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  • 30Jun

    Eine Studie zur Ermittlung der Einflussgrössen auf den Verlauf der HIV-Erkrankung, der Verbreitung von HIV-Subtypen sowie der Übertragung resistenter Viren

    Seit Juli 1997 wird im Fachgebiet 34, HIV/AIDS und andere sexuell und durch Blut übertragbare Erkrankungen, des Robert Koch-Institutes in Zusammenarbeit mit Projekt 11, HIV-Variabilität und Molekulare Epidemiologie, die HIV-1-Serokonverterstudie durchgeführt. Im Rahmen dieser, durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten Untersuchung, werden Daten zum Krankheitsverlauf HIV-infizierter Menschen mit bekanntem Serokonversionszeitpunkt (HIV-Serokonverter) erhoben und analysiert. Seit September 2006 beteiligt sich die Serokonverterstudie gemeinsam mit den Universitäten Düsseldorf und Köln sowie dem Paul Ehrlich-Institut (PEI) an einem nationalen Surveillancesystem zur Erfassung resistenter HIV-Stämme. Ziel ist es, die Entwicklung primärer HIV-Resistenzen in Deutschland in großen Kollektiven umfassend epidemiologisch und virologisch zu untersuchen und bioinformatisch zu analysieren. Ein synergistischer Effekt für therapie-relevante Erkenntnisse wird aus den vergleichenden und projekt-übergreifenden Analysen der vier Teilprojekte des Resistenzverbundes erwartet.

    Die Ziele der HIV-Serokonverterstudie bestehen in:

    • der validen Schätzungen des Zeitintervalls zwischen HIV-1-Serokonversion und dem Auftreten AIDS-definierender Erkrankungen bzw. der Überlebenszeit nach HIV-1-Serokonversion;
    • der Analyse von Faktoren, die die genannten Zielvariablen beeinflussen.
    • der Untersuchung des Vorkommen und der Verbreitung von verschiedenen Subtypen in Deutschland.
    • der Bestimmung der Übertragungshäufigkeit von primärresistenten Viren im Studienkollektiv und der Frage, in wieweit eine Zunahme dieser Übertragungsfrequenz zu beobachten ist.

    Aufgrund der gewachsenen Studienpopulation sowie des längeren Beobachtungszeitraums lassen sich in der 5. Förderperiode Untersuchungen hinsichtlich des klinischen Erfolgs einer resistenztest-gestützten Therapie durchführen. Des Weiteren können nun vergleichende Analysen bezüglich auftretender Resistenzen sowie des Behandlungserfolges zwischen den Studienkollektiven der therapie-naiven und der therapierten Patienten erfolgen. Zusätzlich soll die Erfassung und Analyse von genetischen Eigenschaften (HLA-, TLR-, CCR5-Polymorphismen) und Koinfektionen (HBV, HCV, Syphilis) erweitert werden, um diese Marker in der Verlaufsanalyse stärker berücksichtigen zu können.  

    Die HIV-Serokonverterstudie bildet gemeinsam mit der in Nordrhein-Westfalen etablierten RESINA Kohorte (Universität Düsseldorf und Universität zu Köln) die Voraussetzung für die Langzeitbeobachtung einer definierten bundesdeutschen Kohorte und bildet so eine wichtige Datengrundlage für weiterführende Untersuchungen. Im Forschungsverbund soll die Etablierung einer nationalen Surveillance resistenter HIV vorangetrieben werden.

    Den vollständigen Bericht zur Serokonverterstudie könnt Ihr über den folgenden Link beim Robert Koch-Institut einsehen:

    http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Epidemiologie/Surveillance/SeroKon/Serokonverterstudie.html

    Quelle: Robert Koch-Institut – http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Epidemiologie/Surveillance/SeroKon/Serokonverterstudie.html

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch den folgenden Artikel:

    07. Dezember 2009 – Interaktion Syphilis und HIV 

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  • 08Jun

    Im Epidemiologischen Bulletin 22/2010 ist der HIV/AIDS-Jahresbericht erschienen: Die Themen im Jahresbericht sind die Entwicklung der HIV-Meldedaten, die Trends in den Hauptbetroffenengruppen, vorläufige Ergebnisse der sogenannten HIV-Inzidenzstudie sowie die Entwicklung bei den Aids-Erkrankungen:

    “Wir begrüßen, dass sich seit 2007 der in den Jahren davor beobachtete Anstieg der HIV-Neudiagnosen deutlich verlangsamt hat. Die Zahl der Neudiagnosen bei Männern, die Sex mit Männern haben, ist im Berichtszeitraum nur geringfügig um 3,3 Prozent angestiegen,” so Jörg Litwinschuh, Pressesprecher der Deutschen AIDS-Hilfe. “Wir sehen den Erfolg unserer Konzepte der strukturellen Prävention bestätigt – insbesondere unserer zielgruppenspezifische Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU zur Intensivierung der HIV-Prävention und Gesundheitsförderung bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM): www.iwwit.de.”

    Die höchste Zahl der HIV-Neudiagnosen bei MSM zeigt sich traditionell in den Altersgruppen der 25-29- und 30-39-Jährigen. In der Altersgruppe der 21-24-Jährigen gibt es allerdings seit 1993 den höchsten Wert bei den Neudiagnosen. Einen Teil dieses Anstiegs könnte in der sehr hohen HIV-Testbereitschaft dieser Altersgruppe begründet sein. So hat die DAH im Rahmen der ICH WEISS WAS ICH TU-Kampagne 2009 in sog. “HIV-Testwochen” die MSM-Zielgruppen gezielt zum Test “eingeladen”. Erreicht werden sollten vor allem HIV-Infizierte, die noch nichts von ihrer Infektion wissen, Männer mit erhöhtem Risikoverhalten sowie Männer, die Testangebote bisher eher nicht in Anspruch genommen hatten.

    Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stelle heute parallel die neuen Daten der Repräsentativerhebung “Aids im öffentlichen Bewusstsein 2009″. Die Befragung untersucht regelmäßig Wissen, Einstellungen und Verhalten der Bevölkerung zu HIV/Aids.

    Nachfolgend das Epidemiologische Bulletin Nr. 22 vom 07. Juni 2010 als PDF-Dokument zum Download:

    Epidemiologische Bulletin Nr. 22 des Robert Koch Institutes vom 07. Juni 2010

    Quelle: Pressemitteilung der Deutschen AIDS-Hilfe e. V. vom 08. Juni 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch den folgenden Artikel:

    07. Juni 2010 – HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen in Deutschland

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  • 07Jun

    Der Jahresbericht im Epidemiologischen Bulletin 22/2010 des Robert Koch Instituts beschreibt die Entwicklung und die Situation bei den HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen im Jahr 2009. Tabellarische und grafische Übersichten ergänzen und veranschaulichen die Auswertungen aus den Meldedaten.

    Das Epidemiologische Bulletin 22/2010 könnt Ihr unter dem folgenden Link beim Robert Koch Institut als PDF-Datei aufrufen:

    http://www.rki.de/cln_169/nn_1759378/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2010/22__10,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/22_10.pdf

    Ein wesentliches Ziel der epidemiologischen Überwachung (Surveillance) von Infektionskrankheiten ist das Erkennen von aktuellen Entwicklungen des Infektionsgeschehens. Die Bestimmung der Anzahl der HIV-Neuinfektionen pro Zeiteinheit (HIV-Inzidenz) ist methodisch schwierig und aufwändig. Die im Folgenden dargestellten Meldungen über HIV-Neudiagnosen dürfen weder mit der HIV-Inzidenz noch mit der HIV-Prävalenz (Anzahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehenden HIV-Infektionen) gleichgesetzt werden. Die Meldungen über HIV-Neudiagnosen erlauben auch keinen direkten Rückschluss auf den Infektionszeitpunkt, da HIV-Infektion und -Test zeitlich weit auseinander liegen können. Weitere Faktoren, die die Meldedaten beeinflussen können, sind das Angebot von Testmöglichkeiten, die Inanspruchnahme solcher Testangebote und das Meldeverhalten der Ärzte. Insbesondere Veränderungen dieser Parameter im Zeitverlauf können die Interpretation der Daten erschweren. Andere Datenquellen zur Abschätzung der HIV-Inzidenz sind rar, daher bieten die Meldungen über HIV-Neudiagnosen trotz aller Einschränkungen die derzeit bestmögliche Grundlage zur Abschätzung des aktuellen Infektionsgeschehens. Eine vom Robert Koch-Institut (RKI) durchgeführte und vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte deutschlandweite Studie zur Bestimmung des Anteils der kürzlich erworbenen HIV-Infektionen unter den HIV-Neudiagnosen ist zu Beginn des Jahres 2008 angelaufen. Vorläufige Ergebnisse aus dieser Studie fließen in diesen Bericht mit ein.

    Quelle: Epidemiologisches Bulletin Nr. 22 des Robert Koch Instituts vom 07. Juni 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch den folgenden Artikel:

    08. Juni 2010 – HIV/AIDS-Jahresbericht: keine nennenswerte Veränderung bei HIV-Neudiagnosen

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  • 02Jun

    Das Robert-Koch-Institut hat mit dem 01. Juni 2010 die Deutsch-Österreichischen Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV-1-Infektion auf seiner Internetseite bereitgestellt. Aus diesem Grunde möchte ich Euch an dieser Stelle darüber informieren:

    Diese Empfehlungen beruhen auf randomisierten kontrollierten Studien mit klinischen Endpunkten, randomisierten kontrollierten Studien mit Labormarkern als Endpunkten, Kohortenstudien und weiteren klinischen, pathophysiologischen und pharmakologischen Daten sowie der Meinung von Experten. Aufgrund der guten Korrelation zwischen den Surrogatmarkern HIV-RNA und CD4+-T-Lymphozytenzahl mit klinischen Endpunkten werden Zulassungsstudien in der Regel unter Verwendung dieser Surrogatmarker durchgeführt. Die Empfehlungen und der Begriff "HIV-Infektion" beziehen sich im Folgenden ausschließlich auf die Infektion mit HIV-1. Zur HIV-2-Infektion werden gesonderte Leitlinien erarbeitet.

    Ziel der antiretroviralen Therapie (ART) ist es, durch die Hemmung der HIV-Replikation infektionsbedingte Symptome zu unterdrücken, die Krankheitsprogression zu vermindern, eine Rekonstitution der zellulären Immunität zu erreichen und die chronische Immunaktivierung mit ihren resultierenden Entzündungsprozessen zu reduzieren. Die Prognose HIV-infizierter Patienten hat sich durch die ART erheblich verbessert. Bereits eine Senkung der Plasmavirämie um 0,6 bis 2 log10 vermindert Morbidität und Mortalität. Nur eine hohe antivirale Aktivität der Kombinationstherapie und eine Reduktion der Viruslast auf 20-50 RNA-Kopien/ml können jedoch Resistenzentwicklung und konsekutives Therapieversagen nachhaltig verhindern. Dabei ist die zuverlässige Einnahme der Medikation wesentlich für den Therapieerfolg.

    Die entsprechenden Leitlinien könnt Ihr beim Robert-Koch-Institut unter dem folgenden Link einsehen:

    Deutsch-Österreichische Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV-1-Infektion (Stand 04.03.2010)

    Diese Leitlinien umfassen folgende Inhalte:

    1. Deutsch-österreichische Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV-1-Infektion
    2. HIV-Therapie
    3. Verlaufskontrollen und Management der Therapie
    4. Medikamenteninteraktionen
    5. Offenlegung von Interessenkonflikten
    6. Literaturangaben

    Quelle: Veröffentlichung des Robert Koch Instituts vom 01. Juni 2010

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  • 27Mai

    Die Ergebnisse einer Forschergruppe des Robert Koch-Instituts sind Grundlage für die Entwicklung neuartiger Impfstoffe, die gezielt die zelluläre Immunantwort mobilisieren. Die Arbeit wurde kürzlich in der Fachzeitschrift Journal of Experimental Medicine veröffentlicht (Bachem et al.: Superior antigen cross-presentation and XCR1 expression define human CD 11c+ DC 141+ cells as homologues of mouse CD8+ dendritic cells). Die Forschungsarbeiten wurden von der Wilhelm Sander-Stiftung unterstützt.

    Die derzeitigen Impfstoffe – abgetötete oder abgeschwächte Erreger oder Bestandteile davon – haben ein gemeinsames Funktionsprinzip: sie regen die Herstellung von Antikörpern an, die an die Erreger binden und sie so unschädlich machen. Dieses Impfstoffprinzip hat viele Menschen vor schweren Infektionen bewahrt, etwa vor Pocken, Polio, Influenza oder Masern. Allerdings hat das Impfstoff-Prinzip einen deutlichen Mangel: Es wirkt nicht gegen Erreger, die sich in Körperzellen verstecken und dort nicht von den neutralisierenden Antikörpern erreicht werden. Dazu gehören u.a. Hepatitis C, HIV und Malaria. Die Impfstoffentwicklung kann aber auch noch durch andere Erregereigenschaften erschwert werden, etwa die laufende Veränderung der Oberflächenmoleküle (z.B. Influenza oder HIV), so dass die passgenauen Antikörper schnell ihre Wirksamkeit verlieren, oder wenn ein Erreger genau die Immunzellen befällt, die für die Abwehr nötig wären (z.B. HIV).

    Aus diesem Grund wird intensiv an neuen Impfstoff-Verfahren geforscht. Diese sollen neben den neutralisierenden Antikörpern (humorale Immunantwort) auch die "Killer-Zellen" oder zytotoxische T-Zellen mobilisieren (zelluläre Immunantwort). Sie wären in der Lage, in Zellen versteckte Erreger zu bekämpfen und könnten auch stabile Bestandteile von Erregern erkennen. Bisher waren diese Entwicklungsansätze jedoch erfolglos, weil unbekannt war, welche dendritischen Zellen die Killer-T Zellen ansprechen. Dendritische Zellen sind eine Art Wächterzellen des Immunsystems, die Erreger aufnehmen, zerlegen, Bruchstücke auf ihrer Oberfläche präsentieren und damit andere Abwehrzellen alarmieren.

    In den letzten Jahren war im Immunsystem der Maus eine kleine Untergruppe von dendritischen Zellen identifiziert worden, die auf die Mobilisierung von Killer-T Zellen spezialisiert sind. Es war allerdings bis jetzt unklar, ob diese speziellen dendritischen Zellen auch beim Menschen existieren. Hier ist jetzt den RKI-Wissenschaftlern ein wesentlicher Fortschritt gelungen. Sie isolierten aus menschlichem Blut alle sehr seltenen Untergruppen von dendritischen Zellen und untersuchten ihre Funktion. Hierbei wurde offenkundig, dass es auch beim Menschen eine Untergruppe von dendritischen Zellen gibt, die den Killer-T Zellen sehr effektiv Bestandteile von Erregern präsentieren und sie damit aktivieren. Es wurde auch deutlich, dass diese dendritischen Zellen von den bisherigen Impfstoffen nicht erreicht werden können.

    "Die Identifizierung solcher dendritischer Zellen, welche die zelluläre Immunabwehr mobilisieren, ist daher ein entscheidender Schritt für die Entwicklung neuartiger Impfstoffe", meint Richard Kroczek, Leiter der Arbeitsgruppe im Robert Koch-Institut. In der gleichen Zeitschrift veröffentlichten Arbeitsgruppen aus Frankreich und Australien ähnliche Erkenntnisse, das unterstreicht Bedeutung und Dynamik dieses Forschungsgebiets.

    Quelle: Pressemitteilung des Robert-Koch-Instituts vom 25. Mai 2010

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  • 01Apr

    Milzbrand (Anthrax) bei Drogenkonsumenten in Deutschland! Stand: 31. März 2010)

    Nachdem im Dezember 2009 ein Heroinkonsument in Aachen an Milzbrand (Anthrax) verstarb, wurde die Infektion nun bei einem weiteren Heroinkonsumenten in Aachen nachgewiesen.

    In Großbritannien erkrankten seit Dezember 2009 bereits 33 Heroinkonsumenten, von denen 11 starben.

    Als gemeinsame Quelle für die Infektionen in Deutschland und Großbritannien wird mit Milzbrand-Bakterien verunreinigtes Heroin vermutet. Möglicherweise wurde das Heroin bei der Herstellung oder beim Transport in einem der Herkunftsländer, in denen Milzbrand als Erkrankung bei Vieh vorkommt, mit Milzbrandsporen verunreinigt (z.B. durch "Strecken" des Stoffes mit Knochenmehl, Trocknen von Substanzen auf verunreinigtem Erdreich oder Transport in Taschen aus Tiermaterial).

    Das jetzige Auftreten eines weiteren Falles bei einem Heroinkonsumenten in derselben Region in Deutschland legt nahe, dass kontaminiertes Heroin weiter im Umlauf ist. Es ist nicht auszuschließen, dass es auch in anderen Bundesländern vertrieben worden sein könnte.

    • Wichtig: Man sieht es dem Stoff nicht an, ob er mit Milzbrandsporen verseucht ist.
    • Deshalb: Sollten Sie Heroin konsumiert haben und spezifische Krankheitssymptome (siehe unten) entwickeln, wenden Sie sich bitte SOFORT an einen Arzt! Machen Sie den Arzt auf die Möglichkeit einer Milzbrand-Infektion (Haut, Lunge, Darm) aufmerksam!
    • Die neu aufgetretene Milzbrand-Gefahr erhöht die gesundheitlichen Risiken des Drogenkomsums zusätzlich: Bitte beenden Sie Ihren Drogenkonsum!

      Mitarbeiter/innen von Kontaktläden, Drogenkonsumräumen, Drogenberatungsstellen, Suchtmediziner und Entzugs-/Rehabilitationskliniken helfen Ihnen dabei.

    • Falls Sie in ärztlicher Substitutionsbehandlung sind und zusätzlich Heroin konsumieren, versuchen Sie, wenigstens in der nächsten Zeit, den Beigebrauch zu stoppen bzw. zu reduzieren.

    Was ist Milzbrand?

    Milzbrand ist eine in Deutschland sehr seltene, bakterielle, Infektionskrankheit, die unbehandelt oft zum Tode führt. Darüber hinaus ist das Krankheitsbild bei Ärzten wenig bekannt, so dass eventuell nicht immer frühzeitig daran gedacht wird. Milzbrand kann behandelt werden. Die Behandlung sollte frühzeitig begonnen werden. Einen Impfstoff gibt es nicht.

    Symptome von Milzbrand:

    Nach Spritzen verunreinigten Stoffes droht Hautmilzbrand (häufigste Form) oder aber auch eine Hirnhautentzündung, die sich durch starke Kopfschmerzen äußert.

    Hautmilzbrand: An der Injektionsstelle bildet sich eine Schwellung, Rötung und Hautverhärtung. Diese ist typischerweise kaum schmerzhaft. Ein Abszess (eine Eiteransammlung) oder Blasen können sich bilden, dann "trocknet" der Bereich ein, und bildet eine dunkle, fast schwarze Stelle (daher der Name "Anthrax"). Es folgt eine Schwellung der gesamten Region (z. B. des Arms), daraufhin ein sehr schweres Krankheitsbild, das rasch zum Tod führen kann.

    Nach Rauchen/Schnupfen verunreinigten Stoffes droht Lungen- oder Darmmilzbrand.

    Lungenmilzbrand: Es kommt zu einer grippeartigen Erkrankung (Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Husten mit blutigem Auswurf, Atemnot) und innerhalb der nächsten Tage zu einem schweren, fast immer tödlichen Krankheitsbild.

    Darmmilzbrand: Bauchschmerzen, Blähungen, blutiger Durchfall, schwerstes Krankheitsbild mit möglicher Todesfolge.

    Übertragungswege:

    Man kann sich mit Milzbrand infizieren, wenn man verunreinigten Stoff (z.B. Heroin)

    • in die Vene oder die Haut/den Muskel spritzt
    • inhaliert (z. B. raucht und schnupft),
    • angefasst hat, und von den Sporen etwas in den Mund gelangt.

    Es gibt praktisch keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Für die Allgemein-bevölkerung besteht kein Infektionsrisiko.

    Weitere Informationsmöglichkeiten:

    Internetseite des Robert Koch-Institutes: www.rki.de

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch die folgenden Artikel:

    01. April 2010 – Robert Koch Institut: Zweiter Fall von Milzbrand bei einem Heroinkonsumenten in Nordrhein-Westfalen

    22. Februar 2010 - Milzbrand-Todesfall bei einem Heroinkonsumenten in Nordrhein-Westfalen

    08. Februar 2010 - Anthrax-Warnung für Heroinkonsumenten in London

    19. Januar 2010 - Information für Drogenkonsumenten - Milzbrand (Anthrax) bei Drogenkonsumenten in Deutschland

    15. Januar 2010 - Milzbrand-Todesfall bei einem i.v. Drogenkonsumenten in Nordrhein-Westfalen

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  • 22Mrz
    Tuberkulose ist weltweit die am häufigsten zum Tode führende heilbare Infektionskrankheit. In Deutschland wurden dem Robert Koch-Institut nach dem soeben erschienenen Bericht zur "Epidemiologie der Tuberkulose in Deutschland im Jahr 2008" insgesamt 4.543 Tuberkulosen übermittelt, im Jahr 2007 waren es 4.998 gewesen. "Dieser Trend kann aber nur durch ständige Aufmerksamkeit, aktiven Einsatz und verbesserte Tuberkulosekontrolle aufrecht erhalten werden", betont Prof. Dr. Reinhard Burger, Vizepräsident des Robert Koch-Instituts, anlässlich des Welttuberkulosetags am 24. März. Beim RKI laufen die Daten für Deutschland zusammen, insbesondere zu Behandlungsergebnissen und zur Resistenzsituation, das RKI ist auch nationaler Kontaktpunkt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Tuberkulose-Kontrolle.

    Mit dem diesjährigen Welttuberkulosetag ist die Hälfte der Zeit vorbei, die mit dem "Global Plan to Stop TB 2006 – 2015" für die Erreichung der Ziele gesteckt wurde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt für diesen Tag mit dem Motto "Aktiv gegen Tuberkulose: Neue Ideen für schnelleres Handeln" das Thema Innovationen in den Mittelpunkt. Der Globale Plan enthält dazu konkrete Forderungen im Bereich der Diagnostik (kostengünstige und leicht verfügbare "Point-of-care-Tests"), der Therapie (bis 2010 Verfügbarkeit des ersten neuen wirksamen Medikamentes seit über 40 Jahren) sowie der Prävention (Verfügbarkeit eines besser wirksamen Impfstoffs bis 2015). Obgleich auf diesen Gebieten Fortschritte zu verzeichnen sind, zeigt sich nach wie vor dringender Handlungsbedarf. So bereiten die Ausbreitung resistenter Tuberkuloseerreger und das zunehmende Auftreten von Tuberkulose-Koinfektionen in Osteuropa große Sorgen.

    Dies sind Schwerpunktthemen eines Symposiums am 22./23.3.2010 im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin-Mitte. Organisiert wird die Tagung von dem dort ansässigen Koch-Metschnikow-Forum (KMF), Teilnehmer sind Experten aus dem im In- und Ausland, darunter von der WHO, vom Europäischen Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention und aus besonders betroffenen Regionen. In Deutschland gibt es eine Reihe von Aktivitäten für die besonders betroffenen Regionen der Welt: So führt das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose ein Stipendienprogramm für osteuropäische und asiatische Gastärzte durch, neben weiteren nationalen und internationalen Projekten. Osteuropa ist auch der Schwerpunkt des KMF, einer deutsch-russischen Initiative des Petersburger Dialoges, das Kooperationsprojekte auf dem Gebiet der Bekämpfung der Infektionskrankheiten koordiniert und gestaltet.

    Das Nationale Referenzzentrum für Mykobakterien in Borstel führt, auch in seiner Funktion als Supranationales Referenzzentrum der WHO, Qualitätskontrollen zur Tuberkulosediagnostik in mehr als einem Dutzend Staaten durch, hilft beim Aufbau von Tuberkulose-Programmen und -Laboratorien, v.a. in den Staaten, die nach dem Zerfall der früheren Sowjetunion entstanden (NUS), und bietet Trainingskurse an. Die anfängliche Symptomatik der Tuberkulose ist meist uncharakteristisch; mögliche Allgemeinsymptome sind Gewichtsabnahme, Fieber, vermehrtes Schwitzen, Appetitmangel, Müdigkeit oder Zeichen eines grippalen Infektes. Respiratorische Beschwerden können in Form von Husten, Thoraxschmerzen und Atemnot auftreten. Jeder länger als drei Wochen bestehende Husten sollte daher weiter abgeklärt werden.

    Weitere Informationen: www.pneumologie.de/dzk www.kmforum.eu www.fz-borstel.de/cms/index.php?id=13 www.rki.de www.stoptb.org

    Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose, des Koch-Metschnikow-Forums, des Nationalen Referenzzentrums für Mykobakterien und des Robert Koch-Instituts vom 22. März 2010

    Zu dem Thema empfehle ich Euch auch die folgenden Artikel:

    22. März 2010 - Drug-resistant tuberculosis now at record levels

    22. März 2010 - Tuberkulose: Wir müssen handeln!

    22. März 2010 - Welt-Tuberkulose-Tag 2010 - Tuberkulose rechtzeitig bekämpfen

    17. Februar 2010 - Aktionsbündnis gegen AIDS fordert: Mehr Geld für Globalen Fonds - haltet die Versprechen!

    30. November 2009 - Welt-Aids-Tag 2009: Ärzte ohne Grenzen fordert von Pharmafirmen: Geben Sie Ihre Patente auf HIV/Aids-Medikamente in den Patentpool

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  • 18Mrz

    Unter dem Titel "MenschMikrobe - Das Erbe Robert Kochs und die moderne Infektionsforschung" starten die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Robert Koch-Institut (RKI) im Juni 2010 eine gemeinsame und in ihrer Form bisher einzigartige Wanderausstellung zur Infektionsmedizin. Die interaktive Schau bietet einen fundierten und allgemeinverständlichen Einblick in die Erforschung der Mikroben und verdeutlicht zugleich die historische und soziale Dimension von Infektionskrankheiten. "MenschMikrobe" wird am 02. Juni 2010 in Berlin eröffnet und ist dort bis 06. Juli 2010 und in der Folge in Bonn und Würzburg für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Anlass der Ausstellung ist der hundertste Todestag des Nobelpreisträgers und Mitbegründers der Bakteriologie, Robert Koch, am 27. Mai 2010.

    "Robert Koch hat mit seinen Entdeckungen nicht nur die Medizin, sondern auch unsere Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit bis heute entscheidend geprägt", unterstreicht Prof. Dr. Jörg Hacker, Mitinitiator der Ausstellung und bis zu seinem Wechsel an die Spitze der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina Präsident des RKI. Was sind Mikroben? Wie entstehen Infektionen? Wie lassen sich Seuchen  kontrollieren? Viele Antworten aus der Zeit Robert Kochs - der vor allem  durch die Identifizierung des Tuberkulosebazillus zu Weltruhm gelangte - sind heute immer noch gültig. Vieles andere, was man inzwischen über Infektionserreger und ihre faszinierenden molekularen Strategien weiß, ist überraschend und neu. "MenschMikrobe" greift diese Perspektive  auf und spannt einen Bogen von der Entdeckung der Mikroben durch Koch und seine Zeitgenossen zu den heutigen Herausforderungen der Infektionsmedizin. "Die Erforschung und Bekämpfung von Infektionen spielt weiterhin eine vordringliche Rolle", sagt Hacker. Beispiele dafür sind nicht nur neuartige Seuchen wie AIDS, SARS oder die Neue Influenza  ("Schweinegrippe"), sondern ebenso die hohe Zahl von Krankenhausinfektionen hierzulande oder die enorme sozioökonomische  Belastung vieler Entwicklungsländer durch infektiöse Erkrankungen.

    "Die Infektionsforschung ist verstärkt in den Fokus unserer Förderpolitik gerückt", bekräftigt der Präsident der DFG, Prof. Dr. Matthias Kleiner. Zahlreiche hochkarätige mikrobiologische Forschergruppen in Deutschland werden durch die DFG unterstützt, zudem fördert sie mit einer eigens konzipierten Afrika-Initiative die Kooperation zwischen deutschen und afrikanischen Infektiologen. "Wir möchten mit "MenschMikrobe" eine breite Öffentlichkeit einladen, sich von der modernen Infektionsforschung faszinieren zu lassen und sich zugleich mit ihrer  gesellschaftlichen Tragweite vertraut zu machen", beschreibt Kleiner den Kerngedanken der Ausstellung.

    In zehn Themenstationen beantwortet "MenschMikrobe" grundlegende Fragen - etwa nach der Natur der Mikroorganismen und der Funktion der Körperflora, nach den ökologischen und sozialen Entstehungsbedingungen von Seuchen, dem Nutzen und Nachteil der Antibiotika und den Möglichkeiten der Krankheitsverhütung. Die modern gestalteten Ausstellungswände aus Glas werden durch interaktive Exponate ergänzt, beispielsweise einem Pandemie-Simulationscomputer und einem Playmobil-Krankenhaus zum Erkennen potenzieller Infektionsquellen. Hörstationen erzählen zudem von den sozialen und kulturellen Auswirkungen historischer Seuchenereignisse wie der Pest in Florenz im Jahr 1348 oder der Cholera-Epidemie 1892 in Hamburg. Durch spezielle Kindertexte und eine eigene Kinderstation können grundlegende Zusammenhänge bereits an Kinder ab dem Grundschulalter vermittelt werden.

    "MenschMikrobe" wird durch die DFG mit Unterstützung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft sowie in Teilen aus Mitteln des RKI finanziert. Die Eröffnung von "MenschMikrobe" am 2. Juni in Berlin bildet zugleich den Höhepunkt einer Festwoche, die das RKI ab dem 27. Mai, dem Todestag von Robert Koch mit verschiedenen wissenschaftlichen und Publikumsveranstaltungen begeht.

    Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts und der Deutschen Forschungsgemeinschaft vom 18. März 2010

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  • 23Feb

    Das Robert Koch-Institut hat mit zwei Publikationen eine umfassende Darstellung des Krebsgeschehens in Deutschland vorgelegt: Die Veröffentlichung “Verbreitung von Krebserkrankungen in Deutschland” ist erstmals erschienen und enthält Schätzungen zur Zahl der Menschen, die derzeit an Krebs erkrankt sind (Prävalenz), getrennt nach ausgewählten Tumorformen. Die zweite Publikation ist die gemeinsam mit der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) herausgegebene neue Auflage von “Krebs in Deutschland”. Sie enthält Schätzungen zu Krebsneuerkrankungen von 1980 bis 2006 und erstmals auch Prognosen (für das Jahr 2010). Auch hier werden die Daten – Erkrankungs- und Sterberaten, Risikofaktoren, Trendverläufe sowie Überlebensaussichten – für ausgewählte Einzellokalisationen dargestellt.

    In Deutschland leben hochgerechnet auf 2010, geschätzte 1,45 Millionen Menschen mit einer Krebserkrankung (die höchstens fünf Jahre zuvor entdeckt wurde). Diese Zahl ist seit 1990 um 40% bei den Frauen und 90% bei den Männern gestiegen, was eine zunehmende Belastung für das Gesundheitswesen bedeutet. Gründe für den Anstieg sind die zunehmenden Zahl älterer Menschen (die meisten Krebserkrankungen treten vermehrt in höherem Alter auf), verbesserter Überlebensaussichten und teilweise gestiegene Erkrankungsraten, auch aufgrund verstärkter Früherkennungsmaßnahmen. Der höhere Anstieg bei den Männern ist auch eine Folge des zweiten Weltkriegs: Aufgrund der hohen Zahl gefallener Soldaten gab es in Deutschland lange vergleichsweise wenige ältere Männer. Diese “demografische Lücke” ist inzwischen weitgehend geschlossen.

    Die Zahl der Krebsneuerkrankungen lag 2006 bei rund 430.000 Menschen, seit 1990 ist diese Zahl der jährlichen Neuerkrankungen um fast 30 % angestiegen. Eine wichtige Ursache für den Anstieg ist auch hier die zunehmende Zahl älterer Menschen. Eine weitere Zunahme der Krebsfälle wird prognostiziert, für 2010 auf rund 450.000.

    Bislang können die bundesweiten Zahlen nur geschätzt werden, da noch nicht aus allen Bundesländern hinreichend vollzählige Meldungen in den Krebsregistern vorliegen. Die Datengrundlage für die Schätzung hat sich aber in den letzten Jahren stetig verbessert. Die Mitarbeit aller Ärzte, die an der Diagnostik, Therapie oder Nachsorge beteiligt sind, ist für eine vollständige Erfassung entscheidend. Auch Patienten können beitragen, indem sie ihren Arzt zur Meldung an das Krebsregister auffordern.

    Epidemiologische Krebsregister sind unverzichtbar, um Basisdaten unter anderem für die Suche nach Ursachen von Krebs oder für die Anforderung an Versorgungsmaßnahmen zu erhalten. Durch das 2009 in Kraft getretene Bundeskrebsregisterdatengesetz sind weitere Fortschritte in der Analyse und Darstellung des Krebsgeschehens zu erwarten. Die Bundesländer sind nun erstmals verpflichtet, dem Robert Koch-Institut flächendeckende und vollzählige Daten aus den Landeskrebsregistern zu übermitteln. Umgekehrt sollen die bundesweit aufbereiten Daten den Ländern rasch zur Verfügung gestellt und auch an Dritte für wissenschaftliche Auswertungen weitergegeben werden. Aus der Dachdokumentation Krebs des RKI wurde Anfang dieses Jahres das Zentrum für Krebsregisterdaten, ein eigenständiges Fachgebiet, das mit einer verbesserten personellen Ausstattung ein breiteres Aufgabenspektrum bearbeiten wird.

    Die Veröffentlichungen sind im Internet abrufbar (http://www.rki.de) und können kostenlos bestellt werden bei RKI, GEKID (http://www.gekid.de) und den Krebsregistern der Länder.

    Quelle: Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts vom 23. Februar 2010

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  • 17Feb

    Im Epidemiologischen Bulletin 06/2010 vom 15. Februar 2010 hat das Robert-Koch-Institut eine kurze Situationseinschätzung zur Verbreitung des Schweinegrippevirus A/H1N1 für die 5. Kalenderwoche 2010 ausgegeben:

    Nachfolgend der entsprechende Wortlaut:

    Deutschland

    Die Aktivität der ARE ist bundesweit in der 5. Kalenderwoche 2010 leicht angestiegen und liegt wie in der Vorwoche im geringfügig erhöhten Bereich. Die erhöhte ARE-Aktivität kann zurzeit nicht durch einen erneuten Anstieg der Infuenza-Aktivität erklärt werden, sondern scheint eher durch andere Erreger akuter respiratorischer Erkrankungen verursacht zu sein.

    Aktualisierte Antworten auf häufig gestellte Fragen zur “Neuen Grippe” unter:

    http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/FAQ__schweineinfluenza__tab__ges.html

    International, Ergebnisse der europäischen Influenzasurveillance durch EISN

    Die pandemische Erkrankungswelle hat ihren Höhepunkt in Europa überschritten, lediglich in Ost- und Südosteuropa wird für die 4. Kalenderwoche 2010 noch von fünf Ländern über eine mittlere klinische Aktivität berichtet (Bulgarien, Griechenland, Malta, Rumänien und die Slowakische Republik). Griechenland, Malta und die Slowakei medeten einen ansteigenden, Bulgarien und Rumänien einen sinkenden Trend in der Aktivität.

    Weitere Informationen unter:

    http://ecdc.europa.eu/en/Activities/Surveillance/EISN/Pages/home.aspx

    Bericht der WHO

    Weltweit hat die Influenza-Aktivität auf der Nordhalbkugel ihren Höhepunkt überschritten, in vielen Ländern liegen die Werte wieder im Bereich der Hintergrundaktivität. In China liegt die Positivenrate noch bei etwa 30 %, mit in den letzten Wochen abnehmender Aktivität von Influenza A/H1N1 und ansteigender Zahl von Influenza-B-Nachweisen. Aus den gemäßigten Regionen der Südhalbkugel wird lediglich über sporadische Influenzanachweise ohne Anzeichen fortgesetzter Übertragung berichtet.

    Weitere Informationen unter:

    http://www.who.int/csr/don/2010_02_5/en/index.html

    Quelle: Influenza-Wochenbericht für die 5. Kalenderwoche 2010 aus dem RKI in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) und dem NRZ für Influenza am RKI

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