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  • 23Feb

    Das Robert Koch-Institut hat mit zwei Publikationen eine umfassende Darstellung des Krebsgeschehens in Deutschland vorgelegt: Die Veröffentlichung “Verbreitung von Krebserkrankungen in Deutschland” ist erstmals erschienen und enthält Schätzungen zur Zahl der Menschen, die derzeit an Krebs erkrankt sind (Prävalenz), getrennt nach ausgewählten Tumorformen. Die zweite Publikation ist die gemeinsam mit der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) herausgegebene neue Auflage von “Krebs in Deutschland”. Sie enthält Schätzungen zu Krebsneuerkrankungen von 1980 bis 2006 und erstmals auch Prognosen (für das Jahr 2010). Auch hier werden die Daten – Erkrankungs- und Sterberaten, Risikofaktoren, Trendverläufe sowie Überlebensaussichten – für ausgewählte Einzellokalisationen dargestellt.

    In Deutschland leben hochgerechnet auf 2010, geschätzte 1,45 Millionen Menschen mit einer Krebserkrankung (die höchstens fünf Jahre zuvor entdeckt wurde). Diese Zahl ist seit 1990 um 40% bei den Frauen und 90% bei den Männern gestiegen, was eine zunehmende Belastung für das Gesundheitswesen bedeutet. Gründe für den Anstieg sind die zunehmenden Zahl älterer Menschen (die meisten Krebserkrankungen treten vermehrt in höherem Alter auf), verbesserter Überlebensaussichten und teilweise gestiegene Erkrankungsraten, auch aufgrund verstärkter Früherkennungsmaßnahmen. Der höhere Anstieg bei den Männern ist auch eine Folge des zweiten Weltkriegs: Aufgrund der hohen Zahl gefallener Soldaten gab es in Deutschland lange vergleichsweise wenige ältere Männer. Diese “demografische Lücke” ist inzwischen weitgehend geschlossen.

    Die Zahl der Krebsneuerkrankungen lag 2006 bei rund 430.000 Menschen, seit 1990 ist diese Zahl der jährlichen Neuerkrankungen um fast 30 % angestiegen. Eine wichtige Ursache für den Anstieg ist auch hier die zunehmende Zahl älterer Menschen. Eine weitere Zunahme der Krebsfälle wird prognostiziert, für 2010 auf rund 450.000.

    Bislang können die bundesweiten Zahlen nur geschätzt werden, da noch nicht aus allen Bundesländern hinreichend vollzählige Meldungen in den Krebsregistern vorliegen. Die Datengrundlage für die Schätzung hat sich aber in den letzten Jahren stetig verbessert. Die Mitarbeit aller Ärzte, die an der Diagnostik, Therapie oder Nachsorge beteiligt sind, ist für eine vollständige Erfassung entscheidend. Auch Patienten können beitragen, indem sie ihren Arzt zur Meldung an das Krebsregister auffordern.

    Epidemiologische Krebsregister sind unverzichtbar, um Basisdaten unter anderem für die Suche nach Ursachen von Krebs oder für die Anforderung an Versorgungsmaßnahmen zu erhalten. Durch das 2009 in Kraft getretene Bundeskrebsregisterdatengesetz sind weitere Fortschritte in der Analyse und Darstellung des Krebsgeschehens zu erwarten. Die Bundesländer sind nun erstmals verpflichtet, dem Robert Koch-Institut flächendeckende und vollzählige Daten aus den Landeskrebsregistern zu übermitteln. Umgekehrt sollen die bundesweit aufbereiten Daten den Ländern rasch zur Verfügung gestellt und auch an Dritte für wissenschaftliche Auswertungen weitergegeben werden. Aus der Dachdokumentation Krebs des RKI wurde Anfang dieses Jahres das Zentrum für Krebsregisterdaten, ein eigenständiges Fachgebiet, das mit einer verbesserten personellen Ausstattung ein breiteres Aufgabenspektrum bearbeiten wird.

    Die Veröffentlichungen sind im Internet abrufbar (http://www.rki.de) und können kostenlos bestellt werden bei RKI, GEKID (http://www.gekid.de) und den Krebsregistern der Länder.

    Quelle: Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts vom 23. Februar 2010

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  • 17Feb

    Im Epidemiologischen Bulletin 06/2010 vom 15. Februar 2010 hat das Robert-Koch-Institut eine kurze Situationseinschätzung zur Verbreitung des Schweinegrippevirus A/H1N1 für die 5. Kalenderwoche 2010 ausgegeben:

    Nachfolgend der entsprechende Wortlaut:

    Deutschland

    Die Aktivität der ARE ist bundesweit in der 5. Kalenderwoche 2010 leicht angestiegen und liegt wie in der Vorwoche im geringfügig erhöhten Bereich. Die erhöhte ARE-Aktivität kann zurzeit nicht durch einen erneuten Anstieg der Infuenza-Aktivität erklärt werden, sondern scheint eher durch andere Erreger akuter respiratorischer Erkrankungen verursacht zu sein.

    Aktualisierte Antworten auf häufig gestellte Fragen zur “Neuen Grippe” unter:

    http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/FAQ__schweineinfluenza__tab__ges.html

    International, Ergebnisse der europäischen Influenzasurveillance durch EISN

    Die pandemische Erkrankungswelle hat ihren Höhepunkt in Europa überschritten, lediglich in Ost- und Südosteuropa wird für die 4. Kalenderwoche 2010 noch von fünf Ländern über eine mittlere klinische Aktivität berichtet (Bulgarien, Griechenland, Malta, Rumänien und die Slowakische Republik). Griechenland, Malta und die Slowakei medeten einen ansteigenden, Bulgarien und Rumänien einen sinkenden Trend in der Aktivität.

    Weitere Informationen unter:

    http://ecdc.europa.eu/en/Activities/Surveillance/EISN/Pages/home.aspx

    Bericht der WHO

    Weltweit hat die Influenza-Aktivität auf der Nordhalbkugel ihren Höhepunkt überschritten, in vielen Ländern liegen die Werte wieder im Bereich der Hintergrundaktivität. In China liegt die Positivenrate noch bei etwa 30 %, mit in den letzten Wochen abnehmender Aktivität von Influenza A/H1N1 und ansteigender Zahl von Influenza-B-Nachweisen. Aus den gemäßigten Regionen der Südhalbkugel wird lediglich über sporadische Influenzanachweise ohne Anzeichen fortgesetzter Übertragung berichtet.

    Weitere Informationen unter:

    http://www.who.int/csr/don/2010_02_5/en/index.html

    Quelle: Influenza-Wochenbericht für die 5. Kalenderwoche 2010 aus dem RKI in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) und dem NRZ für Influenza am RKI

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  • 08Feb

    Beim Thema HIV und Migration denkt man in Deutschland meist an Immigration aus Ländern bzw. Regionen mit generalisierten HIV-Epidemien in der Allgemeinbevölkerung, vor allem aus Subsahara-Afrika. Deutschland ist von dieser Immigration viel weniger betroffen als die ehemaligen Kolonialmächte Großbritannien, Frankreich und Belgien, aber auch die skandinavischen Länder. In Deutschland stellen Menschen aus anderen europäischen Ländern einen viel höheren Anteil an Personen mit Migrationshintergrund in der Bevölkerung als die vergleichsweise kleine Gruppe von Menschen aus Subsahara-Afrika. Für viele dieser Migranten aus Südost- und Osteuropa (z. B. Rumänien, Ex-Jugoslawien) ist Deutschland verglichen mit ihrem Heimatland das Land mit der höheren HIV-Prävalenz. Internationale Migration sorgt also dafür, dass HIV-Infektionen sowohl nach Deutschland “importiert” als auch aus Deutschland “exportiert” werden.

    Die Verknüpfungen zwischen HIV und Migration sind dabei vielschichtig.

    Der komplette Bericht zu diesem Thema ist beim Robert-Koch-Institut im Epidemiologischen Bulletin Nr. 5 vom 08. Februar 2010 erschienen. Diesen Bericht könnt Ihr über den folgenden Link einsehen:

     http://www.rki.de/cln_160/nn_196322/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2010/05__10,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/05_10.pdf

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  • 08Feb

    Im Epidemiologischen Bulletin 05/2010 vom 08. Februar 2010 hat das Robert-Koch-Institut eine kurze Situationseinschätzung zur Verbreitung des Schweinegrippevirus A/H1N1 für die 4. Kalenderwoche 2010 ausgegeben:

    Nachfolgend der entsprechende Wortlaut:

    Deutschland

    Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist bundesweit in der 4. Kalenderwoche 2010 im Vergleich zur Vorwoche angestiegen und liegt im geringfügig erhöhten Bereich. Die Zahl der Arztbesuche wegen akuter Atemwegserkrankungen in Deutschland stieg insbesondere bei den Klein- und Schulkindern an. Im NRZ wurden in 13 der eingesandten 48 Sentinelproben Influenza-Viren nachgewiesen. Es wurden ausschließlich Neue Influenzaviren A/H1N1 nachgewiesen. Die erhöhte ARE-Aktivität kann durch einen erneuten Anstieg der Influenza-Aktivität, aber auch durch andere Erreger akuter respiratorischer Erkrankungen verursacht sein.

    In vier AGI-Regionen liegen die Werte im Bereich der Hintergrundaktivität (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz/Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen). In fünf AGI-Regionen sind die Werte geringfügig erhöht (Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen/Bremen, Schleswig-Holstein/Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern). In Hessen liegen die Werte im moderat erhöhten Bereich, in den AGI-Regionen Brandenburg/Berlin und Sachsen sind die Werte in der 4. Kalenderwoche deutlich erhöht.

    International, Ergebnisse der europäischen Influenzasurveillance durch EISN

    Für die 3. Kalenderwoche 2010 berichtete kein europäisches Land über eine sehr hohe oder hohe Intensität an Influenza-ähnlichen und/oder akuten respiratorischen Erkrankungen, fünf Länder berichten über mittlere Intensität und 24 Länder berichten über niedrige Intensität. Zwei Länder berichten über einen zunehmenden Trend der Influenza-Aktivität, darunter ist Polen. Dagegen meldeten neun Länder einen abnehmenden Trend, darunter sind Österreich und Spanien. In 18 Ländern wurde die Influenza-Aktivität als gleichbleibend stabil gemeldet.

    Weitere Informationen unter http://ecdc.europa.eu

    Quelle: Influenza-Wochenbericht für die 4. Kalenderwoche 2010 aus dem RKI in Zusammenarbeit
    mit der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) und dem NRZ für Influenza am RKI.

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  • 03Feb

    Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat am 3. Dezember 2009 ihre Impfempfehlung ausgeweitet und emp fiehlt, abgestuft nach Verfügbarkeit des Impfstoffes beginnend mit medizinischem Personal und chronisch Kranken alle Personen ab 6 Monaten zu impfen.

    Um die Einstellungen zur Impfung in der Bevölkerung und ggf. auftretende Änderungen auch in Abhängigkeit von der epidemiologischen Lage zu erfassen, hat das Robert Koch-Institut (Fachgebiet Impfprävention) eine telefonische Quer schnittserhebung zum Monitoring der Einstellung zur Impfung gegen die Neue Grippe in der Bevölkerung in Auftrag gegeben.

    In zweiwöchigem Abstand wurden kurz nach dem Start der Impfkampagne in Deutschland seit Kalenderwoche (KW) 47 (16.–18.11.2009) in bisher vier Erhebungsrunden bis KW 53 (28.–29.12.2009) durch forsa – Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH – jeweils ca. 1.000 Personen zur Neuen Influenza A/H1N1 befragt.

    Bei der Stichprobe handelt es sich um deutschsprachige, in Privathaushalten lebende Personen ab 14 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland. Die Befragung erfolgte mittels computergestützter Telefoninterviews (CATI) anhand eines strukturierten Fragebogens.

    Akute Krankheitssymptome

    Die Daten zeigen, dass akute Atemwegsinfekte im betreffenden Befragungszeitraum weit verbreitet waren. So gaben in den durchgeführten Befragungsrunden jeweils 17 % bzw. 18 % der Befragten an, dass sie im Zeitraum von 2 Wochen vor dem Interview an Atemwegsinfekten erkrankt waren. Häufiger galt dies für Personen, in deren Haushalt Kinder unter 18 Jahren leben. Während die unspezifische Abfrage von telefonischen Selbstangaben eine gewisse Grund krankheitslast ausweist, zeigen die spezifischen Daten des Sentinels der Arbeitsgemeinschaft Influenza im betreffenden Zeitraum einen kontinuierlichen Rückgang der Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen nach einem Gipfel in KW 46 bis zum Ende des Jahres 2009 (influenza.rki.de).

    Informationsbedarf und Risikoempfinden der Bevölkerung

    Der Anteil der Personen, die angeben, dass sie sich gut bzw. eher gut bezüglich der Neuen Influenza A/H1N1 informiert fühlen, ist zwischen den Erhebungsrunden signifikant von 52 % Mitte November auf 66 % Ende Dezember angestiegen.

    Die große Mehrzahl der Befragten schätzt die persönliche Gefahr für die Gesundheit durch die Neue Influenza A/H1N1 als niedrig bzw. eher niedrig ein. Die Wahrnehmung einer Gefährdung hat sich bis Ende Dezember weiter verringert und korrespondiert mit dem Rückgang der beobachteten Inzidenz der Erkrankungen an Neuer Influenza A/H1N1.

    Impfung gegen die Neue Influenza A/H1N1

    Zu Beginn der Erhebung in KW 47 gaben 5 % der befragten Personen über 14 Jahren an, dass sie sich gegen die Neue Influenza A/H1N1 haben impfen lassen. Im Verlauf der Impfkampagne ist diese Zahl angestiegen und hat sich auf 8 % der Befragten in KW 51 und in KW 53 stabilisiert.

    Für Kinder unter 14 Jahren können auf Basis der durchgeführten Erhebung keine Aussagen gemacht werden. Der Anteil der Personen, die noch beabsichtigen, sich gegen die Neue Influenza A/H1N1 impfen zu lassen, ist im betreffenden Zeitraum weiter zurückgegangen. Die Ergebnisse der Erhebung deuten an, dass auch bei Personen, für die eine Impfung gegen die Neue Influenza offiziell besonders empfohlen wird (medizinisches Personal, chronisch Kranke und Schwangere), eine Impfquote von insgesamt ca. 15 % möglicherweise nicht wesentlich überschritten wurde.

    Von den Befragten wurden als Hauptgrund, sich nicht impfen zu lassen, Unsicherheiten in Bezug auf den verwendeten
    Impfstoff angegeben. Die damit ausgedrückte Skepsis gegenüber dem Impfstoff steht im Widerspruch zu dem bislang in den Zulassungsstudien und in der Postmarketing-Surveillance beobachteten guten Sicherheitsprofil.

    Zusammenfassende Beurteilung

    Die in dieser Befragung erhobenen Impfquoten gegen die Neue Influenza A/H1N1 haben auch in den definierten Risikogruppen bislang nur ein niedriges Niveau erreicht. Der Anteil der Befragten, die sich gut informiert fühlten, stieg seit Beginn der Impfkampagne an. Der Großteil der Bevölkerung schätzt die Gefahr durch die Neue Influenza A/H1N1 zunehmend als gering ein.

    Quelle: Bericht aus dem Fachgebiet Impfprävention (FG 33) der Abteilung Infektionsepidemiologie des Robert Koch-Instituts, veröffentlicht im Epidemiologischen Bulletin Nr. 4 vom 01. Februar 2010.

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  • 03Feb

    Im Epidemiologischen Bulletin 04/2010 vom 01. Februar 2010 hat das Robert-Koch-Institut eine kurze Situationseinschätzung zur Verbreitung des Schweinegrippevirus A/H1N1 für die 3. Kalenderwoche 2010 ausgegeben:

    Nachfolgend der entsprechende Wortlaut:

    Deutschland

    Die Aktivität der ARE ist bundesweit in der 3. KW 2010 im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben und liegt weiter im Bereich der Hintergrundaktivität. In der 3. KW wurden im NRZ in 8 der 53 eingesandten Sentinelproben Influenza-Viren nachgewiesen, und zwar ausschließlich Neue-Influenza-A/H1N1-Viren. Die Positivenrate beträgt 15 % (95 % Vertrauensbereich: 6 %–28 %). Da die Positivenrate für die 3. KW 2010 im Vergleich zu den letzten Wochen in 2009 deutlich niedriger liegt, sollte bei grippetypischen Symptomen differenzialdiagnostisch verstärkt auch an andere Erreger akuter Atemwegserkrankungen gedacht werden.

    International, Ergebnisse der europäischen Influenzasurveillance durch EISN

    Für die 2. KW 2010 berichtet kein europäisches Land über eine sehr hohe oder hohe Intensität an Influenzaähnlichen Erkrankungen und/oder ARE, 4 Länder berichteten über mittlere Intensität und 22 Länder berichteten über niedrige Intensität. Drei Länder berichten über einen zunehmenden Trend der Influenza-Aktivität, darunter ist Österreich. Dagegen meldeten 12 Länder einen abnehmenden Trend, darunter sind Polen und das Vereinigte Königreich. In 11 Ländern wurde die Influenza-Aktivität als gleichbleibend stabil gemeldet.

    Weitere Informationen unter http://ecdc.europa.eu.

    Quelle: Influenza-Wochenbericht für die 3. Kalenderwoche 2010 aus dem RKI in Zusammenarbeit
    mit der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) und dem NRZ für Influenza am RKI.

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  • 25Jan

    Im Epidemiologischen Bulletin 03/2010 vom 25. Januar 2010 hat das Robert-Koch-Institut eine kurze Situationseinschätzung zur Verbreitung des Schweinegrippevirus A/H1N1 für die 2. Kalenderwoche 2010 ausgegeben:

    Nachfolgend der entsprechende Wortlaut:

    Deutschland

    Die Aktivität des Schweinegrippevirus ist bundesweit in der 2. Kalenderwoche 2010 im Vergleich zur Vorwoche zurückgegangen und liegt nun im Bereich der Hintergrundaktivität.

    International, Ergebnisse der europäischen Influenzasurveillance durch EISN

    Für die 1. Kalenderwoche 2010 berichtet kein europäisches Land über eine sehr hohe Intensität an Influenza-ähnlichen und/oder ARE, ein Land (Polen) berichtet über eine hohe Intensität, sechs Länder berichteten über mittlere Intensität und 20 Länder berichteten über niedrige Intensität.

    Informationen unter: http://ecdc.europa.eu

    Bericht der WHO

    In Nordafrika und Westasien gibt es Hinweise auf eine weiterhin relevante Influenza-Aktivität. In Ostasien bleibt das Neue-Influenza-Virus weitverbreitet, die Aktivität geht aber zurück.

    Weitere Informationen unter: http://www.who.int/csr/don/2010_01_15/en/index.html

    Quelle: Influenza-Wochenbericht für die 2. Kalenderwoche 2010 aus dem RKI in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) und dem NRZ für Influenza am RKI

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  • 18Jan

    Am 5. Januar 2010 war das Robert Koch-Institut über eine ungewöhnliche Häufung von Legionellen-Erkrankungen im Raum Ulm informiert worden.

    Mit Stand vom 13. Januar 2010 (18.00 Uhr) wurden 59 Legionellen-Erkrankungen, darunter vier Todesfälle, gemeldet. Alle bisher registrierten Erkrankten stammen aus Deutschland. Abgesehen von wenigen Ausnahmen leben oder arbeiten alle in Ulm oder Neu-Ulm. Die überwiegende Zahl der betroffenen Patienten sind männlichen Geschlechts und älter als 60 Jahre.

    Bei den meisten Erkrankten traten die ersten Symptome in der letzten Dezemberwoche auf. Der labordiagnostische Nachweis erfolgte mittels Urin-Antigen-Test oder PCR.

    Von den lokalen Behörden wurden mit Unterstützung der zuständigen Landesbehörden in Baden-Württemberg und Bayern sowie der Universitätsklinik Ulm umgehend Untersuchungen zur Identifizierung der Infektionsquelle eingeleitet. Diese Untersuchungen dauern zurzeit noch an.

    Anhand der bisher verfügbaren Informationen ergeben sich bislang keine Hinweise auf eine konkrete gemeinsame Infektionsquelle mit Ausnahme der Tatsache, dass die überwiegende Zahl der aufgetretenen Erkrankungen in Zusammenhang mit einem Aufenthalt (Wohnsitz, Arbeit, Besuch) in Ulm bzw. Neu-Ulm steht.

    Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte sowie die Öffentlichkeit wurden von den örtlichen Behörden über das aktuelle Geschehen in Kenntnis gesetzt. Gegenwärtig gibt es keine Hinweise darauf, dass auch Personen aus dem Ausland betroffen sind.

    Falls festgestellt werden sollte, dass sich an Legionellose Erkrankte in den 10 Tagen vor Erkrankungsbeginn in Ulm bzw. der näheren Umgebung von Ulm aufgehalten haben, wird gebeten, dies in der entsprechenden Meldung zu vermerken bzw. auch direkt das zuständige Gesundheitsamt in Ulm (E-Mail: gesundheitsamt@alb-donau-kreis.de) zu informieren. Ferner wird empfohlen, bei den betreffenden Erkrankten einen kulturellen Nachweis anzustreben bzw. gegebenenfalls respiratorisches Material an das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene des Universitätsklinikums Ulm (Prof. Dr. Andreas Essig) oder an das Konsiliarlabor für Legionellen an der Technischen Universität Dresden (Dr. Christian Lück) zu schicken.

    Quelle: Epidemiologisches Bulletin 2/2010 des Robert-Koch-Institutes vom 18. Januar 2010

    Weitere Informationen zu dem Thema Legionellose erhaltet ihr unter dem folgenden Link beim Robert-Koch-Institut:

    http://www.rki.de/cln_151/nn_205760/DE/Content/InfAZ/L/Legionellose/Legionellose__node.html?__nnn=true

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  • 14Jan

    Das Robert-Koch-Institut führt unter der Projektnummer CS-119-001 folgendes Projekt durch, dessen offizielle Start der 01.01.2010 war und das sich zur Zeit in Vorbereitung befindet:

    Hintergrund:

    Die Inzidenz von Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) und dem Hodgkin-Lymphom (HL) ist bei HIV-Patienten gegenüber der Normalbevölkerung deutlich erhöht. Im Gegensatz zu anderen opportunistischen Erkrankungen scheint seit Einführung der antiretroviralen Kombinationstherapie (cART) die Inzidenz von NHL deutlich weniger zu sinken, im Fall des Hodgkin-Lymphoms sogar zu steigen (Engels 2008). Obgleich bei NHL niedrige CD4-Zellen als Risikofaktor für die Entstehung eines NHL etabliert werden konnte, ist dies beim HL bisher nicht eindeutig gelungen. Widersprüchliche Ergebnisse resultieren aus den US HIV/AIDS Cancer Match Studie, die ein erhöhtes Risiko bei AIDS-Patienten mit moderater, aber nicht schwerer, Immunsupression zeigen konnte (Biggar 2006), und der Französischen Hospital Studie, die einen linearen Zusammenhang zwischen der Schwere der Immunsuppression und dem Risiko für die Entwicklung eines HL darstellen konnte (Fontas 2009).

    Neuere Daten aus der Schweizer-Kohorte zeigen, dass es bei HIV-infizierten Patienten, die ein Hodgkin-Lymphom entwickeln, in den 12 Monaten vor der Lymphomdiagnose zu einem Abfall der CD4-Helferzellen kommt (Clifford 2009). Ähnliche Resultate wurden in den in COHERE zusammengeschlossenen Kohorten beobachtet (nicht veröffentlicht, personal communication). Die Ursache hierfür ist unbekannt, insbesondere ist nicht geklärt, ob dieser CD4-Helferzellabfall Ursache oder Folge der Lymphomentwicklung ist. Diese Beobachtungen  bedürfen  weiterer gezielter Untersuchungen. Die ClinSurv -Kohorte erscheint uns dazu aufgrund Ihrer Größe und auch Ihrer Datenqualität als geeignet.

    Zielsetzung:

    Bestimmung des Verlaufs des zellulären Immunstatus im Zeitraum von mindestens einem Jahr (ggf. zwei Jahren) vor Diagnosestellung eines Hodgkin-Lymphoms im Vergleich zu dem Verlauf des zellulären Immunstatus bei HIV-infizierten Patienten, die ein NHL entwickeln und im Vergleich zu einer Kontrollgruppe HIV-infizierter Patienten, bei denen es zu keiner Entwicklung eines NHLs oder eine HLs gekommen ist. Die Untersuchung soll einerseits Patienten einschließen, die im Beobachtungszeitraum eine virologisch erfolgreiche cART eingenommen haben, und andererseits Patienten, die im Beobachtungszeitraum nicht antiretroviral behandelt wurden.

    Methode:

    Datenbankabfragen der ClinSurv -Datenbank. Nested case control study, Berechnung von Inzidenz-Raten, adjustierten „hazard ratios“ (HRs), „Weibull random-effects model“ „Multilevel linear regression“-Analyse.

    Klinischer Bezug, möglicher Nutzen:

    Die Untersuchungen können dazu beitragen, die Ätiologie der HIV-assoziierten Lymphomgenese besser zu verstehen sowie klinische Indikatoren zu entwickeln, die ggf. die frühzeitige Diagnose eines HL ermöglichen.

    Quelle: Robert-Koch-Institut vom 13. Januar 2010 unter http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Epidemiologie/Surveillance/ClinSurv/Projekte/CS-119-001.html

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  • 12Jan

    Im Epidemiologischen Bulletin 01/2010 vom 11. Januar 2010 hat das Robert-Koch-Institut eine kurze Situationseinschätzung zur Verbreitung des Schweinegrippevirus A/H1N1 für die 52. und 53. Kalenderwoche 2009 gegeben:

    Nachfolgend der entsprechende Wortlaut:

    Deutschland

    Die Konsultationsinzidenz ist für die Altersgruppen der Kinder und Jugendlichen in der 52. und 53. Kalenderwoche gesunken und für die Älteren von der 52. zur 53. Kalenderwoche etwa gleich geblieben. Präventiv wird der Schutz insbesondere der Risikogruppen durch die Impfung gegen die Neue Influenza A/H1N1 empfohlen. Bei einem Krankheitsbild, das einen schweren Verlauf befürchten lässt, oder bei Vorliegen von Risikofaktoren sollte die frühzeitige Therapie von Erkrankten mit grippetypischen Symptomen im Vordergrund stehen.

    International, Ergebnisse der europäischen Influenzasurveillance durch EISN

    In Europa berichtet nur Bulgarien für die 51. Kalenderwoche über eine ansteigende Influenza-Aktivität, während sie in 19 Ländern absinkt. Weiterhin dominiert das pandemische Influenzavirus A/H1N1, nur sporadisch werden andere Influenzaviren nachgewiesen. Obwohl in einigen osteuropäischen Ländern weiterhin eine hohe Intensität von respiratorischen Erkrankungen beobachtet wird und auch in Asien zum Teil noch weitverbreitete Influenza-Aktivität gemeldet wird, scheinen praktisch alle Staaten der Nordhalbkugel, die an die WHO berichteten, den Höhepunkt der Influenza-Aktivität mehr oder weniger weit überschritten zu haben.

    Weitere Informationen unter: http://ecdc.europa.eu

    Quelle: Influenza-Wochenbericht für die 52. und 53. Kalenderwoche 2009 aus dem RKI in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) und dem NRZ für Influenza am RKI

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