Who's Online

  • 0 Members.
  • 7 Guests.

Wer ist im Chat online?

  • No one

Monatsarchiv

Kategorien

  • 16Jul

    Berlin (ots) - Anlässlich der am Sonntag beginnenden Welt-Aidskonferenz in Wien (IAC) appelliert die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) an die internationale Staatengemeinschaft, die Menschenrechte einzuhalten und den universellen Zugang zu HIV-Prävention, -Pflege und -Behandlung sicherzustellen. Die Unterstützung beim Abbau von Diskriminierungen und Stigmatisierungen und bei der Vernetzung von Selbsthilfe-Strukturen sind die Ziele der internationalen Zusammenarbeit der DAH in Osteuropa. Auf der Konferenz ist die DAH mit einer eigenen Delegation vertreten. www.aidshilfe.de berichtet täglich von heute an bis zum 23.7. über die IAC.

    “Harm Reduction” (Prävention für drogengebrauchende Menschen: z.B. Substitution, Spritzentausch) ist einer der Schwerpunkte der 18. Welt-Aidskonferenz in Wien. Unter dem Motto “Rechte hier und jetzt” will die Konferenz auch Brücken schlagen zwischen Selbsthilfeorganisationen, Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Politik und zu den von HIV und Aids betroffenen und bedrohten Menschen in Osteuropa.

    Dazu erklärt Silke Klumb, DAH-Geschäftsführerin:

    “Es ist gelungen, die HIV-Neuinfektionszahlen weltweit von 3 Millionen (2001) auf 2,7 Millionen (2008) zu senken – in großen Teilen Osteuropas z.B. steigt die Zahl HIV-infizierter Menschen aber weiter stark an. Die Lebenssituation von Menschen mit HIV und Aids ist in diesen Ländern häufig katastrophal. Wir bieten unsere Unterstützung und unsere 27-jährige Erfahrung z.B. bei der Vernetzung von Selbsthilfestrukturen an: Die Konferenz schlägt eine wichtige Brücke nach Osteuropa. Das Motto “Rights here, right now!” unterstreicht in diesem Zusammenhang unsere Forderung auf Einhaltung der Menschenrechte und den Abbau der Diskriminierung der von HIV bedrohten und betroffenen Menschen als Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche HIV-Bekämpfung: Dies gilt gerade für die Unterstützung der Selbstorganisation von Projekten für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM).”

    Auf dem deutschen Pavillon (Halle B Stand D-421), dem Gemeinschaftsstand der deutschen Delegationen, sind vertreten: Bundesministerium für Gesundheit, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Inwent (Internationale Weiterbildung und Entwicklung), Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Connect Plus, Deutsche AIDS-Hilfe, Deutsche AIDS-Stiftung, Robert Koch Institut, GTZ, Deutscher Entwicklungsdienst, Kompetenznetz HIV/Aids, Aktionsbündnis gegen Aids, Deutsche AIDS-Gesellschaft, DAGNÄ (deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der HIV-Versorgung), KfW-Bankengruppe (Entwicklungsbank), JES (Selbsthilfe-Netzwerks von und für Junkies, Ehemalige und Substituierte).

    Die Deutsche AIDS-Hilfe finden Sie außerdem im Global Village (Halle A Stand 640).

    Presseservice der DAH zu den IAC-Thementagen auf www.aidshilfe.de: 19.7.: Harm Reduction; 20.7.: Forschung & Behandlung; 21.7.: Menschenrechte; 22.7: Prävention sowie ab 17.7. allgemeine Infos, Hintergründe, Interviews u.v.m. zur Aidskonferenz

    Quelle: Pressemitteilung der Deutschen AIDS-Hilfe e. V. vom 16. Juli 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch die folgenden Artikel:

    15. Juli 2010 - Prävention im Kampf gegen Aids unerlässlich 

    15. Juli 2010 - Welt-Aids-Konferenz in Wien - erfolgreiche Prävention erfordert Abbau von Diskriminierungen und Stigmatisierungen 

    09. Juli 2010 - AIDS: erschwingliche Arzneimitteln und Patientendiskriminierung bekämpfen - Pressemitteilung in deutscher Sprache 

    08. Juli 2010 - AIDS: ensuring affordable medicines and fighting discrimination - Pressemitteilung in englischer Sprache 

    08. Juli 2010 - Die Wiener Erklärung 

    08. Juli 2010 - The Vienna Declaration

    29. Juni 2010 - The Vienna Declaration: A Global Call to Action

    Tags: , , ,

  • 27Nov

    Prof. Brockmeyer: Forschung in Deutschland braucht Förderer

    Die kürzlich von UNAIDS veröffentlichten Zahlen der Neuinfektionen mit HIV könnten Hoffnung wecken: So infizierten sich im Jahr 2008 ca. 2 Mio. Menschen, während es 1996 noch ca. 3,5 Mio. waren - das entspricht einem weltweiten Rückgang der HIV-Neuinfektionen um bis zu 30%. "Diese Daten dürfen aber nicht über die anhaltende epidemiologische Gefahr von HIV/AIDS hinwegtäuschen", unterstreicht der Bochumer Forscher Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, Sprecher des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenznetzes HIV/AIDS anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember. "Denn Fakt ist auch, dass die Zahl der Menschen, die mit HIV/AIDS leben, stetig ansteigt."

    Osteuropa und Zentralasien: Anstieg um 66%

    Der Spezialist lenkt das Augenmerk vor allem auf die regionalen Unterschiede in der Verbreitung des Virus. So stieg die Anzahl der Infizierten zwischen 2001 und 2008 in Osteuropa und Zentralasien beispielsweise um 66%. In der Ukraine erhält nur etwa jeder fünfte Patient eine adäquate Therapie. Experten schätzen, dass in der Ukraine zwischen 30 und 50% der Drogenabhängigen HIV-positiv sind. Auch die Übertragungswege von HIV verändern sich hier: Erstmalig im letzten Jahr wurden die meisten Infektionen durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr übertragen. "Von einer Entwarnung darf aufgrund dieser alarmierenden Zahlen daher nicht die Rede sein", so Prof. Brockmeyer.

    Regionale Unterschiede auch in Deutschland

    "Wenn wir die regionalen HIV-Epidemien, wie etwa in der Ukraine, nicht in den Griff bekommen, bedeutet das für diese Regionen nicht nur eine menschliche Tragödie sondern gleichzeitig den gesundheitspolitischen und auch wirtschaftlichen Kollaps", so Prof. Brockmeyer. Auch in Deutschland sind die regionalen Unterschiede signifikant: Grundsätzlich ist eine erhöhte HIV-Prävalenz in Großstädten und Ballungsräumen festzustellen. Verglichen mit den anderen Bundesländern hat das bevölkerungsreichste Land NRW prozentual die meisten HIV-Erstdiagnosen zu verzeichnen. Nach Höhe der Anzahl der gemeldeten HIV-Erstdiagnosen pro 100.000 Einwohner in Städten steht Köln (mit einer HIV-Inzidenz von 18,09) an erster Stelle, es folgen Düsseldorf (12,64), Berlin (12,04), Frankfurt (11,95), München (11,66) und Hamburg (11,40).

    8.000 Patientendatensätze dienen der Forschung

    "Wir müssen regionale Strategien entwickeln, die deutsche Expertise der HIV-Forschung verstärkt anbieten und gleichzeitig vorantreiben", folgert Brockmeyer. Schließlich kommen die Fortschritte in der deutschen HIV-Forschung Betroffenen weltweit zugute. Im Kompetenznetz HIV/AIDS können dank der hier gesammelten Daten und Materialproben von über 8.000 Patienten wichtige klinische- und grundlagenwissenschaftliche Studien durchgeführt werden. Fragen etwa zur Wirkung und Nebenwirkung von Medikamenten, auch bei HIV-infizierten und -exponierten Kindern, zu HIV-Begleiterkrankungen oder über das zunehmend wichtige Thema "HIV im Alter" können durch gezielte Auswertungen der Patientenkohorte beantwortet werden.

    Kompetenznetz braucht Unterstützung auch nach 2011

    Möglich wird Forschung allerdings erst durch engagierte Förderer, wie etwa die Sparkasse Bochum, die jüngst durch eine großzügige Spende die Forschungsarbeit des Kompetenznetzes unterstützt. Auch im Hinblick auf die 2011 auslaufende Förderung des Netzes durch das BMBF sind Spenden wichtig. Dabei kommen die Gelder nicht nur der vernetzten HIV-Forschung in Deutschland zugute - von den Fortschritten, beispielsweise in der Medikamentenforschung, profitieren langfristig insbesondere die am stärksten von HIV/AIDS betroffenen Regionen. Das mögliche Ende des Kompetenznetzes HIV/AIDS im Jahr 2011, und die damit verschenkten wissenschaftlichen Ressourcen, wäre daher auch international gesehen eine falsche Entwicklung.

    Quelle: Presseinformation der Ruhr-Universität Bochum vom 27. November 2009 (Presseinfo 392)

    Tags: , , , , , , ,

   

Aktuellster Kommentar

  • Wer bei solchen dubiosen Apotheken im Ausland einkauft, ist ...
  • liebe leute ich hätte interesse auch mal einen marathon...
  • What do you mean by that?...
  • Thinking. It's always the same thing. To think is to go craz...
  • Und jetzt der Vorschlag, bei jedem Arztbesuch zu zahlen: htt...
This blog uses WP Permalauts (clean german umlauts in permalinks). Special: It's the reVierphone Edition!