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Monatsarchiv

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  • 26Nov

    Menschen mit HIV und Aids nicht alleine lassen – das ist die wichtigste Botschaft des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember 2009. Dieser Botschaft fühlen sich auch die Ärzte und Wissenschaftler der Janssen-Cilag GmbH verpflichtet. Der Unternehmensbereich Tibotec, Division of Janssen-Cilag, ist auf Virologie spezialisiert und forscht nach neuen Medikamenten, welche die Lebensqualität von Patienten mit HIV weiter verbessern und ihr Leben verlängern können. Denn im Kampf gegen das Virus ist intensive Forschung weiterhin lebenswichtig.

    Jährlich sterben weltweit über zwei Millionen Menschen an Aids, rund 33 Millionen sind HIV-infiziert. In Deutschland stecken sich jedes Jahr 3.000 Menschen neu mit dem HI-Virus an. Bis heute ist die Krankheit nicht heilbar. Doch innovative Medikamente ermöglichen den Patienten ein weitgehend normales Leben.

    “Die medizinische Forschung hat für die HIV- und Aidstherapie in den letzten Jahren viel erreicht. Trotzdem dürfen die großen Erfolge nicht darüber hinweg täuschen, dass es noch viel zu tun gibt”, weiß Professor Dr. Günter Huhle, Vice President Medical & Scientific Affairs bei Janssen-Cilag. “Insbesondere die Behandlung infizierter Frauen, Mütter und Kinder muss optimiert werden. Für diese Patientengruppen ist die Infizierung mit dem HI-Virus in vielen Fällen noch ein Tabu-Thema – und das auch immer noch in medizinisch hoch entwickelten und aufgeklärten Ländern wie Deutschland. Hier wollen wir genau hinschauen und unsere Expertise als forschendes Pharmaunternehmen einbringen. Mit unserem seit Sommer 2009 zugelassenen Arzneimittel für die Therapie infizierter Kinder leisten wir unseren Beitrag im Bereich HIV und Pädiatrie,” so Professor Dr. Huhle.

    Frauen und Mütter

    Auch wenn inzwischen viele Studien darauf hinweisen, dass die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) bei Frauen ebenso wirksam ist wie bei Männern – es besteht immer noch dringender Forschungsbedarf. Frauen sind in wissenschaftlichen Studien immer noch unterrepräsentiert, so dass für sie keine differenzierten Dosierungsempfehlungen abgeleitet werden können. Hinweise auf ein unterschiedliches Nebenwirkungsspektrum bei Frauen und Männern mehren sich.

    Ein weiteres wichtiges Thema entsteht für den Zusammenhang HIV und Schwangerschaft. Obwohl Forscher sich eingehend mit der Übertragung des Virus von der Mutter auf das Kind beschäftigt haben, sind die Übertragungswege nicht abschliepend geklärt. Durch den Einsatz von HIV-Medikamenten gelingt es heute aber, das Übertragungsrisiko für das Kind auf unter zwei Prozent zu reduzieren.

    HIV-positive Kinder

    Kinder- und Jugendärzte warten dringend auf neue Therapien für ihre jungen Patienten. “Da sich die HIV-Infektion von Kindern bezüglich Infektionsweg, Virusdynamik, Reife des Immunsystems und des natürlichen Verlaufes von der Infektion des Erwachsenenalters unterscheidet, ist eine auf das Kindesalter abgestimmte Therapie erforderlich. Nach wie vor infizieren sich Kinder mit HIV auch in Deutschland. Sie haben viel weniger Therapieoptionen als Erwachsene”, erklärt Dr. Christoph Königs, Universitätsklinikum Frankfurt.

    Seit 2009 hat das Neusser Pharmaunternehmen ein Medikament mit der Zulassung für Kinder ab sechs Jahren. Darüber hinaus unterstützt Janssen-Cilag seit Jahren das Engagement und die Aufklärungsaktivitäten von PENTA, einer weltweiten Organisation für HIV-infizierte Kinder.

    Altersassoziierte Erkrankungen und HIV

    Eine große Herausforderung ist auch der Zusammenhang zwischen HIV und altersassoziierten Erkrankungen. Dank der wirksamen Therapie werden die HIV-Patienten immer älter. Ein höheres Lebensalter geht mit einem erhöhten Risiko für altersassoziierte Erkrankungen wie kardiovaskuläre- und Stoffwechselerkrankungen einher. Die Infektion beschleunigt den Alterungsprozess und HIV-Infizierte haben ein noch höheres Risiko für die Krankheiten. Das macht die komplexe Behandlung älterer HIV-Patienten noch komplizierter. Auch hier kann und muss die Pharmaforschung in der Zukunft einen wesentlichen Beitrag leisten.

    Quelle: Pressemitteilung von Janssen-Cilag GmbH vom 26. November 2009

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  • 02Nov

    Barack Obama - Quelle: WikipediaAb 01.01.2010 haben auch HIV-Positive und an Aids Erkrankte freie Einreise in die Vereinigten Staaten, ohne dass entsprechende Sonderanträge gestellt werden müssen. Präsident Barack Obama hat das seit 1987 bestehende Einreiseverbot heute endgültig aufgehoben. Wie in den Vereinigten Staaten üblich, tritt diese Regelung damit nach einer Wartezeit von 60 Tagen in Kraft. Nach Meinung des Präsidenten wurde das Einreiseverbot vor 22 Jahren eher aus Angst als aufgrund von Fakten verhängt. Die Aufhebung des Verbots sei ein Schritt zur Reduzierung des Stigmas und der Diskriminierung von HIV-Infizierten und Aidskranken.

    Die Aufhebung des Einreiseverbots wurde von den UN, von Gesundheitsorganisationen, Homosexuellenverbänden, der UNAIDS und dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gelobt. Ban Ki-moon forderte auch andere Staaten dazu auf, entsprechende Einreiseverbote fallen zu lassen. Nach Angaben von "Immigration Equality" ist eine Einreise noch in die folgenden Länder untersagt: Armenien, Brunei, Irak, Qatar, Libyen, Moldau, Oman, Südkorea, Russland, Saudi-Arabien und Sudan. In weiteren 60 Ländern bestehen ebenfalls verschiedene Einreisebeschränkungen, wie  z. B. in China.

    Die Ansprache von Präsident Obama und die Unterzeichnung des sogenannten Ryan White HIV/AIDS Act könnt ihr unter folgendem Link auf YouTube-Video in englischer Sprache sehen:

    President Obama Signs Ryan White HIV/AIDS Act auf YouTube

    Zu dem Thema empfehle ich euch auch meinen Artikel "Freie Einreise in die USA trotz HIV" vom 20. August 2009.

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  • 14Okt

    Berlin – Schwangere Frauen gehören zu den vorrangig zu impfenden Personengruppen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung mit einem nicht-adjuvantierten Spaltimpfstoff. Ein derartiges Vakzin ist bislang in Europa allerdings nicht zugelassen.

    Die Spaltimpfstoffe Pandemrix (GlaxoSmithKline) und Focetria (Novartis) enthalten Verstärker. Bei dem Adjuvans-freien Celvapan von Baxter handelt es sich um einen Ganzvirusimpfstoff. Ärzten und schwangeren Patientinnen stehen deshalb vor der Frage, wie sie mit der Empfehlung umgehen sollen.

    "Keiner der drei Impfstoffe ist kontraindiziert bei Schwangeren", sagte ein Vertreter des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Nach einer sorgfältigen individuellen Nutzen-Risiko-Analyse könne die Anwendung von Pandemrix auch bei Schwangeren sinnvoll sein. Bei der Anwägung sollten ein mögliches erhöhtes Infektionsrisiko sowie bestehende Grunderkrankungen berücksichtigt werden.

    Eine klinische Prüfung der Impfstoffe an Schwangeren vor der Zulassung erfolge aus ethischen Gründen nicht. Die Hersteller haben laut PEI mit der Marketingerlaubnis allerdings die Auflage erhalten, in der Praxis die Verträglichkeit an Schwangeren zu prüfen.

    Wegen der Produktion eines nicht-adjuvantierten Spaltimpftstoffes steht das PEI eigenen Angaben zufolge derzeit in Rücksprache mit Herstellern. Denkbar sei eine Entwicklung auf Grundlage entsprechender saisonaler Grippeimpfstoffe, bei denen dann die Antigene ausgetauscht werden müssten. Welche Hersteller im Gespräch sind, wollte das PEI nicht mitteilen. Auch wann die Vakzine zur Verfügung stehen könnten, ist bislang unklar. "Ende November wäre erstrebenswert", sagte ein PEI-Sprecher.

    Quelle: www.apotheke-adhoc.de Bericht von Désirée Kietzmann vom 14. Oktober 2009

    Bei all dieser Verunsicherung stelle ich mir die Frage, wie diese Impfstoffe bei HIV-Positiven wirken. Nirgendwo findet man tatsächliche Informationen, welche Nebenwirkungen es in Zusammenhang mit einer HIV-Infektion geben kann. Und wo jetzt immer mehr kritische Stimmen auftauchen bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich diese Impfung wirklich  bei mir durchführen lassen werde.

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  • 09Okt

    Am 29. September 2009 wurden von der EU-Kommission zwei Impfstoffe gegen die Neue Influenza A/H1N1 zugelassen. Hierbei handelt es sich um Focetria (Hersteller Novartis) und Pandemrix (Hersteller GlaxoSmithKline). Am 06. Oktober 2009 wurde dann von der EU-Kommission noch der dritte Impfstoff Celvapan (Hersteller Baxter) zugelassen.

    Im Zusammenhang mit den drei oben genannten Impfstoffen ist folgender Hinweis wichtig:
    "Nach der Grippeschutzimpfung wurden falsch positive Ergebnisse bei serologischen Untersuchungen mittels ELISA zum Nachweis von Antikörpern gegen HIV-1, Hepatitis C und ins-besondere HTLV-1 beobachtet. Im Western-Blot werden diese Ergebnisse nicht bestätigt. Die vorübergehend falsch positiven Reaktionen könnten auf die IgM-Antwort aufgrund der Impfung zurückzuführen sein."

    Laut Empfehlung der Ständigen Impfkomission beim Robert-Koch-Institut (STIKO) vom 12. Oktober 2009 sollten sich z. B. alle chronisch Kranken gegen die saisonale Influenza und die Neue Influenza A/H1N1 impfen lassen. Menschen mit HIV sollten sich zusätzlich gegen Pneumokokken impfen lassen. Ebenfalls hat die STIKO empfohlen, Medizinpersonal, chronisch Kranke und Schwangere als erstes zu impfen. Damit werden HIV-Positive die entsprechende Schutzimpfung zuerst erhalten.

    Für die Bundesrepublik Deutschland hat die Bundesregierung Pandemrix von GlaxoSmithKline bestellt. Wie sich Ärzte und Krankenkassen verhalten, wenn man stattdessen auf einer Impfung mit einem anderen Impfstoff besteht und ob und in welchem Umfang der Impfstoff überhaupt in deutschen Apotheken verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt.

    Quelle: HIV Report.DE Ausgabe Nr. 09/2009 vom 09.10.2009 der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.

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  • 29Sep

    Das Kompetenznetz HIV/AIDS erfoscht momentan den Zusammenhang zwischen dem Einkommen und der Gesundheit von HIV-positiven Patient(inn)en. Den ausführlichen Bericht hierzu könnt ihr dem Newsletter KompL@t Ausgabe 3/2009 der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. zum Kompetenznetz HIV/AIDS entnehmen, den ich im nachfolgenden Link als PDF-Dokument bereitgestellt habe.

    KompL@t Ausgabe 3/2009 – Newsletter der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. zum Kompetenznetz HIV/AIDS

    “Wer arm ist, muss früher sterben”, besagt ein Sprichwort. In diesem Sinne hat die WHO in verschiedenen Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen Armut bzw. niedrigem Einkommen und schlechterem Gesundheitszustand nachgewiesen.

    Das Kompetenznetz HIV/AIDS untersuchte an Hand seiner Kohortedaten, wie sich dieser Zusammenhang für Menschen mit HIV in Deutschland darstellt. Die Studie zeigte: HIV-Positive haben bei fortgeschrittener Erkrankung ein deutliches höheres Risiko für ein geringeres Einkommen als Patienten in einem früheren Stadium der HIV-Infektion.

    Bei HIV/AIDS lässt sich aus unterschiedlichen Gründen ein besonders enger Zusammenhang zwischen Einkommen und gesundheitlicher Lage vermuten. So kann eine HIV-Infektion in späteren Stadien durch körperliche oder psychische Veränderungen zu einer Minderung bzw. zum Verlust der Erwerbsfähigkeit und des Einkommens führen. Hinzu kommen möglicherweise Kosten für nicht erstattungsfähige Begleitmedikamente. Bei Migranten führt zudem ein unsicherer Aufenthaltsstatus meist zu einem sehr eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung.

    Zu dem Thema Migranten und Gesundheitsversorgung empfehle ich euch auch meinen Bericht “Abschiebung von HIV-positiven Migranten gefährdet Menschenleben und weltweite Entwicklungsziele”.

    Um den Zusammenhang zwischen Einkommen und gesundheitlicher Lage HIV-positiver Patient(inn)en detaillierter analysieren zu können, planen die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und das Kompetenznetz HIV/AIDS eine gemeinsame Studie zu diesem Thema. Der Gesundheitszustand HIV-positiver Patient(inn)en mit geringem Einkommen soll auf Grundlage einer anonymisierten Zusammenführung von Daten der beiden Einrichtungen analysiert werden. In diesem Zusammenhang steht auch der Vergleich der Einkommensverhältnisse zwischen HIV-Positiven und der Durchschnittsbevölkerung.

    Bei der Studie sollen dann die Daten der DAS zu Einkommensarten und Notlagen von Antragstellern gemeinsam mit Daten des Kompetenznetzes HIV/AIDS zur sozialen Situation; Ausbildung und klinisch-medizinischen Situation von Kohorteteilnehmern ausgewertet werden.

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