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  • 13Mrz

    Dr. Andreas Korn-Müller informiert über das HI-Virus

    Das menschliche Immunsystem und das HI-Virus - diesen Zusammenhang untersucht Dr. Andreas Korn-Müller in seiner spannenden Biochemie-Show im Bayer-Kommunikationszentrum (BayKomm) in Leverkusen. Am Mittwoch, 17. März 2010, 19:00 Uhr geht der freiberufliche Chemiker, Entertainer, Autor und "Wissenschafts-Vermittler" dabei Fragen zum Funktionieren des Immunsystems oder dem Aufbau des HI-Virus nach und analysiert Unterschiede zwischen Fresszellen und Killerzellen. Außerdem stellt er Antikörpertests und Möglichkeiten der antiviralen Therapie für HIV vor. Dr. Andreas Korn-Müller wurde für seine fulminanten Wissenschafts- und Experimentalshows, in denen er Chemie nicht selten als Happening inszeniert und so auch Laien für Naturwissenschaften begeistert, bereits mehrfach ausgezeichnet.

    Der Eintritt zu der Biochemie-Show "Kampf des Immunsystems", die sich an Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene richtet, ist frei. Tickets gibt es online unter www.baykomm.bayer.de oder telefonisch unter 0214/ 30 50 100.

    Das BayKomm ist montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr und sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet und bietet in dieser Zeit kostenlose Führungen durch die Themenräume an, sonntags auf Wunsch auch Führungen für Kinder im Grundschulalter.

    Mehr Informationen finden Sie unter www.bayer.de

    Quelle: Presseinformation der Bayer AG vom 10. März 2010

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  • 13Feb

    Ungeschützte Liebe hält für die Ewigkeit – plakative Motive “Jugend und HIV” der Michael Stich Stiftung

    Die Michael Stich Stiftung startet am 16. Februar 2o1o einen Plakat-Flight mit ihrer Aufklärungskampagne “Jugend und HIV”. Mit Unterstützung von JCDecaux, Europas größtem Unternehmen für Außenwerbung und Stadtmöblierung, will die Stiftung auf zahlreichen City-Light-Postern vor allem Jugendliche auf das Thema HIV aufmerksam machen.

    Das aktuelle CLP-Motiv widmet sich gezielt der Thematik “Jugend und HIV” und spielt mit den Tabus Sexualität und Tod. Das Plakat mit jungen Pärchen macht auf außergewöhnliche Art und Weise darauf aufmerksam, dass ungeschützter Sex der häufigste Übertragungsweg der Krankheit ist. Schlüsselfaktor des Anzeigenmotivs ist das Wissen über die Krankheit und ihre Übertragungswege, denn nur auf diese Weise kann jeder sich selbst und den Partner vor einer Ansteckung schützen.

    Die komplette Motivreihe besteht aus den drei Motiven “Friedhof”, “Leichenhalle” sowie dem auf CLP zum Einsatz kommenden Motiv “Schlafzimmer”. Die Plakate sollen HIV/AIDS wieder verstärkt in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken und die Gesellschaft auffordern, sich zu informieren. Entwickelt und umgesetzt wurden die Motive gemeinsam mit der Hamburger Werbeagentur kempertrautmann und dem Fotografen Oliver Lassen.

    Dank einer kostenlos zur Verfügung gestellten Lagerfläche des Hamburger Secur Selfstorage Selbstlagerzentrums konnten die begehrten City-Light-Poster “Verkehrstote”, die zuletzt im Dezember 2009 aushingen, eingelagert werden. Interessierte können die Poster im Format 1,20 m x 1,75 m über die Michael Stich Stiftung bestellen – solange der Vorrat reicht.

    JCDecaux unterstützt die Michael Stich Stiftung seit 2008 mit deutschlandweiten Kampagnen auf seinen CityLight-Postern und -Boards.

    Michael Stich Stiftung

    Seit 1994 unterstützt Michael Stich mit seiner Stiftung HIV infizierte und an AIDS erkrankte Kinder in Deutschland. Die Hilfe reicht von der ersten Babyausstattung üner Kinderzimmereinrichtungen, Brillen und Zahnspangen bis hin zu Mitgliedschaften in Sportvereinen oder Musikschulen sowie vielen anderen Herzenswünschen der Kinder. Aber auch Arzt-, Krankenschwester-, Therapeuten- und Pädagogenstellen werden aus den Spenden finanziert. Neben der Hauptaufgabe, betroffenen Kindern “ein Lachen zu schenken”, engagiert sich die Michael Stich Stiftung seit einiger Zeit verstärkt in der Prävention und Aufklärung über HIV und AIDS. Mit Veranstaltungen an Schulen sowie Anzeigenmotiven und Kino-/TV-Spots sollen die Menschen aufgefordert werden, sich mit der Krankheit auseinander zu setzen.

    JCDecaux

    JCDecaux ist weltweit das größte Unternehmen für Stadtmöbilierung und Transportwerbung und das führende Außenwerbeunternehmen Europas. In Deutschland ist das Unternehmen seit über 25 Jahren erfolgreich tätig. Zahlreiche Innovationen wurden auf Initiative von JCDecaux am deutschen Außernwerbemarkt eingefüht, u. a. City-Light-Poster, City-Light-Boards oder vollautomatische Toilettenanlagen. Das Unternehmen ist in vielen wichtigen deutschen Städten mit eigenen Werbenetzen vertreten und bietet als einziger Außenwerber Deutschlands eine direkte Einbindung in weltweite Außenwerbenetze. Mehr Informationen unter www.jcdecaux.de.

    kempertrautmann gmbh

    Die im Jahre 2004 von André Kemper und Michael Trautmann gegründete Werbeagentur kempertrautmann arbeitet u. a. für: Audi, Axel Springer (Hamburger Abendblatt), BRAX, Carglass, comdirect Bank, Corny, Dextro Energy, Gigaset Communications, hagebaumarkt, edding, Gaggenau, Görtz, Grohe, Henkel AG & Co. KGaA (Taft), Media-Saturn (Media Markt), MTV Networks (Comedy Central), Paulaner, s.Oliver und Vaillant. Die Agentur beschäftigt über 100 feste Mitarbeiter und hat neben der 2008 gegründeten Designagentur loved einen Ableger in Berlin.

    Weitere Informationen so wie die aktuellen Plakate sind unter dem folgenden Link bei der Michael Stich Stiftung abrufbar:

    Anzeigenkampagne der Michael Stich Stiftung

    Quelle: Pressemitteilung der Michael Stich Stiftung im Februar 2010

    Foto: Plakat der Aufklärungskampagne der Michael Stich Stiftung

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  • 27Nov

    Bastian Grewe - Ruhr-Uni BochumFörderpreis der Sophia und Fritz Heinemann Stiftung

    Das Aids-Virus HIV nutzt menschliche Zellen, um sich zu vermehren. Am Ende des Prozesses steht dabei die Freisetzung neuer Viruspartikel aus der Wirtszelle. Diese neuen Viren enthalten die komplette Erbinformation, die im Zellkern der Wirtszelle vervielfältigt wird - aber wie genau läuft diese “Verpackung” des Erbguts ab? Diese grundlegende Frage ergründet Bastian Grewe in der Abteilung für Molekulare und Medizinische Virologie der Ruhr-Universität (Prof. Dr. Klaus Überla). Für seine Forschungsarbeiten erhielt er den diesjährigen Förderpreis der von der Dresdner Bank AG betreuten Bochumer Sophia und Fritz Heinemann Stiftung. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

    HIV nutzt Zellbestandteile für seine Zwecke

    Die Forscher sind den Details der Vermehrung des HI-Virus schon lange auf der Spur. Fest steht, dass neue Viruspartikel an der äußeren Hülle der Wirtszelle, der Plasmamembran, freigesetzt werden. Das Erbgut, das im Zellkern vervielfältigt wird, muss also durch die Zellflüssigkeit (Zytoplasma) zur Membran gelangen und dort in neue Viruspartikel verpackt werden, bevor sie freigelassen werden und weitere Zellen infizieren. Diese Vorgänge funktionieren Studien der Arbeitsgruppe zufolge ausschließlich dann reibungslos, wenn das Virusprotein Rev anwesend ist. “Es ist wahrscheinlich, dass das Virus daneben noch Bestandteile der Wirtszelle für seine Zwecke einspannt”, erklärt Bastian Grewe seinen Forschungsansatz. In den Blickpunkt gerückt sind dabei so genannte miRNA-Moleküle. Diese kleinen Moleküle regulieren normalerweise die Produktion von Proteinen in der Zelle nach dem Bauplan der DNA im Zellkern. “Es gibt aber Hinweise, dass die miRNA auch bei der Entstehung viraler Proteine oder beim Verpackungsprozess bedeutsam ist”, so Bastian Grewe.

    Suche nach verdächtigen Überbleibseln

    Um das herauszufinden, will er verschiedene Untersuchungen durchführen. “Einerseits interessiert es uns, ob sich in den neuen Viruspartikeln miRNA-Moleküle wiederfinden, die mit verpackt worden sind”, erklärt er. “Wenn ja, ist das ein Zeichen dafür, dass es eine Interaktion mit miRNA-Molekülen beim Verpacken gibt.” Falls miRNA innerhalb der Zelle bei der Herstellung viraler Proteine eine Rolle spielt, müsste sich das anhand der so genannten Processing Bodies (P-Bodies) nachweisen lassen, wohin miRNA-gebundene Moleküle in der Regel transportiert werden. Dort müssten also auch Virusbestandteile landen, falls sie mit miRNA assoziieren. Daher will Bastian Grewe auch P-Bodies unter die Lupe nehmen und auf virale Bestandteile untersuchen.

    Modulares Untersuchungssystem erlaubt Rückschlüsse

    Für die Untersuchungen besonders vorteilhaft ist, dass die Forscher über ein modulares System verfügen, das es ihnen erlaubt, die Prozesse jeweils mit dem Protein Rev und ohne es zu überprüfen. “Da die Verpackung von viraler Erbinformation in neue Viruspartikel nur mit Rev funktioniert, erwarten wir, dass wir in Abwesenheit von Rev auch kein Virusgenom in den P-Bodies der Wirtszelle finden werden und keine miRNA in Viruspartikeln”, erläutert Bastian Grewe. “Finden wir dies aber in Anwesenheit von Rev, dann können wir daraus schließen, dass miRNA bei der Vermehrung von HI-Viren eine Rolle spielt.”

    Quelle: Pressemitteilung der Ruhr-Universität Bochum vom 26. November 2009 (Presseinfo 388)
    Foto: Ruhr-Universität Bochum

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  • 20Okt

    In meinen Artikeln Wissenschaftler melden Durchbruch bei der Entwicklung einer HIV-Schutzimpfung (Teil 1) und Wissenschaftler melden Durchbruch bei der Entwicklung einer HIV-Schutzimpfung (Teil 2) berichtete ich bereits im September 2009 über die Erfolge bei der Entwicklung einer HIV-Schutzimpfung in Thailand.

    conference_2009_logoVom 19. bis 22. Oktober 2009 findet in Paris die diesjährige AIDS-Konferenz statt. Auf dieser Konferenz wurden die Studienergebnisse zu einem möglichen Impfstoff gegen Aids aus Thailand analysiert. Hier wurden die entsprechenden Studienergebnisse auch relativiert.

    Die vollständigen Ergebnisse der Impfstudie aus Thailand zeigten einen nur “bescheidenen” Erfolg, meinten Experten, die sich die vorliegenden Ergebnisse angesehen hatten. Von 16.000 Testpersonen hätten sich ohnehin nur 125 mit dem Aids-Virus HIV angesteckt, davon 51 mit Impfung und 74 ohne Impfung. Eine recht kleine Gruppe, wie Wissenschaftler bemängelten. Die Testteilnehmer seien zudem größtenteils Heterosexuelle mit relativ geringem Ansteckungsrisiko gewesen.

    Die Kollegen in Thailand hatten vor einem Monat von einer Wirkstoffkombination berichtet, die bis zu 30 Prozent Wirksamkeit zeige, ohne das klar wäre, wie genau dieser Schutz funktioniere. Die Medien hatten dies weltweit als einen ersten Durchbruch gefeiert. Aids-Forscher konkretisierten in Paris: Für die Wissenschaft mag es ein Durchbruch gewesen sein, nicht aber für das Gesundheitswesen.

    Also war alles offenbar nur ein Sturm im Wasserglas.

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  • 25Sep

     

    HI-VirusZu der Pressemitteilung aus Bangkog (siehe meinen Bericht "Wissenschaftler melden Durchbruch bei der Entwicklung einer HIV-Schutzimpfung (Teil 1)" hier einmal ein paar offizielle Stellungnahmen:

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    Weltgesundheitsorganisation WHO und UN-Aidsprogramm UNAIDS

     

    Trotz der "mäßigen" Wirksamkeit von rund 30 Prozent wecke das Präparat Hoffnungen für die Impfstoffforschung, schreiben WHO und UNAIDS. Ein sicherer und hocheffektiver HIV-Impfstoff könne Wirklichkeit werden. Allerdings sei noch viel Arbeit zu tun, um die Daten zu analysieren und den Schutz-Mechanismus des Impfstoffes besser zu begreifen. Derzeit sei eine Zulassung des Impfstoffes noch nicht möglich. Die Untersuchung ist eine Phase-III-Studie, die die Wirksamkeit des Impfstoffes an vielen Menschen prüft.

    Die ausführliche Pressemitteilung in englischer Sprache erreicht ihr über den folgenden Link:

    Largest ever HIV vaccine trial results very encouraging

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    Deutsche Aids-Stiftung

     

    Die deutsche Aids-Stiftung begrüßte die erstmals nachgewiesene Wirkung eines HIV-Impfstoffs als "bemerkenswert". Dies werde die weitere AIDS-Impfstoffforschung beflügeln, sagte der Geschäftsführende Vorstand Ulrich Heide. "Die Stimmen, die an der Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes zweifeln, werden künftig nicht mehr dominieren."

    Den ausführlichen Kommentar der Deutschen Aids-Stiftung erreicht ihr über den folgenden Link:

    Schutzwirkung von HIV-Impfstoff-Kombination erstmals bei Menschen belegt

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    Prof. Jürgen Rockstroh von der Universitätsklinik Bonn (Präsident der deutschen Aids-Gesellschaft)

     

    Im 3sat-Wissenschaftsmagazin vom 24.09.2009 18:30 Uhr warnte Prof. Rockstroh davor, das Ergebnis der Studie zu überschätzen. Er sagte: "Die Studie ist ein positives Signal, aber bis wir einen Schutz für alle haben - was man ja von einer Impfung erwartet - werden noch viele Jahre vergehen, falls es überhaupt je gelingt."

    Das komplette Interview mit Prof. Rockstroh so wie weitere Informationen aus der Sendung findet ihr über folgenden Link auf der Homepage von 3sat.online:

    HIV-Impfstoff wirkt bei einigen Testpersonen

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    Regensburger Mikrobiologe und Aids-Forscher Ralf Wagner

     

    In einem Interview beim Deutschlandradio Kultur nahm der Regensburger Mirkobiologe und Aids-Forscher Ralf Wagner wie folgt Stellung zu dem Thema:

    Wagner weiter: Zwar veränderten sich die HI-Viren fortwährend. Doch könne man diesem Problem begegnen, indem man – ähnlich wie bei der Grippe – "saisonale Impfstoffe" entwickle. Er rechne jedoch damit, dass bis zu einem großflächigen Einsatz eines HIV-Impfstoffes "noch mindesten fünf bis zehn Jahre ins Land gehen werden." "Ein Schutz von nahezu 30 Prozent – das kann man als Durchbruch bezeichnen. Auch wenn wir damit sicherlich noch nicht den Impfstoff in der Hand haben, der in der Breite und in der Vielfalt schützt." Historisch betrachtet, sei es dennoch ein großer Erfolg. Einen Impfstoff zu entwickeln, der 80 bis 90 Prozent der Geimpften schütze, halte er allerdings für ein "sehr ehrgeiziges Ziel". Er gehe davon aus, so Wagner, dass der in Thailand auf die dortigen HIV-Typen B und E abgestimmte Impfstoff auch die Menschen in Deutschland vor einer Infektion schützen könne . Für den in Afrika vorkommenden Typus C dagegen könne sich der entwickelte Stoff möglicherweise als wenig erfolgreich erweisen.

    Den gesamten Bericht zur Sendung erreicht über den folgenden Link zum Deutschlandradio Kultur:

    Aidsforscher: Durchbruch bei HIV-Impfstoff

    Zusätzlich habe ich das komplette Interview mit Ralf Wagner nachfolgend einmal als MP3-Datei zur Verfügung gestellt:

    Interview mit Ralf Wagner beim Deutschlandradio Kultur am 24.09.2009

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    Und hier einmal eine kleine Linksammlung zu online veröffentlichten Pressemitteilungen zum Thema:

     

    The New York Times – 24.09.09 – For First Time, AIDS Vaccine Shows Some Success

    FOCUS online Gesundheit – 24.09.09 – 09:37 Uhr – Neue Hoffnung auf Impfstoff

    Tagesschau.de – 24.09.09 – 17:56 Uhr – Neuer AIDS-Impfstoff weckt Hoffnung

    MSN-Nachrichten – dpa-Nachricht – 24.09.09 – 18:27 Uhr – Erster Erfolg bei Aids-Impfstoffen
     
    Frankfurter Allgemeine FAZ.NET – 25.09.09 – Meilenstein auf dem Weg zum Aids-Impfstoff
     
    Welt Online – 25.09.09 – 04:00 Uhr – Großer Erfolg bei Suche nach dem Aids-Impfstoff 
     
    Hamburger Abendblatt – 25.09.09 – 06:00 Uhr – Der erste Erfolg: Forscher finden Wirkstoff gegen Aids
     

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  • 24Sep

    Mit dem heutigen Tage haben Wissenschaftler einen Durchbruch bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Immunschwächekrankheit Aids gemeldet.

    Dazu wurde den Journalisten heute in Bangkog von den Wissenschaftlern auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass der Impfstoff das Infektionsrisiko mit die HI-Virus um 1/3 reduziert.  Der Impfstoff wurde dabei in Rahmen des weltweit größten Impftestes an 16.000 Personen getestet. Durchgeführt wurde der Test vom thailändischen Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit der US-Armee.

    Oberst Jerome Kim von vom HIV-Forschungsprogramm der US-Armee sagte zu dem Forschungsergebnis dass es damit zum ersten Mal gelungen sei zu beweisen, dass eine Impfung gegen den HIV-Virus schützen kann. Mit dem Test sei auch die Hoffnung berechtigt, dass eines Tages ein Impfstoff vorhanden sei, der weltweit gegen das HI-Virus wirksam schützen kann.

    Für diesen Test wurden zwei alte Impfstoffe genutzt, die einzeln keine Wirkung zeigten. Bei den Impfstoffen handelt es sich um ALVAC von der Firma Sanofi-Aventis und AIDSVAX von der Firma VaxGen Inc.. Diese Impfstoffe wurden für den Test kombiniert und seit Oktober 2003 an Freiwilligen aus zwei thailändischen Provinzen getestet. Nach Angaben der Wissenschaftler wurde das Infektionsrisiko dabei um 31,2 Prozent minimiert.

    Zu dieser Mitteilung äußerte sich Prof. Dr. Brockmeyer vom Kompetenznetz HIV und Aids von der Universtitätsklinik Bochum in der Presse wie folgt:

    Das Ergebnis dieser Studie sei durchaus als wegweisender Erfolg zu sehen. Vor zu viel Euphorie ist jedoch zu warnen, da der Impstoff nur gegen eine Unterart von HI-Viren schützt. In der Praxis ist festzustellen, ob der Wirkstoff für die westlichen Länder überhaupt geeignet ist. Gleichwohl ist der Impfstoff für Länder mit einer hohen Infektionsrate sicher der erste Schritt, die Neuinfektionen zu minimieren.

    Es ist auch darauf hinzuweisen, dass der Impfstoff keine Heilung von bereits HIV-Infizierten bedeutet. Der Impfstoff ist nur zur Prophylaxe, das heißt zum Schutze vor einer HIV-Infektion wirksam.

     

    Den Originalpressebericht der New York Times in englischer Sprache findet ihr unter dem folgenden Link: http://www.nytimes.com/2009/09/25/health/research/25aids.html?_r=2&hp

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  • 23Sep

    Der Schweizerische Nationalfond zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung hat am heutigen Tage in Bern die folgende Pressemitteilung herausgegeben. Da ich mich in früheren Artikeln bereits mit dem Thema EKAF usw. beschäftigt habe, möchte ich diesen Artikel zur Schweizer Rechtssprechung hier veröffentlichen.

    Gerichtsurteile stehen im Spannungsverhältnis zur HIV-Prävention

     

    Laut Strafrecht macht sich ein HIV-positiver Mensch strafbar, der durch ungeschützte sexuelle Kontakte die Verbreitung von Aids riskiert – auch wenn die andere Person freiwillig mitmacht und von der Erkrankung weiss. Damit bürden die Gerichte die Verantwortung für die Aids-Prävention oft einseitig den HIV-positiven Menschen auf. Zu diesen Ergebnissen kommt eine vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Studie.

    Ein HIV-positiver Mensch, der über ungeschützte sexuelle Kontakte die Übertragung des Virus auf einen anderen Menschen riskiert und so dessen Erkrankung an Aids in Kauf nimmt, macht sich aufgrund der schweizerischen Strafgesetzbuch-Artikel 122 ff. (Körperverletzung) und 231 (Verbreitung gefährlicher Krankheiten) strafbar. Im letzten Jahrzehnt haben die gerichtlichen Verurteilungen solcher Fälle zugenommen; hinsichtlich ihrer Anzahl steht die Schweiz zusammen mit Schweden und Österreich im europäischen Vergleich an der Spitze.

    Die beiden Juristen Kurt Pärli (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) und Peter Mösch Payot (Hochschule Luzern) haben nun – unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds und in Kooperation mit der Aids-Hilfe-Schweiz – die im Zusammenhang mit HIV und Aids von kantonalen Gerichten und vom Bundesgericht gefällten Strafurteile ausgewertet. Von 1990 bis heute kam es in insgesamt 39 Fällen zu 51 Strafurteilen. 36 Fälle betrafen die Übertragung von HIV durch ungeschützte sexuelle Kontakte, die fast alle freiwillig erfolgten. Auffällig ist, dass 31 der untersuchten Fälle heterosexuelle und nur fünf homosexuelle Kontakte betrafen.

    Gerichte machen HIV-Positive einseitig verantwortlich

     

    Bei insgesamt 21 der 39 untersuchten Fällen kam jeweils Art. 231 StGB (Verbreitung gefährlicher Krankheiten) zum Tragen. Diese Verurteilungen erfolgen – anders als bei den Körperverletzungsdelikten – auch dann, wenn die ungeschützten sexuellen Kontakte von beiden Personen freiwillig und im Wissen um den HIV-positiven Status des einen Sexualpartners stattfinden.

    Kurt Pärli und Peter Mösch Payot stellen fest, dass die Gerichte bis vor kurzem die zum Teil sehr geringe Wahrscheinlichkeit, sich über einmalige ungeschützte sexuelle Kontakte anzustecken, bei der Urteilsfindung nur beschränkt berücksichtigen. Bemerkenswert ist aber, dass die neuen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten, die eine HIV-Infektion unter bestimmten Voraussetzungen höchst unwahrscheinlich machen, in ersten Urteilen zu Freisprüchen geführt haben, so etwa im Kanton Genf.

    Autoren empfehlen Streichung des StGB-Artikel 231 (Verbreitung gefährlicher Krankheiten)

     

    Die heutige Rechtspraxis führt aus Sicht der Autoren zur Diskriminierung HIV-positiver Menschen, weil diese auch in Fällen, in denen beide Sexualpartner um den positiven HIV-Status des einen Partners wissen, einseitig für eine mögliche Ansteckung verantwortlich gemacht werden. Damit widerspricht die Rechtspraxis der schweizerischen Aids-Präventionspolitik und deren Botschaft, dass beide Sexualpartner gleichermassen verantwortlich sind. Sie ermuntert HIV-positive Menschen nicht, mit ihrem Gesundheitszustand offen umzugehen, sondern verleitet sie dazu, diesen zu verbergen.

    Bei den Fällen, in denen Art. 231 StGB zum Tragem kam, betrug das Strafmass je nach Kanton zwischen zwei und vier Jahren Freiheitsstrafe. Kurt Pärli und Peter Mösch Payot stufen dieses Mass als zu hoch ein; zudem würden die föderalistisch bedingten Unterschiede der Strafen dem Grundsatz der Gleichbehandlung widersprechen. Sie empfehlen, Art. 231 StGB – international gesehen eine Besonderheit des schweizerischen Strafrechts – zu streichen. Sie gehen damit einen Schritt weiter als die Massnahmen, die im Rahmen der gegenwärtigen Revision des Epidemiegesetzes diskutiert werden. Diese sehen nur eine Abschwächung des besagten Artikels vor.

    Weitere Information zu diesem Thema sind auf der Homepage www.snf.ch des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung zu finden. So ist unter dem folgenden Link ein interessanter Schlussbericht zum strafrechtlichen Umgang bei HIV/Aids in der Schweiz im Lichte der Anliegen der HIV/Aids-Prävention als PDF-Dokument zu finden:

    http://www.snf.ch/SiteCollectionDocuments/medienmitteilungen/mm_180909/mm_180909_NF-HIV-Strafrecht-Schlussbericht.pdf

    Zusätzlich empfehle ich euch folgende, von mir bereitgestellten, Artikel zu diesem Thema:

    Keine Viruslast = Keine HIV-Übertragung? Stellungnahme der EKAF (Eidgenössische Kommission für AIDS-Fragen)

    Keine Viruslast = Keine HIV-Übertragung? Studie zur Viruslast und Medikamentenspiegel im Enddarm

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  • 28Aug

    Noch nie lebten in Nordrhein-Westfalen so viele Menschen mit dem HI-Virus wie zurzeit. Darauf wies heute die AIDS-Hilfe NRW anlässlich ihrer Jahrespressekonferenz in Düsseldorf hin. Die lebensverlängernden Medikamente für HIV-Positive und die konstante Zahl an Neuinfektionen bedingten, dass die Zahl von 14.000 Menschen mit HIV in NRW kontinuierlich wachse, so Klaus-Peter Schäfer, stellvertretender Landesvorsitzender der AIDS-Hilfe NRW. Dem begegne die Aidshilfe mit innovativen Ideen und Projekten.

    Der chronische Krankheitsverlauf und die soziale Situation stellten die Aidshilfen vor immer neue Herausforderungen. “Hierauf reagieren unsere Mitgliedsorganisationen beispielsweise mit Wohnprojekten für wohnungslose HIV-Positive oder Erkrankte, die nicht mehr allein wohnen können”, erläutert Landesgeschäftsführer Dirk Meyer. Neue Arbeitsprojekte ermöglichten HIV-Positiven, die sich vor dem Hintergrund der verlängerten Lebensperspektive einen Wiedereinstieg ins Berufsleben wünschten, Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote. 42 Aidshilfen und Selbsthilfevereine in ganz NRW böten Menschen mit HIV eine gute Infrastruktur.

    Auch in der Primärprävention trage man der Tatsache, dass die Lebensqualität der Menschen mit HIV stetig verbessert werde, Rechnung. Das im vergangenen Jahr gestartete Projekt “Beratung und Test (BuT)” leiste Hilfestellung, das Risiko der am meisten von HIV betroffenen Gruppe der Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), besser einschätzen zu können, sich über HIV und andere Krankheiten umfassend zu informieren und ggf. durch einen HIV-Schnelltest frühzeitig von einer möglichen HIV-Infektion zu erfahren.

    Die Mitgliedsorganisationen der AIDS-Hilfe NRW hatten im Jahr 2008 insgesamt rund 330.000 primärpräventive Kontakte. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 10%. Insgesamt erreichten sie mit ihren Angeboten der Prävention, Beratung und Betreuung etwa 343.000 Menschen.

    In Nordrhein-Westfalen leben zur Zeit etwa 14.000 HIV-positive Menschen; bundesweit sind es etwa 63.500. 2008 wurden 735 neue HIV-Diagnosen gemeldet, der Anteil der MSM liegt hier bei 69%. Etwa 1.700 Menschen in NRW sind an Aids erkrankt, 130 Menschen mit HIV und Aids sind 2008 in NRW gestorben.

    Weitere Informationen hierzu könnt ihr über folgenden Link auf der Homepage der AIDS-Hilfe NRW e. V. erhalten:

    AIDS-Hilfe NRW e. V.

     

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