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  • 01Dez

    Deutsche AIDS-StiftungCelebrities designen zugunsten der Deutschen AIDS-Stiftung

    Gemeinsam sind  wir stark: In diesem Jahr holt sich Kiehl’s Since 1851 Verstärkung aus der deutschen Celebrity- und Kult- und Sport-Szene und lanciert zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember 2009 individuell designte Karten von Heike Makatsch, Irma, Kristin Boese und Wotan Wilke Möhring. Seit 1996 konnten weltweit durch die alljährlichen Kiehl’s Aktionen zum Welt-AIDS-Tag dank der Großzügigkeit der Kiehl’s-Kunden 1 Million Dollar gespendet werden.

    Einzigartige Unterstützung von vier deutschen Celebrities

    In Deutschland hat sich Kiehl's wieder etwas Spezielles ausgedacht: vier deutsche Celebrities der Kult- und Sport-Szene haben ihre Unterstützung angeboten und kreierten vier ganz individuelle Karten, inspiriert durch die Welt von Kiehl's. Jedes Karten-Paket enthält zehn Klappkarten mit Umschlägen und kostet 12,50 Euro. Der Reinerlös geht an die Deutsche AIDS- Stiftung.

    Heike Makatsch

    Die deutsche Schauspielerin hat gemeinsam mit Ihrer Tochter zu Papier und Buntstift gegriffen. "Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Kiehl's den Welt-AIDS-Tag zu unterstützen!". Heike Makatsch brillierte dieses Jahr unter anderem in der Kinoproduktion Hilde.

    Irma

    Irma weiß, was in ist und vorallem was demnächst Kult wird! Über Ihren Blog www.irmasworld.de erfährt der Trendsetter die neuesten Tipps zu Beauty, Fashion und Reisen, illustriert durch die sexy, shopping Queen Irma. Die New Yorker Beautywelt von Kiehl's hat Irma gleich zu zwei Karten inspirert.

    Kristin Boese

    Die mehrfache Kitesurf-Weltmeisterin Kristin Boese hat für ihre Charity Karte ein Kollage aus Zeichnungen und Fotos kreiert. Die zauberhafte Welt von Kristin zeigt die sonnige Mischung aus Himmerl, Meer und der Freiheit des Fliegens durch das Kite Surfen.

    Wotan Wilke Möhring

    Der 42jährige deutsche Schauspieler hat seine Charity-Karte unter das Motto "Stay Wise, Stay Safe" gestellt und die typsiche Aids-Schleife in den Mittelpunkt seiner Kreation gestellt.Wotan Wilke Möhring spielt diesen Herbst in zwei großen Kinoproduktionen.

    Reinerlös zugunsten der Deutschen AIDS-Stiftung:

    Der Reinerlös aus dem Verkauf der Ultimate Strenth Hand Salve kommt in Deutschland der Deutschen AIDS-Stiftung zugute: Die Deutsche AIDS-Stiftung ist die größte AIDS-Hilfsorganisation in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Unterstützung bietet. Die Stiftung hilft seit mehr als 20 Jahren bedürftigen Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und die Unterstützung von Projekten wie beispielsweise Betreutes Wohnen. Die Stiftung unterstützt zudem viele Hilfs- und Präventionsprojekte, die sich speziell an Migranten wenden. Darüber hinaus fördert die Stiftung seit dem Jahr 2000 internationale Hilfsprojekte mit Modellcharakter, etwa für Aidswaisen, Jugendliche, Mütter und ihre Kinder, vor allem im südlichen Afrika. Hier engagiert sich die Stiftung in Namibia, Südafrika und Mosambik. Seit Gründung der Stiftung im Jahr 1987 gingen rund 64.000 Anträge ein und Betroffenen konnte mit insgesamt 37 Millionen Euro geholfen werden.

    Limited Edition:

    VK, 12 Euro: Die 10 Klappkarten inklusive Umschläge kosten 12 Euro. Der Reinerlös geht an die Deutsche Aids-Stiftung.

    Quelle: Pressemitteilung der Deutschen AIDS-Stiftung

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  • 01Dez

    2007_Uganda_HIVAIDS Quelle: HRW

    New York - Bemühungen zur HIV-Prävention und viel versprechende antiretrovirale Präventionsmaßnahmen werden durch Strafgesetze erschwert, die sich gegen HIV-Positive und Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko richten, so Human Rights Watch heute zum Welt-AIDS-Tages.

    Der diesjährige Welt-AIDS-Tag steht unter dem Motto "Universeller Zugang und Menschenrechte" und verknüpft das Ziel des allgemeinen Zugangs zu HIV-Prävention, -Behandlung und -Pflege mit der Erkenntnis, dass der Achtung der Menschenrechte beim weltweiten Kampf gegen AIDS eine entscheidende Rolle zukommt. Wie sich ein allgemeiner Zugang zu medizinischer Behandlung erreichen ließe, stand im vergangenen Jahr im Mittelpunkt zahlreicher Debatten über antiretrovirale Behandlungsmethoden als Teil einer umfassenden Strategie zur HIV-Prävention. Mathematische Modellrechnungen ergaben, dass die frühe und allgemeine Anwendung antiretroviraler Behandlungsmethoden in Verbindung mit Präventionsprogrammen Neuinfektionen mit HIV endgültig ein Ende bereiten könnte.

    "Es wird immer deutlicher, dass die Antiretroviraltherapie einen bedeutenden Beitrag zu umfassenden Präventionsstrategien leisten könnte", so Joe Amon, Direktor der Abteilung Gesundheit und Menschenrechte von Human Rights Watch. "Doch wenn wir Menschenrechtsverletzungen und Strafgesetze, die sich gegen HIV-Positive und Menschen mit einem hohen Infektionsrisiko richten, nicht entgegentreten, lässt sich das Potential solcher präventiver Behandlungsmethoden nicht ausschöpfen."

    In vielen Teilen der Welt kriminalisieren Gesetze HIV-Positive und Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko, etwa Prostituierte, Drogenkonsumenten und Homosexuelle. Solche Gesetze leisten der Stigmatisierung und Diskriminierung Vorschub, erschweren den Zugang zu HIV-Aufklärung und Behandlung und tragen so zur Ausbreitung des Virus bei. Andernorts halten Gesetze, die die Übertragung des HI-Virus unter Strafe stellen, Menschen davon ab, sich auf HIV testen zu lassen. Denn Personen, die ihren HIV-Status kennen, drohen dann Strafen, während jene, die sich ihrer Infektion nicht bewusst sind, nichts zu befürchten haben.

    Anfang November veröffentlichte Human Rights Watch eine zehnseitige Stellungnahme zum Entwurf eines neuen HIV/AIDS-Gesetzes in Uganda, der verpflichtende HIV-Tests, den Zwang zur Offenlegung der Ergebnisse sowie Strafen für die "versuchte Übertragung" von HIV vorsieht. Das ugandische Parlament berät auch über ein Gesetz, laut dem der Einsatz für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender mit sieben Jahren Haft bestraft werden könnte. Bis zu drei Jahre Freiheitsentzug würden jedem drohen, der es unterlässt, eine mutmaßlich schwule oder lesbische Person anzuzeigen. Für HIV-Positive, die einvernehmlichen homosexuellen Geschlechtsverkehr haben, sieht der Gesetzentwurf die Todesstrafe vor, unabhängig vom Risiko einer HIV-Übertragung und selbst wenn der Sexualpartner ebenfalls das HI-Virus trägt.

    Seit 2005 haben 14 afrikanische Staaten HIV-spezifische Gesetze erlassen, die es ermöglichen, HIV-Positive für jegliche sexuelle Aktivität zu bestrafen, selbst wenn sie Kondome benutzen und ungeachtet der Meldepflicht und des tatsächlichen Infektionsrisikos. In einer Reihe von Ländern gilt die Übertragung von HIV von der Mutter zum Kind als Straftat, auch wenn antiretrovirale Behandlungsmethoden nicht verfügbar sind. Nach dem Gesetzentwurf in Uganda bleibt zwar die Übertragung von HIV vor oder bei der Geburt straffrei; Mütter können jedoch strafrechtlich verfolgt werden, wenn ihre Kinder sich über die Muttermilch mit dem HI-Virus infizieren.

    "In vielen Ländern scheitert die HIV-Prävention nicht an unserer Unfähigkeit, wirksame Präventionsprogramme zu entwickeln, sondern am Unwillen der Regierungen, sie umzusetzen und dafür zu sorgen, dass diese Programme alle Betroffenen erreichen", so Amon. "Behandlungsmethoden gegen HIV, die im Rahmen umfassender Präventionsprogramme großes Potential besitzen, könnten in ähnlicher Weise sabotiert werden, wenn Regierungen weiter kriminalisierende Gesetze erlassen und die Menschenrechte missachten."

    Quelle: Pressemitteilung von Human Rights Watch vom 25. November 2009

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  • 30Nov

    München/Berlin - Einen Tag vor dem Welt-Aids-Tag hat Ärzte ohne Grenzen mit einer Aktion auf dem Münchner Odeonsplatz die Pharmafirmen aufgefordert, ihre Patente auf HIV/Aids-Medikamente in einen Patenpool zu geben. Mitarbeiter der Organisation haben eine überdimensionale Pille über einen roten Teppich getragen und in einen Pool geworfen – symbolisch für die Patente der HIV/Aids-Medikamente, die die Pharmafirmen in den Patentpool geben sollen. In einem solchen Patentpool stellen Patentinhaber ihre Patentrechte anderen Herstellern für ärmere Länder zur Verfügung. Für Millionen HIV/Aids-Patienten wären die Auswirkungen eines Patentpools enorm. "Mithilfe dieser Patente können lebensnotwendige Medikamente entwickelt und zu erschwinglichen Preisen als Generika produziert werden", sagte Oliver Moldenhauer, Koordinator der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland.

    Nach aktuellen Angaben des HIV/Aids-Programms der Vereinten Nationen (UNAIDS) leben heute 33,4 Millionen Menschen mit dem Aidserreger HIV. Die Zahl der Todesfälle ist dank zunehmender Behandlung von HIV etwas zurückgegangen. Dieser Erfolg ist jedoch gefährdet. "Bei vielen unserer Patienten haben sich Resistenzen gebildet. Sie müssen nun zu neueren wirksameren Medikamenten wechseln. Im Moment sind diese aber für sie entweder nicht verfügbar oder nicht bezahlbar", erklärte Moldenhauer.

    Ärzte ohne Grenzen unterstützt daher die Idee des Patentpools und wirbt seit einigen Wochen dafür mit der E-Mail-Kampagne "Geben Sie Ihre Patente in den Pool!", denn am 14./15. Dezember wird entschieden, ob der Patentpool von der internationalen Organisation UNITAID eingerichtet wird. UNITAID ist eine von 35 Staaten getragene Institution, die sich für einen besseren Zugang zu Medikamenten für HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria einsetzt. "Die Pharmafirmen müssen jetzt erkennen, dass es an ihnen liegt, die Patentblockade aufzuheben, damit Millionen HIV/Aids-Infizierte den bezahlbaren Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten erhalten", sagte Moldenhauer.

    Ärzte ohne Grenzen behandelt derzeit mehr als 140.000 HIV/Aids-Patienten in rund 30 Ländern weltweit. Gleichzeitig betonte die Organisation, wie wichtig die Finanzierung der Bekämpfung von HIV/Aids ist. "Hier ist die neue Bundesregierung gefragt. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel müssen jetzt zeigen, wie ernst sie die Zusagen der G8-Gipfel nehmen", so Moldenhauer.

    Der deutsche Beitrag zur Finanzierung der Gesundheit in den ärmeren Ländern muss massiv erhöht werden, um die Zusagen der G8-Gipfel von 2007 und 2008 zu erfüllen. Die Aktionen im Rahmen der Patentpool-Kampagne zeigen Wirkung. Zahlreiche Pharmafirmen haben mit UNITAID Gespräche über eine Teilnahme am Patentpool aufgenommen. Inzwischen haben sich rund 15.000 Menschen mit mehr als 140.000 E-Mails an der Kampagne beteiligt. 

    Interessierte können auf www.aerzte-ohne-grenzen.de/emailkampagne die Pharmafirmen auffordern, die Patente auf die wichtigsten HIV/Aids-Medikamente in den Pool zu geben.

    Quelle: Pressemitteilung von Ärzte ohne Grenzen www.aerzte-ohne-grenzen.de vom 30. November 2009

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  • 30Nov

    Dr. Hiroki NakataniAm Vorabend zum Welt-Aids-Tag 2009 veröffentlicht die WHO neue HIV-Empfehlungen zur Behandlung, Prävention und Säuglingsbehandlung basierend auf den aktuellsten wissenschaftlichen Ergebnissen.

    Die WHO empfiehlt nun den früheren Beginn der antiretroviralen Therapie bei Erwachsenen und Jugendlichen, die Lieferung von verträglicheren antiretroviralen Medikamenten und die längere Einnahme der Medikamente zur, um die HIV-Übertragung von HIV-positiven Müttern während der Stillzeit auf ihre Säuglinge zu reduzieren. Zum ersten Mal empfiehlt die WHO, dass HIV-positive Mütter oder die Säuglinge während der Stillzeit antiretrovirale Medikamente einnehmen sollen, um die HIV-Übertragung zu verhindern.

    "Diese neuen Empfehlungen beruhen auf den aktuellsten, verfügbaren Daten," sagte Dr. Hiroki Nakatani, stellvertretender Generaldirektor der WHO für HIV/AIDS, TB, Malaria und tropische Erkrankungen. "Die Umsetzung der Empfehlung wird es mehr Menschen in Gebieten mit einer hohen HIV-Rate ermöglichen, ein längeres und beschwerdefreieres Leben zu führen."

    Weltweit leben ungefähr 33,4 Millionen Menschen mit HIV oder Aids und jährlich infizieren sich 2,7 Millionen Menschen neu. HIV und Aids sind mittlerweile der Hauptgrund für die Sterblichkeit bei Frauen im gebährfähigen Alter.

    Die neuen HIV-Empfehlungen

    2006 empfahl die WHO mit einer antiretroviralen Therapie zu beginnen, wenn die Anzahl der CD4-Zellen unter 200 oder tiefer  fallen, also zu dem Zeitpunkt an dem sich normalerweise HIV-Krankheitssymptome zeigen. Seitdem haben Studien und Untersuchungen klar ergebenm dass der frühere Beginn der Therapie die Sterblichkeits- und Erkrankungsrate reduziert. Aktuell empfiehlt die WHO daher mit der Therapie bei allen HIV-positiven Patienten einschließlich schwangerer Frauen unabhängig von Krankheitssymptomen bei einer CD4-Zellzahl von 350 zu beginnen.

    Die WHO empfiehlt ebenfalls, dass der Einsatz von Stavudin (Zerit) oder d4T stufenweise eingestellt werden soll, da diese Medikamente langfristig irreversible Nebenwirkungen haben. Da es sich bei Stavudin um ein günstiges und gut verfügbares HIV-Medikament handelt, wird dieses Präparat in den Entwicklungsländern zur First-Line-Therapie verwendet. Als Alternative werden Retrovir (Zidovudin) von GlaxoSmithKline und Viread (Tenofovir) des Herstellers Gilead empfohlen, die weniger toxisch und ebenso wirkungsvoll sind.

    Verhinderung der Mutter-zu-Kind-Übertragung und Senkung der Kindersterblichkeit

    2006 empfahl die WHO, dass HIV-positive Schwangere ab Beginn der 28 Schwangerschaftswoche mit einer antiretroviralen Therapie beginnen sollten, um die Mutter-zu-Kind-Übertragung zu verhindern. Damals gab es nur ungenügende Beweise für die Schutzwirkung einer Therapie während des Stillens. Seitdem haben mehrere klinische Untersuchungen die Wirkung der Therapie bestätigt. Die aktuelle Empfehlung der WHO ist daher, die Therapie mit antiretroviralen Medikamenten in der 14. Schwangerschaftswoche zu beginnen und bis zum Ende der Stillperiode weiterzuführen.

    Die WHO empfiehlt jetzt, Säuglinge bis zum 12. Lebensmonat zu stillen, vorausgesetzt, dass die HIV-positive Mutter oder der Säugling antiretrovirale Medikamente während dieser Zeit einnehmen. Das reduziert die Gefahr der HIV-Übertragung und verbessert die Überlebenschance des Säuglings.

    "In den neuen Empfehlung signalisieren wir ganz klar, dass Stillen eine gut Entscheidung auch für HIV-positive Mütter ist, die Zugang zu einer antiretroviralen Therapie haben," sagte Daisy Mafubelu, stellvertretende Generaldirektorin der WHO für Familie und Gesundheitswesen.

    Die ausführliche Empfehlung der WHO in englischer Sprache könnt ihr über den folgenden Link einsehen:

    http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2009/world_aids_20091130/en/index.html

    Quelle: Presseinformation der WHO vom 30. November 2009

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  • 30Nov

    Androulla VassiliouIm Vorfeld des Welt-Aids-Tages 2009 (1. Dezember) kann die Europäische Kommission mitteilen, dass sie über eine Milliarde Euro für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria aufgebracht hat. Als Gründungsmitglied des Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria hat die Europäische Kommission für den Zeitraum 2002-2010 bislang Mittel in Höhe von 1,0725 Mrd. EUR zugesagt. In jüngster Zeit ist sie weitere politische Verpflichtungen eingegangen, das gemeinsame Engagement noch zu verstärken und zu verbessern. Den jüngsten Angaben zufolge ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen in den vergangenen acht Jahren um 17 % zurückgegangen, wobei die größten Fortschritte in den Ländern südlich der Sahara zu verzeichnen sind. Nichtsdestoweniger leben weltweit 33 Millionen HIV-Infizierte. Am schnellsten breitet sich die Epidemie in den osteuropäischen Nachbarländern der Europäischen Union aus.

    Karel de Gucht, EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, erklärte: "Ungeachtet der jüngsten positiven Trends sterben Jahr für Jahr 2 Millionen Menschen an Aids, wobei 70 % dieser Todesfälle auf die afrikanischen Länder südlich der Sahara entfallen. Aids bleibt das tödlichste Virus der heutigen Zeit. Als größter Geber weltweit engagiert sich die EU für eine noch umfangreichere Bekämpfung der Immunschwäche. "

    Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Gesundheit, erklärte: "Wir müssen unsere Maßnahmen fortsetzen und sie auf die Gebiete konzentrieren, in denen sie am dringlichsten sind. In Europa nimmt die Zahl der Neuinfektionen bei bestimmten Gruppen und in bestimmten Regionen zu. Es gibt keinen Grund für Selbstzufriedenheit. Prävention und Frühdiagnose sind weiterhin die besten Waffen im Kampf gegen HIV/Aids."

    Maßnahmen der Europäischen Kommission 

    • Als weltweit größter Geber hat die EU insgesamt in den vergangenen Jahren am meisten zu der erheblichen Aufstockung der für HIV/Aids bereitgestellten internationalen Finanzmittel beigetragen.
    • Die EU-Beiträge zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria haben sich nahezu vervierfacht: von 403 Mio. USD im Jahr 2003 auf 1,546 Mrd. USD; dies sind rund 55 % der weltweiten Beiträge in den Jahren 2004-2008.
    • Die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission besitzen ein gemeinsames Aktionsprogramm und haben beschlossen, für den Zeitraum 2007 – 2011 zu intensiveren, effizienteren und besser abgestimmten Anstrengungen durch Außenmaßnahmen aufzurufen.
    • Die Kommission stellt die verfügbaren Mittel zunehmend in Form von Budgethilfe bereit, um so die Gesundheitssysteme, die bei der Bekämpfung von Aids eine besonders wichtige Rolle spielen, zu stärken. Dieses neue Instrument dürfte sich auf die Gesundheitssysteme ausgesprochen positiv auswirken, da es eine langfristige und vorhersehbare Finanzierung gewährleistet.
    • Die Budgethilfe ist von 1,425 Mrd. EUR im Zeitraum 2002-2006 auf 2,571 Mrd. EUR im Zeitraum 2007-2011 gestiegen.
    • Ferner hat die Kommission am 26. Oktober 2009 eine neue Mitteilung über die Bekämpfung von HIV/Aids in der Europäischen Union und den Nachbarländern (2009-2013) angenommen, um gegen den negativen Trend zunehmender Neuansteckungen in Europa anzugehen . Die Mitteilung konzentriert sich insbesondere auf die Förderung der Prävention und auf die Durchführung von Maßnahmen, die vor allem auf die Risikogruppen und die besonders stark von HIV/Aids betroffenen geografischen Bereiche ausgerichtet sind.

    Hintergrund:

    Seit Beginn der Epidemie haben sich nahezu 60 Millionen Menschen mit HIV infiziert. 25 Millionen Menschen sind an den Folgen von Aids gestorben.

    Wenngleich erhebliche Fortschritte bei der Verhinderung neuer HIV-Infektionen und bei der Senkung der jährlichen Zahl der aidsbedingten Todesfälle erzielt wurden, stellt Aids weiterhin eine wichtige weltgesundheitliche Priorität dar. Die Zahl der HIV-Infizierten ist im Jahr 2008 weltweit auf insgesamt 33,4 Millionen gestiegen. 2008 gab es 2,7 Millionen Neuinfektionen, und 2 Millionen Menschen sind an den Folgen von Aids gestorben .

    Die Epidemie scheint sich in den meisten Regionen stabilisiert zu haben, wenngleich ihre Verbreitung in Osteuropa sowie in Zentralasien und anderen Teilen Asiens infolge der hohen Neuinfektionsrate weiter steigt.  Die Länder südlich der Sahara sind nach wie vor am stärksten betroffen. Auf sie entfielen im Jahr 2008 71 % aller HIV-Neuinfektionen . 14,1 Millionen Kinder in den Ländern südlich der Sahara haben durch Aids einen oder beide Elternteile verloren. Aids ist weiterhin die Haupttodesursache in der Region.

    Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr unter den folgenden Links:

    http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

    http://ec.europa.eu/development/pdf/AIDS_day_info.pdf

    http://ec.europa.eu/development/index_en.cfm

    Quelle: Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 30. November 2009

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  • 28Nov

    AIDS-Hilfe Schweiz LogoWelt-Aids-Tag 2009: Aufruf zur Solidarität mit HIV-positiven Menschen in der Schweiz

    Die medizinische Entwicklung hat grosse Fortschritte gemacht. HIV ist heute eine chronische, aber behandelbare Krankheit. Menschen mit HIV haben zum grossen Teil eine normale Lebenserwartung. Trotz dieser guten Nachrichten: Die Diskriminierungen von HIV-positiven Menschen bleiben. Die Aids-Hilfe Schweiz ruft anlässlich des Welt-Aids-Tags 2009 zur Solidarität auf. Am 1. Dezember finden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen in der ganzen Schweiz statt.

    Dank grosser Fortschritte in der Medizin ist HIV/Aids heute keine tödliche Krankheit mehr. Menschen, die mit HIV leben, haben heute eine normale Lebenserwartung. Die meisten von ihnen sind erwerbstätig und in die Gesellschaft integriert. Doch die Diskriminierung von HIV-positiven Menschen bleibt. Auch fast 25 Jahre nach der Gründung der Aids-Hilfe Schweiz werden Menschen wegen ihrer HIV-Infektion am Arbeitsplatz oder in ihrem sozialen Umfeld benachteiligt oder diskriminiert.

    Eine Mischung aus diffusen Ängsten, Vorurteilen und veraltetem Krankheitsbild führt dazu, dass HIV-positive Menschen ihre Arbeit verlieren, wenn ihre HIV-Infektion bekannt wird, dass sie von Arbeitskolleginnen und –kollegen gemobbt werden oder die gemeinsame Waschmaschine in einem Mietshaus nicht mehr benutzen dürfen, weil die Nachbarin sich vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus fürchtet.

    Ein weiteres Problem für HIV-positive Menschen stellen die Versicherungen dar. Betroffenen ist es zum Beispiel – trotz normaler Lebenserwartung – weitgehend verwehrt, eine Lebensversicherung abzuschliessen. Eine berufliche Selbständigkeit oder ein Eigenheim können so zum unerreichbaren Traum werden. Benachteiligungen gibt es auch in der Taggeldversicherung oder im Überobligatorium der beruflichen Vorsorge.

    Über 25.000 Menschen leben heute mit HIV in der Schweiz. Jeden Tag kommen zwei Neuansteckungen hinzu. Viele Betroffene führen ein Doppelleben und wagen es kaum, ihrem Umfeld von ihrer HIV-Infektion zu erzählen. Nicht selten führt diese zusätzliche Belastung zu psychischen Problemen.

    Anlässlich des Welt-Aids-Tages 2009 ruft die Aids-Hilfe Schweiz zur Solidarität mit HIV-positiven Menschen auf. Der Normalisierung der HIV-Infektion durch die Verfügbarkeit von Medikamenten sollte endlich die Normalisierung in der Gesellschaft folgen: Damit HIV-positive Menschen gleiche Chancen und Rechte erhalten und sich nicht vor Ausgrenzung fürchten müssen.

    Am 1. Dezember erinnern zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen in der ganzen Schweiz die Menschen an den Welt-Aids-Tag. Weitere Informationen zum Welt-Aids-Tag unter Welt-Aids-Tag 2009.

    Quelle: Pressemitteilung der AIDS-Hilfe Schweiz vom 27. November 2009

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  • 27Nov

    Prof. Brockmeyer: Forschung in Deutschland braucht Förderer

    Die kürzlich von UNAIDS veröffentlichten Zahlen der Neuinfektionen mit HIV könnten Hoffnung wecken: So infizierten sich im Jahr 2008 ca. 2 Mio. Menschen, während es 1996 noch ca. 3,5 Mio. waren - das entspricht einem weltweiten Rückgang der HIV-Neuinfektionen um bis zu 30%. "Diese Daten dürfen aber nicht über die anhaltende epidemiologische Gefahr von HIV/AIDS hinwegtäuschen", unterstreicht der Bochumer Forscher Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, Sprecher des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenznetzes HIV/AIDS anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember. "Denn Fakt ist auch, dass die Zahl der Menschen, die mit HIV/AIDS leben, stetig ansteigt."

    Osteuropa und Zentralasien: Anstieg um 66%

    Der Spezialist lenkt das Augenmerk vor allem auf die regionalen Unterschiede in der Verbreitung des Virus. So stieg die Anzahl der Infizierten zwischen 2001 und 2008 in Osteuropa und Zentralasien beispielsweise um 66%. In der Ukraine erhält nur etwa jeder fünfte Patient eine adäquate Therapie. Experten schätzen, dass in der Ukraine zwischen 30 und 50% der Drogenabhängigen HIV-positiv sind. Auch die Übertragungswege von HIV verändern sich hier: Erstmalig im letzten Jahr wurden die meisten Infektionen durch heterosexuellen Geschlechtsverkehr übertragen. "Von einer Entwarnung darf aufgrund dieser alarmierenden Zahlen daher nicht die Rede sein", so Prof. Brockmeyer.

    Regionale Unterschiede auch in Deutschland

    "Wenn wir die regionalen HIV-Epidemien, wie etwa in der Ukraine, nicht in den Griff bekommen, bedeutet das für diese Regionen nicht nur eine menschliche Tragödie sondern gleichzeitig den gesundheitspolitischen und auch wirtschaftlichen Kollaps", so Prof. Brockmeyer. Auch in Deutschland sind die regionalen Unterschiede signifikant: Grundsätzlich ist eine erhöhte HIV-Prävalenz in Großstädten und Ballungsräumen festzustellen. Verglichen mit den anderen Bundesländern hat das bevölkerungsreichste Land NRW prozentual die meisten HIV-Erstdiagnosen zu verzeichnen. Nach Höhe der Anzahl der gemeldeten HIV-Erstdiagnosen pro 100.000 Einwohner in Städten steht Köln (mit einer HIV-Inzidenz von 18,09) an erster Stelle, es folgen Düsseldorf (12,64), Berlin (12,04), Frankfurt (11,95), München (11,66) und Hamburg (11,40).

    8.000 Patientendatensätze dienen der Forschung

    "Wir müssen regionale Strategien entwickeln, die deutsche Expertise der HIV-Forschung verstärkt anbieten und gleichzeitig vorantreiben", folgert Brockmeyer. Schließlich kommen die Fortschritte in der deutschen HIV-Forschung Betroffenen weltweit zugute. Im Kompetenznetz HIV/AIDS können dank der hier gesammelten Daten und Materialproben von über 8.000 Patienten wichtige klinische- und grundlagenwissenschaftliche Studien durchgeführt werden. Fragen etwa zur Wirkung und Nebenwirkung von Medikamenten, auch bei HIV-infizierten und -exponierten Kindern, zu HIV-Begleiterkrankungen oder über das zunehmend wichtige Thema "HIV im Alter" können durch gezielte Auswertungen der Patientenkohorte beantwortet werden.

    Kompetenznetz braucht Unterstützung auch nach 2011

    Möglich wird Forschung allerdings erst durch engagierte Förderer, wie etwa die Sparkasse Bochum, die jüngst durch eine großzügige Spende die Forschungsarbeit des Kompetenznetzes unterstützt. Auch im Hinblick auf die 2011 auslaufende Förderung des Netzes durch das BMBF sind Spenden wichtig. Dabei kommen die Gelder nicht nur der vernetzten HIV-Forschung in Deutschland zugute - von den Fortschritten, beispielsweise in der Medikamentenforschung, profitieren langfristig insbesondere die am stärksten von HIV/AIDS betroffenen Regionen. Das mögliche Ende des Kompetenznetzes HIV/AIDS im Jahr 2011, und die damit verschenkten wissenschaftlichen Ressourcen, wäre daher auch international gesehen eine falsche Entwicklung.

    Quelle: Presseinformation der Ruhr-Universität Bochum vom 27. November 2009 (Presseinfo 392)

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  • 26Nov

    Menschen mit HIV und Aids nicht alleine lassen – das ist die wichtigste Botschaft des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember 2009. Dieser Botschaft fühlen sich auch die Ärzte und Wissenschaftler der Janssen-Cilag GmbH verpflichtet. Der Unternehmensbereich Tibotec, Division of Janssen-Cilag, ist auf Virologie spezialisiert und forscht nach neuen Medikamenten, welche die Lebensqualität von Patienten mit HIV weiter verbessern und ihr Leben verlängern können. Denn im Kampf gegen das Virus ist intensive Forschung weiterhin lebenswichtig.

    Jährlich sterben weltweit über zwei Millionen Menschen an Aids, rund 33 Millionen sind HIV-infiziert. In Deutschland stecken sich jedes Jahr 3.000 Menschen neu mit dem HI-Virus an. Bis heute ist die Krankheit nicht heilbar. Doch innovative Medikamente ermöglichen den Patienten ein weitgehend normales Leben.

    “Die medizinische Forschung hat für die HIV- und Aidstherapie in den letzten Jahren viel erreicht. Trotzdem dürfen die großen Erfolge nicht darüber hinweg täuschen, dass es noch viel zu tun gibt”, weiß Professor Dr. Günter Huhle, Vice President Medical & Scientific Affairs bei Janssen-Cilag. “Insbesondere die Behandlung infizierter Frauen, Mütter und Kinder muss optimiert werden. Für diese Patientengruppen ist die Infizierung mit dem HI-Virus in vielen Fällen noch ein Tabu-Thema – und das auch immer noch in medizinisch hoch entwickelten und aufgeklärten Ländern wie Deutschland. Hier wollen wir genau hinschauen und unsere Expertise als forschendes Pharmaunternehmen einbringen. Mit unserem seit Sommer 2009 zugelassenen Arzneimittel für die Therapie infizierter Kinder leisten wir unseren Beitrag im Bereich HIV und Pädiatrie,” so Professor Dr. Huhle.

    Frauen und Mütter

    Auch wenn inzwischen viele Studien darauf hinweisen, dass die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) bei Frauen ebenso wirksam ist wie bei Männern – es besteht immer noch dringender Forschungsbedarf. Frauen sind in wissenschaftlichen Studien immer noch unterrepräsentiert, so dass für sie keine differenzierten Dosierungsempfehlungen abgeleitet werden können. Hinweise auf ein unterschiedliches Nebenwirkungsspektrum bei Frauen und Männern mehren sich.

    Ein weiteres wichtiges Thema entsteht für den Zusammenhang HIV und Schwangerschaft. Obwohl Forscher sich eingehend mit der Übertragung des Virus von der Mutter auf das Kind beschäftigt haben, sind die Übertragungswege nicht abschliepend geklärt. Durch den Einsatz von HIV-Medikamenten gelingt es heute aber, das Übertragungsrisiko für das Kind auf unter zwei Prozent zu reduzieren.

    HIV-positive Kinder

    Kinder- und Jugendärzte warten dringend auf neue Therapien für ihre jungen Patienten. “Da sich die HIV-Infektion von Kindern bezüglich Infektionsweg, Virusdynamik, Reife des Immunsystems und des natürlichen Verlaufes von der Infektion des Erwachsenenalters unterscheidet, ist eine auf das Kindesalter abgestimmte Therapie erforderlich. Nach wie vor infizieren sich Kinder mit HIV auch in Deutschland. Sie haben viel weniger Therapieoptionen als Erwachsene”, erklärt Dr. Christoph Königs, Universitätsklinikum Frankfurt.

    Seit 2009 hat das Neusser Pharmaunternehmen ein Medikament mit der Zulassung für Kinder ab sechs Jahren. Darüber hinaus unterstützt Janssen-Cilag seit Jahren das Engagement und die Aufklärungsaktivitäten von PENTA, einer weltweiten Organisation für HIV-infizierte Kinder.

    Altersassoziierte Erkrankungen und HIV

    Eine große Herausforderung ist auch der Zusammenhang zwischen HIV und altersassoziierten Erkrankungen. Dank der wirksamen Therapie werden die HIV-Patienten immer älter. Ein höheres Lebensalter geht mit einem erhöhten Risiko für altersassoziierte Erkrankungen wie kardiovaskuläre- und Stoffwechselerkrankungen einher. Die Infektion beschleunigt den Alterungsprozess und HIV-Infizierte haben ein noch höheres Risiko für die Krankheiten. Das macht die komplexe Behandlung älterer HIV-Patienten noch komplizierter. Auch hier kann und muss die Pharmaforschung in der Zukunft einen wesentlichen Beitrag leisten.

    Quelle: Pressemitteilung von Janssen-Cilag GmbH vom 26. November 2009

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  • 26Nov

    Deutsche AIDS-StiftungDeutsche AIDS-Stiftung fördert Qualifizierungsprojekte

    Heute leben in Deutschland rund 67.000 Menschen mit HIV und AIDS - mehr als je zuvor. Dies liegt an der verbesserten Therapierbarkeit der Infektion, die Betroffenen ein längeres Überleben ermöglicht. "Nach neuesten Schätzungen des Robert-Koch-Instituts haben sich im Jahr 2009 rund 3.000 Menschen neu infiziert - das bedeutet eine Stabilisierung der Neuinfektionen auf niedrigem Niveau", so Dr. Christoph Uleer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen AIDS-Stiftung, anlässlich der Pressekonferenz zum Welt-AIDS-Tag. Die bessere gesundheitliche Situation geht allerdings nicht mit einer besseren materiellen Lage einher: Viele Betroffene - insbesondere die seit vielen Jahren infizierten und therapierten - haben ihre Arbeit verloren, sind auf Rente und Grundsicherung angewiesen. Um HIV-Infizierten, deren gesundheitliche Situation es erlaubt, die Chance auf einen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu geben, fördert die Stiftung bundesweit insgesamt sechs Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte. Sie ermöglichen es Menschen, die in gewissem Umfang - zeitweise oder auf Dauer - arbeiten können, eine zu ihrer Situation passende Arbeit oder Ausbildung zu finden.

    Experten schätzen, dass sich rund 50 Prozent aller HIV-Infizierten in einem Arbeitsverhältnis befinden. Eine Blitzumfrage der Stiftung unter AIDS-Hilfen und Beratungsstellen ergab, dass rund ein Viertel ihrer Klienten arbeitet. Dagegen sind unter den Antragsteller/innen bei der Stiftung nur 15 Prozent erwerbstätig. Dies erklärt sich daraus, dass die Deutsche AIDS-Stiftung vor allem denjenigen von HIV betroffenen Menschen hilft, denen es finanziell besonders schlecht geht.

    Die Umfrage ergab außerdem, dass Betroffene immer noch nicht offen mit ihrer Erkrankung umgehen können. Die wenigsten trauen sich, ihre Infektion am Arbeitsplatz bekanntzumachen. Die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit ist auch aus anderen Gründen schwierig: Wer einmal seine Rentenansprüche aufgibt und arbeitet, muss nach einem erneuten Ausscheiden wieder das gesamte Anerkennungsverfahren für eine Rente durchlaufen. Viele Betroffene wissen nicht, wie sich ihre gesundheitliche Situation entwickelt, und verzichten daher aus Angst, Rentenansprüche zu verlieren und schließlich noch schlechter dazustehen, auf einen Wiedereinstieg. "Die Deutsche AIDS-Stiftung fordert daher die Möglichkeit einer "Arbeit auf Probe", die der oft wechselhaften gesundheitlichen Situation von Menschen mit HIV und AIDS Rechnung trägt. Einstieg und Ausstieg aus der Berufstätigkeit müssten vereinfacht werden, Rentenansprüche erhalten bleiben", betont Dr. Ulrich Heide, geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung.

    Die Deutsche AIDS-Stiftung ist die größte AIDS-Hilfsorganisation in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Unterstützung bietet. Die Stiftung hilft seit mehr als 20 Jahren bedürftigen Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und die Unterstützung von Projekten. Darüber hinaus fördert die Stiftung seit dem Jahr 2000 ausgewählte Hilfsprojekte, etwa für Aidswaisen, Jugendliche, Mütter und ihre Kinder, vor allem im südlichen Afrika.

    Quelle: Pressemitteilung der Deutschen AIDS-Stiftung vom 26. November 2009

    Weitere Informationen zur Deutschen AIDS-Stiftung erhaltet ihr unter dem folgenden Link: http://www.aids-stiftung.de/

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  • 17Nov

    Hörfunk-CD Aidsaufklärung 2009Prominente Comedy-Stars auf der neuen Hörfunk-Spot-CD

    Comedians zeigen wieder Flagge zum diesjährigen Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Dass Kondome als Schutz vor HIV/Aids kein alter Hut sind, wissen Dittsche und viele weitere Comedy-Stars, die gemeinsam dazu aufrufen: "Kondome schützen – mach's mit".

    "Insgesamt 20 Spots von zehn Künstlerinnen und Künstlern stellen wir im Vorfeld des Welt-Aids-Tags den Radiosendern kostenlos zur Verfügung", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). "Die neue CD zeigt, dass Aidsaufklärung unterhaltsam präsentiert werden kann. Ich würde mich deshalb freuen, wenn möglichst viele Sender unsere Spots in ihr Programm aufnehmen."

    Olli Dittrich ist in diesem Kreis von Newcomern und Festverwurzelten der deutschen Fernsehcomedy der wohl erfahrenste Improvisations-Comedian. Seine Kultfigur "Dittsche" mit dem Gegenpart "Ingo" (Jon Flemming Olsen) stellt er für diese Aktion ganz in den Dienst der Aidsaufklärung. Die aparte Lisa Feller, der latin lover Roberto Capitoni, der Freund und Helfer Murat Topal, der verrückte Konrad Stöckel, der schwäbische Brasilianer Otto Kuhnle, der smarte Daniel Reinsberg, die schneewittchenhafte Emily Wood und die coole Petra Nadolny sind ebenfalls mit von der Partie.

    "Auf unserer neuen Hörfunk-CD findet sicherlich jeder Radiosender, der die Aidsaufklärung auf originelle Weise unterstützen will, das Richtige für sein Musikformat", so Prof. Dr. Elisabeth Pott. "Die Schutzbotschaft gegen HIV/Aids wird mit viel Charme, Witz und Geist transportiert und spricht vor allem Comedy-begeisterte Radiohörerinnen und Radiohörer an."

    Unter www.bzga-avmedien.de können die neuen mach's-mit – Hörfunkspots angehört werden und stehen zum Download bereit.

    Weitere Informationen unter www.gib-aids-keine-chance.de und www.welt-aids-tag.de

    Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 17. November 2009

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