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  • 28Mai

    Ergebnisse einer Bewertung mit der Checkliste "Gute Praxis Arztbewertungsportale"

     

    Wenn Patienten Ärzte bewerten, kann das sinnvoll sein. Ihre Einschätzung ist wichtig und hilft Ärzten,  Patientenorientierung und -zufriedenheit zu verbessern. Im Sinne eines vertrauensvollen Miteinanders - auf das beide Seiten angewiesen sind, wenn sie einen erfolgreichen Therapieprozess gestalten wollen – sollte diese Bewertung nach fairen Spielregeln erfolgen. Bislang gab es solche Regeln nicht.

    Deshalb haben Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) Standards für gute Arztbewertungsportale entwickeln lassen. Der im Dezember 2009 veröffentlichte Kriterienkatalog definiert insgesamt 40 Qualitätskriterien, unter anderem:

    • sensiblen Umgang mit persönlichen Daten
    • Transparenz bezüglich des Portaltreibers und der Finanzierung des Online-Angebots
    • ein verständliches und nachvollziehbares Bewertungsverfahren
    • strikte Trennung von Werbung und Inhalt
    • Schutz vor Schmähkritik, Diskriminierung und Täuschung
    • Information der betroffenen Ärzte über die Aufnahme in das Verzeichnis und über neue Bewertungen
    • Möglichkeit zur Gegendarstellung für betroffene Ärzte

    Nach seiner Veröffentlichung hat der Anforderungskatalog ein durchweg positives Echo erfahren: Ärzteschaft, Patientenvertreter und Portalbetreiber haben einheitliche Standards für die Bewertung von Ärzten im Internet begrüßt.

    Im Februar 2010 hat sich der AOK-Bundesverband an das ÄZQ mit der Bitte um Unterstützung und Prüfung der Pläne des  projektierten AOK-Arztnavigators gewandt. Die dem ÄZQ zur Verfügung gestellten Projektmaterialien sowie Screenshots  und eine Selbstauskunft des Betreibers wurden durch zwei Gutachterinnen mit der Qualitäts-Checkliste abgeglichen.

    Wenn der Betreiber alle in der Selbstauskunft und in Gesprächen zugesagten Maßnahmen umsetzt, würden 35 von 40 Kriterien erfüllt. Damit würde das Portal einen sehr hohen Abdeckungsgrad erreichen. Bei drei Fragen ergab sich Klärungsbedarf. Der Portalbetreiber hat die Hinweise aufgenommen und entwickelt im Austausch mit dem ÄZQ bereits adäquate Lösungen.

    Zwei Kriterien wurden als nicht erfüllt angesehen: Ärzte haben keine direkte Widerspruchsmöglichkeit gegen die Aufnahme in das Portal und werden bei Veröffentlichung neuer Bewertungen nicht informiert. Dass beide nicht erfüllten Kriterien die Kommunikation mit den Ärzten betreffen, ist aus Sicht der Ärzteschaft bedauerlich. Hier wäre im Sinne eines vertrauensvollen Miteinanders eine Nachbesserung wünschenswert.

    Grundsätzlich sind drei wesentliche Qualitätsmerkmale des Portals hervorzuheben:

    • Weisse Liste-Ärzte / AOK-Arztnavigator verzichtet auf Freitextfelder und ermittelt die Bewertung auf der Grundlage eines validierten Fragebogens. Damit ist einerseits der Schutz vor Schmähkritik und Beleidigungen gewährleistet, zum anderen sind die Bewertungen aller Patienten verlässlich vergleichbar.
    • Indem AOK-Versicherte systematisch gebeten werden, ihre Erfahrungen beim Arztbesuch zu dokumentieren, beruhen die Bewertungen des Portals voraussichtlich auf einer breiten Datenbasis. Sie liefern vermutlich ein verlässlicheres Bild, da anzunehmen ist, dass nicht nur Patienten mit Extremerfahrungen ihre Ärzte bewerten. Zudem sollen die Bewertungen erst veröffentlicht werden, wenn eine Mindestanzahl an Bewertungen abgegeben wurde.
    • Das Portal ist komplett werbefrei gestaltet.

    Eine valide Aussage darüber, wie sich das Angebot der Bertelsmann Stiftung und des AOKBundesverbandes im Vergleich zu anderen Arztbewertungsportalen darstellt, ist im Moment noch nicht möglich. Eine Online-Version der Plattform stand zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht zur Verfügung.

    Derzeit gleicht das ÄZQ im Auftrag von BÄK und KBV alle relevanten Portale mit den Qualitätskriterien der Checkliste ab. Die Ergebnisse werden öffentlich dargestellt, um in der Ärzteschaft und darüber hinaus eine seriöse Diskussion über Chancen und Risiken von Arztbewertungsportalen zu fördern.

    Quelle: Pressemitteilung des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (äzq) vom 27. Mai 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch den folgenden Aritkel:

    28. Mai 2010 - Online-Arztsuche: AOK und Weisse Liste starten Pilotprojekt

    Tags: , , ,

  • 28Mai

    AOK-Versicherte in Berlin, Hamburg und Thüringen können an Befragung zu ihren Ärzten teilnehmen - Patientenerfahrungen dienen ab Herbst 2010 als Basis für Online-Arztsuche neuer Qualität

    (Gütersloh / Berlin, 28. Mai 2010) Die AOK und die Weisse Liste entwickeln gemeinsam ein nicht-kommerzielles Internetportal, das Patienten und Versicherte bei der Arztsuche unterstützen soll. Dazu starten sie heute ein Pilotprojekt in Hamburg und Berlin. Thüringen wird in Kürze als dritte Pilotregion hinzukommen. AOK-Versicherte aus den drei Pilotregionen können unter www.aok-arztnavi.de an einer wissenschaftlich fundierten Online-Befragung zu ihren Ärzten teilnehmen und ihre Erfahrungen als Patienten einbringen. Die Ergebnisse der Befragung bilden die Grundlage für das neue Arztsuchportal, das ab Herbst 2010 unter www.weisse-liste.de und www.aok-arztnavi.de veröffentlicht wird. Die Weisse Liste ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten und Verbraucherorganisationen.

    "Wir möchten eine verlässliche und aussagekräftige Orientierungshilfe für die Arztsuche schaffen und damit für mehr Transparenz im Gesundheitswesen sorgen", sagt Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Patienten und Versicherte suchten heute oft vergeblich nach Informationen, die sie bei der Auswahl eines passenden Arztes unterstützen. "Mit Hilfe unserer leicht verständlichen und methodisch fundierten Online-Suche sollen Patienten künftig die Möglichkeit haben, ihren Arzt bewusster zu wählen - auf Basis der Erfahrungen anderer Patienten", so Mohn.

    "In der strukturierten Befragung können Patienten über ihre Erfahrungen bei der ärztlichen Behandlung Auskunft geben", sagt Jürgen Graalmann, stellvertretender Vorsitzender des AOK-Bundesverbandes. "Wir haben dazu ein Verfahren entwickelt, das diese Patientenerfahrungen auf faire Weise für andere Patienten und für die behandelnden Ärzte nutzbar macht. Wir wollen Versicherten damit qualitätsgesichert helfen, den für sie richtigen Arzt zu finden. Und wir bieten den behandelnden Ärzten damit hilfreiche Hinweise, wie sie von ihren Patienten gesehen werden." Dabei beachte das Projekt strikt alle Datenschutzbestimmungen. So entstehe eine Online-Arztsuche neuer Qualität. "Wir rufen deshalb alle AOK-Versicherten in den Pilotregionen auf, ihre Erfahrungen einzubringen und damit anderen Patienten zu helfen", so Graalmann.

    Die Befragung, die heute unter www.aok-arztnavi.de startet, wurde in einem mehrstufigen Verfahren wissenschaftlich entwickelt. An der Entwicklung waren Patienten- und Ärztevertreter beteiligt. Der Online-Fragebogen besteht aus rund 30 Fragen zu den Themenbereichen "Praxis und Personal", "Arztkommunikation" und "Behandlung". So wird etwa gefragt, ob der Arzt den Patienten in Entscheidungen einbezieht oder ob die Patienten den Schutz ihrer Intimsphäre in einer Praxis gewahrt sehen. Zudem können die Teilnehmer angeben, ob sie den Arzt an Freunde weiterempfehlen würden. Auf Freitextbewertungen verzichten die Initiatoren bewusst, um Verunglimpfungen von Ärzten auszuschließen. Durch ein spezielles Login-Verfahren für die Versicherten wird sichergestellt, dass jeder Nutzer nur jeweils eine Beurteilung je Arzt abgeben kann. So sollen Manipulationen wie Mehrfachbewertungen ausgeschlossen werden.

    "Der Fragebogen deckt die Bereiche ab, die Patienten und Verbraucher bei der Arztwahl interessieren. Es geht um Fragen, die Patienten sehr gut beurteilen können", sagt Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Das sei das Besondere an dem neuen Projekt: "Patienten informieren Patienten - und das methodisch abgesichert, aussagekräftig und vertrauenswürdig. Eine informierte Wahlentscheidung setzt die Transparenz voraus, die hier nun geschaffen wird", so Billen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband ist eine der am Projekt beteiligten Patienten- und Verbraucherorganisationen.

    Ab Herbst 2010 werden die Befragungsergebnisse zu den niedergelassenen Ärzten in der neuen Online-Arztsuche veröffentlicht. Voraussetzung für die Veröffentlichung der Ergebnisse eines Arztes ist, dass eine mindestens zweistellige Anzahl an Beurteilungen vorliegt. Die Beurteilungen werden zusammengefasst und nutzerfreundlich aufbereitet. Zahnärzte und Psychotherapeuten sind im ersten Schritt noch nicht mit einbezogen, sollen aber nach Abschluss der Pilotphase mit eigens entwickelten Fragebögen ebenfalls beurteilt werden können. Zu Beginn werden in der Online-Arztsuche die Befragungsergebnisse aus den drei Pilotregionen abrufbar sein. Danach sollen Schritt für Schritt Ergebnisse aus ganz Deutschland in das Portal einfließen. Nach der Entwicklungsphase sollen sich auch andere Krankenkassen an dem Projekt beteiligen können.

    Zur AOK

    Die AOK versichert rund 24 Millionen Menschen. Sie besteht aus 14 AOKs und dem AOK-Bundesverband. Mit dem AOK-Gesundheitsnavigator unter der Internetadresse www.aok-gesundheitsnavi.de bietet die AOK verschiedene Informations- und Rechercheangebote rund um das Thema Gesundheit. Der AOK-Arztnavigator auf Basis der Weissen Liste ist eine Erweiterung dieses Services.

    Zur Weissen Liste

    Die Weisse Liste ist ein gemeinsames Projekt von Bertelsmann Stiftung, Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE (BAG SELBSTHILFE), Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen, FORUM chronisch kranker und behinderter Menschen im PARITÄTISCHEN Gesamtverband, Sozialverband VdK Deutschland und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Die Initiatoren wollen mit dem Internetportal www.weisse-liste.de eine individuelle Entscheidungshilfe für Patienten und Angehörige zur Verfügung stellen und für mehr Transparenz im Gesundheitswesen sorgen. Gestartet ist das Portal im Juni 2008 mit einer Krankenhaussuche, die Arztsuche ist eine Erweiterung.

    Weitere Informationen finden sich unter:

    www.aok-arztnavi.de oder www.aok-presse.de

    Quelle: Gemeinsame Presseinformation des AOK-Bundesverbandes und der Bertelsmann Stiftung

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch den folgenden Artikel:

    28. Mai 2010 - Gute Praxis? Das Arztbewertungsportal "Weisse Liste-Ärzte / AOK-Arztnavigator" aus Sicht des ÄZQ

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  • Wer bei solchen dubiosen Apotheken im Ausland einkauft, ist ...
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  • Und jetzt der Vorschlag, bei jedem Arztbesuch zu zahlen: htt...