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  • 05Mrz

    Die im Informationssystem “Gesundheitsberichtserstattung des Bundes” eingespeicherten gestaltbaren Tabellen aus der Statistik des Rentenzugangs der Deutschen Rentenversicherung Bund wurden um das Jahr 2008 ergänzt. Dies hat mich veranlasst, einmal aus dieser Statistik die entsprechenden durchschnittlichen Zugangsalter und die Anzahl der Rentenzugänge bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in der Gesetzlichen Rentenversicherung bei einer Virushepatitis und bei HIV herauszufiltern.

    Im Jahre 2008 lag hierbei das durchschnittliche Berentungsalter bei einer chronischen Virushepatitis für Männder bei 48,75 Jahren und für Frauen bei 49,26 Jahren. Bei einer HIV-Infektion lag das durchschnittliche Berentungsalter für Männer bei 45,40 Jahren und für Frauen bei 44,57 Jahren.

    Weitere statistische Informationen könnt Ihr der von mir erstellten Übersicht unter dem folgenden Link entnehmen:

    Übersicht zum durchschnittlichen Zugangsalter und Anzahl der Rentenzugänge bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in der Gesetzlichen Rentenversicherung bei Viurshepatitis und HIV

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  • 30Jan

    In Deutschland leiden ca. 1,5 bis 2,5 Millionen Menschen an einer chronischen Lebererkrankung, die meist durch chronische Virushepatitis, Stoffwechselkrankheiten und übermäßigen Alkoholkonsum verursacht wird. In Folge einer Leberzirrhose entwickelt sich häufig eine hepatische Enzephalopathie (HE). Diese Hirnfunktionsstörung wird verursacht durch die unzureichende Entgiftungsleistung der Leber. In leichten Stadien bleibt sie oft unbemerkt, beeinträchtigt aber die Reaktionsfähigkeit und damit die Fahreignung betroffener Personen, die somit eine potentielle Gefahrenquelle im Straßenverkehr darstellen. Bisherige Untersuchungen zu dieser Thematik lieferten sehr widersprüchliche Ergebnisse. Eine jüngst in der Fachzeitschrift Gastroenterology veröffentlichte Studie der Düsseldorfer Leberforscher unter Leitung von Prof. Dr. Dieter Häussinger kommt zu dem Schluss, dass eine objektivierbare Einschätzung der Fahreignung ausschließlich durch einen realen Fahrtest bei unterschiedlichen Stressbedingungen zu erreichen ist (Kircheis et al., Gastroenterology 2009; 137:1706-1715). Die Bestimmung der Fahrtüchtigkeit mit Computertests, wie sie zur Schweregradbeurteilung der HE ebenfalls Anwendung findet, sind nicht geeignet, um eine Fahrtauglichkeit im Einzelfall vorauszusagen. Eine generelle Ablehnung der Fahrtüchtigkeit zirrhotischer Patienten mit leichter Enzephalopathie ist deshalb nicht gerechtfertigt, sondern bedarf der Überprüfung im Einzelfall.
     
    Ob und ab welchem Schweregrad einer Hepatischen Enzephalopathie mit neuropsychologischen Defiziten gerechnet werden muss, die eine Fahreignung ausschließen, war Gegenstand der publizierten Untersuchung. Sie wurde an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie (Direktor Prof. Dr. Dieter Häussinger) des Universitätsklinikums Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) durchgeführt. 
      
    Im Rahmen der Studie wurden 51 Zirrhosepatienten mit unterschiedlichen Schweregraden der HE und 48 altersentsprechende Kontrollpersonen im Rahmen von realen Fahrtests mit unterschiedlichen Belastungssituationen, von Labor- sowie von neu entwickelten "In-Car" computerpsychometrischen Untersuchungen, und einer Fahrlehrerbeurteilung untersucht. Dabei wurde die individuelle Fahrleistung mittels eines mit multiplen Sensoren und Kameras ausgerüsteten Spezialfahrzeugs objektiviert.
     
    Die Gruppenanalyse zeigte, dass bei Zirrhosepatienten im Vergleich zu der lebergesunden Kontrollgruppe in allen drei Testverfahren mit zunehmendem Krankheitsstadium schlechtere Fahrleistungen auftreten. Bereits Personen mit sehr leichter Enzephalopathie machten bei erhaltener Reaktionsgeschwindigkeit überdurchschnittlich viele Fehler beim Fahren, während mit zunehmender Enzephalopathie auch die Reaktionsgeschwindigkeit verlangsamt war. Im Einzelfall war auf der Grundlage der HE-Schweregradbeurteilung (West-Haven Kriterien) keine sichere Voraussage über die Fahrtauglichkeit möglich.
     
    Erstaunlich war, dass Zirrhosepatienten bezüglich ihrer Fahrleistung unkritisch waren und diese überschätzten. Bei 25 von 94 Patienten wurden abweichende Resultate zwischen der realen Fahrprobe und dem Urteil des Fahrlehrers und den Resultaten computerpsychometrischer Test nachgewiesen. Dies spricht dafür, dass computerpsychometrische Testbatterien entsprechend der Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung nicht sensitiv genug sind, um kognitive Defizite dieser Patientengruppe in ihrer Gesamtheit zu erfassen.
     
    Die Resultate sprechen dafür, dass die Entscheidung betreffs einer Fahrtüchtigkeit zirrhotischer Patienten auf individueller Basis durch einen Realfahrtest erfolgen sollte.
     
    Gastroenterology (Journal): http://www.gastrojournal.org/aims

    Publikation: Kircheis et al., Gastroenterology 2009; 137:1706-1715.

    Quelle: Pressemitteilung der Heinrich Heine Universität Düsseldorf vom 22. Januar 2010

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  • 14Dez

    Universitätsklinikum Heidelberg LogoNeuer Sonderforschungsbereich in Heidelberg ab Januar 2010 / Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert mit 12 Millionen Euro

    Das Leberkarzinom besitzt große klinische Bedeutung. Es ist weltweit der fünfthäufigste bösartige Tumor und die dritthäufigste tumorbedingte Todesursache. Seine Erforschung und Behandlung wird durch die Einrichtung eines neuen überregionalen Sonderforschungsbereiches vorangetrieben, bei dem die Medizinische Fakultät Heidelberg die Federführung hat.

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert ab Januar 2010 den Transregio-Sonderforschungsbereich (SFB/TRR77) "Leberkrebs - von den molekularen Entstehungsmechanismen bis zur gezielten Therapie" für zunächst vier Jahre mit insgesamt 12 Millionen Euro. In diesem SFB haben sich 40 namhafte Wissenschaftler der Universität Heidelberg, der Medizinischen Hochschule Hannover, des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg sowie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung, Braunschweig, in insgesamt 23 wissenschaftlichen Projekten zusammengefunden. Sprecher ist Professor Dr. Peter Schirmacher, Direktor des Pathologischen Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg. 

    "Die Leberkrebsforschung in Deutschland ist bereits jetzt hervorragend aufgestellt und international in der Spitzengruppe angesiedelt", erklärt Professor Schirmacher. "Im neuen SFB haben sich jetzt Deutschlands führende Wissenschaftler auf diesem Gebiet zusammengefunden, um über viele Jahre gemeinsam und fokussiert neue Wege bei der Leberkrebsforschung zu gehen. Viele der Projekte geben Anlass zur Hoffnung, dass hieraus neue Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten sowie verbesserte Nachweisverfahren erwachsen."

    Neue Maßnahmen zur Vorbeugung, Diagnostik und Therapie

    Ziel des Verbundes ist es, die molekularen Mechanismen der Leberkrebsentstehung von der auslösenden chronischen Lebererkrankung bis zum metastasierenden Krebsleiden zu untersuchen, zu verstehen und in neue präventive, diagnostische und therapeutische Maßnahmen umzusetzen. Der Verbund baut auf bestehenden, langjährigen und ausgesprochen erfolgreichen Forschungsprojekten an den Standorten Heidelberg und Hannover auf.

    Sonderforschungsbereiche stellen die wichtigste und umfassendste Verbundforschungsförderung der DFG dar. In ihnen werden umfassende und international konkurrenzfähige, an ein bis drei Standorten angesiedelte Forschungsvorhaben über Förderperioden von jeweils 4 Jahren mit einer maximalen Gesamtlaufzeit von 12 Jahren gefördert.

    Bislang wenige Therapieoptionen bei Leberkrebs

    In fast allen Ländern ist eine deutliche Zunahme der Leberkrebsfälle zu verzeichnen; hinzu kommen nur geringe Behandlungsmöglichkeiten und eine ausgesprochen schlechte Prognose. Wenn der Tumor nicht vollständig entfernt werden kann, ist er nicht zu heilen.

    Auf der anderen Seite sind die Ursachen, die zum Leberkrebs führen (chronische Virushepatitis, Leberzirrhose durch alkoholbedingte oder nicht-alkoholische Fettlebererkrankung) gut bekannt und es existieren gute Modellsysteme, um die Mechanismen der Leberkrebsentstehung zu untersuchen. Die am SFB beteiligten Forscher sind daher überzeugt, durch ihre Untersuchungen wesentliche Beiträge für neue und wirkungsvolle Behandlungsformen beim Leberkrebs zu erbringen.

    Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg vom 14. Dezember 2009

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