erste Studie in Europa, die nach der neuen EU-weiten “freiwilligen Harmonisierungsprozedur” (Voluntary Harmonisation Procedure, VHP) für klinische Prüfungen zugelassen wurde. An der von PD Dr. Heiner Wedemeyer und Professor Dr. Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung und Direktor der MHH-Klinik für Gastronenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, initiierten Studie nehmen Hepatologie-Zentren aus Deutschland, Rumänien, Griechenland und später auch aus der Türkei mit insgesamt 120 Patienten teil.

    Die “freiwillige Harmonisierungsprozedur” (VHP) für klinische Prüfungen ist ein neues Verfahren innerhalb der EU, das die Zulassung europaweiter medizinische Studien stark vereinfacht und beschleunigt. Die von den 25 nationalen Medizinbehörden der EU eingesetzte “Clinical Trial Facilitation Group” ermöglicht jetzt mit der VHP eine gemeinsame koordinierte wissenschaftliche Bewertung einer eingereichten Studie. Bislang hatte jede angefragte nationale Genehmigungsbehörde einzeln die Bewertung vorgenommen, was für den Antragsteller einen erheblichen bürokratischen und zeitlichen Aufwand bedeutete. Aufgrund des neuen Prüfverfahrens wurde die HIDIT II-Studie in den beteiligten Ländern in nur drei Monaten bewilligt. Das Paul-Ehrlich Institut in Langen koordiniert die VHP europaweit. (Weitere Informationen unter http://www.pei.de/ct-vhp)

    Professor Dr. Heiko von der Leyen, Geschäftsführer des Hannover Clinical Trial Center, bewertet die neue freiwillige Harmonisierungsprozedur (VHP) denn auch als einen “Meilenstein, um den Menschen in Europa schneller mit neuen innovativen Therapien helfen zu können.” Das neue Verfahren trage außerdem wesentlich dazu bei, einen Wettbewerbsnachteil Europas im Bereich der Zulassung medizinischer Studien gegenüber den USA abzubauen.

    HIDIT II

    Die HIDIT II-Studie baut auf die 2004 bis 2006 durchgeführte HIDIT I-Studie auf, die das Hep-Net mit griechischen und türkischen Hepatologie-Zentren durchführte. HIDIT I zeigte, dass rund ein Viertel aller Hepatitis D-Patienten mit Interferon geheilt werden kann. Das Ziel der neuen HIDIT-Studie ist es zu klären, ob Interferon in Kombination mit dem 2008 für die Therapie der Hepatitis B zugelassenen Medikament Tenofovir zu höheren Heilungsraten führt. “Hepatitis D wird von Medizinern oft unterschätzt, u.a. weil die Krankheit in Deutschland zu über 80 Prozent Migranten betrifft”, sagt PD Dr. Heiner Wedemeyer, Oberarzt der MHH-Klinik für Gastronenterologie, Hepatologie und Endokrinologie und Koordinator der Studie. “Ich bin sehr froh, dass wir durch diese europäische Studie ein wenig beachtetes, aber für die betroffenen Menschen sehr gravierendes medizinisches Problem in Zukunft hoffentlich besser behandeln können.”

    Hepatitis D 

    Mit dem Hepatitis D-Virus sind weltweit zehn bis 20 Millionen Menschen infiziert. Relativ weit verbreitet ist HDV unter anderem in Teilen Afrikas, Südamerikas und Ost- und Südosteuropas. Eine Hepatitis D-Virusinfektion geht immer mit einer Hepatitis B-Virusinfektion einher, weil das Hepatitis D-Virus das Hepatitis B-Virus zur Vermehrung benötigt. Die Entwicklung zur Leberzirrhose verläuft bei der Hepatitis D sehr schnell. Viele Hepatitis D- Patienten entwickeln außerdem einen Leberkrebs.

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